Soul@Work -  - ebook

Opis

Der von Katharina Maehrlein und ihrer Initiative "Stark wie Bambus" organisierte erste [email protected]-Kongress zur Prävention von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz im Frühjahr 2014 war ein großer Erfolg. Zahlreiche inspirierende Fachvorträge von Pater Anselm Grün, Walter Kohl, Professor Dr. Lothar Seiwert u.v.m boten fachlichen Austausch über den Tellerrand der üblichen Gesundheitsthemen hinaus. In diesem Sammelband stellen 20 Kongress-Akteure, allesamt renommierte Experten aus Wirtschaft und Coaching, in hochinteressanten Artikeln ihre erprobten Strategien, Konzepte und innovativen Ansätze zur Prävention von psychischen Erkrankungen, mehr Lebensqualität und Zufriedenheit am Arbeitsplatz vor und geben Einblick in die Unternehmenspraxis mit entsprechenden Best-Practice-Beispielen.

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Liczba stron: 281

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Inhaltsverzeichnis
Vorwort der Herausgeberin
Susanne Alff-Petersen
Krank im Job – Woran erkenne ich, dass etwas nicht stimmt, und was kann ich tun?
Michael Blochberger
Der Wert gesunder Führung
Pater Anselm Grün
Wertschöpfung durch Wertschätzung
Matthias Herzberg
Wie sag ich’s meinem Mitarbeiter?
Dr. med. Manuela Jacob-Niedballa
Entschleunigung um jeden Preis?
Tanja Köhler
Muss nur noch GESCHWIND die Welt retten?
Walter Kohl
Sind Gefühle peinlich? – Und wenn ja, was können wir tun?
Prof. Dr. med. Stefan Lang
Konzepte betrieblicher Gesundheitsförderung am Beispiel eines Großunternehmens der Chemischen Industrie – BASF
Stefan Lapenat
WorkPerformance! Und wie leistungsfähig sind Ihre Mitarbeiter?
Heidi Lensing
Lebensphasenorientierte Arbeitskultur – Sozialklimbim oder Wettbewerbsfaktor?
Dr. Sylvia Löhken
Warum Sport nicht immer fit und Meditation manchmal wahnsinnig macht
Katharina Maehrlein
Stark wie Bambus – Den täglichen Druck mit Resilienz meistern
Verena Neuse
NATÜRLICH GUT! Artgerecht leben, lernen und arbeiten
Dr. Christiane Nill-Theobald
BurnOn – Die neue Lust auf Leistung
Dr. Ulrich Ott
Selbstregulation: Schlüsselkompetenz zur Burn-out-Prävention
Andreas Rauth
»Mit Köpfchen essen« und die Widerstands- und Leistungsfähigkeit steigern
Benjamin Schulz
Zwischenstopp Burn-out – Vom Pastorensohn zum Unternehmer
Jürgen Seckler
Gesund und achtsam führen
Prof. Dr. Lothar Seiwert
Lass los und du bist Meister deiner Zeit
Christoph Wolf
Salutogene Strukturaufstellung
Anhang
Literatur
Anmerkungen
Impressum

Vorwort der Herausgeberin

Liebe Leserin, lieber Leser,

herzlich willkommen bei [email protected]! Ich freue mich sehr über Ihr Interesse!

Heutzutage ist es alles andere als einfach, geeignete Fachkräfte zu finden und langfristig zu binden. Nachweisbar sind Unternehmensangebote für den Ausgleich von Privatleben und Job, eine gesunde seelische Balance und damit eine gesteigerte Lebensqualität entscheidende Kriterien, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu gewinnen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Prävention psychischer Belastungen und Erkrankungen am Arbeitsplatz eine zentrale Rolle, gehören diese doch inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Ausfälle von Mitarbeitern.

Nach einer Studie der Deutschen Angestellten Krankenkasse stieg die Zahl seelischer Erkrankungen am Arbeitsplatz zwischen 1997 und 2004 um 70%. Entsprechend schnellte die Zahl der psychisch bedingten Fehlzeiten im gleichen Zeitraum um mehr als zwei Drittel in die Höhe. 10% aller Ausfalltage in der deutschen Wirtschaft gehen auf das Konto seelischer Belastung. Angstzustände und Depressionen sind die vierthäufigste Krankheit am Arbeitsplatz und werden nach EU-Schätzungen in 15 Jahren in den Industriestaaten auf Platz zwei vorgerückt sein. Seelenleiden stehen als Ursache von Frühverrentung an erster Stelle.

Stress, Belastung und Lustlosigkeit sind mittlerweile gängige Gesprächsthemen geworden, zu denen fast jeder seinen Teil beitragen kann. Wenn in diesem Zusammenhang auch noch nicht direkt von einer psychischen Erkrankung gesprochen wird, hat dies dennoch fatale Folgen: In den letzten 17 Jahren, in denen ich mittlerweile über 20.000 Führungskräfte trainiert und gecoacht habe, war nicht eine einzige dabei, die nicht darüber nachgedacht hätte, noch vor der Rente alles hinzuwerfen, auszusteigen, sich selbstständig zu machen, auszubrechen aus dem ungeliebten Hamsterrad.

Warum?

Viele Führungskräfte haben schlicht keine Lust mehr auf ihre Arbeit, sie resignieren mangels Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten und denken darüber nach, wie sie mit einer möglichst hohen Abfindung »rauskommen«, mit der Idee, dann endlich ein sinnerfülltes Leben führen zu können.Sie stehen oft hilflos vor dem Fakt, dass ihre Mitarbeiter häufig ausfallen und gleich wochenlang krankgeschrieben sind – wegen psychischer Belastungen.Sie verschleißen sich bei dem Versuch, einen Lowperformer so »anzupacken«, dass sich dieser nicht gleich mit wochenlanger Krankschreibung verabschiedet oder sie sogar vor den Betriebsrat und das Arbeitsgericht schleift.Es fehlen ihnen wirkungsvolle Methoden, mit dauerhaften Belastungen, täglichem Druck und Krisen so umzugehen, dass ihre Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit nicht darunter leidet.

Ob krank oder vielleicht »nur« demotiviert, in viel zu vielen Fällen geht die Leistungslust schon lange vor der Zeit verloren, was für die Betroffenen selbst unerträglich frustrierend ist, Unternehmen jedes Jahr Unsummen kostet und außerdem zum Verlust von unersetzlich wertvollen Fachkräften führt.

Als Tochter einer Psychiaterin habe ich selbst jahrelang in einem psychiatrischen Krankenhaus gearbeitet – bis zum als Befreiungsschlag empfundenen Ausstieg in die Selbstständigkeit. Vor diesem Hintergrund und meinen gerade beschriebenen Erfahrungen liegt mir das Thema »Seelische Gesundheit, Lebensqualität am Arbeitsplatz und Work-Life-Blending« besonders am Herzen.

2012 initiierte ich deshalb die Initiative »Stark wie Bambus« zur Förderung psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz und deren Kernveranstaltung, der [email protected]

Erstmalig im März 2014 mit großem Erfolg und rund 350 Teilnehmern durchgeführt, wurde das Thema im Kloster Eberbach in Eltville einen Tag lang aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Als Quintessenz des ersten [email protected] liegt jetzt dieser Sammelband vor Ihnen: 20 der Kongress-Akteure, allesamt renommierte Experten aus Wirtschaft und Coaching, stellen in 20 Artikeln ihre erprobten Strategien, Tendenzen, Konzepte und innovativen Ansätze zur Prävention von psychischen Erkrankungen und für mehr Lebensqualität und Zufriedenheit am Arbeitsplatz vor und geben Einblick in die Unternehmenspraxis mit entsprechenden Best-Practice-Beispielen.

Mögen Ihnen die zahlreichen praxistauglichen Tipps und erprobten Handlungsleitfäden nützlich sein und zum Erhalt Ihrer seelischen Gesundheit und der Ihrer Mitarbeiter beitragen!

Mögen Sie täglich mindestens einen Grund für ein zufriedenes Lächeln und ein stolzes Gefühl an Ihrem Arbeitsplatz finden!

Ich freue mich darauf, Sie beim nächsten [email protected] zu treffen, und wünsche Ihnen bis dahin eine gute Zeit.

Auf bald mit herzlichen Grüßen

Katharina Maehrlein Taunusstein, September 2014

Susanne Alff-Petersen

Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin. Studium der Psychologie in Mainz, Ausbildung in Familien-Therapie und Dialektisch-Behavioraler Therapie (DBT), seit über 25 Jahren in psychiatrischen Krankenhäusern tätig, seit vielen Jahren in der Vitos psychiatrischen Tagesklinik Wiesbaden. Ein Schwerpunkt ist die Behandlung von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Als DBT-Trainerin arbeitet sie in Weiterbildung und Supervision.

Krank im Job – Woran erkenne ich, dass etwas nicht stimmt, und was kann ich tun?

Immer mehr Menschen klagen über Burn-out, Überforderung, zu hohe Komplexität oder Mobbing am Arbeitsplatz. Die Zahlen sind hoch, die Ursachen komplex. Woran erkenne ich, dass jemand wirklich psychisch gefährdet ist, und was kann in einer solchen Situation getan werden? Bedeutet eine psychische Erkrankung, dass ein Betroffener den Arbeitsanforderungen nicht mehr gewachsen ist? In diesem Artikel finden Sie eine Darstellung verschiedener psychischer Erkrankungen, deren Ursachen und präventive Maßnahmen, die am Arbeitsplatz ergriffen werden können.

Seit einigen Jahren stehen Menschen am Arbeitsplatz immer mehr unter Druck und reagieren darauf mit psychischen Symptomen oder gar Erkrankungen. Vier von zehn Arbeitnehmern, die in Frührente gehen, sind psychisch krank (2000: 24%; 2011: 41%). Von 2008 bis 2011 erfolgte ein Zuwachs der vorzeitigen Berentungen aufgrund psychischer Erkrankungen um 28% (Ärzteblatt Januar 2013), und inzwischen ist fast jede zweite Frühberentung psychisch bedingt (2012: 42%) (Ärzteblatt Januar 2014).

Die häufigste Erkrankung als Ursache für die Frühberentung ist die Depression. Diese erlebte in den Jahren von 2001 bis 2012 einen Zuwachs von 96%. Aber auch Persönlichkeitsstörungen (Zuwachs von 74%) und Suchterkrankungen (Zuwachs von 49%) sind häufige Gründe für eine vorzeitige Berentung. Das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt bei 49 Jahren (Ärzteblatt Januar 2014).

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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