Die Ostdeutschen -  - ebook

Die Ostdeutschen ebook

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Wie haben die ehemaligen DDR-Bürger den Weg in die neue bundesdeutsche Gesellschaft gefunden? Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls sind die Filmproduktionsfirma Credo-Film, das RBB-Fernsehen und die Berliner Zeitung dieser Frage nachgegangen. Entstanden sind 25 Fernsehfilme und 25 ganzseitige Zeitungsporträts, die die Grundlage für das vorliegende Buch bilden, ergänzt durch Fotos von Markus Wächter. Vorgestellt werden Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Regionen, die offen über ihre Entwicklung seit 1989 sprechen. Das Spektrum reicht von der Arbeitslosen, die nur im Westen eine neue Anstellung fand, bis zum Betriebsdirektor des Leipziger Porsche-Werkes, vom Bäckermeister bis zum internationalen Star-Galeristen, vom Leistungssportler bis zum Chefredakteur eines Boulevard-Magazins. Ganz persönliche Geschichten der deutschen Einheit.

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Die Ostdeutschen

25 Wege in ein neues Land

DIE OST

DEUTSCHEN

25 Wege in ein neues Land

Ein Gemeinschaftsprojekt mit credo:film, RBB-Fernsehen und Berliner Zeitung

Mit Fotos von Markus Wächter (23) und Paulus Ponizak (2).

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.

1. Auflage, Februar 2015 (entspricht der 1. Druck-Auflage von September 2014) © Christoph Links Verlag GmbH Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel.: (030) 44 02 32-0www.christoph-links-verlag.de; [email protected] Umschlaggestaltung unter Verwendung des Logos von credo:film für die Reihe

Inhalt

Frank Junghänel: Der Seelenverkäufer

Robert Schneider ist Chefredakteur der Zeitschrift Super-Illu und will seinen Lesern nicht dauernd erzählen, wie es früher war.

Sabine Rennefanz: Wie schwach ist der Mensch?

Andrea von Malottki arbeitet in der Schweriner Außenstelle der Stasi-Unterlagen-Behörde. Sie kam eher zufällig dorthin.

Julia Haak: Wasser, Mehl, etwas Salz

Bäcker Thomas Hacker rührt seinen Teig noch wie zu DDR-Zeiten an. Mit dem Begriff Ostschrippe kann er trotzdem nichts anfangen.

Alice Ahlers: Die Rückkehrer

Nach der Wende verloren die Chemiker Christine Wedler und Hans Schick ihre Arbeit. Doch sie kämpften sich zurück und gründeten eine eigene Firma.

Rudolf Novotny: Brust raus, Bauch rein

Heidi Wittwer war früher Stripperin und hieß Yasmyna. Heute leitet sie eine Erotik-Tanzschule bei Leipzig.

Frederik Bombosch: Heimat ist Heimat

In der DDR ist Ingolf Kühn Lastwagen gefahren. Nach der Wende wurde er Airbrush-Künstler – und damit reich.

Karin Bühler: Immer mal überraschen

Felix Menzel ist ein exzellenter Ringer, für Luckenwalde kämpft er in der Bundesliga. Doch davon kann man nicht leben.

Jochen Knoblach: Der sorglose Abenteurer

Rolfeckhard Giermann war mal Handelsattaché der DDR im Irak und Geschäftsmann zwischen den Systemen.

Maxim Leo: König August

Judy Lybke wollte eigentlich Kosmonaut werden. Heute ist er einer der erfolgreichsten deutschen Galeristen und verkauft Kunst bis nach Hollywood.

Susanne Rost: Am liebsten barfuß

Dietmar Frick wäre in der DDR gern Arzt geworden, aber er durfte nicht. Als Musiker hat er seinen Frieden gefunden.

Paul Linke: Hellgrün ist das neue Leben

Für Leopold Jahn aus Probstzella war der Westen immer im Süden. Heute ist er Naturführer und zeigt Touristen den einstigen Grenzstreifen zwischen Thüringen und Bayern.

Lutz Pehnert: Fluche, Seele, fluche

Anne-Katrin Scharlach hat immer gern in der Oberlausitz gewohnt, ist dann aber der Arbeit wegen nach Westfalen gezogen.

Jens Blankennagel: Der Humor Gottes

Janette Obara ist recht allein unter Atheisten.

Sie ist Pfarrerin in der Altmark.

Kerstin Krupp: Die zweite Reihe

Ursula Kleinert hat als junge Frau im Oktoberklub gesungen. Das politische Lied hat sie nie losgelassen.

Susanne Lenz: Auf dem Mittelweg

Siegfried Bülow war einst für die Produktion des Barkas zuständig. Heute ist er der Chef des Leipziger Porsche-Werks.

Nancy Krahlisch: Der Regen wird kommen

Mestlin war einst ein sozialistisches Musterdorf. Nach der Wende ging es bergab, viele Bewohner zogen weg, Verena Nörenberg-Kolbow aber ist geblieben und wurde die Chefin der LPG.

Cornelia Geißler: Mit Leib und Seele

Ingrid Beyer war Kunstfunktionärin in der DDR. Kommunistin ist sie heute noch.

Carmen Böker: Rastlos

Für Autorin Andrea Hanna Hünniger waren die neunziger Jahre ein weißes Jahrzehnt, geprägt von der Schockstarre der Eltern.

Thomas Leinkauf: Eisern Union

Wie der ehemalige Betriebsdirektor Wolfgang Becker zusammen mit der Belegschaft ein Chemnitzer Traditionsunternehmen gerettet hat.

Anne Lena Mösken: Dann war’s das auch

Lutz Pokall war Nachrichtensprecher beim Berliner Rundfunk. Heute verkündet er auf der Galopprennbahn Hoppegarten die Wettquoten.

Katrin Bischoff: Eine Frage des Prinzips

Bianca Urban, die Bürgermeisterin von Märkisch Buchholz, ist eine kompromisslose Frau.

Andrea Beyerlein: Der Evolutionär

Der Journalist Christoph Dieckmann hat in Reportagen und Büchern immer wieder den deutschen Osten vor und nach der Vereinigung beschrieben.

Petra Ahne: Die Frau mit Plan B

Doris Derfling gründete nach dem Mauerfall mit ihrem Mann ein Fuhrunternehmen. Das ging schief. Heute leitet sie eine Schuldnerberatung in Berlin.

Marcus Weingärtner: Ohne Punkt und Komma

Jürgen Kuttner war zur richtigen Zeit am richtigen Ort der richtige Mann. So ist er zu einer Kultur-Marke in Berlin geworden.

Susanne Lenz: Die Nacht seines Lebens

Harald Jäger ließ am 9. November 1989 den Grenzübergang Bornholmer Straße öffnen.

Anhang

Ein dokumentarisches Gemälde

Von Susann Schimk und Jörg Trentmann, credo:film

Das Land der zwei Schlauchboote

Von Lutz Pehnert, Regisseur

Leben und erleben nach 1989 – ein Fernseh-Event

Christoph Singelnstein, Chefredakteur des Rundfunk Berlin-Brandenburg

Der skeptische Blick

Von Bettina Cosack, Berliner Zeitung

Lebensgeschichten als innerer Programmauftrag

Von Christoph Links, Ch. Links Verlag

Der Seelenverkäufer

Robert Schneider ist Chefredakteur der ZeitschriftSuper-Illu und will seinen Lesern nicht dauernd erzählen, wie es früher war. An einen Ossi-Code glaubt er aber trotzdem.

Von Frank Junghänel

Wenn sich Robert Schneider eine Geschichte für die Super-Illu wünschen dürfte, in der alles so zusammenpasst, wie er sich das gern vorstellt, könnte er gleich bei sich selbst anfangen. Schneider ist jung, sympathisch, fotogen, er ist erfolgreich und kommt aus dem Osten. Besser geht’s eigentlich gar nicht. Und dann sitzt er an diesem Freitag mit dem Layouter Roy Grabowski vor dem Monitor und sagt einen Satz, von dem er nie gedacht hätte, dass er ihn einmal sagen würde: »Mach mir doch mal die Dagmar groß.« Die Dagmar. Zwanzig Jahre Super-Illu in einem Wort. Für viele, selbst in der eigenen Redaktion, ist es ein Wort des Grauens. Zwanzig Jahre lang spielte die DDR-Schlagersängerin Dagmar Frederic das Maskottchen der Super-Illu, ungezählt sind ihre Titelbilder, der frühere Chefredakteur war ihr Trauzeuge. Nun, da es eine neue Entwicklung in dem bizarren Erbschaftsstreit gibt, in den sie verwickelt ist, müsse man sie noch mal groß machen, findet sein Nachfolger Schneider. Als dann das Bild der Frau auf dem Schirm erscheint, stöhnt Grabowski nur: Oh Gott. Er dachte, das hätten sie hinter sich.

»Das ist mein erster Frederic-Titel, seit ich hier bin«, verteidigt sich Schneider. »Sie hat mir aber auch nicht gefehlt.« Er schnellt mit seinem Bürostuhl zurück und überrollt dabei um ein Haar Dolly, den Chihuahua-Mischling seiner Freundin Leyla Piedayesh, auf den er heute aufpassen muss, weil das Frauchen, die Chefin des Labels Lala Berlin, für ein paar Tage zu einer Modenschau nach Paris geflogen ist. In der Mittagspause bringt er rasch noch deren Tochter zum Kindergeburtstag. Iranische Freundin, Patchworkfamilie, Paris – das klingt nicht nach dem Fluidum der guten alten Suppen-Illu, wie das Blatt mitunter auch genannt wird.

Als Robert Schneider im April 2011 die Redaktion der Super-Illu übernahm, war er ein Versprechen auf die Zukunft, und das ist er geblieben. Während sein bayerischer Vorgänger Jochen Wolff schon mal im Trachtenjanker in der Redaktion in Berlin-Mitte erschien, trägt Schneider bei der Arbeit ein verschossenes T-Shirt, allerdings mit einem eleganten Schal kombiniert. Das Blattmachen bei einer Boulevardzeitung hat er im Springer-Verlag gelernt, wo er zuletzt als Stellvertretender Chefredakteur für die Bild am Sonntag zuständig war. Seine Mitarbeiter sagen, er sei lockerer als Wolff, aber auch chaotischer. Entscheidungen treffe er oft aus dem Bauch heraus. Doch Spontaneität, so komisch das klingt, mögen Journalisten nicht gern. Am liebsten haben sie Konzepte. Und auf das Konzept, wie es mit der Super-Illu weitergehen soll, warten sie noch immer. Schneider hat am Layout gewerkelt, Schriften verändert, Rubriken eingeführt, den Politikteil aktualisiert. Er kann am Heft so viel herumdoktern, wie er will, er wird die Frage beantworten müssen, wie zeitgemäß eine Illustrierte ist, die sich exklusiv den Ostdeutschen verpflichtet fühlt, da längst eine Generation herangewachsen ist, die sich nicht mehr so einfach nach Ost und West unterscheiden lässt. Seine Generation. Schneider war dreizehn, als die Mauer fiel.

»Mit 2,9 Millionen Lesern ist die Super-Illu die meistgelesene Zeitschrift in Ostdeutschland.« Wie ein Mantra wird dieser Satz in jeder Ausgabe auf der Aufschlagseite rechts oben wiederholt. Die Leser sind das eine, die verkaufte Auflage ist das andere. Und die geht dramatisch zurück. Allein in den letzten fünf Jahren ist sie um ein Viertel gesunken. Derzeit beträgt sie circa 337 000 Exemplare. In den Anfangsjahren waren es fast dreimal so viel. Andere verlieren auch, aber die Super-Illu, die seit 1990 im Burda-Verlag erscheint, hat ein spezielles Problem: Was wird aus der Zeitschrift, die die Ostdeutschen praktisch erfunden hat, wenn es keine Ostdeutschen mehr gibt?

Das kann einem Robert Schneider auf die Schnelle auch nicht sagen. Jedenfalls will er nicht der Mann von morgen sein, der die Zeitung von gestern macht, selbst wenn es manchmal danach aussieht. Er hat schon Ideen, die Super-Illu zu modernisieren. »Nach 25 Jahren ist es klar, dass wir die Leute nicht mehr allein mit Erwin Geschonneck und Dagmar Frederic unterhalten können«, sagt er mit diesem leichten Akzent, der bei jedem assimilierten Sachsen durchklingt. »Wir müssen nicht dauernd erzählen, wie es früher war. Genauso interessant ist doch, was heute passiert. Es gibt großartige Leute, die aus unserer Region kommen und tolle Sachen machen.« Die Schauspielerin Karoline Herfurth aus dem Kinohit »Fack ju Göhte« fällt ihm dazu ein, Tom Schilling, der Sänger Tim Bendzko. Sein Traum sei es, Schriftsteller wie die Buchpreisgewinner Clemens Meyer und Eugen Ruge für die Illustrierte zu gewinnen. Er ist sehr stolz darauf, dass die Autorin Jana Simon bei ihm einen Text über ihre Großeltern Christa und Gerhard Wolf veröffentlicht hat. Als »Hort der Erinnerung und Reflexion« schwebt ihm die vor, »als Debattenplattform«. Und wenn er aufwacht aus seinem Traum, sieht er die Volksmusikanten Marianne und Michael auf dem Titelbild und dazu die Schlagzeile »Unsere Lebensbeichte«.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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