c/o coming out -  - ebook

c/o coming out ebook

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Opis

20 Einblicke in lesbische Leben. 20 Ausschnitte aus lesbischen Leben. 20 verschiedene Zugänge zu lesbischen Leben. Vom Versuchen und Gelingen und vom Scheitern. Von den frühen 70er Jahren bis ins angebrochene dritte Jahrtausend. Was sich verändert hat, oder aber nicht. Wie es weiter geht. Von Ängsten und Erfolgen. Von der Aufregung der Anfänge, des Kennenlernens, vom Glück, wenn die Liebe zu einer anderen Frau erwidert wird, vom Stolz (und auch von den Anstrengungen, derer es bedarf,) lesbisch zu sein!

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Liczba stron: 242

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Redaktion: Milena Verlag

© der Textzusammenstellung: Milena Verlag 2004

Die Rechte am Einzeltext liegen bei der jeweiligen Autorin.

A-1080 Wien, Wickenburggasse 21/1-2

www.milena-verlag.at

ALLE RECHTE VORBEHALTEN

ISBN 3-85286-118-7

INHALT

c/o

Vorwort

Aga Folie

Schrankwechsel

Susanne Hochreiter

An jedem Tag

Verena Lechner

Open up your closet

Ulrike Lunacek

Von Hendlhaxn und Einbettzimmern

Silvia Markart

… what about laying in the sand watching the dolphins at point dume, Malibu one day?

Brigitte Menne

Der Innenhof. (Ein Prosa-Mosaik in 33 Voluten)

Mirjam Müntefering

… I’m about ready to take the whole world all inside …

Regina Nössler

Die Klassenfahrt

Helga Pankratz

Sagen wir »du«

Petra Paul

Zwilling

K. P.

Leichen pflastern ihren Weg. Ein lesbisches Märchen

Claudia Rath

Ein ganz offenes Haus …

Karin Rick

Help-TV

Ariane Rüdiger

Ein sehr spezielles Plätzchen

Marlen Schachinger

Zwischen-Welten

Christina Schlemmer

Von Gulaschflecken und gletscherweißen Kacheln

Hannelore M. Schneider

Geleuchtet / Gelitten / Geleuchtet

Jutta Sommerbauer

Prawda

Corinna Waffender

Vaterpost

Astrid Zach

Die Verspätung

Die Autorinnen

VORWORT

c/o

Endlich hat es sein Coming-out! »c/o – storys« – ein Lesben-Lesebuch – mit Beiträgen von 20 Autorinnen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. 20 Storys, biographische und fiktive, witzige und ermutigende, aber auch ernste und traurige.

Mit der Ausschreibung wollten wir möglichst viele Autorinnen erreichen, vor allem auch jene, die bislang mit ihren Texten noch nicht »herausgekommen« sind. Das ist gelungen, und wir freuen uns, in diesem Band eine Vielfalt an »c/o-Werken« präsentieren zu können. Es sind sehr unterschiedliche Geschichten, zu denen sich die Autorinnen inspirieren liessen.

20 Einblicke in lesbische Leben. 20 Ausschnitte aus lesbischen Leben. 20 verschiedene Zugänge zu lesbischen Leben. Vom Versuchen und Gelingen und vom Scheitern.

Von den frühen 70er Jahren bis ins angebrochene dritte Jahrtausend. Was sich verändert hat, oder aber nicht. Wie es weiter geht. Von Ängsten und Erfolgen. Von der Aufregung der Anfänge, des Kennenlernens, vom Glück, wenn die Liebe zu einer anderen Frau erwidert wird, vom Stolz (und auch von den Anstrengungen, derer es bedarf,) lesbisch zu sein! Die Geschichten handeln auch von den Schwierigkeiten des Rauskommens bei den Nächsten, bei Mutter, Vater, Geschwistern, Freundinnen und Freuden, oder gar dem Ehemann! oder Geliebten, – frau wird ja nicht lesbisch geboren. Oder lehnt den Begriff lesbisch für sich ab. Von dem Prozeß des Selber-Draufkommens, von den inneren Kämpfen, andere davon in Kenntnis zu setzen, von der Stärke, mit den Reaktionen anderer fertig zu werden. Oder von der riesengroßen Erleichterung und Freude, wenn das Coming-out (als Lesbe oder bisexueller Frau) nicht nur Rauskommen, sondern vielmehr Ankommen bedeutet und dementsprechend freudige Begrüßung findet.

Euch und uns wünschen wir, dass dieses Buch viele Leserinnen (und Leser) erreicht. Dass es nicht nur ermutigend ist, sondern auch hoffentlich bewusstseinserweiternd und antidiskriminierend wirkt. Und dass es den Blick bezüglich nicht-heteronormativer Lebensweisen schärft.

Wir danken allen, die uns nach unserer Ausschreibung ihre Texte geschickt oder uns Auszüge aus ihren Romanen für diese Anthologie zur Verfügung gestellt haben.

Über Anregungen sowie Vorschläge für weitere Publikationen in diesem Sinne würden wir uns freuen!

Die Herausgeberinnen aus dem Milena Verlag, Karin Ballauff, Lika Trinkl

Wien, im August 2004

Schrankwechsel

Aga Folie

c/o

»In meinem Schlafzimmer steht ein Schrank. Es ist ein richtig großer, so wie man vielleicht gleich ein Bild davon hat, wenn man das Wort hört: ein schlichter, alter, heller Eichenholzschrank mit Messingknäufen. Auf vier kurzen Beinen steht er fest am Boden und blickt mich einäugig an. Das Auge ist der Spiegel an der linken Tür.

Im Inneren hängen Herrenanzüge. Sie gehören aber nicht mir, auch wenn ich manchmal wünschte, ich wäre einer, der sie tragen könnte. Sie gehören meinem Mann. Der existiert real und die Anzüge passen nur ihm. Mir nicht.

Bei der Frau, die ich liebe, steht auch ein Schrank im Schlafzimmer. Es ist aber einer aus einem modernen Möbelhaus, Vollholz und ebenfalls mit Anzügen gefüllt. Sie wünscht sich nicht, sie tragen zu können. Sie gehören ihrem Mann, mit dem sie das Schlafzimmer teilt, seit dreißig Jahren. Ich teile meines nie, schon zu Beginn der Ehe nicht. Manchmal teilte ich kurzfristig das Bett, aber seit einigen Jahren nicht mehr. Es wäre unerträglich und es ist unpassend.

R., ihr Anzugträger, darf es aber nicht wissen, dass wir einander lieben. Kaum jemand von ihren Bekannten darf es wissen.

D., mein Anzugträger, weiß es, und es ist ihm egal. Mir ist nicht egal, dass er noch immer in meiner Wohnung haust. Es sei schön hier und wir hätten es damals so vereinbart, dass er nach der Heirat zu mir in die kleine Stadt zöge. Wo er jetzt hin solle, fragt er mich. Ich weiß keine Antwort, im Moment.

M. und ich wissen uns auch keinen Rat, wie wir endlich zueinander kommen können. Wir reden und reden. Die Kolleginnen und Kollegen in der Schule wissen vage, dass ich sie liebe und sie mich. Aber es gibt auch ihre Mutter, der davor graust und deren Herz aussetzen wird, was schon einmal passiert ist. Wegen mir nämlich, sagt sie.

M. lügt den ganzen Tag, die ganze Nacht und am nächsten Tag wieder. Ich muss mitlügen, zumindest vor den Kindern, und will das überhaupt nicht. Sie hat im Frühjahr mit einer Therapie begonnen. Jetzt weint sie sehr oft und kann es noch weniger denn je sagen. Ich eile zwischen Flucht und Mitleid, Wut und Schmerz hin und her, und je nach Tag oder Nacht ist das eine oder andere stärker. Aber es reißt nie ab.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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