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Im Friseursalon zwischen Waschen und Schneiden entfalten sich die wahren Lebensgeschichten – leise, berührend und voller Menschlichkeit. Christine Wallner entführt uns in ihrem Erzählband in einen Ort, an dem mehr geschieht als nur der perfekte Haarschnitt. Hier werden Geheimnisse anvertraut, Erinnerungen wachgerufen und Masken fallen gelassen. Mit feinem Gespür für zwischenmenschliche Nuancen erzählt die Autorin von Menschen, die sich im geschützten Raum des Salons öffnen. Da ist Heinz-Werner Preuß, der seit dreißig Jahren denselben Seitenscheitel trägt und beim Haarewaschen zu einem anderen Menschen wird. Frau Ackermann, die in ihrer Illustrierten blättert, aber eigentlich die Geschichten der anderen verfolgt. Und Lena, die junge Friseurin, die lernt, dass Zuhören manchmal wichtiger ist als die perfekte Technik. Wallner schreibt mit einer Präzision, die an die besten Kurzgeschichten der deutschsprachigen Literatur erinnert. Jeder Satz sitzt, jede Beobachtung trifft ins Herz. Sie erzählt von verpassten Chancen und verschwiegener Liebe, von Einsamkeit und dem Mut, nach Jahrzehnten endlich auszusprechen, was war. Dabei vermeidet sie jede Sentimentalität und schafft stattdessen Momente von eindringlicher Wahrhaftigkeit. Die Geschichten spielen in einem scheinbar alltäglichen Setting, doch gerade dort, wo Routine herrscht, zeigt sich das Außergewöhnliche. Der Friseursalon wird zum Beichtstuhl, zur Therapiecouch, zum sicheren Hafen für all jene, die im Spiegel mehr suchen als nur ihr Äußeres. Ein Buch für alle, die wissen, dass die wichtigsten Geschichten oft dort entstehen, wo man sie nicht vermutet – zwischen Kamm und Schere, zwischen Schweigen und Sprechen, zwischen dem, was der Spiegel zeigt, und dem, was er verbirgt.
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Liczba stron: 217
Rok wydania: 2026
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