Intelligenz: Die Kraft des Geistes (GEOkompakt eBook) -  - ebook

Intelligenz: Die Kraft des Geistes (GEOkompakt eBook) ebook

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Intelligenz: Die Kraft des Geistes GEOkompakt-eBook, Band 3 Der Erfolg des Homo sapiens beruht maßgeblich auf einer Eigenschaft, in der er jedes andere Lebewesen auf dem Planeten bei Weitem übertrifft: seiner Intelligenz. Seit Jahrtausenden ist der Mensch geradezu getrieben vom Ziel, sich stetig weiterzuentwickeln, seinen Verstand zu nutzen, um sich selbst zu verstehen und die Welt für seine Zwecke zu gestalten. Nicht ohne Grund begehren wir bis heute jenes eine Wesensmerkmal, die Intelligenz, mehr als jede andere Eigenschaft. In diesem eBook haben wir die besten Beiträge aus GEOkompakt zum Thema Intelligenz zusammengestellt. In diesem reinen Lesebuchs geht es unter anderem darum, mit welchen Methoden Forscher den Verstand zu messen versuchen, weshalb Menschen unterschiedliche Talente haben, auf welche Weise Gefühle unser Denken beeinflussen - und wo im menschlichen Gehirn überhaupt Intelligenz entsteht. Inhalt Neuropsychologie: Was ist Intelligenz? Hirnforschung: Die Anatomie des Scharfsinns Kindheit: Die Geburt der Gedanken Gene und Umwelt: Fördert eine rigide Erziehung den Intellekt? Geschichte des IQ: Der vermessene Verstand Emotionale Intelligenz: Von der Klugheit der Gefühle

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Intelligenz

Die Kraft des Geistes

Herausgeber:

Michael Schaper

GEOkompakt

Die Grundlagen des Wissens

Gruner + Jahr AG & Co KG, Druck- und Verlagshaus, Am Baumwall 11, 20459 Hamburg

www.geokompakt.de

Titelbild: ©Pasieka/SPL/Ag. Focus

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Erfolg des Menschen beruht maßgeblich auf einer Eigenschaft, in der er jedes andere Lebewesen auf dem Planeten bei Weitem übertrifft: seiner Intelligenz. Kein anderes Geschöpf verfügt auch nur annähernd über einen derart hohen Verstand, einen so ausgeprägten Scharfsinn sowie die Gabe, hochkomplexe Probleme allein kraft seiner Gedanken zu lösen.

Als unsere Ahnen vor zweieinhalb Millionen Jahren nach und nach größere Gehirne entwickelten, als sie allmählich lernten, in die Zukunft zu planen, und sie schließlich die Gesetze der Natur immer tiefer durchdrangen, begannen sie auch, die Welt um sich herum gezielt zu verändern. Damit erhoben sie sich über viele Zwänge und Unwägbarkeiten der Umwelt – und nahmen gewissermaßen ihre Evolution selbst in die Hand.

Seither ist der Mensch geradezu getrieben vom Ziel, sich stetig weiterzuentwickeln, seinen Verstand zu nutzen, um sich selbst zu verstehen und die Welt für seine Zwecke zu gestalten.

Nicht ohne Grund ist es deshalb bis heute vor allem jenes eine Wesensmerkmal, die Intelligenz, die Menschen mehr begehren als jede andere Eigenschaft und die Forscher mit immer neuen Methoden zu entschlüsseln versuchen.

Psychologen und Sozialwissenschaftler, Informatiker, Biochemiker und Hirnforscher fragen sich etwa, weshalb Menschen überhaupt unterschiedliche Talente besitzen. Warum der eine besonders scharfsinnig ist, der andere hoch musikalisch oder sprachbegabt.

Und sie versuchen herauszufinden, wie sich kognitive Fähigkeiten erkennen und fördern lassen. Dafür entwerfen Wissenschaftler immer ausgefeiltere Tests zur Vermessung von Intelligenz. Sie suchen nach Genen und Hormonen, die unser Denkvermögen steuern, die uns geistig schnell oder schwerfällig machen. Sie untersuchen, ob sich die neuronalen Schaltkreise von Hochbegabten und Durchschnittsbürgern unterscheiden.

In dieser eBook-Ausgabe von GEOkompakt präsentieren wir Ihnen unter anderem den neuesten Stand der Forschung zu der Frage, was Intelligenz überhaupt ist, wie sich unterschiedliche Begabungen fördern lassen, inwieweit unsere Gefühle den Verstand beeinflussen – und auf welch erstaunliche Weise sich im reifenden Hirn jene komplexen Strukturen formen, die einen heranwachsenden Menschen seine Umwelt – und sich selbst – immer besser begreifen lassen.

Michael SchaperChefredakteur GEOkompakt

Inhalt

1.Neuropsychologie

Was ist Intelligenz?

Von Ute Eberle

2.Hirnforschung

Die Anatomie des Scharfsinns

Von Martin Paetsch

3.Kindheit

Die Geburt der Gedanken

Von Alexandra Rigos

4.Gene und Umwelt

Fördert eine rigide Erziehung den Intellekt?

Interview mit dem Neurowissenschaftler Gerhard Roth

5.Geschichte des IQ

Der vermessene Verstand

Von Dirk Liesemer

6.Emotionale Intelligenz

Von der Klugheit der Gefühle

Von Ute Eberle

Neuropsychologie

Was ist Intelligenz?

Seit jeher zählt der Verstand zu den stärksten Triebkräften der Gesellschaft: Ohne Scharfsinn hätten unsere Vorfahren keine technischen Innovationen hervorgebracht, wüsste niemand Bescheid über die Gesetze der Physik oder die biochemischen Vorgänge in unserem Körper. Doch noch immer streiten Forscher darüber, was genau sich hinter dem Wesensmerkmal Intelligenz verbirgt, wie es entsteht – und was scharfsinnige von weniger klugen Menschen unterscheidet

Von Ute Eberle

Schleimpilze sind denkbar simple Geschöpfe: Sie besitzen weder Kopf noch Glieder, manche bestehen nur aus einer riesigen Zelle und sehen aus wie schmierige Farbkleckse, die über den Waldboden kriechen. Und obwohl sie kein Gehirn haben, ja nicht einmal eine einzige Nervenzelle, scheinen sie dennoch recht komplexe Probleme lösen zu können.

Das zeigte sich, als der Japaner Toshiyuki Nakagaki einen Schleimpilz in den Eingang eines Labyrinths setzte. An dessen Ausgang platzierte er Haferflocken, ein begehrtes Futter. Wie geschickt sich ein Wesen in diesem Test dabei anstellt, den Weg durch die verzweigten Gänge zu finden, gilt in der Verhaltensbiologie als guter Indikator dafür, wie intelligent es ist.

Der hirnlose Einzeller meisterte die Aufgabe mit Bravour: Er fand den Weg zu den Haferflocken – und wählte sogar die kürzeste Route.

Sind Schleimpilze also intelligent? Verfügen sie demnach über eine Eigenschaft, die wir gemeinhin nur bei hoch entwickelten Geschöpfen erwarten? Wohl eher nicht.

Oder doch?

Es ist erstaunlich, dass die meisten Menschen diese Frage nicht auf Anhieb beantworten können. Im Alltag denken wir offenbar selten darüber nach, wie Intelligenz definiert wird – was verblüffend ist: Denn kaum ein anderes Wesensmerkmal prägt unser Leben so machtvoll, lenkt unseren Werdegang so entscheidend. Ob ein Mensch für intelligent gehalten wird oder nicht, bestimmt heutzutage in modernen Gesellschaften meist, welche Schule er besuchen darf, ob er studiert, welchen Beruf man ihn ausüben lässt, ob er Karriere macht. Oftmals auch, mit wem er verkehrt, welchen Freundeskreis er aufbaut, welchen Partner er findet.

Mit anderen Worten: welches Dasein er führt.

So trafen in den 1920er Jahren Tausende, die wegen der Wirtschaftskrise in die USA emigrieren wollten, auf US-Einwanderungsbeamte, die von den Behörden den Auftrag erhalten hatten, die potenziellen Immigranten auf deren Intelligenz zu prüfen – und jeden, den sie für „zu dumm“ hielten, zurückzuschicken.

Der Verstand eines Menschen kann sogar über Schuld und Unschuld, über Leben und Tod entscheiden. So wird in manchen Staaten, in denen es noch die Todesstrafe gibt, eine Hinrichtung mitunter ausgesetzt, wenn der Verdacht besteht, der Täter sei nicht intelligent genug gewesen, um seine Tat richtig einzuschätzen.

SEIT JEHER ZÄHLT DER VERSTAND zu den wichtigsten Werten der Gesellschaft – und zu einer ihrer stärksten Triebkräfte. Schließlich gründet unsere Zivilisation auf der Denkleistung intelligenter Menschen. Ohne Scharfsinn hätten unsere Vorfahren weder Ackerbau noch Viehzucht erfunden, hätten keine Städte erbaut, keinerlei technische Innovation hervorgebracht.

Niemand hätte sich je kluge Gedanken gemacht über den Sinn des Seins, niemand wüsste etwas über die Gesetze der Physik, den Aufbau des Universums, über die Wirkkraft von Arzneimitteln, die biochemischen Vorgänge in unserem Körper. Oder über die Evolution – also letztlich unsere Herkunft.

Wohl kaum eine andere Eigenschaft begehren Menschen daher mehr als Intelligenz. „Man darf fast alles über die Kinder anderer Leute sagen – dass sie faul, frech, aggressiv, nervös, zerfahren oder schüchtern sind“, schreiben die Kognitionsforscher Rolf Pfeifer und Josh Bongard: „Aber bloß nicht, dass sie unintelligent sind!“

All dies setzt eines voraus: dass wir überhaupt wissen, was Intelligenz eigentlich ist.

Die Antwort darauf mag zunächst recht einfach erscheinen. Der Begriff Intelligenz leitet sich vom lateinischen Verb „intellegere“ („einsehen“, „verstehen“) ab. So kann man diese Eigenschaft vereinfachend als die Gabe ansehen, möglichst schnell Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten, Zusammenhänge herzustellen, Probleme zu lösen – kurz: schlussfolgernd zu denken.

Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Fähigkeit? Wie entsteht Intelligenz? Was unterscheidet scharfsinnige von weniger klugen Menschen? Wo in unserem Kopf ist der Verstand untergebracht? Und beschränkt er sich allein auf unser Gehirn?

Seit Langem schon beschäftigen sich Psychologen und Bildungsexperten, Biologen, Informatiker und Neurowissenschaftler mit diesen Fragen. Das aber stellt sie vor Probleme. Denn Intelligenz kann man weder greifen noch riechen, weder schmecken noch ertasten oder sehen.

Daher gestaltet sich ihre Erforschung so kompliziert wie die des Bewusstseins. Die Experten versuchen gewissermaßen nichts Geringeres, als das Wesen von etwas Wesenlosem zu ergründen. Einer strukturlosen Macht Struktur zu verleihen. Zudem ist Intelligenz nicht bloß eine unsichtbare Erscheinung – sondern eine der vielschichtigsten überhaupt.

Und schließlich urteilen Menschen in verschiedenen Kulturen höchst unterschiedlich darüber, ob ein Mitbürger über einen hohen Verstand verfügt; nicht jeder, der beispielsweise in der westlichen Welt als schlau gilt, wird auch überall sonst so angesehen.

„Bei den Buschmännern in Australien“, so der renommierte Intelligenzforscher Detlef Rost von der Universität Marburg, „würde ein in unserer Gesellschaft hochgeschätzter und als besonders intelligent angesehener Informatiker vermutlich jämmerlich versagen und wäre kaum lebenstüchtig.“

Selbst bestimmte Charakterzüge werden je nach Kulturkreis gänzlich anders ausgelegt. Tratschen etwa gilt in der westlichen Welt zwar als unhöflich, aber nicht unbedingt als dumm. Bei manchen Völkern dagegen schon: Dort zeichnet es intelligentes Verhalten unter anderem aus, wie geschickt jemand innerhalb einer Gruppe für Harmonie sorgt.

Beim Volk der Luo in Kenia gibt es gleich vier Wörter, die sich auf Intelligenz beziehen. Dabei bezeichnet allein der Begriff rieko eine der westlichen Vorstellung ähnliche intellektuelle Kompetenz. Die Worte luoro und winjo dagegen beschreiben, wie respekt- und rücksichtsvoll jemand mit seinen Mitmenschen umgeht. Und paro, ob er begonnene Vorhaben auch zu Ende führt.

Chinesische Taoisten wiederum sehen Selbsterkenntnis und Bescheidenheit als wichtige Intelligenzfaktoren. Und für Menschen in Estland zählt dazu, wie emotional stabil jemand ist, wie gewissenhaft und weltoffen.

Was exakt sich hinter dem Phänomen Intelligenz verbirgt, ist deshalb eine der verwirrendsten Fragen der modernen Wissenschaft. Mittlerweile aber gewinnen Forscher ein immer genaueres Bild davon, was unseren Verstand – zumindest aus westlicher Sicht – kennzeichnet.

DAMIT EIN WESEN überhaupt eine Form von Intelligenz besitzt, darin sind sich die Wissenschaftler einig, muss es Eindrücke aufnehmen und speichern, es muss Informationen abrufen und verknüpfen können. Zudem stellt es seinen Verstand gewöhnlich unter Beweis, indem es Probleme löst.

Vor einigen Jahren einigten sich 52 international angesehene Experten auf folgende Beschreibung der menschlichen Geisteskraft: „Intelligenz ist eine sehr allgemeine geistige Kapazität, welche die Fähigkeit zum schlussfolgernden Denken, zum Planen, zur Problemlösung, zum abstrakten Denken, zum Verständnis komplexer Ideen, zum schnellen Lernen und zum Lernen aus Erfahrung umfasst.“

Dieser Auffassung liegt ein Phänomen zugrunde, das Wissenschaftlern bereits vor mehr als 100 Jahren auffiel: War ein Schüler in einem bestimmten Bereich talentiert – konnte er beispielsweise mühelos Zahlenkolonnen addieren –, offenbarte er häufig auch andere geistige Fähigkeiten, er drückte sich etwa besonders gewandt aus. Es fiel ihm leicht, eine Fremdsprache zu erlernen, oder er fand flink Wege, um komplizierte Knoten zu lösen.

Sprach ein Schüler dagegen holprig, dann rechnete er oft auch schlecht, konnte sich schwer Vokabeln einprägen und zeigte häufig ein unzureichendes Verständnis für Gesetzmäßigkeiten.

Aus dieser Beobachtung erwuchs schließlich eine Theorie, die bis heute unter Wissenschaftlern die mit Abstand größte Zustimmung findet. Sie besagt, dass jeder Mensch eine Art geistige Energie besitzt – die allgemeine (oder „fluide“) Intelligenz –, die jedoch individuell unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

Daraus speist sich die kognitive Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen – also die Schnelligkeit und Effektivität, mit denen jemand Informationen verarbeitet: Wie leicht er lernt, wie rasch er logische Zusammenhänge herstellen kann oder wie verlässlich er sich neues Wissen einzuprägen vermag.

Die allgemeine Intelligenz wiederum bildet die Basis für die bereichsspezifische (oder „kristalline“) Intelligenz. Darunter verstehen Wissenschaftler unsere spezifischen Begabungen oder Talente, zum Beispiel verbale Fertigkeiten wie etwa Sprachgefühl, mathematisches Geschick oder räumliches Vorstellungsvermögen – also die von Mensch zu Mensch unterschiedliche Gabe, in bestimmten Bereichen Kenntnisse zu erwerben, Kompetenz zu entwickeln und schließlich eine Art Expertenwissen („kristallines Wissen“) aufzubauen.

Man kann dieses gängigste aller Intelligenzmodelle mit dem Wachstum eines Baumes vergleichen. Die allgemeine Intelligenz entspricht demnach einem fruchtbaren Humusboden, aus dem gewissermaßen der Strunk des Verstandes sprießt. Von dessen Dicke hängt die Ausprägung der bereichsspezifischen Intelligenz ab. Denn der Stamm verzweigt sich in die Talente und Begabungen. Freilich sind nicht alle Äste exakt gleich dick, alle Begabungen gleich stark ausgeprägt. Doch wer über viel allgemeine Intelligenz verfügt, der bildet einen kräftigeren Stamm und damit auch dickere Äste, die wiederum eine mächtigere Krone entwickeln.

Menschen mit wenig allgemeiner Intelligenz bilden einen vergleichsweise schlanken Stamm, aus dem dünnere Äste ragen. Die Krone bleibt schlichter, karger.

VOR ALLEM UNTER BILDUNGSFORSCHERN und Psychologen genießt dieses Modell eine breite Unterstützung und stellt das Fundament für die meisten gebräuchlichen Intelligenztests. In diesen Tests wird die Geistesstärke unter anderem dadurch gemessen, dass Probanden Rechenaufgaben lösen, Reimwörter finden, Buchstabenfolgen ergänzen oder eine Reihe unterschiedlicher Muster sinnvoll um ein weiteres Symbol vervollständigen.

Dabei hat sich gezeigt, dass wir uns Daten und Zusammenhänge je nach Tagesform mal besser, mal weniger gut merken können. Sind wir beispielsweise müde, vermögen wir uns schlechter zu konzentrieren, und unser Verstand lässt nach.

Fühlen wir uns überarbeitet, ist unser „Arbeitsgedächtnis“ kleiner: Wir können dann nicht mehr so viele Informationen wie sonst gleichzeitig im Kopf behalten – was dazu führt, dass uns komplexe Denkvorgänge mehr Mühe bereiten.

Ansonsten aber ist die allgemeine Intelligenz eines Menschen verblüffend stabil: Studien belegen, dass sich die Werte im Laufe eines Lebens nur wenig ändern.

Darüber hinaus haben Forscher herausgefunden, dass ein Intelligenztest überraschend verlässlich voraussagen kann, wie sich das Leben des Probanden entwickeln wird: Wie empirische Studien belegen, üben Menschen mit hoher allgemeiner Intelligenz eher als durchschnittlich begabte Mitbürger angesehene Berufe aus, genießen höhere Einkommen und leben in sozial stabileren Verhältnissen.

Menschen mit niedrigerer allgemeiner Intelligenz dagegen sind der Statistik nach häufiger arbeitslos und von Armut bedroht, leben überdurchschnittlich oft in Scheidung. Sie werden zudem eher kriminell, verbüßen mehr Gefängnisstrafen. Und sie sterben jünger – möglicherweise, weil sie weniger auf ihre Gesundheit achten und sich schwerer tun, im Krankheitsfall die Ratschläge eines Arztes umzusetzen.

Aufgrund all dieser Erkenntnisse, so der Marburger Forscher Detlef Rost, sei das Konzept einer allgemeinen Intelligenz „das am besten gesicherte Ergebnis der Intelligenzforschung“.