Susanna Storz - My Body Is My Buddy - Susanna Storz - ebook

Susanna Storz - My Body Is My Buddy ebook

Susanna Storz

0,0
42,49 zł

Opis

Das etwas andere Jugendbuch will nicht Spaßbremse sein, sondern informieren und an die Selbstverantwortung appellieren. Heute machen sich zum Glück viele junge Menschen ernsthafte Gedanken über Ernährung. Mädchen sorgen sich um ihre Linie und Jungs um ihre sportlichen Leistungen. Sie begreifen, dass Aussehen, Gesundheit und Fitness einen direkten Zusammenhang mit dem Essen haben. Es ist klug, sich bereits als junger Mensch gesund zu ernähren. Die Wahrscheinlichkeit, später Ernährungsfehler ausbaden zu müssen, verringert sich dadurch. Lena und Louis haben im Verlauf eines Jahres gelernt, dass kochen gar nicht so schwer ist und dass ein feines Essen an einem schön gedeckten Tisch Spaß macht. Sie stehen für viele Teenager, die sich auf das Wesentliche besinnen und sich verantwortungsvoll um das wunderbare, einmalige Geschenk kümmern, das sie ein Leben lang begleiten wird. My Body is my Buddy ist für sie keine leere Worthülse, sondern eine Liebeserklärung. Natürlich kann das Buch auch von Erwachsenen und MigrantInnen mit Gewinn gelesen werden.

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi lub dowolnej aplikacji obsługującej format:

EPUB
MOBI

Liczba stron: 72




Das etwas andere Jugendbuch

Lena und Louis sind Teenager und besuchen den obligatorischen Kochunterricht. Schritt für Schritt lernen sie, was ihr Körper braucht um gesund und leistungsfähig zu sein und wie sie ihn optimal ernähren können. Sie erkennen, wie wunderbar ihr Body funktioniert und begreifen, dass sie ganz alleine dafür verantwortlich sind.

Das etwas andere Jugendbuch will nicht Spaßbremse sein, sondern informieren und an die Selbstverantwortung appellieren. Heute machen sich zum Glück viele junge Menschen ernsthafte Gedanken über Ernährung. Mädchen sorgen sich um ihre Linie und Jungs um ihre sportlichen Leistungen. Sie begreifen, dass Aussehen, Gesundheit und Fitness einen direkten Zusammenhang mit dem Essen haben. Es ist klug, sich bereits als junger Mensch gesund zu ernähren. Die Wahrscheinlichkeit, später Ernährungsfehler ausbaden zu müssen, verringert sich dadurch.

Lena und Louis haben im Verlauf eines Jahres gelernt, dass kochen gar nicht so schwer ist und dass ein feines Essen an einem schön gedeckten Tisch Spaß macht. Sie stehen für viele Teenager, die sich auf das Wesentliche besinnen und sich verantwortungsvoll um das wunderbare, einmalige Geschenk kümmern, das sie ein Leben lang begleiten wird. My Body is my Buddy ist für sie keine leere Worthülse, sondern eine Liebeserklärung.

Natürlich kann das Buch auch von Erwachsenen und MigrantInnen mit Gewinn gelesen werden.

Inhaltsverzeichnis

Widmung, Dank, Quellenhinweise

Fast Food - schnell und bequem

Achtung, fertig, an die Töpfe

Das Auge isst mit - (autsch!)

Früher war alles anders

My Body is my Buddy

Das kleine rote Auto - was man von ihm lernen kann

- Baustoffe - Betriebsstoffe - Schutzstoffe/Vitalstoffe

Die Lebensmittelpyramide

Die Pyramide im Querschnitt

- Flüssigkeit - Obst und Gemüse - Beilagen - Proteinträger - Fett / Öl - Genussmittel - Verhältnismäßigkeit

Zwei, die es kapiert haben

Lebensmittelunverträglichkeiten

- Glutenintoleranz - Laktoseintoleranz - Diabetes

Essstörungen

Bio-logisch

- das Essen unseres Essens / artgerechte Haltung

Anhang: Rezepte für 4 Personen - schnell, unkompliziert, köstlich

Nachwort

Widmung

Dieses Buch ist meinen Schülern und Schülerinnen gewidmet, die mir reichlich Stoff geliefert haben, sowohl im theoretischen Unterricht als auch das Bildmaterial betreffend.

Dank

Ein ganz besonderer Dank gilt meinem Ehemann, der mein Vorhaben von A bis Z mitgetragen und mich unermüdlich unterstützt hat. Er hat mich beraten, den Text lektoriert, das Cover und die Grafiken kreiert und meine Zeichnungen und Bilder in Szene gesetzt und sich um die Veröffentlichung gekümmert. Danke Detlef.

Ebenfalls ein Dankeschön gilt meinen erwachsenen Kindern. Sie haben das Manuskript gelesen und mir wertvolle Tipps und Hinweise gegeben. Als junge Erwachsene setzen sie sich alle mit gesunder Ernährung auseinander, was mir beweist, dass Kinder früh sensibilisiert und unterrichtet werden sollten. Als Teenager hatten sie alle ihre Zeit, in der sie ungesundes Essen bevorzugten, wenn sie frei wählen konnten. Solche Phasen gehen von alleine vorbei. Bis es soweit ist, Vorbild sein und den Humor nicht verlieren.

Quellenhinweise:

Alle abgebildeten Speisen sind von Schülern und Schülerinnen im Rahmen des hauswirtschaftlichen Unterrichtes hergestellt, präsentiert und von mir fotografiert worden. Die Bilder sind weder gestellt noch geschönt. Die Zeichnungen wurden von der Autorin angefertigt. Lizenzfreie Grafiken von Lebensmitteln wurden in die Pyramiden eingefügt.

Fast Food - schnell und bequem

Lena war auf dem Weg zur Schule und holte sich beim Bäcker noch rasch eine Semmel und etwas zu trinken für die große Pause. Sie hatte keine Zeit zum Frühstücken gehabt. Besser gesagt, sie hatte sich die Zeit dafür nicht genommen. Frühstücken war für sie Zeitverschwendung, abgesehen davon, dass sie morgens sowieso keinen Hunger hatte. "Gewöhnungssache", behauptete Lenas Oma immer, wenn sie zu Besuch war. Oma konnte es nicht lassen, ihre Enkelin ständig zu ermahnen: "Iss Frühstück, Kind! Das ist die wichtigste Mahlzeit am Tag. Deine Energiespeicher sind am Morgen leer und müssen aufgefüllt werden. So ist es ja kein Wunder, dass du dich in der Schule nicht konzentrieren kannst und am Schultisch hängst wie ein Schluck Wasser in der Kurve." Dass sich Lena warm anziehen, ein Taschentuch einstecken und gut auf die Straße achten solle, kam jeweils noch dazu.

Lena hatte aufgehört, ihrer Großmutter zu widersprechen. Ohren auf Durchzug zu stellen war eh ihre bevorzugte Strategie, um den Argumenten der Erwachsenen auszuweichen. Lena war fast vierzehn und sie fand, dass es höchste Zeit war, selber zu entscheiden, was gut für sie sei und was nicht.

Nun ja, zugegeben, ein bisschen hatte Oma ja recht. Lena konnte sich schlecht konzentrieren, weil sie bis zur großen Pause nur an Essen dachte. Genau genommen war es ihr Bauch, der nur an Essen dachte. Er zwang sie quasi dazu, immer irgendwo eine Leckerei parat zu haben, die sie einwerfen konnte, wenn er wieder einmal lautstark Terror machte. Brötchen, Schokoriegel und Cola lagen unter dem Schultisch und ließen ihm jeweils keine Ruhe. Sie machten auch nicht lange satt und so war sie immer froh, wenn die Schulglocke die Mittagspause einläutete und sie sich in der Schulkantine auf etwas Essbares stürzen konnte.

Heute Morgen standen Englisch und Geschichte auf dem Stundenplan und anschließend ging es nach der großen Pause ab in die Schulküche. Lena war anfänglich mit großer Skepsis in den hauswirtschaftlichen Unterricht gegangen. Sie war ziemlich wählerisch, was Essen betraf und es gab etliche Lebensmittel, die sie überhaupt nicht mochte. Damit war sie in ihrer Klasse kein Einzelfall.

Zu Hause war das kein Thema. Mama kannte die Vorlieben ihrer Tochter und richtete sich weitgehend danach. Aber es war schon klar, dass die Kochschullehrerin nicht auf jede einzelne Schülerin und jeden Schüler Rücksicht nehmen konnte, selbst wenn sie es gewollt hätte - was Lena mit Recht bezweifelte. Frau Sommer war weit davon entfernt, es allen recht zu machen. Sie vertrat die Auffassung, dass vom Probieren noch niemand gestorben sei und man sich im Übrigen an neue Geschmacksrichtungen durchaus gewöhnen könne. Das sei Kopfsache.

Ab und zu brachte sie Kostproben mit und verteilte davon kleine Häppchen: Eine frühe Apfelsorte, einen Kohlrabi, eine exotische Frucht, Kräuter, Nüsse und kürzlich reichte sie sogar Blumen herum. Es waren diese wunderschönen roten, gelben und orangefarbenen Blüten der Kapuzinerkresse, die im Kräuterbeet vor dem Fenster leuchteten. Lena wollte erst nicht probieren, weil es ihr sonderbar erschien, Blumen zu essen. Sie war schließlich keine Ziege. Dann erinnerte sie sich an die Festplatte im menschlichen Hirn, die ihr Biologielehrer kürzlich erwähnt hatte. Da waren seit ihrer Geburt ganz viele Daten abgespeichert. Auf Lenas Festplatte spulte sich seit ihrer Kindheit immer dasselbe Programm ab: "Kenn' ich nicht, will ich nicht, mach ich nicht oder ess' ich nicht". Sie beschloss, an ihrer Einstellung zu arbeiten und neuen Sachen gegenüber aufgeschlossener zu werden. Stur und unflexibel konnte sie immer noch sein, wenn sie alt war. "Junge Menschen sind neugierig und mutig", redete sie sich ein. Noch kostete es sie jedes Mal große Überwindung, ihre Vorurteile über Bord zu werfen und etwas zu probieren, das sie nicht kannte. Was die Blüten betrifft: da hatte sich ihr Mut gelohnt, denn die waren lecker und sahen erst noch wunderschön aus auf den Tellern.

Zu Hause hatte Lena die Küche bisher nur betreten, wenn es sich nicht vermeiden ließ. Das war immer dann der Fall, wenn Mister Bauch sie zum Kühlschrank trieb, weil er Heißhunger oder Lust auf irgendetwas Bestimmtes signalisierte. Wenn sie das flaue Gefühl in ihrer Magengegend ignorierte, dann scheuchte er sie jeweils mit einem bösen Knurren aus ihrem Lieblingssessel auf und nötigte sie dazu, etwas Essbares für ihn zu organisieren.

Lena konnte sich nicht vorstellen, dass kochen Spaß machen sollte. Was bitte schön brachte intelligente Menschen dazu, Rezepte zu lesen, einzukaufen und stundenlang in der Küche zu stehen, um etwas zu produzieren, was man fix und fertig im Supermarkt holen konnte und mit Gelinggarantie nur in den Ofen zu schieben brauchte, ganz zu schweigen von den ganzen Aufräumarbeiten hinterher? Reine Zeitverschwendung, fand Lena. Mama ging arbeiten und sah das im Wesentlichen auch so. Wenn nichts da war, was man in die Mikrowelle schieben konnte, dann bediente sich jeder am Kühlschrank und verbrachte die Abendstunden essend vor dem Bildschirm. Was soll's. Lena fühlte sich prima und hatte kein Bedürfnis, irgendetwas an ihrem Lebensstil zu ändern.

Achtung, fertig, an die Töpfe

Frau Sommer machte sich in der Schulküche zu schaffen. Sie versorgte Fleisch und Milchprodukte im Kühlschrank und sortierte die eingekauften Lebensmittel übersichtlich in Boxen. Dann ging sie in das Theoriezimmer, um bereit zu sein wenn ihre Schüler* nach der großen Pause den Raum betraten. An der Wandtafel stand bereits das Menu, das von der Klasse wie immer als erstes mit größtem Interesse studiert und laut kommentiert wurde.

* Politisch korrekt wäre "Schülerinnen und Schüler". Im Interesse des Leseflusses wird nachfolgend einfach Schüler oder die Abkürzung SuS gewählt.