So what! - Marlene Faro - ebook

So what! ebook

Marlene Faro

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Opis

Vier Freundinnen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber trotzdem schon seit vielen Jahren gemeinsam durch dick und dünn gehen: Lilli, frisch geschiedene Fotografin, Nesrin, Zahnärztin und Single aus Überzeugung, Paola, erfolgreiche Fernsehjournalistin, die junge Männer bevorzugt, und Katharina, liebevolle Ehefrau und Mutter. Als Leo von Katharina nicht nur die Scheidung, sondern auch noch das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder will, schmiedet das Quartett einen teuflisch gefährlichen Plan: Sie werden eine besonders raffiniert gewürzte Bärlauchsuppe kochen und – gemeinsam mit Leo - auch auslöffeln. Aber wird dieses kulinarische Roulette den Richtigen treffen?

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Liczba stron: 287

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Marlene Faro

So what!

Frauenroman

Impressum

Personen und Handlung sind frei erfunden.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen

sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Besuchen Sie uns im Internet:

www.gmeiner-digital.de

Gmeiner Digital

Ein Imprint der Gmeiner-Verlag GmbH

© 2016 – Gmeiner-Verlag GmbH

Im Ehnried 5, 88605 Meßkirch

Telefon 0 75 75/20 95-0

[email protected]

Alle Rechte vorbehalten

Lektorat: Claudia Senghaas, Kirchardt

E-Book: Mirjam Hecht

Umschlagbild: © olly – Fotolia.com

Umschlaggestaltung: Benjamin Arnold

ISBN 978-3-7349-9410-4

1. Kapitel

1.

Es war an einem Dienstag im Mai, als Lilli ihr erstes graues Schamhaar entdeckte. Zunächst hielt sie es für eine optische Täuschung, einen silbrig glänzenden Wassertropfen oder eine Reflexion des Sonnenlichts, das durch die Giebelfenster in ihr Schlafzimmer floss.

Sie war nackt aus der Dusche gekommen und stand nun vor der verspiegelten Schrankwand, die fast ein Drittel des Raumes zu einer begehbaren Kleiderkammer hin abtrennte. Lilli Färber, 42 Jahre alt, schlank und zart gebräunt, eine Frau mit zierlichen kleinen Brustwarzen und rotlackierten Zehennägeln, ihre grauen Augen standen ein wenig schräg über den hohen Backenknochen.

»Eskimo, Eskimo«, hatten ihr die Kinder jahrelang in der Pause nachgerufen. Lilli hatte daraufhin heimlich im Atlas geblättert, drei Daumen breit war die Entfernung zwischen Grönland und dem Schwarzwald auf der Karte von Europa. Es erschien Lilli nur schwer vorstellbar, dass ein Eskimo dereinst übers Nordmeer gepaddelt war und ihre Urgroßmutter gefreit hatte. Dann war ein anderes Opfer auf dem Schulhof auserkoren worden, und die Jungen blickten betont lässig zur Seite, wenn Lilli vorüberging, ihre Schönheit war in jenen Tagen offenkundig geworden.

Die nackte Lilli Färber verlagerte ein Bein vor ihrem Schlafzimmerspiegel, aber das Ungeheuerliche blieb, wie ein Splitter, wie ein silbrig glänzender Mottenflügel in einem Nest aus rotbraunen Kringeln. Lilli holte tief Luft, dann ging sie ins Bad, um eine Nagelschere zu holen. Sie war eine Frau, die auch unerfreulichen Tatsachen gerne gerade ins Gesicht blickte, nun ja, sozusagen.

Lilli kam aus dem Badezimmer zurück und ging zu einem der Giebelfenster, draußen waren nur blauer Himmel und Baumwipfel, kein Nachbar konnte einen ungebührlichen Blick auf ihre Nacktheit werfen. Sie beugte sich über ihren Nabel, ergriff ein schmales Büschel Haare, das wie Flaumfedern zwischen ihren Fingern lag, und schnitt es ab. Eine feine Kante blieb zurück, Lilli fühlte sich seltsam beschädigt. Dann erst dachte sie an Marcel, ihren geschiedenen Mann. Ob es ihm wohl auffallen würde?

Die Haare lagen in ihrer Hand, eines davon war dicker und drahtiger als die anderen, und es war nicht grau, sondern weiß.

Vielleicht werde ich ja ein später Albino, dachte sich Lilli tröstend.

Lilli Färber war eine Frau, die ihre Schritte vorsichtig setzte. So selbstverständlich wie eine Schlafwandlerin wich sie jeder Regenpfütze aus, und niemals wäre sie eine Treppe hinabgelaufen, die Hände in den Taschen ihrer heiß geliebten und völlig verwaschenen Jeansjacke vergraben. Lilli wusste, dass nur ein einziges Stolpern, nur ein einziger falscher Schritt genügen konnte, um …

Sie schloss ihr Gartentor ab, blickte nach links und nach rechts, dann erst überquerte sie die stille Straße. In diesem Viertel war der Lärm der City zu einem schwachen Brausen gefiltert, Hecken und Alleebäume schirmten die Häuser ab. Vor etwas mehr als zwei Jahren war eine fünfköpfige Familie in die Nachbarvilla der Färbers eingezogen, ein Rechtsanwaltsehepaar mit drei Jungen, die Kinder hatten sich rasch angefreundet. Aber schon nach wenigen Monaten war der Umzugstransporter wieder vor der Tür gestanden. Das Vogelgezwitscher am frühen Morgen hatte die Eltern so genervt, dass sie ernsthafte Schlafstörungen bekommen hatten. Die Familie war wieder in die Innenstadt zurückgekehrt, der Kontakt war abgerissen. Schade, dachte Lilli, die Frau ist wirklich nett gewesen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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