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Was verbirgt sich in einem Manuskript ohne Titelblatt, ohne Datum, ohne Autorennamen? Was geschieht, wenn ein Mensch, der sein Leben dem Bewahren alter Dinge gewidmet hat, auf ein Objekt trifft, das sich dem Bewahrtwerden widersetzt? Kwame Asante-Boatengs Geschichtenband "Die Neun Pforten des Abgrunds" versammelt neun kunstvoll gearbeitete Erzählungen, die eines gemeinsam haben: den Moment, in dem eine Grenze überschritten wird – lautlos, unumkehrbar und oft ohne dass die Figuren es im entscheidenden Augenblick erkennen. Die Schwellen, von denen Asante-Boateng erzählt, sind selten laut. Sie öffnen sich in Antiquariaten, in Kellerlagerräumen, in der Stille von Wohnungen, in die der Abend fällt. Das Unheimliche tritt nicht als Einbruch auf, sondern als Enthüllung – als hätte es immer dort gewartet, geduldig, in geflochtenen Lederriemen und rötlich schimmernder Tinte. Der Autor verbindet atmosphärische Präzision mit psychologischer Tiefe. Seine Figuren sind keine Helden, sondern Menschen mit Geschichte: ein Antiquar, der mit Kisten spricht; eine Frau, deren Körperhaltung kurz erstarrt. In diesen kleinen, genau beobachteten Gesten liegt die eigentliche Spannung des Bandes – nicht im Schrecken, sondern in seiner Ahnung. Der Band besticht durch seine literarische Qualität: eine geduldige, sorgfältige Prosa, die Leser nicht treibt, sondern trägt – bis an jene Schwelle, hinter der sich etwas verändert hat, was sich nicht mehr zurückverändern lässt. Für alle, die Literatur suchen, die noch nachhallt, wenn das Buch längst zugeklappt ist.
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Liczba stron: 157
Rok wydania: 2026
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