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In einer Stadt, in der Klang zur Gefahr geworden ist, beginnt das Schmuggeln — und das Überleben. Declan Murchadha entwirft in seinem Erzählband "Das Levitationsembargo" eine Stadt, in der Töne buchstäblich heben können. Die Levitationsverordnung hat Klang unter Strenge gestellt: Checkpoints prüfen akustische Emissionen, Musiker wechseln den Beruf, und wer die falschen drei Noten summt, hebt ab. In sechs miteinander verwobenen Geschichten folgt Murchadha den Menschen, die in dieser lautlosen Welt trotzdem nicht schweigen können oder wollen. Im Zentrum steht eine Stadt als Organismus — brüchig, absurd und erschreckend vertraut. Die Figuren sind Außenseiter und Überlebenskünstler: eine ehemalige Zollbeamtin, die nun Saxofone unter Blumenkohl schmuggelt; Musiker, die ihre Instrumente verstecken; Wächter, die das Gesetz kennen, weil sie es einst selbst geschrieben haben. Murchadha erzählt mit feiner Ironie und präziser Beobachtungsgabe, wie Verbote ihre eigene Logik verlieren und wie Menschen an den Bruchstellen solcher Systeme ihr Leben einrichten. Was diesen Band besonders macht, ist sein Ton: trocken, lakonisch, mit einem Witz, der nie auf Kosten seiner Figuren geht. Murchadha schreibt Szenen, die gleichzeitig absurd und zutiefst menschlich wirken — ein schwitzender Fahrer, der im Kopf unaufhörlich Musik denkt; ein Kontrolleur, der Wörter verhört wie Zeugen. Die sechs Geschichten lassen sich einzeln lesen, entfalten aber gemeinsam eine dichte, eigenständige Welt. Ein Buch für alle, die Literatur lieben, die unter der Oberfläche brennt.
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Liczba stron: 127
Rok wydania: 2026
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