Alkoholmissbrauch im Kindes- und Jugendalter -  - ebook

Alkoholmissbrauch im Kindes- und Jugendalter ebook

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Opis

Im europäischen Vergleich liegen deutsche Jugendliche hinsichtlich des Alkoholkonsums mit an der Spitze. Man geht davon aus, dass etwa 160 000 Kinder und Jugendliche entweder bereits alkoholabhängig oder zumindest stark gefährdet sind. Ein besorgniserregender Trend geht dabei in Richtung einer Zunahme riskanter Trinkmuster. Das Buch zeigt den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen auf. Dabei wird zunächst auf aktuelle epidemiologische, medizinische und psychologische Aspekte des Alkoholkonsums eingegangen. Der zweite Abschnitt befasst sich mit medizinischen und psychologischen Interventionen nach einer Alkoholintoxikation. Abschließend werden aktuelle Präventionsansätze missbräuchlichen Alkoholkonsums im Kindes- und Jugendalter vorgestellt.

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Im europäischen Vergleich liegen deutsche Jugendliche hinsichtlich des Alkoholkonsums mit an der Spitze. Man geht davon aus, dass etwa 160 000 Kinder und Jugendliche entweder bereits alkoholabhängig oder zumindest stark gefährdet sind. Ein besorgniserregender Trend geht dabei in Richtung einer Zunahme riskanter Trinkmuster. Das Buch zeigt den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen auf. Dabei wird zunächst auf aktuelle epidemiologische, medizinische und psychologische Aspekte des Alkoholkonsums eingegangen. Der zweite Abschnitt befasst sich mit medizinischen und psychologischen Interventionen nach einer Alkoholintoxikation. Abschließend werden aktuelle Präventionsansätze missbräuchlichen Alkoholkonsums im Kindes- und Jugendalter vorgestellt.

PD Dr. Cornelia von Hagen ist Projektleiterin am Sozialpädiatrischen Zentrum München-Schwabing. Prof. Dr. Berthold Koletzko ist Leiter der Abteilung Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Cornelia von Hagen Berthold Koletzko (Hrsg.)

Alkoholmissbrauch im Kindes- und Jugendalter

Verlag W. Kohlhammer

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen und sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind. Es konnten nicht alle Rechtsinhaber von Abbildungen ermittelt werden. Sollte dem Verlag gegenüber der Nachweis der Rechtsinhaberschaft geführt werden, wird das branchenübliche Honorar nachträglich gezahlt.

1. Auflage 2013

Alle Rechte vorbehalten © 2013 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Umschlag: Gestaltungskonzept Peter Horlacher Umschlagabbildung: © Image Source – Fotolia.com Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany

ISBN 978-3-17-021996-0

E-Book-Formate

pdf:

978-3-17-023962-3

epub:

978-3-17-027580-5

mobi:

978-3-17-027581-2

Inhaltsverzeichnis

Vorwort der Herausgeber

Teil I: Epidemiologische, medizinische und psychologische Aspekte des Alkoholkonsums im Kindes- und Jugendalter

1 Der Alkoholkonsum Jugendlicher in DeutschlandMichaela Goecke, Boris Orth, Mareike Awolin & Peter Lang Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln

2 Risikoverhalten in der AdoleszenzCornelia von Hagen & Christiane Papastefanou

3 Das Fetale AlkoholsyndromReinhold Feldmann, Sandra Bartels, Alwina Stein & Manuela Pfinder

Teil II: Interventionen nach Alkoholintoxikation im Kindes- und Jugendalter

4 Medizinische Betreuung von Kindern und Jugendlichen nach AlkoholintoxikationElisabeth Vogl-Voswinckel

5 Psychologische Erstintervention bei AlkoholintoxikationMeinolf Noeker

6 Motivierende GesprächsführungMeinolf Noeker

Teil III: Prävention missbräuchlichen Alkoholkonsums im Kindes- und Jugendalter

7 Ziele, Inhalte und Effektivität von Ansätzen zur Prävention missbräuchlichen Alkoholkonsums im Kindes- und JugendalterCornelia von Hagen & Anneke Bühler

8 »Alkohol? Kenn dein Limit.« – Die Jugendkampagne zur Alkoholprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)Michaela Goecke

9 Das alkoholspezifische Präventionsprojekt HaLT in Bayern – konzeptionelle Besonderheiten und Stand der ImplementierungMarco Stürmer & Jörg Wolstein

Die Autorinnen und Autoren

Stichwortverzeichnis

Vorwort der Herausgeber

Hinsichtlich des Alkoholkonsums liegen deutsche Kinder und Jugendliche im Vergleich zu anderen europäischen Jugendlichen mit an der Spitze. Die Zahl der berichteten Krankenhauseinweisungen aufgrund von Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen ist von etwa 9 500 im Jahr 2000 um fast das Dreifache auf knapp 26 000 Kinder und Jugendliche im Jahr 2008 gestiegen. Etwa ein Fünftel waren Kinder bis zu 14 Jahren, der Anteil der Mädchen betrug 38 %. In aktuellen Statistiken wird davon ausgegangen, dass etwa 160 000 Kinder und Jugendliche entweder bereits alkoholabhängig oder zumindest stark gefährdet sind. Vor diesem Hintergrund richteten die Stiftung Kindergesundheit (www.kindergesundheit.de) und die Deutschen Kinderhilfe e. V. (www.kinderhilfe.de) am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München eine Fachtagung aus, die unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Frau Mechthild Dyckmans stand. Diskutiert wurden epidemiologische, medizinische, psychologische, politische, gesellschaftliche und mediale Aspekte des Alkoholmissbrauchs bei Minderjährigen sowie Möglichkeiten einer verbesserten Verhaltens- und Verhältnisprävention.

Das Thema ist von erheblicher Bedeutung, weil die Folgen eines Alkoholmissbrauchs bei Kindern und Jugendlichen noch gravierender sind als bei Erwachsenen. Zu den Folgen einer Alkoholvergiftung zählen Unterkühlung, Hypoglykämie, Hirnschwellung, Krampfanfälle, Hirninfarkte und Tod, u. a. auch durch Ersticken an Erbrochenem. Episodisches Rauschtrinken ist mit einem hohen Risiko für Unfälle, Verletzungen, Suizid und Suizidversuche sowie mit delinquentem Verhalten verbunden. Für weibliche Jugendliche steigt unter starkem Alkoholeinfluss das Risiko, Opfer ungewollter sexueller Übergriffe zu werden, um das Dreifache. Zu den möglichen längerfristigen Folgen gehören Hirnschädigungen, psychische Fehlentwicklungen und Alkoholabhängigkeit.

Das Hauptziel des vorliegenden Buches besteht darin, den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen. Dabei sollen im ersten Teil des Bandes zunächst aktuelle epidemiologische Studien vorgestellt werden. Weiterhin soll auf spezifische entwicklungspsychologische Aspekte sowie auf das fetale Alkoholsyndrom eingegangen werden. Der zweite Teil des Bandes befasst sich mit den medizinischen und psychologischen Interventionen nach Alkoholintoxikation. Besondere Berücksichtigung finden dabei die differenzielle Indikation zur Weiterbehandlung sowie die Methode der motivierenden Gesprächsführung. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit universellen, selektiven und indizierten Maßnahmen zur Prävention von Alkoholmissbrauch im Kindes- und Jugendalter. Dabei wird exemplarisch auf die Jugendkampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung »Alkohol? Kenn dein Limit.« sowie auf das alkoholspezifische Präventionsprojekt HaLT in Bayern eingegangen.

An der Entstehung des Buches waren zahlreiche Personen beteiligt, bei denen wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bedanken möchten. Ganz besonders danken wir unseren Autorinnen und Autoren, die es uns durch ihre anspruchsvollen wissenschaftlichen Beiträge ermöglicht haben, diese dem aktuellen Forschungsstand entsprechende Übersicht zu publizieren. Frau Ulrike Merkel und Frau Stefanie Reutter vom Kohlhammer-Verlag danken wir für die vielfältigen Anregungen und die Betreuung der Autoren von Verlagsseite. Ferner möchten wir Frau Christine Behle für die Erstellung der Druckvorlage danken. Dem zwölfjährigen Sohn der Erstherausgeberin, Raphael von Hagen, danken wir insbesondere für die Einschätzung und Kommentierung einzelner Präventionsansätze aus der Sicht eines Jugendlichen. Dem Kohlhammer-Verlag danken wir für das Interesse an der Thematik und für die Freiräume bei der Gestaltung des Gesamtmanuskripts.

München, im Winter 2012 Cornelia von Hagen und Berthold Koletzko

Teil I:Epidemiologische, medizinische und psychologische Aspekte des Alkoholkonsums im Kindes- und Jugendalter

1 Der Alkoholkonsum Jugendlicher in Deutschland

Michaela Goecke, Boris Orth, Mareike Awolin & Peter Lang Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln

1.1 Einleitung

Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf das Trinkverhalten von 12- bis 17-jährigen Jugendlichen in Deutschland. Auf der Basis aktueller Studienergebnisse der Bundes zentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) werden Prävalenzen, Konsummuster, riskante Alkoholkonsumformen und Trends dargestellt. Seit 1973 erfasst die BZgA mit der Drogenaffinitätsstudie in regelmäßigen Abständen das Konsumverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren in Bezug auf Tabak, Alkohol, Cannabis und weitere illegale Suchtmittel. Hierzu werden jeweils repräsentative Stichproben von rund 3 000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen in computergestützten Telefoninterviews (CATI) zu ihrem Konsum von legalen und illegalen Suchtmitteln befragt (BZgA, 2009).

Seit dem Jahr 2010 untersucht die BZgA mit einer zusätzlichen Studie in 2-Jahres- Intervallen das Trinkverhalten und die Konsummuster der 12- bis 25-Jährigen in Deutschland. Im Jahr 2010 wurde dafür eine repräsentative Stichprobe von rund 7 000 Personen zu ihrem Alkoholkonsum befragt.

Grundlage des vorliegenden Beitrags sind in erster Linie die Daten und Auswertungen der Drogenaffinitätsstudien und der Studie »Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2010«, wobei insbesondere auf das Konsumverhalten der 12- bis 17-Jährigen in Deutschland eingegangen wird.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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