Die Ausrottung der Nachbarschaft - Kai Magnus Sting - ebook

Die Ausrottung der Nachbarschaft ebook

Kai Magnus Sting

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  • Wydawca: KBV
  • Kategoria: Kryminał
  • Język: niemiecki
  • Rok wydania: 2016
Opis

Selbst die Gartenzwerge schweigen … Wenn nacheinander fast die ganze Nachbarschaft abgemurkst wird, was bleibt einem da anderes übrig, als nachzuforschen, warum das so ist und wer dahinter steckt? So geht es auch dem kriminalistischen Alt-Herren-Trio Alfons Friedrichsberg, Jupp Straeten und Willi Dahl, die eigentlich nur in Ruhe den Sommer auf dem Balkon genießen wollen. Kommen sie aber nicht zu. Und so gehen sie auf die Jagd nach einem Mörder, der vor seinen Untaten Blumentöpfe und Schallplatten an seine künftigen Leichen verschenkt, einem mörderische Hunde auf den Hals hetzt und seine Opfer im Gartenteich ersäuft. Und all das direkt vor der Haustür. Unter Nachbarn. Eine tödliche Idylle.

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Kai Magnus StingDie Ausrottung der Nachbarschaft

Vom Autor bisher bei KBV erschienen:

Leichenpuzzle

Kai Magnus Sting, geboren 1978, schreibt Kabarettprogramme, Hörspiele, Kriminalromane, Kurzgeschichten und Kolumnen für Radio und Zeitung. Seit über zwanzig Jahren ist er mit seinen Bühnenprogrammen auf Tournee, produziert Live-CDs und Hörspiele, ist im Fernsehen zu bestaunen und im Radio zu hören und hat für seine kabarettistischen Arbeiten zahlreiche Preise ge wonnen.

Kai Magnus Sting

Die Ausrottungder Nachbarschaft

Originalausgabe

© 2016 KBV Verlags- und Mediengesellschaft mbH, Hillesheim

www.kbv-verlag.de

E-Mail: [email protected]

Telefon: 0 65 93 - 998 96-0

Fax: 0 65 93 - 998 96-20

Coverillustration: © Heiko Sakurai

Lageplan: Ralf Kramp

Lektorat: Volker Maria Neumann, Köln

Print-ISBN 978-3-95441-298-3

E-Book-eISBN 978-3-95441-312-6

Was gehen mir meine dämlichen Nachbarn auf den Sack. Selten solch eine Dummheit, Blödheit, Arroganz, Eitelkeit und Verbohrtheit – und damit habe ich mich nur auf die positiven Dinge konzentriert – auf einem Haufen erlebt. Und das Verrückte dabei: dasselbe denken die auch über mich. Nur gut, dass die Leute nicht immer so dürfen, wie sie wollen und gerne können würden. Man käme aus demMetzeln ja gar nicht mehr heraus.

Alfons Friedrichsberg

Dies ist ein Roman und kein Leitfaden – auch kein erzählendes Sachbuch! Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Des Weiteren distanziert sich der Autor mit Nachdruck von den Meinungen und Äußerungen der auftretenden Personen. Auch möchte er klarstellen, dass solche Nachbarschaften ausschließlich der Phantasie entspringen können. Deshalb ist dieser Roman für alle, die schon mal ihre Nachbarn umbringen wollten. Und für die, die das noch vor sich haben. Also für alle.

Prolog oder Kapitel 0

Unzufällige Unfallzufälle oder:Anfang, ohne den das Ende nicht wäre

Es passieren mehr Morde als Haushaltsunfälle in den eigenen vier Wänden getarnt, als man sich vorstellen mag. Und es gehört schon eine gewisse Planung dazu, wenn man es so machen will, dass es nicht auffällt. Das ist die Kunst dabei: Das Geplante wie zufällig erscheinen lassen, in diesem Fall: zwei eiskalte Morde wie ein einziges Malheur. Also sie beim Fensterputzen so von der Leiter stoßen, dass sie aus der hübschen Penthousewohnung im siebten Stock auf den Bürgersteig klatscht, und ihn bei der samstäglichen Autopflege vom eigenen Wagen überrollen lassen. Eigentlich zwei urdeutsche Todesfälle. Und beides sollte so geschehen, dass es endgültig ist.

Das war der Plan. Leicht in die Tat umzusetzen, war er auch.

Es war ein wunderschöner Frühlingsnachmittag, einer der ersten angenehm warmen Tage, die Sonne schien, die Vögel zwitscherten, die Laubsauger bliesen lautstark durch die Vorgärten, manches wurde gekärchert, Kinder liefen von der Schule nach Hause, die Straßencafés waren stark frequentiert, die Menschen genossen die Wärme und die gute Luft.

Der Sommer stand vor der Tür. Und ihre Leiter zu nah am Fenster. Da hätte sie vorsichtiger sein sollen. Im Erdgeschoss hätte man ihr diese durchaus leichtsinnige Aktion noch durchgehen lassen. Aber nicht, wenn man die Fenster im siebten Stock putzen möchte. Natürlich, die Aussicht war phantastisch: vorne raus grün, hinten raus grün, rechts lag die Innenstadt und dahinter der Hafen, links der Zoo und der Wald.

Alles in allem eine sehr idyllische Wohngegend, die einem aber auch nichts mehr bringt, wenn man tot auf dem Asphalt liegt.

Inmitten der Idylle vernahmen die Nachbarn ein undefinierbares Geräusch.

Einige reagierten gar nicht darauf. Ein Mann stand auf, schaute alkoholumnebelt aus dem Fenster, sah die ganze Bescherung, zuckte mit den Schultern und legte sich zurück aufs Sofa; im Fernsehen lief eine Kochsendung, in der das zubereitet wurde, was in der Tiersendung davor vorgestellt wurde. Ein Jugendlicher zückte sein Mobiltelefon, drehte ein Videofilmchen und stellte es ins Netz. Eine Frau ließ vom Gemüseschneiden ab, schaute aus dem Fenster, erschrak, schüttelte den Kopf und schnitt weiter. Ein Kind, eigentlich mit Hausaufgaben beschäftigt, erschauderte so sehr, dass es sich über der Algebra erbrach. Und einer rief ganz einfach die Polizei.

Die eintreffenden Beamten und Ärzte hätten sich einen schöneren Nachmittag vorstellen können.

Auf dem Bürgersteig konnte man mit einigem Bemühen die Reste einer Frau erkennen. Also eigentlich nur den Oberkörper, denn der Kopf war aufgeplatzt, etwas Hirnmasse ausgetreten, ein Teil des Unterkiefers samt Kinn lag in einer Vogeltränke, ein Fuß mitsamt des Schienbeins hinter einem Gartenzwerg. Da hatten sie ordentlich was zusammenzufegen.

Erstaunlich, wie sich schon kurze Zeit nach dem Aufprall Raben und Tauben in den Ästen der umstehenden Bäume sammelten und neugierig die Szene betrachteten, begierig darauf, etwas Essbares zu erhaschen. Wenn man einmal Vögel dabei beobachten durfte, wie sie Totes auseinanderreißen, sieht man diese possierlichen Tiere mit ganz anderen Augen.

Später stellte man sich bei der Betrachtung des angeblichen Unfallortes die Frage: Wie ist es dazu gekommen? Sie hatten doch eine Zugehfrau, die kam einmal die Woche. Hätte die doch die Fenster putzen können. Nicht, dass es um die nicht auch schade gewesen wäre, wäre die aus dem Fenster gestürzt, das nicht. Aber sie war immerhin vierzig Jahre jünger. Mit Mitte 70 das Fenster putzen im siebten Stock … so etwas macht man doch nicht mehr.

Und wer platzierte seine Leiter so nah ans Fenster? Vielleicht stand sie auch unachtsam und kippelig auf einer Teppichkante.

Einige Nachbarn waren der Meinung, wenn sie das vorher gewusst hätte, dass sie später tot auf dem Bürgersteig liegen würde, hätte sie die Leiter wahrscheinlich noch mal umgestellt.

Der Punkt dabei war allerdings: Sie hatte die Leiter nicht selber aufgestellt. Und sie stand auch nicht freiwillig drauf. Eigentlich hatte sie die Fenster überhaupt nicht geputzt. Im Leben wäre sie nicht auf die Idee gekommen, die Fenster zu putzen, bei ihrer Höhenangst. Und letztlich war sie auch nicht von sich aus hinausgestürzt.

Alles eine einzige Inszenierung.

Dennoch ging man von einem Haushaltsunfall aus.

Die meisten Todesfälle ereignen sich eben in den eigenen vier Wänden.

Natürlich auch außerhalb.

Er hatte mit Hausarbeit nichts am Hut. Er liebte die Natur und seinen Garten; sein Auto war sein ein und alles. Es war ein ungeschriebenes Gesetz, dass am Samstagmittag eine intensive Autopflege auf dem Programm stand, dass es fürs Wochenende fertig war und sie mit einem blitzblanken Wagen zu ihren Ausflügen aufbrechen konnten.

Zunächst fuhr er durch die Waschstraße, und dann stellte er seinen Wagen zu Hause vor die Türe und fing mit dem Polieren und den feineren Säuberungsarbeiten an.

Und er wollte einen Reifenwechsel vornehmen.

Man hatte ihm schon oft genug gesagt, er solle bei seiner Arbeit die Handbremse ziehen. Die Garageneinfahrt war nun mal abschüssig, wie leicht kann da so ein Mittelklassewagen zurückrollen. Und wie schnell liegt man drunter.

Er starb an seinen inneren Verletzungen.

Dass diesen Unfall niemand mitbekommen hatte, dass man ihn noch nicht einmal um Hilfe hatte schreien hören, konnte sich keiner erklären.

Es wusste ja auch niemand, dass er zunächst betäubt, dann unter seinen eigenen Wagen gelegt, dann erst der Wagenheber entfernt und er dann von seinem eigenen Fahrzeug überfahren und erdrückt wurde.

Diese gewichtige Belastung über viele Stunden, das überlebt niemand.

Eine Frau mit Hund gab später der Polizei zu Protokoll, dass sie ihn unter seinem Auto habe liegen sehen, als sie aus Gassigründen an der Garage vorbeigekommen sei. Aber der habe immer samstags unter seinem Wagen gelegen. Da habe sie gar nicht so drauf geachtet. Die Tatsache dieser Regelmäßigkeit mochte ja noch angehen, aber nicht die Dauer und der eigentliche Ort. Man liegt nicht freiwillig vier Stunden regungslos unter dem linken hinteren Wagenrad.

Unfälle. Beides.

So stand es jedenfalls in den Protokollen der Polizei.

Nette Menschen waren die beiden auch gewesen. Da geht man nicht von einer absichtsvollen, bösen Tat aus.

Waren sich die ermittelnden Behörden einig.

Waren sich auch die Nachbarn einig.

Alle.

Bei jedem Gespräch mit und unter den Nachbarn kam man zu dem Fazit: tragisch, diese Unfälle, aber doch zufällig.

Wie das Leben eben manchmal so spielen kann.

Schicksal.

Das einzig Seltsame blieb, dass beide innerhalb von nur einem Monat bei diesen tragischen Unfällen ums Leben kamen.

Jeder für sich alleine.

Und dabei waren sie 52 Jahre glücklich miteinander verheiratet gewesen. Nicht beide. Er mehr als sie.

Bei so viel Glück und Harmonie und Frieden ging keiner davon aus, dass sie umgebracht wurden.

Beide.

Und was keiner wissen konnte: dass diese beiden Todesfälle erst der Anfang der Ausrottung der Nachbarschaft sein sollten.

Kapitel 1

Coda im Tümpel

Eigentlich begann alles mit Prof. Dr. Kaiser im Gartenteich. Und dann nahm die Ausrottung der Nachbarschaft ihren Lauf.

Es war ein wunderschöner Sommermorgen. Der Rasen glänzte feucht in der aufgehenden Sonne, die Vögel zwitscherten vergnügt, froh ob der warmen Tage, und flogen von Ast zu Ast, Eichhörnchen schossen die Bäume hinauf und jagten wieder hinunter, alles lag in friedlicher Ruhe da.

So auch Kaiser. Denn das Einzige, was in dieser Gartenidylle wirklich störte, war ein Typ, der voll bekleidet, also in Anzug, Einreiher, Weste, Krawatte und Einstecktuch, Oberhemd, Lederschuhe, dort lag, wo er absolut nichts zu suchen hatte. Jedenfalls nicht in vollem Ornat, nicht derart mit Tauen, Seilen und Hölzern versehen und nicht zu dieser Uhrzeit. Außerdem lag Prof. Dr. Kaiser zu diesem Zeitpunkt schon einige Stunden so da.

Aufgefallen war er Herrn Laubengänger, der nur eben kurz die Essensreste gramgebeugt zum Kompost tragen wollte. Das machte er oft morgens, bevor er zur Arbeit fuhr. Schlafen konnte er eh schlecht, auf der Autofahrt zum Büro über die A 40 würde er sich nur wieder aufregen, da genoss er jeden morgendlichen Gang durch den Garten. Er war auch mühelos zum Kompost gekommen. Nur auf dem Rückweg war er buchstäblich über Kaiser gestolpert.

Noch nicht ganz wach, den ersten Bürokaffee jetzt schon herbeisehnend, blieb er am rechten Schienbein des Toten hängen, machte einen Satz nach vorne, erschrak kurz, drehte sich über die Schulter nach hinten, sagte kurz »Entschuldigen Sie bitte«, wollte wieder weiter, hielt dann aber inne, drehte sich zurück und traute seinen Augen nicht.

Wenn er das vorher gewusst hätte, so dachte er später an diesem Tag, hätte er seine Frau zum Kompost geschickt. Dann hätte er wenigstens im weiteren Verlauf des Tages seine Ruhe gehabt. Und nicht die Befragungen durch Polizeibeamte, immer wieder dieselben Wiederholungen und Aussagen.

Zurück zum Akademiker. Zum vollen Verständnis muss festgestellt werden: Prof. Dr. Kaiser lag nicht freiwillig im Gartenteich. Es gab ja mittlerweile die absonderlichsten Hobbys, da wunderte einen ja gar nichts mehr. Er lag dort auch nicht vollständig. Also nicht physisch komplett. Eigentlich nur mit einem Körperteil: nämlich dem Kopf.

Aber doch so, dass er nicht umhinkonnte, jämmerlich in seinem eigenen Tümpel zu ertrinken.

Man muss sich das so vorstellen: Prof. Dr. Kaiser lag auf dem Bauch mitten auf dem Rasen, sein Leib fixiert mithilfe eines stabilen Holzbretts, das quer über seinem Oberkörper lag, und an den Enden der Längsseiten an Pfählen tief in den Boden getrieben war, Arme und Beine weit von sich gestreckt und jeder Arm, jedes Bein, selbst Hände und Füße mit Tauen, Seilen und Schleifen an Heringen und Haken so im Erdreich verankert, dass eine körperliche Rührung, selbst die kleinste Bewegung vollkommen unmöglich war.

Wie der Gekreuzigte, nur eben horizontal. Und auch nicht gekreuzigt, sondern eher – wenn man das überhaupt sagen kann: geseilt.

Ein bizarres Bild.

Nun war diese bewegungslose Lage durchaus bewusst gewählt, fast schon liebevoll arrangiert, das Ganze. Denn der Geseilte, also Prof. Dr. Kaiser, lag mit Blickrichtung Teich in seinem Garten. Leider eine letale Blickrichtung, da ihm so sein Gartenteich näher stand, vielmehr lag, als gut für ihn war.

Er hatte seinen blöden Tümpel quasi auf Augenhöhe. Nasenspitzenhöhe, kann man fast sagen. Zungenspitzenhöhe, noch besser.

Ach, eigentlich war Kaiser seinem Teich in dieser Situation näher, als ihm lieb sein konnte. Denn er hing mit seinem Kopf darin. Und zwar so, dass er ihn nicht mehr rausbekam, da sein Hinterkopf mit einem Lederriemen so stramm fixiert war, dass er den Kopf weder heben noch nach links oder rechts hätte wenden können.

Und da bleibt einem natürlich nichts anderes übrig, als zu ersaufen. Da kannst du in deinem Leben noch so viele Seepferdchen, Freie Schwimmer oder sonstige Abzeichen erturnt und erschwommen haben: Wenn du so im Gartenteich hängst, dann ist Schluss. Dann läuft dir das Wasser kontinuierlich in den Mund, den Hals runter, dann ertrinkst du irgendwann jämmerlich.

Und da der Garten Prof. Dr. Kaisers höchstes Gut war, kann man durchaus sagen, dass er mit seiner ihm höchst eigenen Leidenschaft dahingestreckt wurde.

Es war Sommer: alles erblühte, erstrahlte, erwachte zum Leben und der Mensch im Gartenteich hauchte sein letztes Lüftchen aus.

Die Vögel zwitscherten in den Bäumen und sangen ihre Lieder, die Bienen summten, die Fische zogen an Kaisers aufgerissenen Augen vorbei und spiegelten sich in den trüben, toten Pupillen.

Die Frösche hatten gelaicht. Und wer weiß … Die Atmungen Kaisers, das anfängliche Wehren, dann das Einatmen, vielmehr: Einwässern … Da schwamm mit Sicherheit der ein oder andere Froschlaich mit in den sich im Todeskampf Befindlichen. Und dort, in den dunkel-feuchten Körperwelten würde vielleicht so mancher Frosch jetzt das Licht der Welt erblicken, vielmehr: das Dunkel.

Und wie so oft im Leben: Des einen Freud, des andern Leid. Hier wurde gestorben, dort wurde gelebt. Ein fortwährender Teufelskreis.

Und so kam über Nacht der Tod in Form eines ansons ten überaus idyllischen Gartenteichs zu Prof. Dr. Kaiser. Auch vor akademischen Weihen macht er nicht Halt, der Tod, dieser Lauser.

Kapitel 2

Hingang in der Nachbarschaft

Was sagst du eigentlich zu meinen Geranien?« Jupp Straaten rupfte linkisch Verwelktes zwischen den Blüten hervor und warf es über die Balkonbrüstung.

Alfons Friedrichsberg schien völlig unbeeindruckt und desinteressiert. Er lag auf dem Balkon im Holzstuhl, zog an seiner kubanischen Zigarre und bellte ein »Ich?« zwischen dem Qualm in die warme Luft.

»Ja, du. Oder ist außer dir und mir sonst noch wer auf dem Balkon?«

Friedrichsberg sah sich um. »Also ich seh niemanden.«

»Ja, und?«, schüttelte Straaten den Kopf. »Was sagst du jetzt zu meinen Geranien?«

»Nun, ich muss gestehen, ich wusste nicht, dass sie wert auf angemessene Unterhaltung legen, sonst hätte ich mich ganz anders auf sie vorbereitet und eingestellt. Aber allen Ernstes: Bist du wirklich der Meinung, die möchten ein Gespräch mit mir führen?«

»Wenn sie halbwegs bei Verstand sind, nicht«, atmete Straaten schwer aus.

»Außerdem komme ich mir hier vor wie auf dem Rosenmontagszug, nur anstelle von Kamellen werfen wir Blumen in den Garten. Wo bleibt Dahl eigentlich? Wollte der nicht schon längst hier sein? Der wollte doch Kuchen mitbringen.«

»Sollte. Er sollte Kuchen mitbringen. Aber da der Kaffee ja auch noch nicht durch ist«, Straaten nickte über seine Schulter nach hinten in Richtung Küche, »hat auch noch der Kuchen und somit Dahl, also haben beide noch Zeit.«

Friedrichsberg erhob sich schwerfällig und lehnte sich weit über die Balkonbrüstung, schaute hinab in den Garten und paffte Kringel nach unten. »Hmhmhm … Sag mal, was ist da eigentlich bei dir im Garten los? Was sind denn da so viele Leute unterwegs? Ist das ein Volksaufstand? Eine Massendemo im Kleinen oder ein neudeutscher Flashmob?«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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