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Afrika atmet in diesen Seiten. Gerhard Unterwegers "Schwarze Erde, rotes Blut" versammelt sieben Legenden aus dem Herzen des Kontinents — Erzählungen, die tief in der Erde wurzeln und gleichzeitig von universellen menschlichen Wahrheiten handeln: von Macht und Ohnmacht, von Würde unter dem Druck der Verhältnisse, von Müttern, die ihre Kinder schützen, und Söhnen, die eine Last tragen, die kein Auge sieht. Die erste Legende führt uns nach Kangaba, in den Hof des Königs Naré Maghann Konaté. Im Mittelpunkt steht Soundjata, ein Prinz, der sich mit zwölf Jahren noch immer auf Händen durch den Staub zieht, während sein Halbbruder Dankaran Touman aufrecht steht und Speere wirft. Die Machtstrukturen des Hofes sind greifbar: Sassouma Bérété, die erste Gemahlin, lächelt mit den Augen — und das ist schlimmer als jede offene Drohung. Unterweger erzählt diese Geschichte mit einer Präzision und Zurückhaltung, die den Leser fesselt. Kein Wort ist zu viel, kein Detail ohne Bedeutung. Was diesen Erzählband auszeichnet, ist seine literarische Dichte. Die Prosa ist nüchtern und gleichzeitig sinnlich — die Luft schmeckt nach heißem Stein, Shea-Butter riecht nach Nüssen und Rauch, der Speer in der Luft schneidet den Abend entzwei. Unterweger lässt Afrika nicht als Kulisse wirken, sondern als Lebensraum, der die Figuren formt und herausfordert. Die sieben Legenden des Bandes schöpfen aus dem reichen Fundus westafrikanischer Überlieferungen und werden von Unterweger zu eigenständigen literarischen Texten verdichtet, die sowohl historisch verankert als auch zeitlos gültig sind. Für alle, die Literatur suchen, die unter die Haut geht.
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Liczba stron: 158
Rok wydania: 2026
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