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Der rote Planet hat schon immer die menschliche Vorstellungskraft entflammt – als Bedrohung, als Hoffnung, als fernes Rätsel. Radek Vondráček nähert sich dem Mars in seinem Erzählband "Rote Augen" auf eine völlig andere Weise: leise, präzise und auf unheimliche Art zutiefst menschlich. Sechs eigenständige Geschichten versammeln sich in diesem Band, verbunden durch einen gemeinsamen Schauplatz und eine gemeinsame Atmosphäre: die unwirtliche, staubige Weite des Mars und das, was Menschen dort mit sich hintragen. Im Zentrum steht nicht das große Spektakel der Raumfahrt, sondern das Innenleben jener Männer und Frauen, die auf dem roten Planeten arbeiten, schlafen, träumen und langsam beginnen, sich selbst fremd zu werden. Vondráček erzählt mit einer Präzision, die an wissenschaftliche Feldnotizen erinnert – und gerade darin liegt die unheimliche Kraft seiner Prosa. Die Distanz seiner Figuren zu sich selbst, das Klassifizieren von Symptomen, das Festhalten an Methode und Protokoll, während sich unter der Oberfläche etwas Ungeklärtes ausbreitet: Das ist das eigentliche Terrain dieser Geschichten. Gestein, das atmet. Augen, die anders aussehen als am Abend zuvor. Träume, die keine Träume sind. Dabei verzichtet der Autor konsequent auf billige Schreckelemente. "Rote Augen" ist Science-Fiction der leisen Töne, psychologisch dicht und handwerklich außergewöhnlich. Wer nach Explosionen und Actionsequenzen sucht, wird dieses Buch beiseitelegen. Wer sich von Sprache führen lässt und bereit ist, im Zwischenraum von Erklärung und Ahnung auszuharren, wird belohnt. Ein außergewöhnliches Debüt – sechs Geschichten, die noch lange nachklingen.
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Liczba stron: 141
Rok wydania: 2026
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