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Was vergraben die Jahrtausende unter dem roten Staub des Mars? Céleste Marvaud entwirft in ihrem Erzählungsband "Knochen im Regolith" eine fesselnde Zukunft, in der Archäologen nicht länger in den Schichten der Erde graben, sondern im Regolith eines fremden Planeten – und dabei auf Funde stoßen, die alle bisherigen Gewissheiten ins Wanken bringen. Sechs eigenständige, doch thematisch miteinander verwobene Erzählungen nehmen den Leser mit auf die Oberfläche des Mars. Im Mittelpunkt stehen keine strahlenden Entdecker, sondern Menschen, die ihren Beruf kennen: erfahrene Feldforscherinnen, skeptische Wissenschaftler, erschöpfte Expeditionsmitglieder, die gelernt haben, genau zu messen, präzise zu dokumentieren und dem eigenen Urteil zu misstrauen. Genau das macht ihre Begegnungen mit dem Unerklärlichen so verstörend. Marvaud, selbst mit archäologischem Hintergrund, schreibt mit bemerkenswerter fachlicher Genauigkeit. Die Sprache ist nüchtern, fast protokollartig – und gerade deshalb entfaltet sich die Spannung umso wirkungsvoller. Wenn eine Sonar-Signatur zu regelmäßig ist, wenn polierte Steine in mathematischen Verhältnissen angeordnet liegen, wenn das Verhältnis der Abstände dem Goldenen Schnitt folgt, dann tut das umso mehr weh, weil es keine reißerischen Worte braucht. Der Band verbindet Hard Science Fiction mit existenziellen Fragen: Was bedeutet Herkunft, wenn Geschichte sich neu schreiben muss? Wie geht der menschliche Verstand mit Befunden um, die er nicht einordnen kann – und die er vielleicht gar nicht einordnen will? "Knochen im Regolith" ist ein seltenes Leseerlebnis: intellektuell präzise, atmosphärisch dicht und von einer leisen, anhaltenden Unruhe durchzogen, die noch lange nach der letzten Seite nachhallt.
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Liczba stron: 150
Rok wydania: 2026
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