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Mieko Fujishiro entführt ihre Leserinnen und Leser in eine Welt, die im westlichen Erzählkosmos kaum je so präzise und lebendig aufgerufen wurde: das Reich der Inka, Tawantinsuyu, mit seinen Städten aus Stein, seinen Lagerhauskammern voller Mais und Wolle, seinen hochkomplexen Verwaltungsstrukturen und dem leisen, aber allgegenwärtigen Rauschen politischer Intrigen. Sieben eigenständige Erzählungen fügen sich in diesem außergewöhnlichen Band zu einem vielstimmigen Panorama zusammen, das Geschichte und Literatur auf seltene Weise verbindet. Im Mittelpunkt der Geschichten stehen keine Götter und keine Conquistadoren, sondern Menschen: Verwalter, Aufseher, Knotenkundige, Händler und Dienerinnen, die ihren Alltag in einem Reich navigieren, das auf Ordnung, Loyalität und verschleierter Macht gebaut ist. Die Heldinnen und Helden dieser Erzählungen rechnen, beobachten, schweigen zur richtigen Zeit und sprechen zur falschen. Sie lesen Quipus, jene rätselhaften Knotenschnüre der Inka, wie andere Menschen Gesichter lesen – und entdecken darin Lügen, die niemand hätte finden sollen. Fujishiros Sprache ist dicht und atmosphärisch, dabei von großer Präzision. Sie erschafft eine Welt, die fremd und zugleich unmittelbar verständlich ist, weil die Triebkräfte ihrer Figuren zutiefst menschlich sind: Ehrgeiz, Loyalitätskonflikt, Angst vor Konsequenzen und der stille Mut, einem unbequemen Gedanken bis zu seinem Ende zu folgen. Wer einen der Eröffnungssätze gelesen hat, wird unweigerlich weiterlesen wollen. Dieser Band ist eine Entdeckung für alle, die historische Literatur jenseits ausgetretener europäischer Pfade suchen, die Freude an handwerklich meisterhafter Kurzprosa haben und sich für eine der faszinierendsten Hochkulturen der Menschheitsgeschichte begeistern können.
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Liczba stron: 155
Rok wydania: 2026
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