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Wer hat zuletzt in den leeren Dörfern der Karpaten das Feuer nicht erlöschen lassen? Wer mäht das Gras, wenn alle längst gegangen sind? Und was beobachtet uns aus dem Dunkel der alten Wälder zurück? Oksana Bilyks Erzählband "Die Letzten der Karpaten" versammelt sieben Geschichten, die tief in die vergessenen Winkel Osteuropas führen – in verlassene Bergdörfer, undurchdringliche Nadelwälder und eine Welt, in der Mythos und Wirklichkeit keine klare Grenze mehr kennen. Mit außergewöhnlicher Sorgfalt und literarischer Präzision zeichnet Bilyk Figuren, die zwischen Aufgeben und Ausharren, zwischen dem Verschwinden einer alten Ordnung und dem zähen Widerstand gegen das Vergessen stehen. Im Mittelpunkt steht oft das Spannungsfeld zwischen dem Modernen und dem Archaischen: Eine Fotojournalistin, die glaubt, Geschichten zu dokumentieren, und dabei selbst in etwas hineingezogen wird, das sich ihrer Sprache entzieht. Hirten, die Rituale pflegen, für die es keine Namen mehr gibt. Stille, die schwerer wiegt als jedes Wort. Bilyk schreibt mit einer Genauigkeit, die sowohl sinnlich als auch beunruhigend ist – jede Geste, jeder Geruch, jedes Lichtdetail trägt Bedeutung, ohne sie je vollständig preiszugeben. Die Geschichten des Bandes sind eigenständig und doch miteinander verwoben durch Atmosphäre, Landschaft und die leise Frage, was von einer Welt bleibt, wenn ihre letzten Zeugen schweigen. Bilyk schreibt aus einer tiefen Kenntnis karpatischer Folklore und Lebenswirklichkeit heraus, ohne dabei ins Folkloristische abzugleiten – ihre Prosa ist modern, klar und von einer fast photographischen Schärfe. Ein Buch für alle, die literarische Erzählungen lieben, die ebenso verstören wie fesseln.
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Liczba stron: 150
Rok wydania: 2026
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