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Was verbindet einen alten Webstuhl in Eriwan mit einem Familiengeheimnis, das seit Generationen in Schweigen gehüllt ist? In Cordelia Ashworths bewegendem Roman "Der Seelenfaden – Armenische Erinnerungen" kehrt die junge Kunsthistorikerin Tamar nach zwei Jahren in Berlin zu ihrer Großmutter Mariam zurück – und betritt dabei eine Welt, die sie zu kennen glaubte. Was zunächst wie eine gewöhnliche Heimkehr beginnt, entpuppt sich schon in den ersten Stunden als etwas weit Tiefgründigeres. Die Teppiche an Mariams Wänden, neun an der Zahl, zeigen alle dasselbe geheimnisvolle Grundmuster: ein Rautengitter, das stets auf eine bewusste Leerstelle in der Mitte zuläuft. Mit dem geschulten Blick der Akademikerin erkennt Tamar sofort, dass es sich nicht um bloße stilistische Ähnlichkeit handelt – hier steckt System, Absicht, Botschaft. Doch weder die schweigsame Großmutter noch der verschlossene Vater Arshak sind bereit, Fragen zu beantworten. Ashworth erzählt mit großer sprachlicher Sorgfalt von der Spannung zwischen Wissen und Schweigen, zwischen akademischer Erkenntnis und familiärer Überlieferung, zwischen dem, was sich in Bibliotheken lernen lässt, und dem, was nur durch Weitergabe von Hand zu Hand überleben kann. Die armenische Kultur, ihre textile Tradition und die Last einer von Verlust geprägten Geschichte bilden dabei einen ebenso fesselnden wie behutsam gezeichneten Hintergrund. Dieses Buch ist für alle, die sich von Familiengeheimnissen, kulturellem Erbe und der leisen Macht des Handwerks berühren lassen.
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Liczba stron: 153
Rok wydania: 2026
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