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Was bedeutet es, wenn eine Prophezeiung wahr ist – und man sie trotzdem falsch versteht? Vreni Stauffacher geht in ihrem Erzählband "Das Orakel lügt nicht" dieser Frage nach und entfaltet sieben eigenständige Schicksale, die alle an einem Ort zusammenlaufen: dem Orakel. Mal ist es Delphi, mal eine andere Stimme, die das Unvermeidliche flüstert – und stets stellt sich dieselbe brennende Frage: Ist das, was vorhergesagt wurde, wirklich unveränderlich? Oder liegt das Schicksal doch in den Händen derer, die es erfragen? Die Erzählungen führen den Leser in die Welt der Antike, in düstere Gemäuer, dampfende Tempel und staubige Schlachtfelder. Stauffacher schreibt mit bewundernswerter Präzision: Ihre Sprache ist klar und gleichzeitig atmosphärisch dicht, jede Szene vibriert vor unausgesprochener Spannung. Man riecht den Schwefel des Erdatems, spürt das Gewicht einer Krone und hört das vorsichtige Schweigen zwischen Vater und Sohn, wenn eine Prophezeiung plötzlich eine zweite Bedeutung enthüllt. Im Mittelpunkt stehen keine Götter, sondern Menschen – Könige, Soldaten, Mütter, Vertraute –, die mit dem Wissen um ihr mögliches Schicksal umgehen müssen. Die sieben Geschichten sind dabei thematisch verknüpft, aber nicht voneinander abhängig: Jede Erzählung ist in sich vollständig und kann für sich allein bestehen. Genau das macht diesen Band so besonders – er lässt sich lesen wie ein Roman und doch wie eine Sammlung unabhängiger Welten. Wer sich für antike Geschichte, philosophische Tiefe und meisterhaftes literarisches Handwerk begeistert, wird in diesem Buch eine außergewöhnliche Lektüre finden – spannend, nachdenklich stimmend und von bleibender Wirkung.
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Liczba stron: 159
Rok wydania: 2026
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