Warum nur einen lieben, wenn ich alle haben kann? - Kerstin Scholz - ebook

Warum nur einen lieben, wenn ich alle haben kann? ebook

Kerstin Scholz

0,0

Opis

Eine Frau nimmt sich, was sie will … und Kerstin will immer. Denn Kerstin Scholz ist Nymphomanin. Sie ist Mitte 40 und lebt ihre Leidenschaft. Mit flüchtigen Bekannten, heißen Affären, mit reinen Sex-Dates. Dabei weiß Kerstin, dass der unstillbare Hunger nach Sex eine Sucht ist, der Hinweis auf einen ganz anderen, verborgenen Mangel. Doch sie hat gelernt, damit umzugehen, ja, ihre "Krankheit" zu lieben. Multiple Orgasmen, weibliche Ejakulation, Traummänner und Nieten im Bett, Unterwerfungsspiele und Blindsex – nichts, was Kerstin nicht schon erlebt hätte. Sie gibt sich hin, sie verletzt und wird verletzt. Sie verliert durch eine Krankheit ihre Lust und findet sie wieder. Sie lebt den Traum der absoluten Freiheit, der unbegrenzten Möglichkeiten. Ein Leben, von dem auch die "Normalos" so vieles lernen können.

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS
czytnikach certyfikowanych
przez Legimi
Windows
10
Windows
Phone

Liczba stron: 324

Odsłuch ebooka (TTS) dostepny w abonamencie „ebooki+audiobooki bez limitu” w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS
Oceny
0,0
0
0
0
0
0



Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

1. Auflage 2015

© 2015 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH,

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Textbearbeitung: Dr. Carina Heer

Umschlaggestaltung: Maria Wittek

Umschlagabbildungen: © privat

Satz: EDV-Fotosatz Huber/Verlagsservice G. Pfeifer, Germering

Druck: GGP Media GmbH, Pößneck

Printed in Germany

ISBN Print: 978-3-86883-529-8

ISBN E-Book (PDF): 978-3-86413-707-5

ISBN E-Book (EPUB, Mobi): 978-3-86413-708-2

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.rivaverlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.muenchner-verlagsgruppe.de

INHALT

Vorwort Kerstin

Wieso? Weshalb? Warum?

1. Kapitel Jörg

Einfach verwählt? – oder: Ein echtes Blind Date

2. Kapitel René

Meine erste Liebe. Mein erster Sex.

3. Kapitel Michael, Patrick, Klaus, Jakob, Sven

Gelebte Lust – meine wilden Jahre

4. Kapitel Marc, Leon – und ein heißer Zwischenstopp!

Wie und wo ich meine Männer so kennenlerne

5. Kapitel Tim

So oft und lang ich will – oder: Was ist eigentlich normal?

6. Kapitel Christoph

Treue und Untreue – oder: Wann fängt Fremdgehen eigentlich an? Und wie läuft es ab?

7. Kapitel Falk

Sex per Internet – oder: Einfacher geht’s nicht!

8. Kapitel Markus

Sexfrust – oder: Du bist doch irre!

9. Kapitel Tom

Der perfekte Sex

10. Kapitel Ingo

Die Sucht nach mehr – oder: Ein Mann für ewig?

11. Kapitel Dr. Schmidt

Aufregende Reise nach Ungarn – oder: Schönheits-OPs machen happy!

12. Kapitel Chris, Andy, Alex & Stephania

Schlag mich! Fessle mich! – oder: Meine verrückte SM-Zeit und warum ich Transen so liebe …

13. Kapitel Dirk

Der Schnüffler – oder: Über Hygiene und wie ich meine Menstruation ein Jahr »verschob«

14. Kapitel Michael & Thomas

Zwei in einer Nacht – oder: Sex für Geld?

15. Kapitel Helmut, David & Jan

Meine Leidenschaft für die Fotografie – oder: Die große Lust an der Selbstinszenierung

16. Kapitel Peter

Missgeschicke – oder: Über Analfissuren und andere Sexpannen

17. Kapitel Marcel

Was will ich eigentlich? – oder: Wie eine OP alles veränderte …

18. Kapitel Eddi

Squirting – Feuchtgebiete der anderen Art

19. Kapitel Ingo? Tim? Tom?

Sex im Alter – oder: Hochzeit mit 60?

Über den Koautor

VORWORT

Kerstin

Wieso? Weshalb? Warum?

Ich sitze hier und überlege. Schon eine ganz Zeit lang. Wie fange ich am besten an? Wo? Was erwarten Sie? Was möchten Sie von mir hören?

Bestimmt schon zwei Stunden liege ich auf meiner gemütlichen Couch und grüble vor mich hin. Der Anfang sei immer das Schwierigste – das haben mir einige Autoren und Experten im Vorweg schon gesagt. »Wenn du den Anfang hast, Kerstin, dann läuft’s ganz von allein!«

Den Eindruck habe ich jetzt auch. An Geschichten mangelt es mir weiß Gott nicht. Oh nein! Aber wie soll ich sie Ihnen am besten erzählen? Ich habe so viel erlebt, so viel mitgemacht und so viele Anekdoten zu erzählen, dass ich gerade noch mal meine Notizen durchblättere, um mich zu ordnen.

Seit vielen Wochen habe ich Geschichten und Stichworte aufgeschrieben, damit ich ja nichts vergesse. Manchmal liege ich sogar schon todmüde im Bett, will eigentlich schlafen, aber dann fällt mir noch etwas ein, eine Geschichte, ein Mann, und dann stehe ich extra noch einmal auf und notiere es mir.

Meine Gedanken schreibe ich immer in ein großes Buch. Und jeder neue Abschnitt beginnt mit einem neuen Männernamen. Ich blättere durch meine Aufzeichnungen: Andy. Tim. Tom. Marcel. Markus.

Ja, es waren schon einige Männer in den vergangenen Jahren. Tolle Männer, aufregende Männer, starke Männer, potente Männer, weniger potente und auch ein paar ganz schwache.

Sie merken schon, worum es geht, und eigentlich sind wir auch schon mitten im Thema.

Ich glaube, das Beste ist, wenn ich mich Ihnen erst mal vorstelle:

Ich heiße Kerstin Scholz, bin 47 Jahre alt, gelernte Kosmetikerin – und ich habe Hypersexualität!

Wie? Noch nie gehört? Ja, ich bin eine Nymphomanin! Eine Frau, die sehr viel Sex hat. Die meisten würden wohl sagen, viel, viel mehr als »normal«.

Doch ich frage an dieser Stelle gleich mal: Was ist eigentlich »normal«? Einmal am Tag? Einmal pro Woche? Einmal im Monat? Was unterscheidet mich denn wirklich von anderen Frauen? »Normalen« Frauen? Die Art, wie ich Sex habe? Dass ich mir nehme, was ich möchte? Die Zahl meiner Partner?

Das möchte ich gemeinsam mit euch in diesem Buch herausfinden. Ja, richtig gelesen! Ich duze euch ab hier und ich hoffe, das ist okay für euch!?

Ich meine, ich werde euch sehr Intimes aus meinem Leben erzählen, Sex wird unser großes Thema sein. Ich werde von Dingen schreiben, von denen ihr vielleicht vorher so noch nie etwas gehört habt. Das braucht Nähe, Ruhe und Intimität. Darum das »Du«.

Ich stelle mir jetzt also vor, ich säße meiner besten Freundin gegenüber und würde ihr aus meinem Leben erzählen. Beste Freundin. Das ist schon mal ein gutes Stichwort. Eine beste Freundin hatte ich nämlich nie – und die habe ich auch bis heute nicht. Ich war immer ein Einzelgänger, sehr in mich gekehrt und verschwiegen. Ihr werdet euch jetzt sicher fragen, wem ich denn bis heute von meinem Erlebnissen erzählt habe? Mit wem ich mich austausche?

Und die Antwort lautet: Mit niemandem!

Natürlich bin ich keine Verrückte, die keine Freunde hat. In meinem Leben gab es immer wieder Menschen, die mich ein Stück begleitet haben. Frauen wie Männer. Ich habe eine sehr liebe Kollegin, mit der ich mich recht offen unterhalte. Über mein Leben, Männer und Sex. Aber eine Person, der ich uneingeschränkt vertraut hätte, der ich alles über mich hätte erzählen können, die gab es nie. Ich hatte immer das Gefühl, man würde mein Vertrauen missbrauchen.

Das ist mit Sicherheit einer der Hauptgründe, warum ich dieses Buch schreibe: Ich möchte mich endlich mitteilen, über meine bisherigen Erlebnisse erzählen. Möchte, dass mir jemand in Ruhe zuhört und mich nicht sofort verurteilt – für meine Art zu leben. Denn wenn es um das Thema Nymphomanie geht, hat eben jeder so seine festen Vorstellungen – Männer wie Frauen. Das Internet nennt, wenn man den Begriff googelt, Stichworte wie: ungezügelte sexuelle Begierde, unkontrollierbarer Sexualtrieb, ständig auf der Suche nach Befriedigung, keinen Höhepunkt (vaginal), keine Bindung zum Partner, Zwang, immer neue Männer zu finden, Hoffnung nach sexueller Erfüllung bleibt unerfüllt, Teufelskreis, Hamsterrad, Sex bestimmt das Leben, wird zur Bedrohung für Freizeit und Job, nimmt dich ganz in Besitz …

Vieles davon stimmt, wenn es um mich geht – aber lange nicht alles. Und auch vieles nur in Ansätzen oder Abstufungen.

Und auch deshalb möchte ich euch meine Geschichte erzählen. Euch zeigen, dass ich keine Irre bin, die auf der Suche nach ständigem Sex durch die Gossen zieht, jeden Mann hinterm Busch vögelt, jedem Briefträger sofort an die Hose geht oder als Prostituierte oder Pornodarstellerin arbeitet. Nein! Nein! Nein! So bin ich nicht!!

Ich bin eine (fast) normale Frau. In vielem vielleicht viel normaler, als ihr euch das im Moment vorstellen könnt. Ich arbeite, ich esse, ich lebe.

Und: Ich bin auch ein ausgesprochener Bauchmensch. 

Bauchmenschen sind Menschen, die immer auf ihre Gefühle – und selten auf ihren Verstand – hören. So zu leben, wie ich es tue, ist eine grundsätzliche Entscheidung. Sich treiben zu lassen, das Leben so zu nehmen, wie es kommt, und immer das Beste daraus zu machen – das war und ist immer meine Einstellung gewesen.

Wenn ich einen Job hatte, der mir zwar ein gutes Einkommen bescherte, aber mich nicht glücklich machte, dann habe ich ihn aufgegeben. Geld hin, Kontostand her.

Und wenn ich einen Mann hatte, der zwar nach allen Regeln der Vernunft gut für mich gewesen wäre (toller Beruf, stattliche Erscheinung, wohlhabend, einfühlsam …), der mich aber nicht befriedigen konnte, dann habe ich das mit ihm schleunigst beendet.

Mit meinen 47 Lebensjahren habe ich wie die meisten in meinem Alter einiges erfahren und durchlebt. Vielleicht so viel, dass es für ein paar Leben reichen würde. Nicht alles war immer einfach, aber ich habe immer versucht, das Beste daraus zu machen und mein Leben insgesamt so zu gestalten, wie ich es wollte: frei und unbeschwert. Und vor allem: ohne Verpflichtungen.

Dieses Buch zu schreiben und zu veröffentlichen war seit vielen Jahren ein ganz großer Traum von mir. Ich stehe zu dem, was ich bin, wie ich lebe, und freue mich, dass ich jetzt die Gelegenheit habe, meine Gedanken und Geschichten zu veröffentlichen.

Ich danke allen, die mich in meinem Leben ein Stück begleitet haben – auch wenn es nur für ein paar lustvolle Stunden war. Jeder Einzelne hatte etwas Besonderes, das mich nun zufrieden und glücklich zurückblicken lässt – und mir die Gelegenheit gibt, euch davon zu erzählen.

Macht es euch jetzt beim Lesen also gemütlich und begleitet mich auf meine Reise in meine ganz persönliche Vergangenheit.

Vielleicht entdeckt ihr ein paar Parallelen zu eurem Leben, wenn ihr euch dann und wann in mir wiedererkennt.

Vielleicht werdet ihr auch ab und zu schockiert sein über mich und meine Einstellung. Das ist okay. Kein Problem!

Aber vielleicht inspiriere ich euch ja auch, das ein oder andere einmal selbst auszuprobieren. Mit dem eigenen Partner, einem neuen oder ganz für euch allein. Das fände ich toll.

Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit euch!

Alles Liebe!

1. KAPITEL

Jörg

Einfach verwählt? – oder: Ein echtes Blind Date

»Hallo? Ist da nicht Silvia?«

»Nein. Ich glaube, Sie haben sich verwählt!«

»Oh, das tut mir sehr leid – bitte entschuldigen Sie die Störung!«

Ich legte wieder auf und war mir unsicher. Ich hatte doch richtig getippt? Ungläubig sah ich auf die weißen Tasten meines nagelneuen rosa Telefons.

Mein Gott, war ich damals stolz auf das Plastikungetüm mit Endloskabel. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen in Zeiten von Handy, Internet und iCloud. Aber dieser kleine, 15 mal 15 Zentimeter große Apparat war 1993 meine einzige Verbindung in die Zivilisation und hatte erst vor ein paar Tagen das graue Einheitsmonstrum mit Wählscheibe der Telekom, die damals noch Post hieß, abgelöst.

Ich wohnte in einer Kleinstadt in einer wunderbaren Wohnung. Aber: Nette Nachbarn? Null. Freunde? Null.

Also telefonierte ich damals schon gern – zum Beispiel mit meiner Freundin Silvia.

Umso mehr wunderte ich mich, dass ich heute eben nicht sie am anderen Ende der Leitung, sondern eine fremde Person vorfand.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!