Russisch Rückwärts - Ellen Lugert - ebook

Russisch Rückwärts ebook

Ellen Lugert

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Opis

Wodka, Blinis, Zar und Zobel – das ist typisch russisch! Oder etwa nicht? Eine junge Frau macht sich mit 25 Jahren auf, um diese Frage für sich selbst zu beantworten. Ein Jahr St. Petersburg, ein Jahr in einer multikulturellen Wohngemeinschaft leben. Zwischen knallenden Korken, liebestrunkenen Russen und den verlockenden Leckereien der russischen Küche erhält sie vor Ort durch ihre Mitarbeit bei der deutschsprachigen Sankt Petersburgischen Zeitung einen lehrreichen Einblick in die russische Gesellschaft. Was sie dabei erlebt, hält sie in ihrem Tagebuch fest, das weniger die große Politik widerspiegelt als vielmehr das Leben der Leute von nebenan, an dem sie immer wieder, gastfreundschaftlich eingeladen, teilnehmen darf. Sie fährt nach Sotschi und an den Baikalsee, sie reitet im Altai-Gebirge und reist bis in den Fernen Osten nach Wladiwostok. Russland bietet viel Zeit und Raum, den Alltag – und die Nächte – zu entdecken. Ellen Lugert, als Teilnehmerin eines Austauschprogramms, das im Gegenzug Kinder aus der Region Tschernobyl nach Deutschland holte, war zwölf Jahre alt, als sie das erste Mal gen Osten aufbrach. Von da an hat sie die Faszination an der russischen Kultur nie mehr losgelassen. Durch ihre Tagebucheinträge über Freundschaft, Liebe, Arbeit und Essen werden all die Facetten der russische Gesellschaft sichtbar, betrachtet von einer jungen deutschen Frau, die mit ihrem Rucksack und dem Zug – immer rückwärts zur Fahrtrichtung sitzend – abenteuerliche Reisen in das größte Land der Welt erlebt. Neben den Tagebuchaufzeichnungen, enthält dieser Band auch die Zeitungsartikel der Autorin sowie Rezepte aus der russischen Küche, die sie nach Deutschland in ihre Familie mitbrachte.

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Russisch rückwärts

Die Deutsche Nationalbibliothek – CIP-Einheitsaufnahme.Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet dieses Buchin der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internet überhttp://dnb.d-nb.de abrufbar.

Erste Auflage 2016© Größenwahn Verlag Frankfurt am Main, 2016www.groessenwahn-verlag.deAlle Rechte vorbehalten.

ISBN: 978-3-95771-096-3eISBN: 978-3-95771-097-0

Ellen Lugert

Russisch rückwärts

Tagebuch einer Reise

IMPRESSUM

Russisch rückwärts

Autorin

Ellen Lugert

Seitengestaltung

Größenwahn Verlag Frankfurt am Main

Schriften

Constantia, Batang

Covergestaltung / Illustrationen

Marti O´Sigma

Coverbild

Marti O´Sigma

Fotos, Rezepte, Zeitungsartikel

© Ellen Lugert

Lektorat

Thomas Pregel

ISBN: 978-3-95771-096-3

eISBN: 978-3-95771-097-0

Für meine liebe Mutti

Vorwort

6. Juni, Silovo: »Mitten in Sibirien. Es ist draußen eine Hitze, das Fenster ist schon geöffnet und es zieht nur warme Luft herein. Um mich herum sitzen Männer verschiedener Altersgruppen mit freiem Oberkörper, spielen Karten. Befinde mich nun schon leider auf dem letzten Stück meiner Reise Richtung Osten, nach Wladiwostok. Vier Tage, drei Nächte. Erst hatte ich selbstverständlich wieder einen Rückwärtsplatz, doch die Männer waren so freundlich, mit mir zu tauschen, sodass ich die Zugfahrt und die Sicht jetzt richtig genießen kann – wenn auch ein wenig gestört von fünf im Fenster baumelnden Würstchen ... Berge, Birken, Wiesen, Flüsse und immer dieses Geräusch: dimmdimm, dimmdimm. Die Räder auf den Gleisen.«

Als junges Mädchen teilte ich mein Kinderzimmer in Bülzig mehrmals mit Altersgenossinnen aus der Region Tschernobyl, die ihren Weg im Rahmen eines Jugendaustausches der Deutsch-Russländischen Gesellschaft e. V. aus der Lutherstadt Wittenberg auch zu meiner Familie fanden. Im Jahr 1993, als ich 12 Jahre alt war, traf meine Mutter Heinz vom Verein im örtlichen Konsum, wo die Idee entstand, mich im Gegenzug mit der deutschen Austauschgruppe nach Weißrussland zu schicken. In diesem Jahr entdeckte ich mein Interesse für Osteuropa. Ich wurde jedes Jahr aufs Neue bei derselben Familie in Mozyr untergebracht, und mein Gastvater Andrej besuchte uns zu Hause. Diese Freundschaft zwischen beiden Familien wuchs stetig bis heute. Später erkundete ich Weißrussland auf eigene Faust und verlor jegliche Ängste und Vorbehalte gegenüber Osteuropa. Nachdem ich Weißrussland irgendwann komplett kennen gelernt hatte, entschied ich mich, von meinem Beruf als Polizeibeamtin in Deutschland eine kleine Auszeit zu nehmen, als Volontärin nach St. Petersburg zu ziehen und Russland von August 2006 bis Juli 2007 zu bereisen. In dieser Zeit entstand das Tagebuch.

Ich war hungrig auf das Leben dort, und so stürzte ich mich mitten hinein in den russischen Alltag, ließ mich »russifizieren« und tanzte die Nächte durch. Als Mitarbeiterin einer deutschsprachigen Zeitung erhielt ich allerdings auch Einblicke hinter die Gardinen, die ich in verschiedenen Artikeln festhielt und die sich im Anhang dieses Buches finden. Außerdem unternahm ich spannende Reisen in alle Himmelsrichtungen, meistens per Anhalter oder mit dem Zug, und dann mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzend, die mich im Nordwesten über Lappland nach Murmansk führten, im Süden nach Sotschi und in den fernsten Osten bis ganz nach Wladiwostok. Ich war in Nowosibirsk, am Baikalsee und ebenso auf einem Pferderücken im Altai-Gebirge – und überall in der Banja und der Küche, denn Russland ohne Sauna und Essen ist geradezu unmöglich. Auch die Übernachtungsmöglichkeiten waren stets eine Überraschung. Und natürlich lernte ich überall neue Menschen kennen, freundliche und liebenswerte, und sogar die Liebe. Und all das sorgte dafür, dass die Zeit schnell, viel zu schnell verging.

Dieses Tagebuch ist das Protokoll meiner Tage und Nächte dort, die sehr persönliche Niederschrift all meiner Erfahrungen in St Petersburg und Russland. Es ist dabei keine Analyse der politischen Verhältnisse vor Ort geworden, sondern eher die Bestandsaufnahme des alltäglichen, allmenschlichen Lebens dort mit all seinen Glücksmomenten und natürlich auch der einen oder anderen Tücke. Ein schönes Jahr, das ich nicht mehr missen möchte, und ich hoffe, dass die folgenden Einträge zumindest etwas von der ungeheuren Lebensfreude, die ich dort empfunden habe, vermitteln können.

Tagebuch einer Reise

Aufzeichnungen 2006-2007

 

21. Juli

Inzwischen ist so viel Zeit vergangen, dass alles organisiert ist. Ich habe mein Visum für ein Jahr Russland bereits im Pass eingeklebt und mein Transitvisum für Weißrussland. Die Besuche dafür im Konsulat und im russischen Reisebüro sind auch eine Geschichte für sich. Anstrengend, aufregend, erstes Mal schnüffeln an der russischen Mentalität. Unfreundlichkeit hoch drei. Aber ich habe sie! Mit meinem WG-Zimmer geht auch alles in Ordnung, 200 Euro im Monat, Modem, eigenes Zimmer, zwei Stationen vom Newski Prospekt entfernt. Hört sich perfekt an, bin schon mal gespannt, wie es wird. Ab September soll ein Finne einziehen. Ab 1. September fange ich bei der St. Petersburgischen Zeitung (SPZ) an. Vom Bahnhof werde ich abgeholt vom Deutsch-Russischen Austausch (DRA). Alles geregelt: Visa, Wohnung, Arbeit. Nun hoffe ich, dass alles so klappt und schön wird, wie ich es mir vorstelle. Für mein Zimmer hier in Potsdam habe ich eine Zwischenmieterin gefunden, Gabriella. Sie geht danach für ein Jahr nach Paris. [...] Meine Möbel lasse ich drin, sodass ich, wenn ich zurückkomme aus Sankt Petersburg (SPB), wieder einziehen kann.

Heute war mein letzter Arbeitstag. Schon komisch. Meine Nachfolgerin ist Anett vom Schwimmen. Ich hoffe, sie findet sich gut ein und kann die Aufgaben ebenfalls so gut erledigen, aber gemeinsam mit Doreen dürfte dies kein Problem sein. Mit Doreen werde ich sicherlich den intensivsten Kontakt halten können, sie ist eine sehr treue Gefährtin. Gestern Abend habe ich gemeinsam mit meinen Kollegen beider Arbeitsgruppen meinen Abschied in dem russischen Restaurant namens Alexandrowka gefeiert. Habe Okroschka, Brot, Gemüse und Wodka bestellt. Im Rucksack hatte ich noch einen weiteren Liter Wodka, der tatsächlich in dieser Hitze ausgetrunken wurde! Nicht schlecht. Ich denke, es hat allen ganz gut gefallen. Habe eine Mini-Rede gehalten. Dann wurde ich, als auch die Urlauber kamen und Herr W.(!) da war – es waren ALLE da –, offiziell verabschiedet. Das war ein merkwürdiges Gefühl, drei Jahre Ministerium ade. Habe ein supertolles Abschiedsgeschenk bekommen: eine Flasche Brandenburger Wein, Buch, Marzipan, Matroschka, eine ganz tolle beschriebene Karte und einen Gutschein im Wert von sage und schreibe 120 Euro! Den will ich nächste Woche mit Doreen bei K. Sport einlösen. Habe mich sehr gefreut. [...]

Nun habe ich ein Jahr frei! Irre! Ich wünsche mir sooo sehr, dass alles schön wird. Morgen Abend ist hier in der WG große Abschiedsparty: »Russendisko«.

Verabschiedung von meinen Eltern im August 2006

27. Juli

Die »Russendisko« war spitze! Die Bude war wieder voll, alle Polizisten von mir waren da und Hanschi sogar von zu Hause. Wir hatten diesmal die neue Anlage aus dem Waschhaus, und es war so laut, dass wir sogar eine Anzeige wegen Ruhestörung verpasst gekriegt haben. [...]

Nun liege ich hier in meinem alten Kinderzimmer in der Heimat, die Kisten sind fast ausgepackt, freue mich auf den Urlaub vorher auf Korfu mit Mutti, und die Ungewissheit schwebt über mir. Ich wünsche mir so sehr, dass alles gut wird, so, wie ich es mich vorstelle. Ich möchte nichts bereuen. Mit der Mascha aus der russischen WG maile ich bereits, der Job ab 1. September steht, und heute habe ich das Zugticket für den 14. August gekauft. 38 Stunden Zugfahrt. Das wird bestimmt spannend. Einen Rucksack habe ich nun auch. In Rot. [...]

Alles irgendwie komisch gerade im Bauch: Ein Jahr frei, St. Petersburg steht vor der Tür, die Männergeschichten. Ich genieße Potsdam und den Sommer gerade so sehr, aber ich glaube, das ist so, gerade weil ich jetzt weggehe. Habe wunderschöne Geschenke und Karten zur Party bekommen: ein Kuschelkissen mit Foto von Dajana, Corina, Rückerchen und mir, ein Potsdam-T-Shirt, Wodka, Thermosflasche, die neue Geo-Special Russland, russische Musik etc. Wunderbar.

14. August

Der Zug rollt. Ich fahre rückwärts. Die Sonne scheint in mein Gesicht, wir durchqueren eine polnische Stadt, der Tisch ist reichlich gedeckt, und ich sehe nun, nach anfänglich gemischten Gefühlen im Bauch, mit viel Optimismus und Freude St. Petersburg entgegen.

Poznan. Auch hier steigen wieder einige Leute in den Zug. Die Bahnhofsdurchsage verstehe ich nicht. […[ In Berlin-Lichtenberg wurde ich von folgendem Wink-Komitee verabschiedet: Mutti, Papa, Doreen und Anett. Ich habe mich sehr gefreut. Mutti hat geweint, Doreen standen die Tränen in den Augen. Und ich? Ich hatte, wie man so schön sagt, ein lachendes und ein weinendes Auge. Besonders in den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass ich einen großen Freundeskreis aufgebaut habe. [...] Mit im Gepäck sind alle Geschenke und sehr viele Fotos, die ich an die Wand in mein WG-Zimmer hängen möchte. [...] Selbst von meiner Schwester Juliane und ihrem Freund Kevin habe ich noch eine Kleinigkeit erhalten: einen Waage-Glücksstein, ein Tagebuch für besondere Anlässe und das Büchlein Der kleine Prinz, das ich nachher anfangen werde zu lesen.

Schon ein merkwürdiges Gefühl. Nun sitz ich hier allein in meinem Abteil, schaue aus dem Fenster, denke über die vergangene Zeit nach und male mir aus, wie wohl die nächsten Monate in SPB werden (das eigene Abteil gab es zum russischen Aufpreis von 20 Euro). Mal sehen, wie es Potsdam geht, wenn ich im nächsten Sommer wiederkomme. Welche Konstellationen sich zwischen den Menschen ergeben haben und ob ich wieder dort anknüpfen kann, wo ich »aufgehört« habe. [...] Ich habe fünf Taschen, der Koffer ist so schwer, dass man ihn gar nicht anheben kann.

Kolo. Viele junge Menschen auf dem Bahnsteig. Polen sieht schon anders aus, alles viel dörflicher, Felder werden sehr häufig von Hand bestellt. Hunde, Schranken, kleine Häuser. Ich bin schon sehr gespannt auf Brest und den zweistündigen Achsenaustausch. […] Die zwei Tage Zugfahren tun mir gut, um all meine Gedanken zu ordnen, Vergangenes hinter mir zu lassen, um für Neues offen zu sein. Alle Freunde und Bekannten wünschten mir mit Karten und Worten alles Gute, viel Glück und meinten, dass ich auch in Russland mit meiner heiteren und aufgeschlossenen Art auf Gegenliebe und Freunde treffen werde. Ich hoffe es. Schon lustig, wie das Leben so spielt und alle ihre eigenen Wege gehen. Juliane hat ihre Tochter Lotta bereits, Dajana ist schwanger, Corina freut sich über ihre neue Wohnung, und ich hau ab …

Draußen hat es geregnet. Die frische Luft verdrängt den »guten« Paprikaduft aus meiner Fresstasche. [...] Haben am Lichtenberger Bahnhof zu fünft noch eine Flasche Sekt gekillt. War gut. [...] Ich dürfte jetzt auf Korfu und an der Ostsee so viel Sonne getankt haben, dass ich gut durch die russische Kälte kommen müsste.

15. August

... und es war die richtige Entscheidung! Nun sitz ich hier in meinem Abteil mit einer (neuen!) russischen Bekannten, wir hören unsere MP3-Player – die Lieblingslieder –, schauen aus dem Fenster, sehen Seen, weißrussische Dörfer. Die erste bekannte Petersburgerin.

Mein Zugabteil nach St. Petersburg

21. August

Heute ist Sonntagabend bzw. Montagfrüh, und ich bin inzwischen seit Mittwochmorgen hier in Petersburg.

Die Zugfahrt habe ich gut überstanden. Insbesondere die Zeit mit Angelina verging schnell. Als wir dann gegen 06.15 Uhr auf dem Witebsker Bahnof einrollten, sah ich leider niemanden vom Deutsch-Russischen-Austausch (DRA), der mich abholen wollte. Angeblich war aber jemand da. Angelina und ich haben niemanden gefunden. So hat ihr Vater meinen schweren Koffer gezogen und für mich ein billiges Taxi klar gemacht, mit dem ich dann allein bis vor diese Wohnung gebracht wurde. 200 Rubel. Gegen 07.00 Uhr klingelte ich dann mit vier fetten Taschen und einem Koffer Mascha aus dem Bett, die mir eine erste Kurzeinweisung in die WG gab, bevor wir nochmal bis 12.00 Uhr ins Bett gefallen sind. Die WG gefällt mir sehr gut, sie erinnert mich irgendwie an meine in Potsdam. Langer Flur, alle Zimmer auf einer Seite. Ich habe hier sogar ein größeres Zimmer als in Potsdam, welches ich mir sogar schon gemütlich eingerichtet habe. Habe alle meine Lieblingsfotos, dank Corinas selbstgebasteltem Geschenk, an die Wand gehängt. Nun kann ich mir jederzeit alle Mädels, meine Familie [...] ansehen. Heimatliche Erinnerungen. Selbst Mutti hat mir noch einen Klappbilderrahmen mit Fotos von Zuhause geschenkt, echt schön.

Inzwischen habe ich mir auch schon ein wenig die Stadt angesehen. Leider hatte ich bis gestern heftige Magenbeschwerden mit Brechreiz und Durchfall. So schlecht ging es mir noch nie. Gott sei Dank hatte ich auch dafür was in der Reiseapotheke, das gut geholfen hat.

Angelina hat mir schon die Newa und die Eremitage von außen etc. gezeigt am Freitagabend beim Spaziergang. Apropos: Mit tun hier so die Füße weh! Hier sind alle Menschen zu Fuß unterwegs, der Wahnsinn! Das viele Laufen bin ich gar nicht gewöhnt. Entweder zu Fuß oder mit der Metro. Und die Metrostationen sind so schön! 120 Meter in die Tiefe. Unten erwartet dich Marmor mit verschiedensten Ornamenten. Und die Stadt ist so sauber. Sie wirkt so edel, prächtig, groß, gewaltig. Geräumige Straßen und Plätze laden zum Durchatmen ein. Aber Achtung vor den schlechten Abgasen. Neben den vielen Westautos sind hier auch noch richtig alte Dreckschleudern unterwegs, aus denen jedoch immer wieder die schönsten Russinnen mit hochhackigen Schühchen aussteigen. Ich frag mich echt, wie diese Mädels mit diesen Schuhen die langen Fußmärsche aushalten …

Gleich am ersten Abend waren Alisa und Mascha (die Zwillinge hier aus der WG) und ein paar Finnen mit mir in der Datscha tanzen, nachdem wir uns in deren WG einen angetüdelt hatten. Das war bisher der lustigste Abend. Die Datscha ist so ein 70er-Jahre-Schuppen von einer Deutschen. Ansonsten habe ich mich heute mit Christin (einer vom DRA) getroffen und mir mit ihr zwei Kirchen angeschaut. Ich denke, die Erlöserkirche ist die schönste in der ganzen Stadt. Bunte Zwiebeltürmchen, vergoldet, Märchenmosaiktafeln – traumhaft! Die Stadt ist wunderschön. Bin echt mal gespannt, wie sie im Winter wirkt, wenn sie mit Schnee bedeckt ist.

Mascha ist zurzeit in München. So bin ich nun hier mit Alisa und Henrike allein in der WG. Henrike ist eine Deutsche, bleibt noch zwei Wochen, dann kommt ein Finne namens Rob. Ich habe echt viel Glück gehabt mit dieser WG. Offiziell wohne ich bei einer Hosaika – darunter versteht man eine ältere Gastgeberin, bei der ich von Rechts wegen unterkommen musste, obwohl ich da eben gar nicht wohne – ganz woanders in der Stadt für die Registration. Echt merkwürdiges System.

Hier gibt es bisher nur zwei Sachen, die mich nerven: zum einen die vielen doofen Mücken, bin schon total zerstochen, und dann die Besonderheiten der Kommunikationstechniken. Für alles, ob Festnetztelefon, Handy oder Internet, werden extra Codes und Nummern benötigt, die man erhält, wenn man sich dazu die passenden Nummern-Karten kauft. Doch wenn das alles bloß funktionieren würde!!! Ich komme nicht immer mit dem Telefon nach Deutschland durch. Mein neues Siemens-Handy geht auch nicht mehr an, und ins Internet komme ich heute auch nicht. Ich hoffe, dass das alles bald reibungslos funktioniert. [...]

Gestern Abend waren Alisa und ich bei den Eltern von einer Freundin von ihr eingeladen. Es gab lecker Hühnchen, Auberginen und Kartoffeln, hat sehr gut geschmeckt. Morgen gehe ich ins Büro vom DRA, und dann möchte ich diese Woche noch die Kontakte für den Zeitungsjob und beim Polizeicollege knüpfen.

Es ist schon wieder 02.45 Uhr. Ich komme hier immer erst so spät ins Bett, aber ich genieße das lange Ausschlafen sehr.

Endlich in St. Petersburg

17. September

Es ist viel Zeit vergangen, und nun möchte ich endlich meine bisherigen Erlebnisse aufschreiben. Fast vier Wochen sind seit meinem letzten Eintrag vergangen. Ich will nun dieses Tagebuch auf Vordermann bringen, um dann wieder jeden Abend alles aktuell aufschreiben zu können. Aber das ist doch auch ein gutes Zeichen, wenn ich irgendwie nicht dazu gekommen bin zu schreiben. Habe viel Neues erlebt, gesehen und Kontakte geknüpft.

Die Eigenheiten der Kommunikationstechnik sind nun auch fast behoben. Habe das Siemens-Handy abgegeben (samt »wichtigem« Pappkarton!) und mir ein neues von Motorola gekauft. Jetzt kann ich auch russische SMS schreiben. Auch mein Laptop wurde russifiziert. Habe jetzt russische Buchstaben auf der Tastatur. Nun habe ich rol als dritten und wahrscheinlich besten Provider fürs Internet gefunden, und so kommen auch alle meine Mails in Deutschland an. Leider ist dafür die Verbindung zwischen Outlook und gmx zusammengebrochen. Irgendwas ist auch immer! Empfangen kann ich die Mails aber gut. Und wenn die Internetverbindung hier in der Wohnung nicht stehen sollte, habe ich ja noch immer die Redaktion.

Redaktion? Also: Am 23. August habe ich mich erstmalig im Büro der St. Petersburgischen Zeitung in der St. Petri-Kirche auf dem Newski Prospekt vorgestellt. Chef ist Lothar, die Praktikanten heißen Vera und Lubi. Des Weiteren arbeiten dort noch Eugen, Anja und Tanja. Und jetzt eben auch ich. Jeden Mittwoch um 19.00 Uhr ist Redaktionssitzung.

Am Nachmittag dieses Tages ist hier was typisch Russisches passiert: Wassereinbruch in der Küche! Alisa stand wie angewurzelt da, war geschockt, und ich wurde durch dieses merkwürdige Tropfgeräusch geweckt. Da kam doch tatsächlich warmes Wasser aus der Küchendecke geströmt! Habe schnellstmöglich alle Töpfe, Eimer und sogar einen Wok zum Auffangen zusammengesucht. Nach ca. 20 Minuten war der Spuk vorbei, und wir konnten alles wieder aufwischen. Bezahlen wird den Schaden keiner, und in der Toilette geht das Licht nicht mehr.

Redaktionsbüro der St. Petersburgische Zeitungin der St. Petri und Paul Kirche am Neski

Am Tag danach bin ich dann allein durch die Stadt geschlendert, wollte insbesondere noch mal über den Souvenirmarkt – habe dort dann das schöne Schneekinderbild gekauft. Das schönste Bild überhaupt (ein Stillleben mit Wodkaflasche, Fisch, Zwiebeln und Gurken auf Zeitungspapier) kann ich mir für 6.000 Rubel leider nicht leisten. War dann noch auf dem Platz vor der Eremitage und habe gute Bilder geschossen. [...]

Am Freitag, den 25. August, hat mir Angelina auf einem Spaziergang die Festung an der Newa gezeigt. Es ist schön, dass sie sich schon so viel Zeit für mich genommen hat. Aber irgendwie ist der Kontakt jetzt fast eingeschlafen. Ich werde sie anrufen. An diesem Tag habe ich auch 13 (!) Postkarten versendet. Am Abend habe ich dann hier mit Christin und Ücki aus Finnland Wein getrunken, bevor wir auf eine Finnenparty in eine Nobel-WG sind und anschließend im Gribojedow tanzen waren. Das Gribojedow befindet sich in einem Keller und ähnelt einer Bunkeranlage. Der DJ kam aus München.

Am Samstag war ich mit Alisa bei Ikea vor den Toren der Stadt. Habe mich wie in Berlin gefühlt. Am Abend habe ich mit Henrike einen Film auf meinem Bett angeschaut: Vsjo budjet choroscho. Es war ein guter und lustiger Film.

Am Sonntag, den 27. August, war ich dann das 1. Mal bei teremok Blini essen und hab mit Mutti telefoniert. Abends war ich mit Alisa im Café Idiot. Anschließend verabschiedeten wir die Finnen im Subway auf dem Newski. Mit Ücki habe ich schon gemailt, und vielleicht werde ich ihn nächstes Jahr besuchen fahren. Er ist auch Polizist.

Eine neue Woche begann. Und Christian aus Fürstenwalde kam nach Petersburg. Tagsüber war ich mit Oleg schießen, auf einer 25m-Bahn mit Pistole, ich war grottenschlecht. Oleg? Oleg Jaruchin ist der Direktor des privaten Polizeicolleges. Ich habe ihn in seinem Büro getroffen. Natürlich gab es zur Begrüßung Wodka. Er ist sehr nett und hat schon viel mit mir unternommen.

Montagabend war ich mit Alisa und Christian auf ein Bier in der Fishfabrik. Haben über die Liebe gequatscht. Alisa geht es nicht gut. Nachdem sie für ein Jahr in Amerika war und im Juni wieder nach Hause kam, musste sie feststellen, dass ihre achtjährige Beziehung futsch war, da Artjom nun Vater wird mit einer anderen. Und Christian ist eigentlich auch nur hier, um ein russisches Mädchen zu treffen.

Am 29. August habe ich dann das bisher erste und vorerst letzte geöffnete Schwimmbad aufgesucht: 16m-Bahnen – echt ein Witz! Also habe ich mich lieber zwei Mal in die Sauna gesetzt, von der ich am Abend total knülle war. Aber sicherlich auch von dem langen Fußmarsch quer durch die Stadt ... Irgendwie werden gerade alle Schwimmhallen »remontiert« (eines von vielen russifizierten Wörtern). Und ich werde immer dicker! Ich schätze, es sind schon vier Kg mehr. Mein Bäuchlein freut sich. [...]

Rolltreppe zum U-Bahn-Schacht / St. Petersburg

Es ist schön, dass die Mädels alle an mich denken. Sie halten mich echt gut mit Mails und Telefonaten auf dem Laufenden, insbesondere Corina und Doreen. Ja, selbst Anne, Sassi, Jeanetti und Claudi, und sogar Dajana hat einen sehr schönen Brief geschrieben. [...] Bin echt gespannt, ob und wie wir uns Weihnachten sehen. Habe bereits ein Ticket bei easyjet für 20 Euro ab Tallin nach Berlin gebucht. Mittwoch, 30. August. Mal wieder Redaktionstreffen, und ich habe meine ersten Themen erhalten. Drei Artikel habe ich nun letzte Woche für die Oktoberausgabe abgegeben, aber von Lothar noch keine Rückmeldung erhalten. Bin ja mal gespannt, wie sie geworden sind. Nach dem Treffen in der Redaktion bin ich mit Lubi ins Rossi, eine Disco in der Nähe vom Newski. Hier gab es erste Annäherungsversuche von ihm. Er ist ein serbischer Schweizer, 30 Jahre, studierter Journalist auf Jobsuche. Kein Interesse.

Am Donnerstag, den 31. August, ist dann Rob hier in der WG angekommen. Er kommt aus Helsinki, ist aber eigentlich ein Londoner. Sein Russisch ist miserabel bis schlecht, deshalb reden wir Englisch, und es ist auch eine gute Übung für mich. Er fetzt total.

An diesem Tag fuhr ich das erste Mal mit Oleg zur Fallschirmsprungschule. Ich soll demnächst aus einem Flugzeug springen und habe hierfür die Basics gelernt. Na, mal sehen. Am Abend waren wir dann alle auf einem Konzert im Club Plattforma. Danach in der Datscha, von dort aus mit Oliver, dem Barkeeper, ins Novus. Dort haben wir viel Wodka getrunken …

Am Freitag hat mir Christian die Philologische Uni gezeigt, in der auch er ein Semester im vorigen Jahr studiert hat. Hier habe ich mich nun für vier Wochen Russischkurs angemeldet, 6.000 Rubel. Jetzt besuche ich von Dienstag bis Donnerstag täglich drei bis vier Stunden die Uni. Habe sogar einen echten russischen Studentenausweis erhalten, der sieht richtig edel aus. Auf den sind alle scharf. Nun komme ich zum Beispiel kostenlos in die Eremitage und bekomme vieles zum halben Preis. Am Abend war ich mit Rob im Fidel, es gab Wodka. Mit ihm ist es immer sehr lustig. Habe sogar zwischen ihm und Russen vermittelt, d. h. vom Englischen ins Russische und umgekehrt! Am nächsten Tag habe ich ihm den Markt gezeigt. Dort haben wir Sachen fürs Picknick gekauft. Abends war unsere WG in der Plattforma, inkl. Christian und Phil. Dort war die Band Mark Scheider Kunst zu sehen. War ganz nett. Für 300 Rubel.

Am Sonntag dann sind Rob, Alisa, Christian und ich zum Strand nach Repino mit der Elektrischka gefahren. Dort haben wir die Sonne genossen und einfach nur beim Picknick abgegammelt – bis abends, herrlich! Dann rief Corina an, haben gequatscht über ihre neue Liebe. […]

Strand von Repino nördlich von St. Petersburg

Am Montag, 4. September, hatte ich dann meinen kleinen Russischtest für die Einstufung in den Kurs: 60 %. Die Grammatik war sauschlecht. So kenne ich ja schon viele Wörter ... Am Nachmittag habe ich endlich vom DRA meinen Pass abgeholt. Nun habe ich meine Registration direkt im Pass, ein Stempel. Das ist sehr gut und wichtig, da ich nun so oft hin und her reisen kann, wie ich will, ohne dass die Registration verloren geht. Abends habe ich mich mit Lubi, Anja, Alisa und Phil (der ist total langweilig) im Restaurant Schwarze Katze, weißer Kater getroffen. Anschließend sind wir in ein schottisches Pub gegangen.

Am Dienstag, den 5. September, hatte ich meinen ersten Russischkurs. Alexander heißt der Lehrer für Grammatik am Dienstag und Donnerstag. Die Lehrerin für Erzählen am Mittwoch ist nicht so toll. Und ich bin nur mit Koreanern und Japanern im Kurs ... Nach der Uni war ich mit Christian im Tschainaja Loschka. Dort hat er mir von seinem ersten Treffen mit dem russischen Mädchen erzählt. Daraus wurde aber leider nix. Er tat mir echt leid. Obwohl wir zwei solch unterschiedliche Typen waren/sind, haben wir uns hier in Petersburg doch ganz gut arrangiert (wie wir am Strand gemeinsam festgestellt haben). Er hat mir dankenswerterweise seine Musikboxen geschenkt. Das ist super, so kann ich jeden Tag vernünftig Musik hören.

Am Mittwoch war ich mit Alisa im Waschsalon Stirka/Die Waschbar für meinen Zeitungsartikel. Danach waren wir in der Ausstellung von Pavel Filomonov oder so ähnlich im Puschkinmuseum. Echt schrecklich! Der Künstler hat mir nicht gefallen, obwohl die Ausstellung an sich sehr gut aufgemacht war – im Dunkeln. Aber so bin ich jetzt wenigstens auch schon im berühmten Puschkinmuseum gewesen. Nachdem ich dann in der Redaktion war, bin ich zu Christian. Er hat für uns, Rob, Alisa und mich, gekocht, da es sein letzter Abend war. Wir haben ihn danach am Baltinski Woksal verabschiedet. Schade. Er ist sicherlich auch nicht gerade mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren.

Am Donnerstag habe ich Jakob in meinem Russischkurs kennengelernt, mit ihm war ich mittagessen und CDs kaufen. Der Hammer, hier kann man MP3 kaufen, auf denen nahezu alle Alben von einer Band zu finden sind. Habe mich schon gut eingedeckt. Gerade höre ich Moby. Für drei Euro maximal. Der Wahnsinn! Am Nachmittag war ich zum zweiten Mal in der Fallschirmschule. Natürlich mit Jeans, Turnschuhen und schwarzem Kapuzenpullover. Üben eben.

Oleg hatte einen Anzug an. Überraschung! Sind dann mit seinem Auto zu einem Kanal der Newa, wo uns sein Freund Sascha mit weiteren Bekannten auf einer Supersportjacht erwartete. Natürlich gab es Wodi (Wodka), und zum ersten Mal probierte ich Kaviar. Musste ich gleich wieder über die Reling ausspucken. […] Wir sind schön durch die Kanäle geschippert, vorbei an der Erlöserkirche, an der Eremitage, raus auf die Newa, wo die Fontäne ist. Dann gab der Fahrer Gas, und wir sind bestimmt mit 100 km/h über die Newa bis raus aufs offene Meer geflogen. Dort haben wir für satte 200 Euro getankt und sind zurück durchs Militärgebiet (und an meiner Uni vorbei) zur Bootsanlegestelle. Dort telefonierte Sascha mit einem Restaurant, und wir stiegen ein in die Nobelluxusausstattung eines Audis. Wo bin ich nur gelandet? Icke natürlich noch immer in Jeans und Kapuzenpulli. Und es ging ab ins Nobelrestaurant, das sich auf einem Schiff befindet. Wir nahmen am reservierten Tisch Platz, natürlich mit Blick auf die Newa, Fontäne, Eremitage – eben die beste Sicht auf die Skyline von St. Petersburg. Und es gab das beste mehrgängige brasilianische Menü, direkt vom brasilianischen Chefkoch persönlich auf den Tisch gebracht! Anschließend habe ich mich sicherheitshalber in der Datscha absetzen lassen, wo ich noch kurz Jakob traf.

Am nächsten Tag habe ich dann fleißig am Laptop gesessen und Artikel geschrieben. Am Abend sind wir ins Fidel, und ich brauchte nicht viel Wodka, um betrunken zu sein. Dieses Mal habe ich wieder Deutsche kennengelernt. Die ganze Zeit über hatte ich schon eine Dreiergruppe Jungs im Auge gehabt, die auch mich beobachteten. Über mehrere Tänze und Augenblicke mit den »Freunden« habe ich mich dann an den »Schönen« herangepirscht. Es gibt ihn: den schönsten Mann aus meinen Träumen! Er heißt Ariell und kommt aus Norwegen. Leider habe ich sein Englisch nur schlecht verstehen können. Egal! Wir haben getanzt, immer enger. Er war so hübsch anzuschauen, sein Gesicht, die blonden, kurzen Haare, seine blauen Augen und sein Stil, Geschmack für die Kleidung. Schlussendlich haben wir uns auf der Tanzfläche geküsst. Und er konnte küssen, soweit ich mich erinnern kann ... Dann holten mich Alisa und Rob, um nach Hause zu gehen. Wir tauschten keine Nummern aus. Es ist okay. Es ist schön zu wissen, dass es ihn gibt, den schönen Mann aus meinen Vorstellungen ...

Am Samstag war ich mit Christin zum Shoppen verabredet. Ich suchte braune Schuhe und sie ein Oberteil. Wir waren beide erfolglos. Leider. Sie ist echt ein sehr merkwürdiges und komisches Mädchen. 28 Jahre, hat einen Handwerksberuf erlernt, hat ihr nicht gefallen, studiert nun Spanisch, Englisch und Russisch, überlegt, ob sie abbricht etc. Nix in der bzw. auf der Tasche. Immer pessimistisch eingestellt, immer komische Laune. Fürchterlich. Hat sich auch in irgend so einen älteren Russen verguckt, von dem sie aber nichts Ernstes will, nur so. [...] Ich verstehe sie nicht.

Am Sonntag dann sollte es mal wieder so weit sein fürs Fallschirmspringen. Fehlalarm! Dieses Mal statt Regen Wind. Also um nicht umsonst so früh aufgestanden zu sein, bin ich mit dem Fallschirmlehrer in den Wald, um Pilze zu suchen. Der Wahnsinn! Es gab so viele verschiedene Arten von Pilzen, sodass ich auch gleich Mutti anrufen musste, damit sie mir per Ferndiagnose mitteilte, ob dieser Pilz essbar war oder nicht. Kaum zu glauben. Zwei Stunden unterwegs, und wir hatten einen halben Beutel voll bester Pilze! Anschließend sind Oleg und ich zum reichen Sascha in die Wohnung. Natürlich vom Feinsten! Fußbodenheizung, Massagebadewanne, Beamer mit Kinowand, beste, neueste Küche! Geschmack hat er ja, der ca. 40-jährige Sascha. Bei ihm gab es was zu essen, und wir haben den Film Eyes wild shut