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Im Winter 1875 stand ein Junge kniehoch im eiskalten Wasser des Tobol – bewegungslos, ohne zu zittern, die Hände tief in der schwarzen Strömung versenkt. Was Fjodor Makarow an jenem Novembermorgen am Flussufer erlebte, war nur der Anfang einer Legende, die sich durch die Gassen St. Petersburgs ziehen sollte wie ein dunkler Schatten: die Geschichte von Grigori Rasputin. Dagna Westerfeld hat die mündlichen Überlieferungen, Gerüchte und Legenden über den mysteriösesten Mann des zaristischen Russlands zusammengetragen und in eindringliche Erzählungen verwandelt. Abseits der historischen Fakten, jenseits der politischen Analysen, bewegt sich dieses Buch dort, wo Geschichte zur Sage wird – in den Erinnerungen einfacher Menschen, die dem "Mönch" begegneten, ihn fürchteten, verehrten oder verfluchten. Von den sibirischen Ufern Pokrowskojes bis in die prunkvollen Salons der Hauptstadt verfolgt die Autorin die Spuren eines Mannes, um den sich Wunder und Abgründe gleichermaßen rankten. Fischer, Bauern, Dienstmädchen und Adelige – sie alle haben ihre Geschichten über Rasputin bewahrt, Geschichten die von unmöglichen Heilungen erzählen, von durchdringenden grauen Augen, von Macht über Körper und Seelen. Westerfeld erzählt mit atmosphärischer Dichte und einem feinen Gespür für das Unheimliche. Ihre Prosa fängt die Kälte sibirischer Winter ebenso ein wie die fiebrige Atmosphäre des untergehenden Zarenreichs. Dabei verzichtet sie bewusst auf historische Wertungen – stattdessen lässt sie die Menschen selbst sprechen, deren Leben Rasputin berührte oder zerstörte. Ein faszinierendes Mosaik aus Volkserzählungen, das die Grenze zwischen Realität und Mythos bewusst verschwimmen lässt und den Leser in den Bann einer Epoche zieht, in der Aberglaube und Moderne, Mystik und Macht auf unheilvolle Weise miteinander verwoben waren.
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Liczba stron: 255
Rok wydania: 2026
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