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Aus dem vielfältigen Bild vom reichen bürgerlichen Leben und politischer Leidenschaftlichkeit läßt Kolbenheyer die geistigen Verhältnisse des Goldenen Zeitalters in Amsterdam entstehen: Dem Maler Rembrandt formt sich angesichts von Unduldsamkeit und religiösem Hasse das Bild des barmherzigen Samariters, dieses findet er in dem von Juden und Christen verfolgten Uriel Acvota. Über viele Jahre hinweg entsteht ein Beziehungsgeflecht zwischen Acvota, dem tief denkenden Rabbi Jehuda und dessen Schüler Baruch Spinoza. Dieser sucht jedoch seinen eigenen Gott. Der Talmud, wie auch die Schriften des Maimonides wecken in ihm Zweifel. Der Sohar und anderes zeigen ihm, das vieles vom Väterglauben für eine Zeit galt, da "Israel noch Schwert trug", aber heute das Leben ein anderes Gesetz fordert. Die Judengemeinde fordert seine Rechtfertigung, bietet auch tausend Gulden Jahrgeld, wenn er öffentlich seinen Religionspflichten genüge. Er lehnt ab, verfällt dem kleinen Bann, weicht aus Amsterdam. Findet Ruhe. Indessen wird das reiche Holland von den Königen ringsum argwöhnisch und gierig betrachtet, bei den Holländern wächst die Endzeitstimmung, die Judengemeinde schaut auf einen fernen Messias Zabatai Levi. Der Weltuntergangstermin geht vorüber, der Messias bleibt aus – statt dessen wütet die Pest. Dann Krieg mit England, Sieg über die englische Flotte, in ihm selbst aber der Kampf der Freiheitspartei gegen die Oranier, die Königspartei. Spinoza veröffentlicht seinen "Theologisch-praktischen Traktat". Andere Freigeister stellen die Philosophie als einzige Erklärerin der Bibel dar. Im Bunde mit dem französischem Feinde wird Oranien der Herrscher Hollands, die Freiheit versinkt. Doch einzelne bleiben aufrecht: Spinoza, nun Benedictus, weiß in sich trotz allem die Gotteswahrheit. Die nach seinem frühen Tode nachgelassenen Werke prägen ein ganzes Jahrhundert. Der Roman, 1909 erstmals erschienen, ist ein Meisterwerk.
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Liczba stron: 433
Rok wydania: 2026
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