Typisch Mann, typisch Frau - Sagarpriya DeLong - ebook

Typisch Mann, typisch Frau ebook

Sagarpriya DeLong

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Opis

Wir alle haben eine männliche und weibliche Seite in uns, mit sich jeweils wandelnden - oder wandelbaren - Charakteristika. Die männliche Energie bewegt sich in ihrem natürlichen Zustand nach außen. Die weibliche Energie möchte ihrer Natur entsprechend einfach nur sein. In ihrem Buch beschreibt Sagarpriya DeLong, wie man mit Intuition und Leichtigkeit diese zwei unterschiedlichen Energien in sich selbst erkennen kann, und wie wichtig es ist, sie in Harmonie miteinander zu bringen. Dabei zeigt sie, wie diese Polaritäten in uns die Wahl unseres äußeren Lebenspartners bestimmen, und welchen Einfluss sie auch auf unseren Beruf haben. Denn häufig ist es so, dass nur eine der beiden Seiten "arbeitet" bzw. Geld verdient und die andere Seite dies ignoriert, boykottiert oder auch sabotiert. Und das führt zu innerer Unzufriedenheit und Erschöpfung. Anhand vieler Beispiele erläutert sie diese innere Dynamik

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Titel der englischen Originalausgabe:

Together in Love: Bridging the inner polarities, male and female

Ebook-Ausgabe 2016

Übersetzung: Suse Riechwald

Umschlaggestaltung: Silke Bunda Watermeier, www.watermeier.net

Unter Verwendung eines Fotos von 123rf.com, designaart

Illustrationen: Greta Podestà

Copyright© Sagarpriya DeLong

Copyright deutsche Übersetzung© 2013, Innenwelt Verlag GmbH, Köln

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags

www.innenwelt-verlag.de

eISBN 978-3-942502-75-7

Der Präsenz gewidmet —

namenlos, gesichtslos,nie geboren und niemals sterbend.

INHALT

Vorwort

1. Kapitel

Der innere Mann und die innere Frau, eine Einführung

Die zwei inneren Polaritäten

Wie Polaritäten die Wahl deines äußeren Lebenspartners bestimmen

Durch zehn Fragen das Männliche und das Weibliche in dir erkennen

Die gegensätzlichen Eigenschaften erkennen

Wie du eine Seite bevorzugst

2. Kapitel

Die Energie des Körpers zeigt die männliche und die weibliche Figur

Wie man Bilder empfängt

Bilder aus den Füßen

Resonanz, ein Gefühl tiefer Entspannung

3. Kapitel

Der Unterschied zwischen Persönlichkeit und Sein

Vertrauen und Angst: zwei unterschiedliche Sichtweisen

Persönlichkeit ist anstrengend, Sein ist entspannend

Das schwarze Loch der Begierde

4. Kapitel

Was ist Meditation

Beobachten, was ist, bevor du es zu ändern versuchst

Entspannen und deinen natürlichen Impulsen vertrauen

Meditationen für die männliche und die weibliche Seite

5. Kapitel

Arbeit, Beziehung und Meditation: Drei voneinander abhängige Bereiche

Die Wahrheit über deinen Beruf findest du in den Beinen

Wie die drei Bereiche miteinander verbunden sind

Symptome von Schwierigkeiten auf einem Gebiet offenbaren Probleme auf den beiden anderen

6. Kapitel

Das Paar aufstellen

Wie sie sich fühlen, wenn sie sich gegenüber sitzen

Wie kann die Beziehung verbessert werden

Entspannt Zeuge sein

Die Polaritäten betreten „die Bühne“

7. Kapitel

Was ist Liebe?

Das Bedürfnis nach Unabhängigkeit

Urteile

Die ökonomischen Wurzeln

Erwartungen in der Ehe

8. Kapitel

Weitere hartnäckige Schwierigkeiten bei der Begegnung

Eine der Polaritäten fühlt sich minderwertig

Eine der Polaritäten hat zu viel Macht

Tritt nicht an die Stelle des anderen!

9. Kapitel

Job, Geld und Überlebensangst

Die Wahrheit darüber, wer das Geld verdient und wer nicht

Geld verdienen durch Entspannung

Kreativität löst die Angst vor dem Tod auf

Verantwortung für deine Arbeit übernehmen

10. Kapitel

Vergangene Leben

Auswirkungen früherer Traumen in der Gegenwart

Eine zweite Chance

Fehler nicht wiederholen

Andere Menschen sind Spiegel

11. Kapitel

Ein Dialog ist möglich

Abhängigkeiten aufdecken

Die innere Beziehung wird besser

Bewusstheit verändert alles

12. Kapitel

Unsicherheit als Abenteuer

Sei mutig und springe

Der „Weg“ ist in dir

Das Gefühl der Freiheit pflegen

Über die Autorin

VORWORT

ES IST UNGLAUBLICH, WIE VIELE METHODEN heutzutage auf dem Markt sind, die dem Menschen helfen sollen, „sich selbst zu erkennen.“ Das macht es fast unmöglich, sich für eine zu entscheiden. Und jede der Methoden gibt Ratschläge, was zu tun oder zu üben ist, um dieses Ziel zu erreichen. Natürlich wirst du, wenn du daran interessiert bist, dich selbst zu erkennen, das eine oder andere ausprobieren. Auch ich probierte vieles aus und gewann viele Erkenntnisse über mich und fand Lösungen für gewisse Blockaden. Aber etwas Wesentliches entging mir. Und wie viele andere hatte ich irgendwann die Suche satt und richtete mich in dem Leben ein, das ich bereits nach bestem Wissen führte.

Da begegnete mir Osho. Ich war nicht auf der Suche nach einem spirituellen Meister, aber durch einen Glücksfall fand ich ihn – oder vielleicht fand er mich. Er brachte mir bei, dass ich, um mich selber zu erkennen, in mir selber „ruhen“ und nicht etwa etwas „tun“ musste. Und nach einer ganzen Anzahl von Jahren als seine Sannyasin entdeckte ich durch diesen Prozess des In-Ruhe-Seins, dass es die Art von Selbst, die ich erwartet hatte, gar nicht gibt, nämlich so etwas wie eine Substanz oder ein Ding. Stattdessen entdeckte ich in mir zwei einander entgegengesetzte Energien, die männliche und die weibliche, die das Potenzial haben, miteinander zu tanzen, sich aneinander zu freuen und dadurch eine Liebe im Körper zu erschaffen, die so unglaublich schön ist, wie ich es mir nie hätte vorstellen können.

In diesem Buch zeige ich dir, liebe Leserin, lieber Leser, wie du deine eigene Erfahrung mit dieser Liebe machen kannst. Obwohl ich die Methode entwickelt habe, über die du hier lesen wirst, die Star Sapphire Energiearbeit, bin ich auch ihre erste Klientin. Deshalb schreibe ich in der ersten Person, der Ich-Form. Mein Experimentieren damit war so persönlich, dass ich es in keiner anderen Form beschreiben kann. Ich lasse dich also an meinem eigenen Prozess mit vielen persönlichen Erinnerungen teilhaben. Und wenn ich jemand anderem eine Sitzung gebe, wachse ich mit dieser Person. Deshalb beschreibe ich die Beispiele in der Gegenwartsform. Ich möchte dir das Gefühl vermitteln, an der Sitzung teilzunehmen und innerlich beteiligt zu sein.

Wenn dir bewusst wird, dass du zwei entgegengesetzte Pole in dir trägst, das Männliche und das Weibliche, wirst du gleichzeitig entdecken, dass zwischen ihnen eine Kluft besteht. In fast jedem von uns stehen sie miteinander auf Kriegsfuß, auch wenn es vielleicht kein heißer Krieg ist. In mir war der weibliche Teil dominant und der männliche kollabiert. Der Mann war tatsächlich eingeschlafen, was er in dieser Situation für die bequemste Lösung hielt, und die Frau war grau vor Müdigkeit, weil sie alles alleine stemmte. Wenn man genau hinschaut, erkennt man ein politisches Machtspiel. Und wer, glaubst du, ist der Gewinner? Fritz Perls pflegte zu sagen: „Der Underdog gewinnt immer.“ Aber Gewinnen an sich ist nichts wert.

In der Tat findet die wahre Politik in unserem Innern statt. Die Politik, die sich im Außen abspielt, sehen wir sehr gut. Wir sehen den Konkurrenzkampf der Länder, die darum ringen, wer der Sieger an vielen Fronten wird, an den wirtschaftlichen, politischen und sozialen. Und wir sehen die Kriege, die entstehen, wenn der Versuch einer Vorherrschaft nicht begeistert angenommen wird. Diese Kriege spiegeln nur wider, was im Innern eines jeden Menschen vor sich geht. Wenn einzelne Menschen sich ändern – also du und ich – und jeder Mensch zu einer Quelle innerer Liebe wird, werden Kriege schlicht unmöglich.

Die Star Sapphire Energiearbeit ist das natürliche Ergebnis meines Studiums des Körpers durch Psychic Massage und meiner psychologischen Studien mit mir selbst und anderen, bei denen ich Oshos Idee des In-der-Wahrheit-Ruhens anwandte.

In diesem Buch werde ich erläutern, wie du Botschaften empfangen kannst, die die Körper anderer Menschen aussenden, und ich werde viele der Einsichten mit dir teilen, die dadurch entstanden, dass ich Oshos Schülerin war. Du brauchst keinen spirituellen Meister zu haben, um dir meine Vorschlägen zunutze zu machen. Die Methode ist universell anwendbar.

Neben mir und Osho (in absentia, denn er verließ 1990 seinen Körper) gibt es eine dritte Mitarbeiterin an diesem Buch. Nitya Cristiana Allievi half mir mit ihren beträchtlichen Fähigkeiten als Journalistin bei der italienischen Version dieses Buches. Nitya war mit Star Sapphire als Klientin vertraut und es war ihr wichtig, das Material einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Engagiert ging sie daran, meine Texte so zu bearbeiten, dass ein italienischer Leser Spaß haben würde, sie zu lesen. Ihr Einfluss ist nun auch in der deutschen Version zu fühlen, denn sie brachte mich dazu, allzu technische Passagen herauszunehmen. Einiges also, was für fortgeschrittene Studenten dieser Arbeit vorgesehen war, musste dafür geopfert werden, dass auch Unerfahrene ohne Schwierigkeiten von einem Kapitel zum nächsten getragen werden.

Nityas Beitrag zu dem Buch, das du gerade zu lesen beginnst, ist Leichtigkeit, meiner ist Tiefe und Oshos ist … die Brise.

Sagarpriya DeLong

1. Kapitel

DER INNERE MANN UND DIE INNERE FRAU — EINE EINFÜHRUNG

DIE LIEBE IST EIN THEMA, das bei jedem sofort Interesse hervorruft. Wohin du auch schaust, überall geht es um Liebe, im Film, in der Musik, in den Magazinen. Oft sind deine Augen, bevor du es überhaupt merkst, auf eine Schlagzeile gerichtet, die die neusten Liebesgeschichten verkündet. Und selbst wenn es dich nicht wirklich interessiert, wirfst du gelegentlich einen Blick auf die Geschichte von Prominenten, die „sich gefunden haben“. Jeder unterliegt der Macht der Liebe, denn sie ist das Aufregendste, was einem Menschen passieren kann. Die Anziehung zwischen den zwei Geschlechtern ist so magnetisch, die Vereinnahmung so total, dass du dich am liebsten völlig darin verlieren möchtest. Darum wirst du, wenn du jemanden hast, den du liebst und der dich liebt, alles tun, um ihn in deinem Leben zu halten. Und wenn du keinen Partner hast, dann ist das Wichtigste auf der Welt, einen zu finden!

Aber je mehr Erfahrungen du in Beziehungen machst, desto klarer wird dir, dass du immer wieder genau dieselbe Art von Problemen hast, und du weißt nicht, wie du es ändern kannst. Wenn du Schwierigkeiten mit deinem Partner hast, kann es sich erdrückend anfühlen. Oder manchmal hast du den Eindruck, nur noch Pflichten zu haben und Erwartungen erfüllen zu müssen. Oder du musst ständig hinter deinem Partner her sein… Ganz gleich, welche Dynamik sich in deinen Beziehungen wiederholt, das Gefühl dabei ist Schwere und mangelnde Freiheit. In solchen Momenten, wenn dir alles aussichtslos erscheint, möchtest du nur noch fliehen – alles, nur keine Beziehung!

In der Regel glaubst du dann, der Grund für deine Schwierigkeiten bestehe darin, dass du nicht den richtigen Partner hast, dass du dir den Falschen ausgesucht hast. Und du glaubst fest daran, dass du nur den „Richtigen“ zu finden brauchst, damit alles gut wird!

Vielleicht. Aber die Hoffnung auf den perfekten Partner ist oberflächlich; die Wurzeln von Beziehungen reichen sehr viel tiefer, sie liegen in deinem Unbewussten begraben. Um in Beziehungen erfolgreich zu sein, muss man sich dort umsehen.

Die zwei inneren Polaritäten

Dem Psychologen Carl Gustav Jung zufolge hat jede Frau in ihrem Unbewussten einen „Animus“, der die Prägung oder der„Archetyp“ einer männlichen Figur ist. Diese männliche Figur bleibt sich nicht immer gleich, sondern trägt Wesensmerkmale, Charakteristika, die reifen können, wenn die Person psychologisch wächst. Und genauso hat jeder Mann eine „Anima“ mit sich wandelnden – oder wandelbaren – weiblichen Charakteristika. Diese zwei Figuren unterschiedlichen Geschlechts zeigen sich nicht unbedingt im täglichen Leben, aber in unseren Träumen zeigen sie sich sehr deutlich. Gestützt auf seine Studien der alchimistischen Wissenschaften hing Jung der Idee an, dass jeder„die Sonne und den Mond“ in sich trägt, was bedeutet, dass jeder einen männlichen und einen weiblichen Aspekt hat.

Ich machte eine ähnliche, wenn auch nicht genau gleiche Erfahrung. Ich kam auf einem ganz anderen Weg als Jung zu meinen Schlussfolgerungen. Viele Jahre lang gab ich eine bestimmte Form der Massage, bei der ich hellsichtig Bilder „sah“, die aus der Energie des Körpers aufstiegen, an dem ich arbeitete. Mit der Zeit stellte ich fest, dass diese Eindrücke sich in zwei qualitativ unterschiedlichen Formen ausdrückten und die Bilder weibliche oder männliche Wesensmerkmale hatten, je nachdem, an welcher Stelle des Körpers ich arbeitete. Es waren Bilder voller exakter Details wie Gesichtsausdruck, Körperbau, Art der Kleidung und vergangene Berufserfahrung.

Als ich die „Portraits“ dieser zwei gegensätzlichen Figuren entdeckte, wusste ich noch nicht viel von Jungs Lehren. Die Philosophien des Ostens waren mir jedoch vertraut, dazu gehörten taoistische und tantrische Prinzipien, sodass es mich nicht weiter überraschte, dass sich eine Energie des anderen Geschlechts in den Schlupfwinkeln des Körpers versteckte. Was mich wirklich überraschte war, dass sich mir beide, die männliche und die weibliche Figur, so spezifisch und so plastisch darstellten. Ich kam zu der Überzeugung, es sei wichtig, meine Klienten auf sie aufmerksam zu machen. Am Anfang beschränkte ich mich darauf, ihnen einfach nur die Bilder zu beschreiben, die ich sah. So zeigte zum Beispiel ein Bild eine starke Frau in einem Hauskleid mit strengem Gesicht und massivem Körper, die jemand mit erhobenem Zeigefinger ermahnte – sie sah aus wie eine unangenehme Mutter. Die Gegenfigur war ein etwa zwanzigjähriger junger Mann mit schlankem, agilem Körper, der auf dem Weg zum Markt war, um Einkäufe zu machen und sich unterwegs gerne ablenken ließ. Ich konnte mir die Beziehung zwischen den beiden lebhaft vorstellen: die Frau war dominant, und der Mann hatte es sich leider zur Gewohnheit gemacht, ihren Anordnungen zu folgen. Aber damals besaß ich noch nicht das Handwerkszeug dazu, diese Figuren auf einer Bühne zum Leben zu erwecken oder sie miteinander agieren zu lassen. Erst später entwickelte ich Methoden, durch die meine Klienten männliche und weibliche Anteile direkt erleben konnten. Das war bereits sehr viel besser, als einfach nur durch mich von ihrer Existenz zu erfahren.

Wie Polaritäten die Wahl deines äußerenLebenspartners bestimmen

Auf meinem weiteren Weg erkannte ich, dass die Beziehung, die im Innern zwischen den beiden Polaritäten sichtbar wird, genauso ist wie die äußere Beziehung.

Bei mir zum Beispiel entdeckte ich, dass der männliche Teil in mir am liebsten schon in jungen Jahren mit der Schule aufgehört hätte. Ich folgte jedoch, weil ich zu jener Zeit überhaupt nicht auf meinen männlichen Teil hörte, einem sehr intellektuellen Weg, studierte Philosophie an einer amerikanischen Eliteuniversität und setzte viele Jahre alles daran, ein gutes Examen zu machen. Als ich dann später heiratete, suchte ich mir einen Mann aus, der schon mit 16 Jahren von der Schule abgegangen war. Als ich zum zweiten Mal heiratete, war es das Gleiche, und ebenso bei der dritten Beziehung. Alle drei Männer waren sehr intelligent, hatten aber mit 16 Jahren ihre Schulausbildung abgebrochen!

Nachdem mir mein innerer Mann vertrauter geworden war, entdeckte ich, dass ihn alles anzieht, woraus Häuser gebaut werden – Holz, Stein, Gips, Fliesen – und wenn er sich seine ideale Arbeit aussuchen könnte, dann wäre das die des Zimmermanns. Es macht ihm auch Spaß, praktische Lösungen für mechanische Probleme zu finden. Oberflächlich betrachtet habe ich immer geglaubt, dass ich nicht einmal eine Glühbirne austauschen kann. Und doch waren alle Männer in meinem Leben Schreiner oder Handwerker, und einige von ihnen zu anderen Zeiten auch Mechaniker!

Das geht nicht nur mir so. Oft höre ich einen Klienten sagen:„Meine innere Frau ist genau wie meine Ehefrau“ oder manchmal: „Genau das würde meine Freundin jetzt auch sagen.“ Das ist kein Zufall; in uns besteht ein Drang, unsere männliche und weibliche Energie zu vereinigen, sie eins werden zu lassen. Wenn es sich um einen Mann handelt, sucht er im Außen nach der Person, die ihm entspricht, das heißt nach einer Person, die seiner inneren Frau gleicht. Eine Frau wird den Mann finden, der die gleichen Charakteristika hat wie ihr innerer Mann. In einer riesigen Menschenmenge bist du fähig, Hunderte auszusondern, bis deine Wahl schließlich auf den einen trifft und du ganz genau weißt: Der ist es!

Das trifft ganz besonders zu, wenn du heiratest. Wenn du dich entschließt, dich tiefer und länger auf jemanden einzulassen, dann immer deshalb, weil du deine „andere Seite“ in diesem Menschen siehst. Vielleicht ist dir das nicht bewusst, vielleicht stehst du diesem Menschen sogar kritisch gegenüber, aber du hast irgendwie das Gefühl, dass du nicht von ihm loskommst, selbst wenn du möchtest. Wenn es sich um den Freund oder die Freundin handelt, gilt diese Übereinstimmung nicht immer. Aber tatsächlich versorgt dich dein Partner in viel mehr Fällen, als du vielleicht glaubst, mit einem Spiegelbild deiner versteckten Seite, auch wenn ihr nicht verheiratet seid.

Durch zehn Fragen das Männliche und das Weiblichein dir erkennen

Es ist möglich, mit einer einfachen Methode deine eigene maskuline und feminine Seite zu erleben. Du beantwortest zehn Fragen, aber das funktioniert besser, wenn dir jemand dabei zuhört. Du solltest mit dem Zuhörer nicht emotional verstrickt sein. Wenn du die Fragen hörst, wird dir klar warum. Vielleicht mag es dir merkwürdig vorkommen, aber du wirst nacheinander von einem deiner Augen aus sprechen. Die Augen sind wie Fenster, die dir Zugang auf die zwei Energien gewähren, auch wenn die Wurzeln dieser Energien tiefer im Körper liegen. Das rechte Auge ist mit der männlichen Energie verbunden, das linke mit der weiblichen. Jetzt halte mit einer Hand dein rechtes Auge zu oder, wenn du eine Brille trägst, stecke ein Taschentuch zwischen Brille und Auge. Das linke Auge bleibt offen, also die weibliche Seite.

Die Fragen:

1. Wie geht es dir damit, dass dich gerade jemand anschaut und dir zuhört?

2. Wie siehst du den Raum, in dem du dich befindest? Magst du die Farben, findest du es warm oder kalt?

3. Was für Tätigkeiten machen dich glücklich?

4. Magst du den Platz, an dem du lebst? Sprich über alles, was dazu gehört — die Beschaffenheit des Hauses oder der Wohnung, das Licht darin, den Garten (oder das Fehlen eines Gartens), die Nachbarn, das Land, den Kontinent … Würdest du lieber woanders leben?

5. Arbeitest du? (Diese Frage muss so gestellt werden, denn manchmal arbeitet nur eine Seite des Körpers.) Wenn du eine Arbeit hast, welche Aspekte dieser Arbeit machst du? Gefällt dir diese Arbeit oder würdest du lieber eine andere Arbeit machen?

6. Welche Prioritäten setzt du in deinem Leben? — erstens, zweitens, drittens und alles, was danach kommt.

7. Hast du genug Raum im Leben, um deinen Interessen nachzugehen und deiner Kreativität Ausdruck zu verleihen?

8. Wenn du eine Beziehung hast, wie ist sie für dich? Bist du es, die deinen Partner anfangs ausgesucht hat? Liebst du deinen Partner jetzt?

9. Gibt es Dinge, die du tun musst, die du aber nicht gern tust? Und was würdest du, wenn du sie nicht tun müsstest, mit der Freizeit machen?

10. Gibt es noch irgendetwas anderes, was du gern sagen würdest, wo du jetzt gerade einen Zuhörer hast?

Mach eine kurze Pause. Bedecke dann dein linkes Auge, sodass du von deinem rechten Auge aus – von der männlichen Seite – antworten kannst und lass deinen Freund dir wieder die Fragen stellen.

Du wirst feststellen, dass deine Antworten völlig unterschiedlich sind. Es ist gut, dass wir zwei Energien haben, die Unterschiedliches wollen! Der Tag hat vierundzwanzig Stunden, da schaffst du es, beiden Raum zu geben, sich auf ihre Art zu betätigen. Als ich diese Übung einmal mit einem Freund machte, wurde ihm klar, dass seine männliche Seite gerne mehr Sport machen wollte. Er begann jeden Tag Fahrrad zu fahren und fühlte sich viel wohler.

Natürlich entsteht ein Problem, wenn ein Teil dem anderen nicht erlaubt, sein Ding zu machen. Doch selbst diese Entdeckung kann positiv sein, denn dadurch wird sich mit Sicherheit etwas verändern. Aber im Moment präsentiere ich die zehn Fragen nicht, damit du etwas verändern kannst, sondern nur um dir zu zeigen, wie einfach es ist, mit dem Mann und der Frau in deinem Inneren in Kontakt zu kommen.

Die gegensätzlichen Eigenschaften erleben

In ihrem natürlichen Zustand bewegt sich die männliche Energie nach außen; sie ist extrovertiert. Sie liebt Expansion und mag es, sich in immer größere Bereiche auszudehnen. Sie berührt gern, streckt gern die Hände aus und lässt in dieser Expansion die ausgestreckten Fingerspitzen auf etwas treffen.

Die weibliche Energie dagegen möchte ihrer Natur entsprechend nirgendwo hin: für sie hat eine Mondlandung keine Bedeutung! Sie geht nach innen, sie liebt Stille, sie liebt Ruhe, sie möchte einfach nur sein.

Nehmen wir zum Beispiel Frage fünf: „Wenn du eine Arbeit hast, welche Aspekte dieser Arbeit machst du?“

Im Allgemeinen wird der Mann sagen: „Organisieren, planen, praktische Probleme lösen.“

Die Frau: „Mit Menschen zusammen sein, zuhören, auf intuitive oder nicht-rationale Weise Lösungen finden.“

So ist es jedenfalls, wenn das Männliche und das Weibliche dieselbe Arbeit haben. Das ist aber nicht immer der Fall. Manchmal macht nur eine Seite des Körpers den Job, und die andere Hälfte arbeitet gar nicht. Und manchmal, wenn nur die eine Hälfte arbeitet, mag sie den Job zwar nicht, macht ihn aber, um zu überleben.

Wie du eine Seite bevorzugst

Kommen wir noch einmal auf die Unterschiede zwischen männlich und weiblich, der eine liebt die Welt, „Action“, Krach, die andere liebt Intimität, Nichtstun, Stille. Welche dieser zwei Seiten wir höher bewerten, hängt weitgehend von unserer sozialen Konditionierung ab. Es kann durch die Kultur oder die Familie bestimmt werden.

Manche Kulturen messen den irrationalen Aspekten des Lebens große Bedeutung zu, andere den rationalen, praktischen Aspekten. In der Vergangenheit gehörten die Völker von Indien, Japan und China zu der ersten Variante, sie waren interessiert an Schönheit, Anmut, an Dingen, die den Geist erheben – natürlich hat sich diese Polarität heute verändert und sie interessieren sich mehr für Geld und Technologie als früher. Europa und Amerika haben, zumindest in der Vergangenheit, dem materiellen Wohlstand, dem Erobern neuer Territorien mehr Bedeutung zugemessen – zum Beispiel die britischen Kolonien. Heutzutage besteht dort eine Tendenz zum Wandel. Wenn man also in eine Kultur geboren wurde, die Kunst und Musik, Literatur und Religion würdigt, entwickelt man eine eher feminine Sichtweise, und alles, was nicht symbolisch ist, was nichts mit Liebe oder Geist zu tun hat, hat keine allzu große Bedeutung. Wenn aber jemand in eine Kultur geboren wurde, die Geld und Technologie für wichtig erachtet, wird alles, was nicht nützlich oder konkret ist, von ihm eher gering geschätzt.

Auch die Familie kann mitbestimmend dafür sein, welchem Aspekt man den Vorzug gibt. Wenn der Vater Unternehmer oder Geschäftsmann ist, wird der Sohn beeinflusst, in seine Fußstapfen zu treten. Wenn die Mutter Musikerin ist, lernen die Kinder Dinge zu schätzen, die Gefühle hervorrufen, und sie für wichtig zu erachten.

Das soll nur zeigen, wie es kommt, dass die zwei Teile nicht gleichermaßen in deinem Leben repräsentiert sind. Es ist dir vielleicht schon aufgefallen, als du die Fragen beantwortet hast. In Frage sieben könnte der eine Teil geantwortet haben, dass er genug Raum hat, und der andere, dass er nicht genug Raum hat.

Und es gibt noch etwas zu bedenken. Wenn der eine Teil lange Zeit dominant war, kann es sein, dass der andere Teil die Hoffnung verliert, je in gleichem Maße repräsentiert zu werden. Und wenn er sein Vertrauen und seine Selbstachtung verliert, verschließt sich der schwächere Teil. In diesem Fall können wir keinerlei spontane Äußerungen dieses Teils mehr wahrnehmen. Doch diese Situation kann „repariert“ werden. Die „Reparatur“ kann ganz natürlich, ohne Anstrengung geschehen.

Normalerweise, wenn wir das Gefühl haben, etwas sei schief gelaufen, versuchen wir, es in Ordnung zu bringen. Wir versuchen es! Und je mehr wir uns bemühen, desto verwirrter werden wir. Dieses Buch wird dir einen völlig neuen Weg aufzeigen, wie deine männliche und deine weibliche Energie ihren rechtmäßigen Platz im Leben einnehmen können. Wenn das geschieht, entsteht Liebe und Zufriedenheit in deinem Innern. Die Spannung der Unvollkommenheit verschwindet, denn die zwei Teile in dir empfangen endlich genau das voneinander, was sie sich schon immer gewünscht haben.

2. Kapitel

DIE ENERGIE DES KÖRPERS ZEIGT DIEMÄNNLICHE UND DIE WEIBLICHE FIGUR

VIELLEICHT IST DIR DIE VORSTELLUNG neu, dass jemand Eindrücke gewinnen oder „Bilder sehen“ kann, wenn er einfach nur den physischen Körper berührt. Mir passierte es ganz spontan, als ich noch ziemlich jung war, etwa dreiundzwanzig Jahre alt, und Massagen am Esalen Institut in Kalifornien gab. Von Anfang an machte mir diese psychische Fähigkeit keine Angst. Ich glaube, es war eher ein Schock für die Klienten, dass ihr Körper mir Informationen mitteilte, die außer ihnen niemand wissen konnte. Als ich zum Beispiel gerade am Rücken einer Frau arbeitete, sah ich das Bild ihres sterbenden Hundes, als sie noch ein Kind war. Als ich es ihr sagte, brach sie in Tränen aus und weinte um dieses Tier; vielleicht waren es Tränen, die sie damals zurückgehalten hatte, und so war diese Erinnerung jahrelang in ihrem Unterbewusstsein eingeschlossen geblieben.

Ich sammelte immer mehr Erfahrungen mit der Körperarbeit und entdeckte, dass bestimmte Teile des Körpers bereitwilliger Bilder offenbarten als andere. Ich begann zum Beispiel den Händen ganz besondere Aufmerksamkeit zu widmen, ebenso der Herzgegend, sowohl im Brust- wie im Rückenbereich. Die einzelnen Wirbel der Wirbelsäule waren eine gute Informationsquelle, besonders das Steißbein. All diese Stellen haben eine hohe Konzentration an Nervenenden. Ich merkte, wie ich die feinen Kanäle um die Dornfortsätze der Wirbelsäule abtastete, Kontakt mit den Nerven machte und spürte, wie sie Impulse zu und von den inneren Organen trugen. Für gewöhnlich sprach ich nicht während einer Massage. Natürlich kam es manchmal vor, dass ich einen Schrei hörte oder auf eine traumatische Erfahrung stieß, dann sagte ich es der betreffenden Person meistens sofort. Doch normalerweise massierte ich die Person einfach schweigend weiter und sammelte die Bilder von allen Stellen des Körpers. Am Ende der Sitzung war ich dann in der Lage, eine zusammenhängende und verständliche Darstellung zu formulieren und meinem Klienten mitzuteilen.

Nachdem ich einige Jahre auf diese Weise gearbeitet hatte, begannen mich die Bilder, die die Füße lieferten, besonders zu faszinieren. Wenn ich einen Fuß eine kleine Weile hielt, rollten die Bilder eines nach dem anderen ab wie ein Film, bei dem sich die Handlung verdichtet, wenn die Informationen zusammenkommen. Das erste Bild war meistens der Körper eines Menschen, dann sah ich den Ort, wo er lebte, und dann sah ich, wie er sich bewegte. Es war, wie wenn man einem Comiczeichner zuschaute, der gerade eine neue Figur kreiert, und zum Schluss begannen die Bilder zu laufen und ergaben eine Geschichte.

Ich kann nicht genau sagen, wann mir zum ersten Mal klar wurde, dass diese Bilder von der männlichen und der weiblichen Energie herrührten. Ich kann nur sagen, dass ich mit wachsender Erfahrung immer mehr zu der Überzeugung gelangte, dass das rechte Bein, oder genauer genommen der rechte Fuß, mir das Männliche, und das linke Bein, beziehungsweise der linke Fuß, mir das Weibliche zeigte. Zu dem Zeitpunkt hielt ich das zwar für interessant, aber nicht weiter wichtig. Den aus den Füßen stammenden zusammengehörigen Bildern maß ich die gleiche Wichtigkeit bei, wie denen aus dem übrigen Körper.

Erst viele Jahre später – ich unterrichtete mittlerweile Gesprächstherapie und arbeitete viel mit Beziehungsproblemen – begann ich, eine eigene Form von Gestalttherapie zu entwickeln, bei der ich die „Figuren“ in den zwei Beinen einen Dialog miteinander halten ließ. (Diese Technik wird in einem späteren Kapitel erklärt.) Von zwei einander gegenüberstehenden Stühlen beschrieb zuerst die eine Figur, wie sie die andere sieht, und dann umgekehrt. Ohne mein Zutun beschrieben die Figuren bis ins kleinste Detail ganz genau, was ich gesehen hatte, als ich die Füße „gelesen“ hatte. Ich war glücklich, dass es mir gelungen war, eine Methode zu finden, mit der meine Klienten ihre eigene direkte Erfahrung mit diesem inneren Dialog machen konnten. Das war viel wirksamer, als wenn ich ihnen sozusagen als Außenstehender berichtete, woher ihre Probleme kamen.

Wie man Bilder empfängt

Wahrscheinlich fragst du dich allmählich, wie es möglich sein kann, dass man rein psychisch Informationen vom physischen Körper eines Menschen empfängt. Das ist wirklich nicht schwierig. Falls du damit experimentieren möchtest, Energien zu lesen, brauchst du nur den nachfolgenden Schritten zu folgen. Nimm wieder jemand aus deinem Freundeskreis als Versuchskaninchen, aber nicht deinen Mann oder deine Frau – für deinen Freund oder deine Freundin gilt das gleiche! Wenn du gerade niemanden findest oder es nicht ausprobieren möchtest, kannst du den nächsten Abschnitt überspringen.

Es geht so:

Bitte die Person, sich mit geschlossenen Augen auf den Rücken zu legen. Du positionierst dich neben der Brust; wenn sie auf einem Massagetisch liegt, stehst du an der Seite, und wenn sie auf dem Fußboden oder einem Bett liegt, setzt du dich so nahe wie möglich neben ihren Arm.

Während sie sich ein wenig entspannt, schließt du ebenfalls die Augen und fühlst eine Art Weiträumigkeit in dir und um dich herum. Für eine kleine Weile machst du gar nichts. Und während du gar nichts tust, nimmst du gleichzeitig wahr, dass sich dein Körper beim Atmen unaufhörlich ausdehnt und wieder zusammenzieht, dein Herz beständig schlägt und deine Nerven unablässig physische Empfindungen registrieren. Auch Gedanken ziehen vorbei — sie kommen und sie gehen. Und du wirst einfach nur zu einem leeren Raum, in dem das alles geschehen kann. Viele Menschen erleben diese Weiträumigkeit als hellgrau, ähnlich wie kurz vor Sonnenaufgang. Aber sie kann auch dunkelgrau oder schwarz sein.

Diese Leere zu spüren bedeutet, nach „innen“ zu gehen. Und um mit diesem Gefühl des „inneren Raums“ in Kontakt zu bleiben, ist es sehr wichtig, dass du dir nicht wünschst, dass irgendetwas an dem, was geschieht, anders wäre. Du nimmst einfach an, dass alles genauso stimmt, wie es ist, und sich nichts zu ändern braucht.

Gehe nun sanft mit einer Hand über das Herz deines Partners. Halte deine Arme so entspannt wie möglich. Deine Handfläche sollte direkt über dem Sternum oder Brustbein ankommen, etwa zehn Zentimeter über dem Körper. Wenn deine Hand so die Energie deines Partners spürt, schließt du wieder die Augen und stellst dir vor, dass du eine Leinwand beobachtest, die sich vor deinem Körper befindet. Für mich ist es eine leere Leinwand, andere sehen es mehr wie ein leeres Blatt Papier oder wie eine weiße oder schwarze Tafel oder wie den Nachthimmel. Du wartest einfach nur und schaust, was sich auf dieser Bildfläche wohl zeigen wird.

Auch wenn du nicht sofort Bilder siehst, dann vertraue dem; nicht jeder hat ein visuelles Wahrnehmungsvermögen. Manchmal entsteht allein dadurch, dass du die Leinwand beobachtest, eine Atmosphäre, in der etwas anderes möglich wird. Vielleicht hörst du Stimmen oder Geräusche, die für andere unhörbar sind. Du könntest auch Empfindungen oder Gefühle verspüren, die durch die Gegenwart der anderen Person hervorgerufen werden, oder du „weißt“ plötzlich etwas, was du vorher nicht wusstest. Doch am ehesten lassen sich die Eindrücke, die du gewinnst, als Bilder beschreiben.

Sobald du die Hand von der Brust deines Partners wegnimmst, verschwindet das Bild. Wenn du dann mit der Hand wieder über das Herz gehst, kommt das Bild zurück — entweder das gleiche oder ein ähnliches Bild.

Vielleicht fragst du dich manchmal: „Kommt dieses Bild von mir oder von der anderen Person?“ Es gibt eine Methode, um das zu erkennen. Wenn du die Leinwand mit geschlossenen Augen betrachtest, dann versuche den Rand der Leinwand zu finden. Wenn der Rand sichtbar ist und dahinter leerer Raum ist, bedeutet das, du bist distanziert, entspannt und das Bild ist von der anderen Person. Wenn du den Rand nicht mehr sehen kannst, bedeutet das, du hast deine Objektivität verloren und dich verstrickt: du reagierst auf das, was du fühlst.