Nichts als Liebe - Cora Marx - ebook

Nichts als Liebe ebook

Cora Marx

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Opis

Lange war Simone von ihrer großen Liebe Marco getrennt. Obwohl er sie damals in eine schlimme Sache hineingezogen hatte, die ihr Leben total aus den Fugen geraten ließ, konnte sie ihn niemals vergessen. Als er nach drei Jahren plötzlich vor ihrer Türe steht, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

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Nichts als Liebe

Aus der Serie:

Die schönsten Lovestorys von Cora Marx

Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Nichts als Liebe

Bibliografische Informationen der Deutschen Bibliothek: Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte Dateien sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Impressum:

© by Cora Marx – Red Scorpion Books

Serie: Die schönsten Lovestorys von Cora Marx

© Inhaltliche Rechte beim Autor

Vertrieb: Zeilenwert® GmbH

ISBN E-Book: 9783959242189

Nichts als Liebe

Von Cora Marx

Das Telefon riss Simone aus dem Schlaf. Sie spürte Schmerzen im Arm, konnte ihn nicht bewegen. Sie öffnete die Augen, die Morgensonne blendete. Ein dunkler Haarschopf lag auf ihrem eingeschlafenen Arm. Marco. Vorsichtig zog sie ihren Arm heraus. Marco schlummerte selig. Er atmete tief und gleichmäßig.

Wieder das Telefon. Schrill klang es in ihren Ohren. Simone sprang aus dem Bett, über Marco hinweg, rannte auf den Flur und nahm den Hörer ab.

„Wo bleibst du?“, rief die Kollegin, „deine Patienten warten.“

Oh, Gott. Simone sah auf die Uhr. 7:16 Uhr.

Um Sieben Uhr begann ihr Dienst. Eilig lief sie ins Bad, sprang kurz unter die kalte Dusche, zog rasch frische Unterwäsche an, ihren Schwesternkittel darüber und wollte aus dem Haus.

Marco. Plötzlich war alles wieder da. Sie warf noch einmal einen Blick in ihr Zimmer. Marco schlief noch immer. Sie nahm nun ihre Jacke und ging zur Arbeit. Marco würde ihr nicht weglaufen, das wusste sie nur zu gut.

Im Eilschritt lief sie ins Krankenhaus hinüber, meldete sich kurz im Dienstzimmer „Entschuldigt bitte, ich habe verschlafen“ und rannte auf ihre Etage. Die Arbeit ging ihr an diesem Morgen nur schwer von der Hand. Ihre Gedanken aber waren bei Marco. Die routinemäßige Arbeit erledigte sie fast im Schlaf, Stunde um Stunde.

„Simone, Telefon“, rief die Kollegin, „Roland ist dran.“

Nein, nicht Roland, nicht jetzt. Simone hatte ihn total vergessen. Heute war Freitag und sie wollten am Abend zusammen über das Wochenende zu seinen Eltern fahren. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, als sie den Hörer an das Ohr legte.

„Simone?“ Roland wurde lauter. „Was ist los, Simone?“

„Du“, sagte sie zögernd, „sei mir bitte nicht böse. Ich stecke bis zum Hals in Arbeit, du weißt, die Prüfung, ich habe in drei Wochen Prüfung und …“

Simone brachte es nicht fertig, ihm einfach so am Telefon die Wahrheit zu sagen.

„Heißt das, du fährst nicht mit?“

Enttäuschung war aus Rolands Stimme zu hören.

„Bitte, verstehe doch …“, log sie.

„Schon gut, ich verstehe, die Prüfung ist jetzt wichtiger, als ein Besuch bei meinen Eltern. Ich komme aber noch kurz vorbei, bevor ich fahre, okay?“

„Okay“, sagte Simone ebenfalls und legte den Hörer auf.

Wie wollte sie ihm nur erklären, dass sie ihre große und einzige Liebe wiedergefunden hatte und dass es zwischen ihnen vorbei sein würde?

Als sie am Mittag in ihr Zimmer kam, lag Marco frisch gewaschen und fix und fertig angezogen auf ihrem Bett. Jeans und ein blütenweißes Hemd, wie damals im Gerichtssaal.

Ja, sie erinnerte sich nur zu gut. Marco, der Autodieb, in den sie sich als 17-jähriges Mädchen verliebt hatte, der zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde und Woche für Woche wunderschöne Liebesbriefe an sie aus dem Knast schrieb.

Zärtlich strich sie jedes Mal über die liebevollen Zeilen und immer sah sie sein Bild vor sich. Die wunderschönen dunklen Augen, der lächelnde, volle Mund. Zuweilen spürte sie sogar seine weichen Hände in ihrem Nacken. Niemals beschwerte er sich darüber, dass sie ihm nicht schrieb, bat aber inniglich darum, seine Briefe niemals ungelesen zurückzuschicken. Es würde ihm das Herz brechen, wüsste er, dass sie seine Zeilen nicht mehr lesen wollte.

Woher nahm er nur all die Phantasie, solche wunderschönen Briefe zu schreiben? Was trieb ihn dazu, Woche für Woche so viele Zärtlichkeiten auf Papier zu bringen, wenn er doch wusste, niemals eine Antwort darauf zu erhalten.

Ein einziges Mal stand Julia am Freitag im Regen vor dem Briefkasten und es war kein Brief da. Sie geriet fast in Panik, wusste nicht, was geschehen war, wollte sofort bei seinem Vater anrufen, aber als sie tropfnass in ihrem Zimmer ankam, verwarf sie all diese Gedanken, beruhigte sich und hoffte darauf, dass der Brief am nächsten Tag kommen würde. Er kam nicht. Erst am nächsten Freitag lag der grüne Umschlag mit Marians Handschrift wieder im Kasten. Sie riss ihn sofort auf und las. Nichts deutete darauf hin, dass er letzte Woche keinen Brief geschrieben hätte. Erst in der letzten Zeile kam des Rätsels Lösung. „Hat es dir sehr wehgetan, dass ich letzte Woche nicht geschrieben habe Ich denke schon Liebling, ich wollte nur, dass du mehr an mich denkst als sonst.“

Und nun, gestern stand er plötzlich vor ihrer Türe, frisch aus dem Knast entlassen.

*