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Nach dem überwältigenden Erfolg von "Stalingrad" vollendete Theodor Plievier mit "Moskau" das Mittelstück seiner Trilogie. Während der Vorgänger das statische Grauen des Eingeschlossenseins thematisierte, ist "Moskau" ein Roman der Bewegung, die zum Stillstand verdammt ist. Plievier nutzt hier erneut seine Methode des dokumentarischen Realismus: Er verwebt historische Fakten, Funkberichte und Befehle mit den fiktiven Schicksalen von Soldaten aller Dienstgrade. Der Roman ist eine scharfe Abrechnung mit dem Mythos des "unbesiegbaren Blitzkriegs". Plievier beschreibt meisterhaft, wie die logistische Überheblichkeit und die Unterschätzung des Gegners sowie des Klimas in eine Katastrophe münden, die weit vor den Toren Moskaus ihren Anfang nahm. Für den heutigen Leser ist das Buch eine eindringliche Studie darüber, wie Ideologie die Wahrnehmung der Realität korrumpiert – und welcher Preis dafür an der Front gezahlt wurde.
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Liczba stron: 813
Rok wydania: 2026
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