Mit Power aus der Singlefalle - Peter F. Kinauer - ebook

Mit Power aus der Singlefalle ebook

Peter F. Kinauer

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  • Wydawca: mvg
  • Kategoria: Poradniki
  • Język: niemiecki
  • Rok wydania: 2002
Opis

Etwa 20 Millionen Singles in Deutschland leiden unter ihrer Einsamkeit. Sie suchen nach einer harmonischen Partnerschaft, doch wissen nicht wie. Dieser Ratgeber spürt die individuellen Ursachen des Single-Daseins auf. Themen sind hierbei Selbstwertgefühl, Kommunikationsfähigkeit, Altlasten aus vergangenen Beziehungen und nicht zuletzt die Kunst des effektiven Smalltalks. Zahlreiche Fallstudien verdeutlichen die Probleme und bieten Erfolg versprechende Übungen und Strategien an, die Wege aus der Single-Falle weisen. - Top-Autor und Fachmann zum Thema "Single" - Handfeste Tipps für Singles - Aktive Problemlösung - Garantiert den Wunschpartner finden!

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Peter F. Kinauer

Mit Power aus der Singlefalle

Für Eva

Peter F. Kinauer

Mit Power aus der Singlefalle

So finden Sie garantiert Ihren Wunschpartner

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:[email protected]

3. Auflage 2013 © 2001 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH Nymphenburger Straße 86 D-80636 München Tel.: 089 651285-0 Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlaggestaltung: Atelier Seidel, Altötting Satz: Fotosatz H. Buck, Kumhausen Druck: Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN Print 978-3-86882-351-6 ISBN E-Book (PDF) 978-3-86415-137-8

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unterwww.mvg-verlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unterwww.muenchner-verlagsgruppe.de

Inhaltsverzeichnis

VorwortDanksagungEinleitungEinleitung zur 2. AuflageTeil I. Vom Ich1. Was ist das - ein Single?2. Die Sache mit dem Selbstwertgefühl3. Raus aus der Isolation4. Was unser Denken und Handeln bestimmt5. Nehmen Sie das Leben mit Humor6. Wenn Sie sich selbst schikanieren7. Wenn Sie dazu neigen, alles negativ zu sehen8. Nutzen Sie die Macht der inneren Bilder9. So optimieren Sie Ihre Ausstrahlung10. Leben Sie glücklicher - Sie haben es sich verdient11. Ich bin einsam, weil ich mir fehle12. Komm mir bitte nicht zu nahe13. Wofür entschuldigen Sie sich?14. Ihr persönliches Gefühlsbarometer15. Deprimiert? Ich nicht!16. Ich habe immer Schuldgefühle17. Haben Sie einen Tick? So werden Sie ungeliebte Verhaltensweisen los18. Hören Sie auf, sich negativ zu programmieren!19. Was hindert uns daran unser Ziel zu erreichen?20. Übertreiben Sie nicht!21. Haben Sie heute schon gelebt?22. Wie wichtig ist echte Freundschaft?23. Eine erfolgreiche Partnerschaft beginnt im Kopf24. Unterdrücken Sie Ihre Gefühle nicht25. Sie müssen sich selbst verkaufen!26. Wenn Sie wollen, dass Ihnen etwas Wunderbares geschieht27. Handeln statt reden28. So behält man Sie im Gedächtnis29. Wenn Sie wollen, dass man sich zu Ihnen hingezogen fühlt30. Erste Hilfe, wenn es Ihnen besonders schlecht gehtTeil II. … zum Wir1. Meine Zielvorstellung von einer idealen Partnerschaft2. Mein idealer Partner meine ideale Partnerin3. Wo finde ich meinen Wunschpartner, meine Wunschpartnerin?4. Jeder ist eine Insel5. Nichts ist unmöglich - alles ist machbar6. Nie wieder einsam sein7. So finden Sie den idealen Partner, die ideale Partnerin8. Alles beginnt mit Smalltalk9. So stellen Sie rasch eine gute Beziehung her10. Gegensätze ziehen sich an, oder?11. Soll ich mich verkuppeln lassen?12. Der Brief - So kommen Sie leichter über eine unglückliche Beziehung hinweg13. Ruf doch mal an!14. Hilfe, die Frau hat ein Kind!15. Ich habe nach einer gescheiterten Beziehung noch zu wenig Abstand16. Es lebe der kleine Unterschied!17. Bei mir ist die Liebe nie von langer Dauer18. Es sind keine guten Männer oder Frauen auf dem „Markt“19. Nobody is perfect - niemand ist vollkommen20. Sie müssen sich Ihr Glück erarbeiten 21. Ich bin schon zu alt für eine Partnerschaft22. Ich falle immer wieder auf den gleichen Typ herein23. Wie konnte ich mich nur so irren?24. Gestern ist gestern25. Nie mehr eifersüchtig!26. Wenn die Krankheit zur Waffe wird27. Er oder sie hat mich betrogen, wie kann ich ihm oder ihr noch vertrauen?28. So retten Sie eine schwierige Beziehung29. Zehn Regeln für erfolgreiche Kommunikation30. Sieben Strategien für eine harmonische BeziehungÜber den AutorStichwortverzeichnis

Vorwort

Man kann heutzutage, auch wenn man eigentlich gar nicht will, ziemlich allein sein. Das gelingt selbst dort, wo sich viele Menschen treffen - in Discos, in Urlaubshotels, in Firmen, bei Veranstaltungen … Was ich vor 30 Jahren einem skeptischen Freund gegenüber heftig bestritten habe, erscheint mir inzwischen schon fast bewiesen: Im Grunde hat uns die Natur nicht unbedingt gemeinschaftsfähig gebaut. Und doch kenne ich praktisch niemanden (ob Mann, ob Frau), der (die) so richtig jubelt, wenn eine Beziehung zu Ende ist - selbst wenn sie schlecht war.

Fragen wir doch die begeisterten Singles:

Wie lange hält die Liebe zum Cabrio, wie intensiv kann man's mit der neuen Einbauküche treiben? Wie sieht die Tauschbilanz zwischen gemeinschaftlicher Langeweile auf der einen Seite und orientierungsloser Unabhängigkeit auf der anderen Seite aus?

Es scheint, dass Single-Wohnung, Single-Waschmaschine oder Single-Pension nicht jener Markterfolg werden, von dem ein paar junge Marketingleute geträumt haben, bevor sie dann selbst im Ehestand verschwanden.

Natürlich kann man sich's mit ein paar Freunden, einem Stammlokal und einem konjunkturgünstigen Job ganz gut einrichten. Die Frage ist nur: wie lange und mit welchem Glücksfaktor?

Glaubt man hingegen großen Menschenfreunden quer durch die Geschichte, so gehören drei Qualitäten zum erfüllten Leben: eine gute Arbeit, eine gute Vision und eine gute Partnerschaft.

Eine egozentrische Gesellschaft lässt uns fast schon vergessen, wie schön, erfüllend und beglückend es ist, miteinander etwas zu erleben, zu teilen, aufzubauen, zu erhoffen, zu erhalten, zu verschönern …

Mit diesem Buch stellt sich Peter F. Kinauer gegen den Trend zur eiskalt selbstverliebten Einzelkämpferinnen-Gesellschaft, deren ungeschriebenes Motto lauten könnte: „Stell dir vor, da ist eine Beziehung - und keiner geht hin!"

Wer den mitreißenden Seminar-Guru Peter F. Kinauer bereits „in action“ erlebt hat, schnallt sich zur Lektüre dieses neuen Erfolgsbuches am besten gleich gut an. Denn mit vorgefassten Meinungen oder Vorurteilen fliegt man leicht aus den Schikanen, die der Autor hier angelegt hat. Mut und „Power“ sind gefragt, um die Welt der Beziehungen neu zu sehen und mit neuen Ideen zu betreten.

Dietmar Dworschak

Danksagung

Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass dieses Buch entstanden ist. Bei ihnen allen möchte ich mich herzlich bedanken.

Die Teilnehmer an meinen Single-Seminaren haben durch die Schilderung ihrer Lebenssituationen viel zur Entstehung dieses Buches beigetragen. Danke für Ihre E-Mails und Briefe sowie die vielen ausführlichen und interessanten Telefongespräche, die ich mit Ihnen führen durfte. Vieles von dem, was Sie mir mitgeteilt haben, habe ich in diesem Buch verarbeitet. Selbstverständlich habe ich Namen, Orte und Ereignisse so verändert, dass keine Rückschlüsse auf tatsächliche Ereignisse und Personen gezogen werden können.

Ein großes Dankeschön geht an meine Fernsehzuseherinnen und Zuseher sowie an die Hörerinnen und Hörer der verschiedenen Rundfunksendungen, die ich in den vergangenen drei Jahren mitgestalten durfte.

Auch ihre Beiträge haben mir beim Schreiben dieses Buches sehr geholfen.

Bei Regina Preloschnik, die meine Tonbänder zu Papier gebracht hat, möchte ich mich besonders bedanken. Durch ihren persönlichen, unermüdlichen Einsatz war es möglich, das Manuskript termingerecht fertig zu stellen.

Meiner Lektorin Zooey Neumann möchte ich für die gute Zusammenarbeit danken. Trotz der großen Entfernung hat alles wunderbar geklappt.

Mit Dietmar Dworschak, dem Herausgeber von Österreichs größter Gesundheitszeitung, habe ich viele inspirierende Gespräche geführt. Er war es auch, der die Idee für den Titel dieses Buches hatte. Herzlichen Dank lieber Dietmar!

Ein ganz großes Dankeschön an meine Frau Eva. Ohne dein liebevolles Verständnis wäre es nicht möglich gewesen, dieses Buch zu schreiben. Deine große Erfahrung mit Singles, dein kritisches Hinterfragen und deine Anregungen und Ideen haben viel dazu beigetragen, dass dieses Buch geworden ist, was es sein soll: ein praktischer Ratgeber für Singles.

Einleitung

Sie halten jetzt dieses Buch in der Hand. Darüber freue ich mich sehr. Ich möchte Ihnen aber auch zu Ihrem Entschluss, etwas in Ihrem Leben zu verändern, herzlich gratulieren. Den ersten Schritt zu einer Veränderung haben Sie mit der Anschaffung dieses Buches bereits getan. Es liegt jetzt an Ihnen, auch die weiteren Schritte zu einer positiven Veränderung zu gehen.

Bevor Sie sich ins Lesevergnügen stürzen, hier einige Tipps, die das Lesen der nachfolgenden Seiten effizienter machen:

Grundsätzlich können Sie dieses Buch vom Anfang bis zum Ende wie einen Band mit Kurzgeschichten lesen. Ich schlage Ihnen jedoch vor, zuerst einmal das Inhaltsverzeichnis zu studieren.

Markieren Sie die Kapitel, die Sie besonders interessieren, mit einem Leuchtstift. Das sind jene Kapitel, mit denen Sie beginnen sollten.

Betrachten Sie das Buch als Arbeitsbuch. Das bedeutet, dass Sie Textstellen, die Ihnen besonders wichtig sind, für später markieren und sich auch eigene Notizen dazu machen sollten. Das Buch wird durch Ihre Anmerkungen und Hervorhebungen wesentlich persönlicher.

Alle Ratschläge, Tipps und Übungen sind praxiserprobt und haben schon vielen Menschen geholfen. Sie brauchen also keine Bedenken zu haben, sie ebenfalls anzuwenden.

Aber helfen tut's nur, wenn Sie das Motto: „Handeln statt reden!“ beachten.

Und dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Ihr Peter F. Kinauer Wien, im August 2001

Einleitung zur 2. Auflage

Sechs Monate nach dem Erscheinen des vorliegenden Buches halten Sie ein Exemplar der zweiten Auflage in der Hand! Ich freue mich, dass das Buch so viele begeisterte Leserinnen und Leser gefunden hat.

Ihre Briefe, E-Mails, die vielen Anrufe und nicht zuletzt das große Interesse der Rundfunk- und TV-Stationen geben mir die Gewissheit, dass das vorliegende Buch das ist, was es sein sollte: ein praktischer Ratgeber für alle, die ihrem Single-Leben eine andere Richtung geben wollen, die raus wollen aus einem Single-Dasein, das keine Erfüllung für sie bedeutet.

Das Buch behandelt vor allem auch jene Punkte, die laut wissenschaftlichen Untersuchungen das unfreiwillige Single-Dasein prägen: zum Beispiel mangelndes Selbstwertgefühl, zunehmende Bindungsunfähigkeit, „unerfüllbar“ hohe Erwartungen - auch diesem wichtigen Thema ist ein Kapitel gewidmet - Toleranz- und Mitteilungsprobleme, sowie Kompromisslosigkeit, Mangel an Einfühlungsvermögen und Ich-Bezogenheit.

Diese und noch viele weitere Themen werden eingehend behandelt. Sie finden am Ende eines jeden Kapitels einfache Übungen und/oder Lösungsvorschläge, die Ihnen helfen werden, Ihrem Leben eine positive Richtung zu geben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Ihr Peter F. Kinauer Wien, im Februar 2002

Teil I: Vom Ich …

1 Was ist das - ein Single?

Gustav ist 85, zweifacher Witwer, er hat eine schöne Pension und hat sich nach dem Tod seiner zweiten Frau eine kleine Wohnung in einer privaten Seniorenresidenz gemietet. Er ist relativ beschäftigt. Von Montag bis Freitag unternimmt er regelmäßige Ausflüge in die „City“. Dort macht er kleine Einkäufe und liest im Kaffeehaus seine Zeitungen. An manchen Nachmittagen besucht er eine Veranstaltung im Seniorenheim und die Abende verbringt er vor dem Fernseher.

Mit seinen Tisch- und Wohnungsnachbarn pflegt er losen Kontakt. Manche Wochenenden verbringt er bei seinen Kindern oder Enkelkindern. Er sucht keine neue Partnerin und ist mit seiner derzeitigen Lebenssituation zufrieden.

Veronika ist 38 Jahre alt und eine erfolgreiche Unternehmensberaterin. Vor zehn Jahren hat ihr damaliger Partner eine sieben Jahre dauernde Lebenspartnerschaft abrupt beendet. Seither lebt Veronika allein. Sie geht völlig in ihrem Beruf auf. doch sie ist auf der Suche nach einer neuen, glücklichen, erfüllenden Partnerschaft. Einige Bekanntschaften haben in diesen zehn Jahren sehr vielversprechend begonnen, jedoch niemals länger als drei Monate gedauert.

Veronikas sehnlichster Wunsch ist es, wieder eine glückliche und erfüllende Lebenspartnerschaft zu finden. Die negativen Erlebnisse in den letzten zehn Jahren haben auch ihr Selbstwertgefühl angegriffen und heute ist sie an einem Punkt angelangt, wo sie glaubt, dass sie beziehungsunfähig ist.

Michael ist 38 Jahre alt und hat noch nie in seinem Leben eine Beziehung zu einer Frau gehabt. Es war jedes Mal schon zu Ende, bevor es so richtig begonnen hat. Michael ist schüchtern, liebenswert, musisch begabt. Er ist vielseitig interessiert und jedes Mal, wenn ihm eine Frau gefällt, hat er Angst, wieder etwas falsch zu machen - und aus diesem Grund spricht er sie gleich gar nicht erst an.

Michael ist unglücklich mit seiner Situation und es vergeht kein Tag, an dem er nicht sehnsüchtig an eine glückliche Lebenspartnerschaft mit einer liebevollen Frau denkt.

Andrea ist 42, geschieden, sie hat drei Kinder - vier, acht und fünfzehn Jahre alt - und wünscht sich nichts sehnlicher als einen Mann. Sie kapselt sich ab, geht nicht unter Menschen und geht voll in der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder auf. Vor fünf Jahren noch eine strahlend schöne Frau, legt sie heute keinen Wert mehr auf Bekleidung und gepflegtes Äußeres. Sie ist einsam, unglücklich und ohne Selbstvertrauen.

Georg ist 48, wohlhabend, sieht gut aus und lebt seit fünfzehn Jahren getrennt von seiner Frau. Er ist in den Jahren nach der Trennung von seiner Frau eine ganze Reihe von neuen Beziehungen eingegangen. Alle diese Beziehungen sind nach ganz kurzer Zeit gescheitert, weil er allen Frauen unterstellte, ihn nur seines Geldes wegen zu lieben. Bei dem einst so erfolgreichen Geschäftsmann wirkt sich sein sehr stark angegriffenes Selbstwertgefühl nicht nur im Privatleben, sondern auch beruflich aus.

Anna ist 28 und beruflich erfolgreich. Sie hat einen großen Freundes- und Bekanntenkreis, unternimmt viel in ihrer kargen Freizeit. Sie hat sexuelle Kontakte, will jedoch keine emotionale Bindung eingehen. Anna gehört zu jenen zwei von hundert Singles, die überzeugte und begeisterte Singles sind. Maria ist 64, Pensionistin. Sie ist seit zwanzig Jahren geschieden und wünscht sich nichts sehnlicher als eine neue Lebenspartnerschaft. Nach einigen Fehlversuchen in den vergangenen Jahren ist sie jedoch zu dem Schluss gekommen, dass sie aufgrund des langjährigen Alleinlebens nicht mehr fähig ist, eine dauerhafte Beziehung einzugehen.

Fritz ist 25 und ein sehr erfolgreicher Internetspezialist. An vielen Tagen arbeitet er bis zwei Uhr nachts, dann schläft er bis in den Vormittag hinein und nach einem Frühstück beim Stehimbiss geht's wieder ab in die Firma. Trotz der Erfüllung, die Fritz im Beruf findet, ist er nicht glücklich. Er sehnt sich nach Liebe, nach Zärtlichkeit, nach Verständnis. Nach einem weiblichen Wesen. Und er weiß nicht, wie er es anstellen soll, eine Partnerin zu finden.

Es ist vollkommen gleichgültig, ob Sie eine Frau sind oder ein Mann, ob Sie 20 sind, 40, 60 oder 80. Es spielt keine Rolle, ob Sie mit Ihrem Single-Dasein zufrieden oder unzufrieden sind. Singles haben nur eine Gemeinsamkeit: Sie haben keinen Partner. Wenn Sie mit Ihrem Single-Dasein rundherum glücklich und zufrieden sind, dann hören Sie jetzt auf zu lesen und schenken Sie dieses Buch jemandem, der mit seinem Single-Dasein nicht so glücklich und zufrieden ist wie Sie.

Die überwiegende Mehrheit aller Singles ist mit dem Single-Zustand nicht glücklich. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass die unglücklichen Singles eine Reihe weiterer Gemeinsamkeiten haben:

Ein Großteil leidet an mangelndem Selbstwertgefühl,viele Singles fühlen sich einsam, vor allem an Wochenenden und Feiertagen.

Sie fühlen sich einsam nach der Arbeit und auf Partys und Einladungen, bei denen die Paare überwiegen. Viele Singles leiden an depressiven Verstimmungen, ganz besonders fürchten sich allein Lebende vor der Weihnachtszeit und die, die es sich leisten können, entfliehen dieser Stimmung, indem sie einen Urlaub in die Sonne buchen - und dort sind dann wieder hauptsächlich Paare anzutreffen.

Auf Platz eins der Wünsche von unglücklichen Singles an das Leben steht die Sehnsucht nach einer festen Beziehung. Beim unfreiwilligen Single-Dasein spielt auch Bindungsunfähigkeit eine große Rolle. Viele Singles haben Schwierigkeiten mit Freunden und stellen oft unerfüllbar hohe Erwartungen an mögliche Partner.

Die Experten stellen weiter fest, dass es Singles an Empathie, also an Einfühlungsvermögen, mangelt. Häufig sind Singles kompromisslos und sehr stark ichbezogen. Allein Lebende haben oft Probleme, sich mitzuteilen und zuzuhören. Sie haben Schwierigkeiten, Andersartigkeit zu tolerieren und Verantwortung zu übernehmen.

2 Die Sache mit dem Selbstwertgefühl

Das Selbstwertgefühl ist die zentrale Instanz unseres Lebens. Ohne Selbstwertgefühl geht nichts - mit Selbstwertgefühl geht alles! Wer an sich selbst und seine Fähigkeiten glaubt, verleiht jedem Gedanken durchschlagende Kraft. Unser Selbstwertgefühl entwickelt sich, wie wir wissen, in unserer Kindheit. Vielleicht stellen Sie fest, dass Ihr Selbstwertgefühl nicht sehr stark ist, und dass Sie immer wieder an sich selbst zweifeln. Es kann aber auch sein, dass Sie viel von Ihrem Selbstwertgefühl durch verschiedene Lebensumstände verloren haben.

Wie wirkt sich fehlendes Selbstwertgefühl aus? Sie haben immer Angst, irgendetwas falsch zu machen. Ein Blick genügt, um Sie zu verunsichern. Ein kleines körpersprachliches Signal eines Gesprächspartners reicht schon aus, und Sie sind unter Umständen am Boden zerstört.

Und jetzt lernen Sie jemanden kennen, den Sie toll finden! Das ist genau die Person, auf die Sie ein Leben lang gewartet haben. Sie wollen diese Person ansprechen und im selben Moment haben Sie einen trockenen Mund, Herzrasen, nasse Hände. Sie haben Angst, keinen zusammenhängenden Satz herauszubringen. Ihre Knie schlottern, Sie fühlen einen Druck auf der Brust und es überfällt Sie ein Schwindelgefühl, so dass Sie glauben, jeden Moment umzufallen. Es wird Ihnen heiß und kalt und Sie haben keine Kontrolle mehr über Ihren Körper.

Und dann kommen auch noch Gedanken wie

„Ich bin zu dick“, „Ich bin zu dünn“, „meine Brust ist zu groß“, „meine Brust ist zu klein“, „mein Po ist zu groß“, „mein Po ist zu klein“, „meine Beine sind zu kurz“, „meine Beine sind zu dick, zu lang, zu dünn" „mein Bauch ist zu groß“, „ich habe zu wenig Haare“, „ich bin zu wenig sexy“, „meine Nase ist schief“, „ich rede ohnehin nur Blödsinn“, „es ist bisher immer schief gegangen, warum soll es ausgeheute gut gehen?“, „ich bin ohnehin unfähig, eine dauerhafte Beziehung einzugehen“.

Und zu all dem kommt auch noch die Angst vor dem Versagen: „Bevor ich mich blamiere oder einmal mehr abgewiesen werde, lasse ich es lieber bleiben“, sagen Sie sich. Unser Fühlen, unser Glaube, unsere Einstellungen bestimmen unser Denken und Handeln. Das bedeutet, dass immer dann, wenn Sie glauben, dass etwas schief gehen wird, die Gefahr sehr groß ist, dass es auch tatsächlich nicht klappt.

Fatalerweise untergräbt jedes negative Erlebnis, das sich zwangsläufig aus einer solchen Einstellung ergibt, unser Selbstbewusstsein noch mehr. So lange wir durch derartige Einstellungen geprägt sind, ist es unmöglich, dem Teufelskreis des Misserfolges zu entkommen.

So stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl:

Sie lernen jetzt drei Strategien kennen, die Ihnen helfen werden, Ihr Selbstwertgefühl und damit Ihr Selbstbewusstsein zu verbessern.

Strategie Nr. 1:

Heben Sie das Selbstwertgefühl Ihrer Mitmenschen und Sie stärken gleichzeitig Ihr eigenes Selbstwertgefühl. Seien Sie höflich! Jede Höflichkeit ist ein positives Signal für das Selbstwertgefühl des anderen, und das bedeutet: Streicheleinheiten für die Seele. Sprechen Sie Ihre Mitmenschen öfter mit ihrem Namen an. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass der Mensch nichts so gerne hört, wie seinen eigenen Namen. Wenn Sie zuhören, unterbrechen Sie den anderen nicht, sondern lassen Sie ihn ausreden. Damit signalisieren Sie, dass Sie an der Meinung Ihres Gegenübers interessiert sind. Wenn Sie es nicht gewöhnt sind, zuzuhören, wird es Ihnen am Anfang schwer fallen, Ihre Gesprächspartner ausreden zu lassen. Aber nur Mut, Sie schaffen es! Zwingen Sie Ihrem Gesprächspartner Ihre Meinung nicht auf, sondern lassen Sie auch die Meinung des anderen gelten. Wenn Sie doch widersprechen müssen dann sagen Sie nicht „Ja, aber …“, sondern gewöhnen Sie sich an zu sagen „Ich akzeptiere oder verstehe Deine Meinung und ich bin sicher, dass Du auch meine Einstellung zu diesem Thema verstehen wirst.“ Wenn Sie kritisieren müssen, tuns Sie es richtig. Gewöhnen Sie sich an, andere nur dann zu kritisieren, wenn Sie sicher sind, dass Sie einen positiven Beitrag zur Problemlösung leisten können. Also keine Kritik um der Kritik willen! Lächeln Sie öfter. Lächeln Sie den anderen an. Damit signalisieren Sie ihm, dass er Ihnen etwas bedeutet. Darüber hinaus produziert Ihr Gehirn durch das Lächeln Glückshormone, so genannte Endorphine, und das hat wiederum zur Folge, dass Sie sich selbst wohlfühlen. Seien Sie hilfsbereit. Das Schlimmste, was Sie einem Menschen antun können, ist, dass Sie ihn bestrafen, indem Sie ihm zu verstehen geben, dass er es nicht wert ist, dass Sie mit ihm reden. Also sprechen Sie mit Ihren Mitmenschen! Wann haben Sie das letzte Mal „Danke“ gesagt, z.B. als Ihnen die Kellnerin in einem Restaurant, Ihr Essen oder Ihr Getränk gebracht hat? Wann haben Sie zu Kolleginnen, Kollegen, zu Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen das letzte Mal „Bitte“ und „Danke“ gesagt? Lernen Sie wieder, „Bitte“ und „Danke“ zu sagen. Auch das sind wichtige Streicheleinheiten für die Seele des anderen. Manchmal frage ich die Teilnehmerinnen in meinen Seminaren, wann sie das letzte Mal gelobt wurden. Die meisten können sich nicht mehr daran erinnern. Dabei kann man Lob in unbegrenzten Mengen ertragen. Deshalb: Spenden Sie öfter ehrliches Lob und Komplimente. Es gibt keinen Menschen, der keine Fehler macht, aber es gibt Menschen, die nicht verzeihen können. Sie müssen wieder lernen, zu verzeihen. Ganz egal, ob der „Schuldige“ Sie darum bittet oder nicht. Verzeihen bedeutet auch, dass Sie nicht irgendwann bei passender Gelegenheit die Angelegenheit wieder aus der Schublade hervorholen. Verzeihen bedeutet verzeihen. Hören Sie aktiv zu. Das bedeutet, dass Sie voll im Hier und Jetzt sind und nicht mit Ihren Gedanken ganz woanders sind, wenn Ihnen der andere etwas erzählt, und lustlos Interesse heucheln.

Gewöhnen Sie sich an, diese Tipps zur Förderung des Selbstwertgefühls Ihrer Mitmenschen regelmäßig anzuwenden. Wenn Sie das tun, werden Sie sehr bald die erfreuliche Feststellung machen:

What you put in, comes out!

Die Menschen werden Ihnen das zurückgeben, was Sie ihnen gegeben haben. Und das sind Streicheleinheiten für Ihre Seele. Das baut Ihr Selbstwertgefühl auf!

Strategie Nr. 2:

Tun Sie etwas für sich, aber ohne Leistungsdruck. Ich möchte Ihnen jetzt einige Beispiele dafür geben:

Hören Sie Musik, die Ihnen Freude macht. Musik, bei der Sie sich wohl fühlen. Lassen Sie sich von der Musik ganz einfach tragen. Lassen Sie Ihren Gedanken, Ihren Träumereien freien Lauf. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie sich dem Musikgenuss für fünf Minuten oder eine Stunde hingeben. Wichtig ist nur, dass Sie es tun. Wenn Sie ein Musikinstrument beherrschen, egal ob perfekt oder nur für den Hausgebrauch, dann spielen Sie sich einfach selbst etwas vor. Musizieren Sie nur für sich selbst. Studieren Sie keine Musikstücke ein, nur aus dem einzigen Grund, damit Sie „was drauf haben“, wenn Sie irgendwo eingeladen sind und Sie sich dort ans Klavier setzen. Es wird unweigerlich passieren, dass jemand mit der Bitte an Sie herantritt, ganz persönlich für ihn die Rhapsodie in Blue zu spielen, und das ist genau jenes Stück, das Sie nicht spielen können. Das enttäuschte Gesicht des anderen wirft Sie zurück in die tiefsten Abgründe des Selbstzweifels. Also musizieren Sie vorerst einmal nur für sich selbst. Wenn Sie ein kreatives Hobby haben, z. B. Zeichnen oder Malen, dann zeichnen und malen Sie einfach aus Freude daran, dass der Zeichenstift oder der Pinsel sich über das Papier bewegt. Aber streben Sie um Gottes willen keine Vernissage in Ihrer Hausbank an, bei der dann niemand eines Ihrer Bilder kaufen möchte. Zeichnen und malen Sie einfach aus Freude an der Sache. Genießen Sie einmal, dass Sie mit sich alleine sind. Lernen Sie die Vorzüge des Alleinseins zu schätzen und Sie werden eine sehr interessante Erfahrung machen: Die Menschen werden spüren, dass Sie keinen Druck mehr ausüben und nicht mehr um jeden Preis mit ihnen zusammen sein wollen. Und mit einem Mal wollen sie öfter von sich aus mit Ihnen zusammen sein. Das bedeutet aber auch, dass Sie Ihre innere Einstellung verändern müssen. Anstatt zu sagen „Ich fürchte, dass ich wohl heute wieder einmal allein sein werde“, sagen Sie sich „Ich werde den Tag heute mit mir selbst verbringen! Mit mir, meinem besten Freund.“ Und jetzt ist es wichtig, dass Sie an diesem Tag oder diesem Abend genauso viel Energie für sich selbst aufwenden, wie Sie aufwenden würden, wenn Sie mit anderen Menschen zusammen wären. Sie werden sehen, es wird ein toller Tag oder ein toller Abend - Sie mit sich selbst. Das bewusste „Mit-sich-alleine-sein“ und die positive Energie, die Sie dabei einsetzen, sind ein wichtiger Motor für die Ankurbelung Ihres Selbstwertgefühls. Sie können aber auch einen Spaziergang ohne konkretes Ziel machen, lassen Sie sich einfach treiben. Wenn Sie gern joggen, dann joggen Sie nicht mit der Uhr in der Hand. Es ist vollkommen egal, wie viele Kilometer Sie in einer bestimmten Zeiteinheit herunterspulen. Wichtig ist einzig und allein, dass Ihnen das Laufen Freude macht. Das Gleiche gilt auch für Rad fahren oder für Wanderungen. Hauptsache, Sie haben Spaß daran, ganz egal, wie lang Sie auf dem Rad sitzen oder wie viel Zeit Sie für die Wanderung benötigen. Regelmäßiges Entspannungstraining (z. B. mit der CD „Körper und Geist harmonisieren“ von Peter F. Kinauer) ist ebenfalls ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Selbstwertgefühl.

✯ Übung:

Wählen Sie aus den genannten Beispielen zumindest eines aus, oder suchen Sie sich selbst eine Aktivität, und gewöhnen Sie sich an, diese Sache regelmäßig (ein- bis dreimal pro Woche) zu machen.

Strategie Nr. 3:

Wie sehr lieben Sie eigentlich sich selbst? Stellen Sie einmal folgende Überlegung an: Mögen Sie sich mit all Ihren kleinen Fehlern und Schwächen? Lieben Sie sich trotz eventueller beruflicher oder privater Misserfolge? Akzeptieren Sie sich so, wie Sie sind, oder möchten Sie ununterbrochen eine Person mit anderen Eigenschaften, mit einem anderen Aussehen, mit einem anderen finanziellen Hintergrund sein?

Es ist eine bekannte Tatsache, dass jemand, der sich selbst nicht lieben und akzeptieren kann, auch große Schwierigkeiten hat, andere Menschen zu lieben, zu akzeptieren und auf sie zuzugehen. Menschen, die sich selbst nicht lieben, halten sich ihre (vermeintlichen) Fehler und Schwächen ununterbrochen vor. Sie hadern mit ihrem Schicksal, sie sind unglücklich und haben das Lächeln verlernt.

Bevor Sie eine glückliche, harmonische Partnerschaft eingehen können, müssen Sie lernen, sich selbst zu lieben und sich selbst zu akzeptieren.

♥ Das sollten Sie tun:

Stellen Sie sich ab sofort mehrmals täglich vor einen Spiegel, schauen Sie sich in die Augen und sagen Sie laut zu sich selbst:

„Ich akzeptiere mich, so wie ich bin!“ „Ich liebe mich!“ „Ich bin etwas ganz Besonderes!“