Inspector Bradford trinkt Friesentee - Marion Griffith-Karger - ebook

Inspector Bradford trinkt Friesentee ebook

Marion Griffith-Karger

0,0

Opis

Was verbindet den Mord an einer reichen deutschen Witwe mit dem Tod eines charmanten englischen Tunichtguts? Auf den ersten Blick erst einmal nichts. Doch dann vereinen Inspector Bradford und Hauptkommissarin Fenja Ehlers englischen Spürsinn und deutsche Kombinationsgabe und enthüllen Stück für Stück ein dunkles Familiengeheimnis. Für Teetrinker und Krimiliebhaber: eine spannende Mörderjagd an Englands Klippen und Frieslands Watt.

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Geboren und aufgewachsen in Ostwestfalen, verbrachte die Deutsch-Britin ihre Kindheit auf einem traditionellen Bauernhof. Nach Kaufmannslehre und Studium der Literatur- und Sprachwissenschaften wurde sie Werbetexterin in München, später Autorin und Teilzeitlehrerin. Marion Griffiths-Karger ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, lebt mit ihrem Mann bei Hannover – wenn sie nicht gerade die deutschen oder englischen Küsten bereist– und schreibt mit Herz und Liebe Kriminalromane.

Dieses Buch ist ein Roman. Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind nicht gewollt und rein zufällig.

© 2015 Emons Verlag GmbH Alle Rechte vorbehalten Umschlagmotiv: fotolia.com/Wilm Ihlenfeld Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch Lektorat: Dr.Marion Heister eBook-Erstellung: CPI books GmbH, LeckISBN 978-3-86358-805-2 Küsten Krimi Originalausgabe

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Für Lynda und Pete

Prolog

Ihre Zähne schlugen aufeinander. Sie lag im dichten Gras und sah sich suchend um. Sie musste still sein, ganz still. Aber sie schlotterte so. Ob er das hören konnte? Es war dunkel, von irgendwoher leuchtete es schwach. Das Gras unter ihren Armen war kalt und nass. Ihre Beine fühlte sie nicht. Langsam rutschte sie von dem Gras weg.

Erst jetzt bemerkte sie, dass sie halb im Wasser lag. Reflexartig griff sie nach den Grashalmen, doch sie konnte nicht richtig zufassen, denn ihre Hände waren zusammengebunden. Sie rutschte immer tiefer, bis das Wasser über ihrem Kopf zusammenschlug. Von Panik ergriffen versuchte sie, wieder an die Oberfläche zu gelangen, schlug mit ihren zusammengebundenen Armen umher und strampelte mit den Beinen, bis sie wieder auftauchte und keuchend nach Luft rang. Sie erwischte etwas, das im Wasser trieb, und umklammerte es. Eine Planke.

Die Planke hielt sie notdürftig über Wasser. Eine Weile verharrte sie schwer atmend. Warum tat ihre Kehle so weh? Und was baumelte da an ihrem Hals? Von irgendwoher hörte sie eine Stimme. Jemand schimpfte leise. Sonst war nichts zu hören, nur das Plätschern des Wassers.

Sie wollte schreien, aber die Kraft hatte sie verlassen. Ein Röcheln quälte sich aus ihrer Kehle, dem ein leiser Schrei folgte, eher ein Seufzen. Von ferne drang ein Laut zu ihr herüber. Was war das noch? Sie wusste es nicht. Oder nicht mehr? Aber irgendwie war es auch egal, sie war so müde, wollte schlafen.

Ostfriesland– Wittmund

Hauptkommissarin Fenja Ehlers ging die Flure des Krankenhauses Wittmund entlang und hielt sich unauffällig die Nase zu, um möglichst wenig von dem unangenehmen Krankenhausgeruch wahrzunehmen. Es war früher Abend, das Geschirr vom Abendessen war bereits abgeräumt, und einige Patienten dämmerten wohl schon im Halbschlaf einer Nacht entgegen, die früh am nächsten Morgen enden würde. Ihre forschen Schritte hallten durch die Gänge. Vielleicht hätte sie ihre Sneakers anziehen sollen, dachte sie noch, bevor sie sachte an eine Tür klopfte und, ohne eine Antwort abzuwarten, eintrat.

Drinnen saß an einem Einzelbett eine Frau in den Vierzigern. Ihr stumpfes dunkelblondes Haar war zerzaust, und vorn auf ihrem weißen T-Shirt prangte ein blassrosa Fleck. Wohl ein Überbleibsel von Tomatensoße, das die Trägerin halbherzig versucht hatte herauszuwaschen. Dafür hatte Fenja Verständnis, ihre Kleidung wies ständig Rückstände von ausgewaschenen Flecken auf. Die Frau starrte Fenja aus großen, umschatteten Augen erwartungsvoll an.

»Gibt es Neuigkeiten?«, fragte sie heiser.

Fenja Ehlers schüttelte den Kopf. »Nein, leider nicht.«

Sie stellte sich an den Rand des Bettes und betrachtete das blasse, von einem Kranz dunkler Haare umgebene Gesicht des jungen Mädchens, das bewegungslos auf dem Kissen lag. Die Augen waren geschlossen, der Atem ging ruhig und gleichmäßig. Mit ihren kaum sechzehn Jahren machte Greta Werft den Eindruck eines friedlich schlafenden Kindes. Doch der Schein trog.

Die Mutter hielt die kleine Hand fest umklammert und drückte sie an ihre Wange. »Die Ärzte wissen nicht, ob sie die Alte sein wird, wenn sie wieder aufwacht, aber sie hoffen es.«

»Sie wird schon wieder«, antwortete Fenja. »Ärzte halten sich in ihren Prognosen immer ein Hintertürchen offen, damit man sie nicht festnageln kann, falls es anders kommt als gedacht.«

Fenja war sich ihrer Sache keineswegs so sicher, wie es den Anschein hatte, aber sie hatte das Bedürfnis, der Mutter Mut zu machen. Und was sprach dagegen, sich an Strohhalme zu klammern, wenn man sonst nichts hatte zum Klammern? Außerdem wollte sie selbst daran glauben, dass alles gut werden würde. Und wenn sie etwas wollte…

»Ich werde auf jeden Fall hierbleiben und warten. Sie darf unter keinen Umständen allein sein, wenn sie aufwacht«, sagte die Frau leise.

»Ja, da haben Sie sicher recht.« Fenja streichelte sanft die Wange des Mädchens und gab der Mutter einen aufmunternden Klaps auf den Rücken. »Haben Sie jemanden, der Sie ablöst?«

»Ja, meine Schwester ist unterwegs, sie wohnt in Hannover. Wir werden uns abwechseln.«

»Das ist gut, ein vertrautes Gesicht ist wichtig. Wenn sie aufwacht, rufen Sie mich gleich an. Sie haben ja meine Nummer.«

Britta Werft nickte stumm, ohne den Blick vom Gesicht ihrer Tochter zu nehmen.

Fenja, die die Tür bereits geöffnet hatte, drehte sich noch mal um. »Und… keine Bange, wir kriegen den. Ich werde dafür sorgen, und wenn es das Letzte ist, was ich tue.«

Britta Werft sandte der Hauptkommissarin einen zweifelnden Blick nach.

Wenige Minuten später bestieg Fenja ihren alten VW Käfer und knatterte nach Carolinensiel, um sich nach diesem anstrengenden Tag von ihrer Tante Bendine verwöhnen zu lassen. Ein Krabbenbrötchen zu essen und mindestens einen Becher heißen, starken Tee zu trinken.

Der Himmel war wolkenverhangen, und der Wind blies kräftig, wie meistens hier in Ostfriesland. Sie hatte Mühe, ihren ehrwürdigen Oldtimer in der Spur zu halten, und drosselte die Geschwindigkeit etwas. Schnell war das Gefährt ohnehin nicht, auch wenn Fenja des Öfteren die Gäule durchgingen und sie den Gang so heftig einwarf, dass der Wagen kreischend protestierte. Aber ihr grüner Freund mit dem schwarzen Stoffverdeck war nicht nachtragend und tuckerte geduldig weiter die B461 entlang, bis nach Carolinensiel zur kleinen Pension ihrer Tante.

Sie lenkte den Wagen um das Haus herum zur Garage, die sie bei ihrer Ankunft vor zwei Jahren erst vom Gerümpel jahrzehntelanger Zweckentfremdung hatte befreien müssen, bevor sie sie ihrem grünen Kumpel als Heimstatt hatte zumuten können. Und der Käfer schien zufrieden zu sein mit seiner Unterkunft, denn er schnurrte, seit Fenja hier wohnte, störungsfrei die Straßen Ostfrieslands entlang. Eine längere Reise, wie die vor vier Jahren nach Italien, hatte sie ihm seitdem nicht wieder zumuten wollen. Er hatte danach ein bisschen gehustet, hatte ihr wohl die Fahrt über den Gotthard übel genommen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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