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In "Im Namen der Toleranz" zeigt Theodor Brenner messerscharf, dass die Bedrohung der Meinungsfreiheit in westlichen Demokratien heute nicht vom Staat ausgeht, sondern von einem diffusen, moralischen Klimawandel. Es ist die verhängnisvolle Dynamik einer Gesellschaft, in der moralische Sensibilität zu einem Statussymbol und sozialem Kapital geworden ist. Nicht mehr das bessere Argument zählt, sondern die Maximierung der eigenen moralischen Empörung. Dieses Buch ist ein leidenschaftliches, aber stets besonnenes Plädoyer für die Rückgewinnung des echten Gespräches – ein Aufruf, den Dissens wieder als demokratische Tugend zu begreifen und den Mut aufzubringen, Räume des Sagbaren nicht weiter schrumpfen zu lassen. Die wichtigsten Themen des Buches im Überblick: Die neue moralische Ordnung: Wie politische Debatten von der Sach- auf die Gesinnungsebene verschoben werden. Die Grammatik der Empörung: Warum digitale Wellen der Entrüstung vor allem als soziale Bindungsrituale dienen, um die eigene Gruppenzugehörigkeit zu demonstrieren. Mechanismen sozialer Kontrolle: Eine präzise Analyse von öffentlicher Beschämung, der Logik der Ächtung und Sprache als Schlachtfeld. Psychologie der Angstgesellschaft: Warum das menschliche Gehirn instinktiv auf Anpassung schaltet, um soziale Isolation um jeden Preis zu verhindern. Medien und Aktivismus als Institutionen: Wie Algorithmen, Talkshows und institutionalisierte Bewegungen systematisch von Konflikten und Empörung profitieren. Wege aus der Krise: Wie wir durch eine Rückbesinnung auf den harten Kern der Toleranz die offene Debattenkultur lebendig halten können.
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Liczba stron: 167
Rok wydania: 2026
