Ein möglicher Ort - Stephan Kaluza - ebook

Ein möglicher Ort ebook

Stephan Kaluza

0,0

Opis

In »Ein möglicher Ort« gehen Abenteuer-, Liebesroman und Psychothriller eine unerhörte Symbiose ein: unterhaltsam, bitterböse, wahnwitzig - in Stephan Kaluzas Romanwelt trennt lediglich eine dünne Membran Wahn von Wirklichkeit, Idyll von Alptraum. Zu beobachten, wie der Autor diese Membran zu perforieren weiß, ohne sie jedoch ganz reißen zu lassen, macht diesen Roman zu einem teuflischen Spaß. Der Fotograf Yann verwandelt Landschaftsmotive in künstliche Idyllen, Sehnsuchtsbilder, die für ihn zu einer Parallelwelt werden. Menschen entfernt er aus allen seinen Collagen - doch wer bestimmt sein Schicksal? Ein überraschender Auftrag führt ihn ins Amazonasgebiet, wo er seltene Rotschwanzamazonen fotografieren soll. In Brasilien erwartet Yann eine sonderbare Begegnung: Er trifft den berühmten Schriftsteller Salvatore, der ihn zum unfreiwilligen Protagonisten seines Romans macht. Ein Wechselspiel der Identitäten beginnt und die feine Membran zwischen Realität und Phantasie scheint durchlässig geworden zu sein - bis sich Yann im Urwald schließlich die existenzielle Frage stellt, was genau ihn eigentlich bedroht: die Wildnis oder seine eigene Natur?

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Liczba stron: 410

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In »Ein möglicher Ort« gehen Abenteuer-, Liebesroman und Psychothriller eine unerhörte Symbiose ein: unterhaltsam, bitterböse, wahnwitzig – in Stephan Kaluzas Romanwelt trennt lediglich eine dünne Membran Wahn von Wirklichkeit, Idyll von Alptraum. Zu beobachten, wie der Autor diese Membran zu perforieren weiß, ohne sie jedoch ganz reißen zu lassen, macht diesen Roman zu einem teuflischen Spaß.

Der Fotograf Yann verwandelt Landschaftsmotive in künstliche Idyllen, Sehnsuchtsbilder, die für ihn zu einer Parallelwelt werden. Menschen entfernt er aus allen seinen Collagen – doch wer bestimmt sein Schicksal? Ein überraschender Auftrag führt ihn ins Amazonasgebiet, wo er seltene Rotschwanzamazonen fotografieren soll. In Brasilien erwartet Yann eine sonderbare Begegnung: Er trifft den berühmten Schriftsteller Salvatore, der ihn zum unfreiwilligen Protagonisten seines Romans macht. Ein Wechselspiel der Identitäten beginnt und die feine Membran zwischen Realität und Phantasie scheint durchlässig geworden zu sein – bis sich Yann im Urwald schließlich die existenzielle Frage stellt, was genau ihn eigentlich bedroht: die Wildnis oder seine eigene Natur?

Inhalt

Kapitel 1 – Ihre Stimme klang monoton …

Kapitel 2 – Er las diese Sätze …

Kapitel 3 – Das Morgenlicht schien gedämpft …

Kapitel 4 – Vor der Security hatte sich …

Kapitel 5 – Die Taxifahrt vom Flughafen …

Kapitel 6 – So weit Yann blicken konnte …

Kapitel 7 – Wie war es mit Salvatore …

Kapitel 8 – Yann blickte kurz auf …

Kapitel 9 – Julie sah aus dem Fenster …

Kapitel 10 – Verwundert blinzelte sie …

Kapitel 11 – Einige der Flecken …

Quellen

Impressum

Über den Autor

Leseprobe aus dem Roman des Autors »30 Keller«

1

Ich beobachtete, wie eine Schnecke auf der Schneide eines Rasiermessers entlangkroch… Das ist mein Traum, das ist mein Alptraum. – Kriechen… Auf der Schneide des Rasiermessers entlanggleiten…

»Apocalypse Now«

Ihre Stimme klang monoton, jetzt, nach der nächsten Ampel, habe er rechts zu fahren. Daraufhin ein weiteres Jetzt rechts fahren; gut, dann rechts. Er setzte den Blinker, fuhr noch bei Tiefgelb über die Kreuzung, keine Ermahnung von ihr folgte, nur eine kurze, ungewöhnliche Stille. Er tippte hart an das Lenkrad, sah schnell auf das Leder des Beifahrersitzes und gab Gas, die nächste Anweisung kam wie erwartet, Jetzt links halten. Kurz darauf setzte er wieder den Blinker, ignorierte ein Stoppschild und bog mit quietschenden Reifen in eine breite Hauptstraße ein.

Fahren Sie drei Kilometer.

Er nahm eine bereitliegende Zigarette von der Ablage und zündete sie an; die 3D-Grafik der Navigation zeigte einen geradeaus weisenden blauen Pfeil (er und sein Auto), der sich in der Ferne verlor. Es hatte etwas Beruhigendes, dass diese Geräte offenbar in die Zukunft schauen konnten, gleich würde er wieder abbiegen, das schien absolut sicher. Zwischen diesem Augenblick des Jetzt und dem Zeitpunkt des Abbiegens würde also nichts weiter passieren, kein schwerer Unfall oder der allgemeine Untergang der Welt – als dynamischer blauer Pfeil glitt man leicht dahin, bog gelegentlich elegant ab, links, rechts, halbrechts, schlug farbige Haken, umfuhr Gefahren und hinterhältige Hindernisse, erreichte entfernte Ziele voller Rätsel, irgendwo da, in den unbekannten Weiten dieser Grafik; er lächelte, ein gutes Gefühl.

Und schon wieder: Fahren Sie rechts. Ein weiterer Imperativ; das Ziel näherte sich, im Schriftfeld unterhalb der Animation las er 3,7 Kilometer. Noch 3,7 Kilometer bis zu diesem Treffen, das ihn zunehmend unruhiger werden ließ; am liebsten hätte er sich dieser Stimme hingegeben, Fahren Sie rechts, links, wieder rechts, hören Sie einfach nicht auf, fahren Sie so lange, bis es in Ihrem Leben keine Treffen mehr gibt – fahren Sie.

Eine schnurgerade Bundesstraße führte auf eine Brücke. Er fühlte kurz in der Hemdtasche nach, ob er genügend Zigaretten dabeihatte, und tastete nach dem Feuerzeug. Das Portemonnaie lag sichtbar auf dem Beifahrersitz, er würde es gleich brauchen, solche Treffen setzten immer Geld voraus, und gute Manieren. Bei Sadie war er sich nicht sicher, was ihre Ansprüche anbelangte, zumindest hatte sie bei der Wahl des Restaurants keine besonderen Präferenzen, kein Italienisch, Französisch, Gehoben, Chic oder derlei genannt, was ihn positiv gestimmt hatte; er mochte derart unkomplizierte Kontakte. Je näher er nun aber seinem Ziel kam, desto skeptischer wurde er; ein Stadtteil, für seine Immobilienpreise berüchtigt, was sich schnell durch das Auftauchen erster Boutiquen und Sonnenstudios zu bestätigen schien.

Ein Blick auf die Uhr neben dem Tacho, er würde pünktlich sein, sogar zu früh. Vor solch einem Treffen war es gut, das Terrain zu kennen, zu wissen, wo man zu sehr im Blickfeld der anderen Gäste saß, wenn die Begegnung sich als peinlich herausstellen sollte; auch das Wissen um mögliche Fluchtwege war essentiell. Er studierte die Hausfassaden. Von einem Restaurant namens »Gusto« war nirgends etwas zu sehen, er fuhr rechts ran, zog das Telefon aus der Tasche und verglich die in der SMS angegebene Hausnummer mit dem Navigationsziel, korrekt, die Straße, das Haus, nur das Restaurant fehlte, inmitten kernsanierter, spießiger Altbauten. Er stoppte, tippte ein schnelles in das Display und behielt das Telefon in der Hand, die Antwort kam sofort: – Was hieß 324? Gestern hatte sie noch 23 geschrieben; wieder legte er den Gang ein. Nach kurzer Zeit war ein Einbahnstraßenschild zu sehen, die Stimme lotste ihn um zwei Häuserblocks herum, dann durch eine weitere Querstraße, die aufgrund parkender Autos in der zweiten Reihe besonders eng ausfiel, Richtig, das »Gusto« war nicht zu übersehen, genau wie die Halteverbotsschilder. Ein weiteres Umrunden des Blocks, ein Manövrieren um quer gestellte Wagen; schwitzend parkte er ebenso quer vor einem Hauseingang und lehnte sich im Sitz zurück. Er überlegte, ob sich das Aussteigen jetzt überhaupt noch lohnte; aber trotz dieser Vorahnung öffnete er die Tür und ging geradewegs auf das Restaurant zu.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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