Das Anti-Altersheimer-Lebensarchiv - Vera Birkenbihl - ebook

Das Anti-Altersheimer-Lebensarchiv ebook

Vera Birkenbihl

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  • Wydawca: mvg
  • Kategoria: Poradniki
  • Język: niemiecki
  • Rok wydania: 2009
Opis

Vera F. Birkenbihl hat eine Methode zur Verbesserung des Gedächtnisses entwickelt, die wie ein Tagebuch funktioniert. Der Leser lernt, die wichtigsten Ereignisse der Woche festzuhalten, Stichworte bewusst und präzise zu wählen und Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Dadurch wird das Langzeitgedächtnis trainiert und ganz nebenbei kann sich der Leser sein ganz persönliches Lebensarchiv erstellen.

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Liczba stron: 69

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Vera F. Birkenbihl

Das Anti-Altersheimer-Lebensarchiv

Vera F. Birkenbihl

Das Anti-Altersheimer-Lebensarchiv

So retten Sie wichtige Erinnerungen als Teil Ihrer Persönlichkeit

1. Auflage 2009 © 2009 mvgVerlag, München

Alle Rechte vorbehalten. Das vorliegende Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek: Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliothek; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Umschlaggestaltung: Maria Seidel, Teising Umschlagillustration: Vera F. Birkenbihl Satz: JUNFERMANN Druck & Service Herstellung: Druck:

ISBN 978-3-86882-005-8

mvgVerlag ein Imprint der FinanzBuch Verlag GmbH Nymphenburger Str. 86 80636 München Tel.: 089 651285-0 Fax: 089 652096

Gerne informieren wir Sie über unser Verlagsprogramm:[email protected]

Besuchen Sie uns auch im Internet:www.mvg-verlag.de

Auf Wunsch der Autorin erscheint der vorliegende Text in der alten Rechtschreibung.

Danksagung

Ohne die jahrzehntelange geduldige Forschungsarbeit von Margaret LINTON wäre die Idee des Anti-Altersheimer-Lebensarchivs nie entstanden.

Vera F. Birkenbihl

Inhalt

VORWORT

Einstiegs-WQS: Fragen

Worum geht es?

Die LINTON-Experimente

Ihr persönliches Lebensarchiv

Einstiegs-WQS: An-REICH-erung

Dies ist Ihr Leben – ein ANTI-ALTERSHEIMER-TRAINING

Erinnerungs-Fingerübungen

Variation: Rollen-Spiel – Sie als ForscherIn

Das Episoden-Spiel – ein weiteres TRAINING

Variationen: FOTO-VERGLEICH

Merkblatt Nr. 1: Was ist ein WQS?

1. Quiz-Spiele

2. Fragen

3. Das Procedere eines WQS

MERKBLATT Nr. 2: KaWa und ABC-Listen

ABC-Listen sind auch KaWa.s

MERKBLATT Nr. 3: ASSOZIATIVes Denken

MERKBLATT Nr. 4: ASSOZIATIVe Denk-Spiele

Subjekt und Objekt – ein Ja/Nein-Spiel

Das Vergleichsspiel

MERKBLATT Nr. 5: Die „Nonnen-Studie“

SNOWDONs Ergebnisse nach (den ersten) 11 Jahren Forschung

MERKBLATT Nr. 6: Das Prinzip des Lebensarchivs

MERKBLATT Nr. 7: Ihr Lebensarchiv – Beispiele

Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis

VORWORT

Wenn Sie diesem Büchlein den maximalen Nutzen „entnehmen“ wollen, lade ich Sie ein, aktiv mitzudenken. Haben Sie Schreibzeug und Papier griffbereit? Dann beantworten Sie bitte folgende Frage: Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie Tagebuch beziehungsweise Journal hören oder lesen?

Nun, die meisten meiner Seminar-TeilnehmerInnen denken zuerst an junge Mädchen, die ihrem Tagebuch alles mögliche „anvertrauen“. Ging es Ihnen ähnlich? Dann möchte ich Ihnen hier einige der Gedanken andeuten, um die es in diesem Buch gehen soll. Ein JOURNAL kann uns nämlich immens viel „bringen“ – wie das folgende KaWa (s. MERKBLATT Nr. 2, Seite 66ff.) zeigt:

JOUR: Man sollte ein Journal täglich führen (abgeleitet von französisch „jour“ = TAG).

Orientierung: Regelmäßiges Notieren gewisser Aspekte kann uns helfen, unsere Orientierung zu verbessern – sowohl in Hinblick auf uns selbst als auch auf „die Welt“ beziehungsweise wichtige Prozesse in dieser Welt.

Untersuchen: Es lohnt sich, einige dieser Aspekte ein wenig näher zu untersuchen, ähnlich einem Forscher, wobei die Vorteile nur erfährt, wer es einmal ausprobiert – man kann es nur bedingt „erklären“ (ähnlich wie man „verliebt sein“ niemandem erläutern kann, der es noch nie erlebt hat).

REICHE Erinnerungen: Wie der deutsche Titel eines großartigen Buches über die Gehirn- und Gedächtnis-Forschung (Daniel L. SCHACTER) es so gut ausdrückt: „Wir sind Erinnerung“. Wir können den Satz auch umkehren und sagen: Ohne Erinnerung sind wir nichts! Das ist ja die Tragik, wenn Menschen dement werden: Indem sie ihre persönlichen Erinnerungen verlieren, verlieren sie quasi „sich selbst“, ihre Persönlichkeit, das, was sie einst ausgemacht hat. Deshalb sollte man seine Erinnerungen „verbessern“, solange man noch kann...

Neuro-Effekt: Stellen Sie sich vor, ein Baum fällt um und blockiert einen kleinen Weg. Nun kann niemand mehr zu dem Häuschen am Ende des Weges gelangen.

Bei einer großen, breiten, mehrspurigen Straße hingegen hätte man den Baum leicht „umfahren“ können. Wenn der „Ort“, den wir auf einer Nervenbahn erreichen wollen, eine Erinnerung ist, dann sehen wir, wie hilfreich es ist, breite, mehrspurige „Daten-Autobahnen“ zu wichtigen Erlebnissen unseres Lebens anzulegen...

AUSBEUTE (Anti-Altersheimer*): Je mehr man weiß, desto mehr kann einem einfallen, wenn es darauf ankommt. Wer regelmäßig einige Minuten investiert, um an seinen Gedächtnisinhalten zu arbeiten, sorgt auch in diesem Sinn für reiche „Beute“ (AUSBEUTE) – wenn es darauf ankommt, auf diese Erinnerungen zuzugreifen.

LEBEN statt gelebt werden: Menschen, die ihr Leben LEBEN, leben bewußt, während andere sich treiben und/oder herumschubsen lassen, verbunden mit dem Gefühl, hilflos zu sein. Bewußtes Untersuchen von Tagesereignissen verschafft uns mehr Verständnis und Sicherheit sowie mehr Möglichkeiten, wichtige Aspekte unseres Lebens selbst zu bestimmen.

Falls Sie all das in keiner Weise reizt, möchten Sie das Büchlein vielleicht verschenken? Andernfalls lassen Sie sich auf ein spannendes geistiges Abenteuer ein...

Den Begriff verdanken wir übrigens den beiden Kabarettistinnen Stephanie ÜBERALL und Gerburg JAHNKE, die jahrelang unter dem Namen „Missfits“ aufgetreten sind.

Einstiegs-WQS*: Fragen

Bitte antworten Sie auch, wenn Sie nur raten oder schätzen können; Sie denken trotzdem assoziativ (und aktiv) nach, statt nur passiv zu lesen (wie die meisten Absolventen einer normalen Ausbildung). Bitte beantworten Sie die folgenden neun Fragen und notieren Sie jeweils, wie sicher Sie sich bei Ihrer (geratenen) Antwort sind. Sie kennen das aus dem FernsehQuiz „Wer wird Millionär?“, wenn der Kandidat oder der Moderator den Telefon-Joker fragt „Wie sicher bist du dir?“ und dieser antwortet „Zu 70 %...“.** Nehmen wir an, Sie würden Tag für Tag jeweils ein bis zwei Ereignisse notieren, z.B. auf Karteikarten, und diese sammeln, um später ab und zu kleine Gedächtnis-Experimente durchzuführen. 1. Sind unsere Erinnerungen chronologisch abgespeichert? Sicherheit: _____ %   ( ) ja     ( ) nein 2. Erleichtert Ihnen ein Stichwort (ASSOZIATION) das Auffinden der Erinnerung? Sicherheit: _____ %   ( ) ja    ( ) nein 3. Sind Erinnerungen nach einigen Jahren eher chronologisch oder „thematisch“ auffindbar?   ( ) chronologisch ( ) thematisch Sicherheit: _____ % 4. Sind manche Erlebnisse fest an andere geknüpft, so daß einem das eine einfällt, wenn das andere aktiviert wird?  ( ) ja ( ) nein Sicherheit: _____ % 5. Reicht später eine ÜBERSCHRIFT (im Sinne eines STICHWORTs), um SOFORT RE-KONSTRUIEREN zu können, worum es damals ging?  ( ) ja ( ) nein Sicherheit: _____ % 6. Wenn Sie eine spezifische Erinnerung jahrzehntelang nicht abfragen, reicht dann ein Stichwort, um sie zu reaktivieren?  ( ) ja ( ) nein Sicherheit: _____ % 7. Angenommen, Ihre Schilderung ist nur bruchstückhaft (Telegrammstil), können Sie dann trotzdem das Ereignis RE-KONSTRUIEREN? (Nach dem Motto: Ein Ereignis, das einst wichtig genug war, um notiert zu werden, kann später mit ein wenig Hilfestellung auch wieder re-aktiviert werden.)  ( ) ja ( ) nein Sicherheit: _____ % 8. Kennen Sie die drei Arten von Gedächtnis, von denen Forscher heutzutage ausgehen?Sicherheit: _____ %   ( ) ja ( ) nein Bei Ja, bitte auflisten:a) _______________________________________b) _______________________________________c) _______________________________________9. Sagt Ihnen der Name Margaret LINTON etwas?Sicherheit: _____ %   ( ) ja ( ) nein Sie haben jetzt die ERSTE RUNDE des WQS (Wissens-Quiz-Spiels) hinter sich. Jetzt können wir uns damit beschäftigen, worauf die Fragen abgezielt haben, worauf sie Sie vorbereiten (einstimmen) sollten.

Um inhaltliche Überschneidungen meiner Bücher weitgehend zu vermeiden, werden manche Erklärungen für Neu-EinsteigerInnen „nach hinten“ verbannt. Wer also (noch) nicht weiß, was ein WQS ist, bitte vorab MERKBLATT Nr. 1 (Seite 61ff.) lesen – danke.

Das zeigt eines der Mankos unseres Schul-Systems, denn wir haben in der Regel nie gelernt, die Qualität unserer Antworten einzuschätzen. Viele meiner Seminar-Teilnehmer müssen das erst einige Male probieren, ehe sie erkennen, wie es sich „anfühlt“, wenn man sich relativ oder sehr sicher ist. Nutzen Sie also die Chance, hier als Bonus ein weiteres wichtiges „Kunststück“ zu trainieren, und üben Sie einige Tage lang bewußt, bis es Ihnen zur zweiten Natur wird. Es ist im Alltag immens hilfreich. Sie werden weit offener sein, wenn Ihnen klar ist, daß Sie eigentlich nur annehmen, etwas sei so und so.

Worum geht es?

Beginnen wir mit dem Aspekt MEHRSPURIG im KaWa (Seite 10/11): Wie legt man „mehrspurige Bahnen“ zu wichtigen Erinnerungen an? Antwort: Indem man jede wichtige Erinnerung mehr als einmal aktiviert. Früher geschah das automatisch, heute verhindert das Fernsehen diesen normalen Ablauf, so daß immer mehr Menschen im Alter keinen Zugriff mehr auf wichtige Ereignisse ihres Lebens haben. Erinnern Sie sich? Einst ließ man abends die wichtigsten Ereignisse des Tages Revue passieren; am Wochenende sprach man über wichtige Erlebnisse der vorangegangenen Woche, an Feiertagen über die Geschehnisse der letzten Monate beziehungsweise des letzten Jahres (besonders an Weihnachten oder Silvester), während ganz große Feiertage („runde“ Geburtstage, Familien-Jubiläen, Hochzeiten etc.) uns einluden, ganze Lebensabschnitte zu erinnern und Bilanz zu ziehen