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Was geschieht, wenn die Welt plötzlich stillsteht und wir gezwungen sind innezuhalten? Hanna Drostholm legt mit "Danach" eine berührende Sammlung von neun Geschichten vor, die sich mit dem Leben nach einer kollektiven Zäsur auseinandersetzen – jener Zeit, in der wir lernen mussten, mit der Stille umzugehen und neu zu definieren, wer wir sein wollen. Die Autorin entfaltet in ihren einfühlsam erzählten Geschichten das facettenreiche Porträt einer Gesellschaft im Wandel. Ob Eventmanagerin Miriam, die nach zwei Jahren Kurzarbeit in ihr Büro zurückkehrt und feststellt, dass sie nicht mehr dieselbe Person ist, oder andere Protagonisten, die alle auf ihre eigene Weise mit dem "Danach" ringen – Drostholm findet eine leise, präzise Sprache für die großen und kleinen Veränderungen, die eine Krise in uns auslöst. Besonders eindrucksvoll gelingt es der Autorin, die paradoxe Erfahrung dieser Zeit einzufangen: das Gefühl von Stillstand bei gleichzeitiger innerer Beschleunigung, die Entfremdung vom eigenen Leben und die vorsichtige Annäherung an eine neue Version seiner selbst. Mit feinem psychologischem Gespür zeichnet sie nach, wie ihre Figuren die vermeintlich verlorene Zeit als Möglichkeit zur Neuorientierung entdecken – oder auch daran scheitern. Die Geschichten verbindet ein melancholischer, aber niemals resignativer Grundton. Drostholm schreibt über Tauben auf Dächern, tote Pflanzen als Mahnmale, leere Terminkalender und die Schönheit neu entdeckter Spaziergänge. Sie erzählt von Menschen, die versuchen, die Sprache für ihre Erfahrungen erst noch zu finden, und dabei auf berührende Weise menschlich bleiben. Ein literarisches Zeitdokument, das weit über das Dokumentarische hinausgeht und zur nachdenklichen Lektüre über Wandel, Verlust und Neuanfang einlädt.
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Liczba stron: 224
Rok wydania: 2026
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