Alles ist jetzt - Julia Wolf - ebook

Alles ist jetzt ebook

Julia Wolf

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Opis

Sätze wie Atemzüge, gestoßen aus einem Körper, der dem Druck nicht mehr standhält. Eine Sprache im Einklang mit der inneren Bewegung der Protagonistin, die an ihren Gedanken entlanggleitet, die Glasglocke abtastend, in der sie eingeschlossen ist. Eine physische Sprache, die sich am körperlichen Empfinden der Heldin orientiert, an ihrer Taubheit, an ihrer Entfremdung von sich selbst. Julia Wolf erzählt mit außerordentlicher stilistischer Begabung von einer jungen Frau, die sich ihren Dämonen stellt. Vor vielen Jahren, als Ingrid die Welt nicht mehr aushielt, nahm sie ihre Sachen und verschwand. Raus aus dem kleinen, erdrückenden Vorort und dem Haus mit ihrer kranken Mutter, weg von dem Gedanken an Moritz, der nicht zu ihr stand. Doch jetzt ist sie schon Jahre in der Großstadt, und die Luft wird immer dünner. Ihr Bruder vertickt Drogen und ihre Kollegin in der Live-Sex-Bar liefert sie ans Messer. Als alle sie verraten haben, wird ihr klar: Wohin sie auch geht, ihre Erinnerungen nimmt sie mit. Und die Überzeugung, nichts wert zu sein. Um das zum Verschwinden zu bringen, muss Ingrid endlich handeln. Am Silvesterabend fliegt sie nach New York ...

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Liczba stron: 195

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Über dieses Buch:

Sätze wie Atemzüge, gestoßen aus einem Körper, der dem Druck nicht mehr standhält. Eine Sprache im Einklang mit der inneren Bewegung der Protagonistin, die an ihren Gedanken entlanggleitet, die Glasglocke abtastend, in der sie eingeschlossen ist. Eine physische Sprache, die sich am körperlichen Empfinden der Heldin orientiert, an ihrer Taubheit, an ihrer Entfremdung von sich selbst.

Julia Wolf erzählt mit außerordentlicher stilistischer Begabung von einer jungen Frau, die sich ihren Dämonen stellt. Vor vielen Jahren, als Ingrid die Welt nicht mehr aushielt, nahm sie ihre Sachen und verschwand. Raus aus dem kleinen, erdrückenden Vorort und dem Haus mit ihrer kranken Mutter, weg von dem Gedanken an Moritz, der nicht zu ihr stand. Doch jetzt ist sie schon Jahre in der Großstadt, und die Luft wird immer dünner. Ihr Bruder vertickt Drogen und ihre Kollegin in der Live-Sex-Bar liefert sie ans Messer. Als alle sie verraten haben, wird ihr klar: Wohin sie auch geht, ihre Erinnerungen nimmt sie mit. Und die Überzeugung, nichts wert zu sein. Um das zum Verschwinden zu bringen, muss Ingrid endlich handeln. Am Silvesterabend fliegt sie nach New York …

Julia Wolf

ALLES IST JETZT

Roman

EINS

Über mir wiegen sich Maiskolben im Wind. Ich liege auf der Erde, mein Nachthemd ist klamm, meine Füße schmerzen vor Kälte. Es raschelt im Feld, und das Gesicht meiner Mutter taucht auf, in ihren Augen stehen Tränen. Ihr Mund ein kleines Tier auf meinen Wangen, feuchte Küsse, ein Flüstern: Da bist du ja, da bist du ja.

Stunden sind vergangen, Lichtjahre, noch ist Ingrid sehr weit weg.

Ich liebe dich, schreit es von irgendwoher.

Ingrid stürzt und ist wach. Um sie herum ist es dunkel. Ingrid hat die Decke über den Kopf gezogen, liegt in einer Höhle aus Atem und Herzschlag. Sie liegt unter der Decke und horcht, Ingrid atmet. Im Flur geht der Schlüssel im Schloss.

Hallo?

Ingrid kennt die Stimme, sie kennt die Frau, die in den Flur tritt, die Hand an der Klinke. Das ist Jenny. Ingrid weiß, Jenny steht dort mit geröteten Wangen, in ihrer eigenen Höhle, einer Glocke aus Atem und kalter Luft. Jenny steht da und wartet. Als eine Antwort ausbleibt, versetzt sie der Wohnungstür einen Stoß. Das Linoleum knarrt, Igitt, hört Ingrid Jenny sagen. Jetzt hat sie einen Blick in die Küche geworfen. Ingrid hört Jenny seufzen, sie hört, wie Jenny den Mantel ablegt, das Wasser aufdreht, anfängt, mit Putzzeug, Geschirr zu hantieren. Es klappert und scheppert und rauscht aus der Küche, aus dem Radio ertönt Weihnachtsmusik. Ingrid liegt still, stellt sich vor, wie das Weiß ihrer Augen im Dunkel leuchtet. Nach einer Weile dreht Jenny Radio und Wasser ab, ihre Schritte nähern sich dem Bett. Jenny lässt sich auf der Bettkante nieder. Ingrid bemerkt erst jetzt den Luftzug an ihrem Bein, ihr Knie ragt unter der Decke hervor. Jennys Finger malt Kreise auf Ingrids Knie, kleine, drängende Kreise, das kitzelt. Ingrid bewegt sich trotzdem nicht.

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