Wildpflanzen - Dr. Brunhilde Bross-Burkhardt - ebook

Wildpflanzen ebook

Dr. Brunhilde Bross-Burkhardt

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Opis

Wildpflanzen sind robust und pflegeleicht und sie bereichern unser Lebensumfeld mit interessanten Wuchsformen, Blattgestalten und Bluten. Bei Auswahl standortgerechter Arten ergeben sich dauerhafte Pflanzungen, die wenig Pflege brauchen und sich auch gegen Wildwuchs behaupten können. Dazu bieten die Wildpflanzen Nahrung und Unterschlupf fur Bienen, Schmetterlinge, Amphibien und kleine Säugetiere, die Schutz und Förderung brauchen.

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Vorwort

Gärten sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie bewirtschaften. Die einen bevorzugen aufgeräumte, geputzte Gärten mit vielen Immergrünen. Bei anderen kann es nicht bunt genug sein mit einer Fülle von Pflanzen aus allen Weltregionen. Oder es gibt das andere Extrem – verwildernde Gärten ohne Form und Pflege.

Gärten – Hausgärten, Kleingärten und Pachtgärten – sind jedoch keine Wildnis, sondern gestaltetes und genutztes Kulturland. Ich möchte Ihnen in diesem Buch eine weitere Variante der Bepflanzung vorstellen: bewusst mit standortgerechten, einheimischen Stauden und Gehölzen gestaltete Gärten oder Gartenteile, vielfältig und interessant im Wechsel der Jahreszeiten und gleichzeitig pflegeleicht dank guter Pflanzenauswahl entsprechend den Standortbedingungen.

Ich möchte Ihnen einheimische Stauden und Gehölze präsentieren beziehungsweise solche Arten mit natürlicher Verbreitung zwischen den Alpen und der Nord- und Ostsee, ausgenommen alpine Gewächse und Sumpf- und Wasserpflanzen. Auch wichtige gärtnerische Auslesen, zum Beispiel Sorten vom Blutweiderich oder von Glockenblumen, werden erwähnt. Die ausgewählten Arten breiten sich mäßig aus und konkurrieren gut mit lästigen Wildpflanzen wie dem Giersch. Wildpflanzen haben also viele Vorzüge, man muss sie nur kennen und für ansprechende Gartengestaltung zu nutzen wissen.

 

Dr. Brunhilde Bross-Burkhardt

Langenburg, im Januar 2013

WildpflanzenNutzen für Mensch und Natur

 

Entwicklung der Vegetation

Das Pflanzenkleid der Erde ändert sich fortlaufend im großen Maßstab und auch im kleinen Gartenraum. Pflanzen breiten sich im Zuge von klimatischen Änderungen aus oder ziehen sich zurück. Sehr viele Faktoren sind dafür verantwortlich, wie sich Pflanzenbestände an einem bestimmten Ort (auf Wiesen, an Wegrändern und in Wäldern) zusammensetzen. Einen starken Einfluss übt der Mensch durch sein Siedeln und Wirtschaften, also durch die Inanspruchnahme des Landes aus. Und er greift aktiv durch das Einbringen von Pflanzen aus anderen Weltregionen und durch züchterische Bearbeitung ein.

Einheimische und eingebürgerte Gewächse

In diesem größeren räumlichen und gesellschaftlichen sowie im zeitlichen Zusammenhang muss auch der Begriff „Wildpflanzen“ geklärt werden. Im Prinzip handelt es sich um Einjährige, Zweijährige, Stauden und Gehölze, die in der freien Natur wachsen. Doch welche Pflanzenherkünfte dazuzählen und ob auch durch die Züchtung bearbeitete Wildpflanzen dazugehören, das kommt auf die Sichtweise an. Botaniker verstehen unter dem Begriff nämlich etwas anderes als Staudengärtner. Für die Gärtner sind Wildstauden solche, die nicht züchterisch bearbeitet worden sind und durchaus aus anderen Weltregionen stammen können, während Botaniker darunter einheimische Arten verstehen.

 

Urwüchsig oder Neophyt?Als urwüchsig gelten Pflanzen, die vor der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, also vor 1492, in unserem Gebiet vorkamen und sich eigenständig fortgepflanzt haben. Viele dieser Pflanzen sind vorher aus dem Mittelmeerraum oder aus dem angrenzenden Westasien in unser Gebiet gelangt. Diese Pflanzengruppe der sogenannten Archäophyten wird nach allgemeiner Übereinkunft – etwas vereinfacht – auch als einheimisch bezeichnet.

Alle Arten, die danach in unser Gebiet gelangten, werden demgegenüber als Neophyten bezeichnet. Im üblichen Sprachgebrauch wird der Begriff jedoch etwas anders verwendet, eher mit negativem Beiklang für Pflanzen mit starkem Ausbreitungsdrang, die die heimische Flora bedrängen, also invasive Arten wie Drüsen-Springkraut oder Herkulesstaude.

 

Unter den Überbegriff Neophyten fallen nicht nur eingewanderte Arten, sondern auch Gartenflüchtlinge, die ursprünglich als Zier- oder Nutzpflanzen in Gärten kultiviert worden sind und sich in der freien Natur ausbreiten, zum Beispiel die Kanadische Goldrute oder die Nachtkerzen, die wir in unseren Gärten nicht missen wollen. Diese Gartenflüchtlinge haben sich auf Dauer in der heimischen Flora eingebürgert. Invasive Arten wie die Goldrute sollten dennoch im Garten nur mit Vorsicht verwendet werden.

Küchenschelle am Naturstandort. 

Züchterisch bearbeitete Küchenschelle.

Dieses Buch stellt ursprünglich in Mitteleuropa heimische Arten sowie Neophyten vor, die in etwa im Gebiet von den Alpen bis zur Nord- und Ostsee, vom Plattensee bis zum Rhein vorkommen. Die ausgewählten Ein- und Zweijährigen, Stauden und Gehölze sind so anpassungsfähig, dass sie in den meisten Gärten kultiviert werden können. Auf Pflanzen mit speziellen Standortansprüchen, beispielsweise auf alpine Pflanzen oder Wasserpflanzen, sowie auf Arten, die sich stark vermehren, wurde verzichtet. Allerdings ist nicht jede mitteleuropäische Wildpflanze auch überall in Mitteleuropa heimisch – etwa viele Arten aus dem Osten Mitteleuropas sind im Westen als Exoten zu werten und umgekehrt.

Zuchtformen von Wildpflanzen

In großen Wildpflanzenbeständen sieht man gelegentlich einzelne Exemplare mit abweichenden Wuchseigenschaften oder andersfarbenen oder gefüllten Blüten, beispielsweise weiß blühende Duft-Veilchen, Glockenblumen, Wiesen-Salbei oder Wiesen-Storchschnabel. Pflanzenkenner und -züchter haben solche „Abweichler“ von jeher in gärtnerische Kultur genommen, sodann weitervermehrt und als Sorten in den Handel gebracht. Solche Gärtnerauslesen wachsen etwas größer, tragen mehr und größere Blüten, zeigen ausgeprägtere Farben oder duften intensiver. Besonders deutlich sieht man den Unterschied bei der Küchenschelle. Die wild wachsenden Exemplare auf Trockenwiesen sind relativ klein und unscheinbar gegenüber den Zuchtformen im Handel, die zur selben Art gehören, aber doch eben züchterisch bearbeitet sind. Ein größeres Problem für Naturgärtner stellen jene Pflanzen dar, die zwar unter dem Namen einer heimischen Art angeboten werden, aber Kreuzungen mit oder ausschließlich von exotischen Arten sind, wie etwa bei der Sibirischen oder Wiesen-Schwertlilie.

Refugium Garten

Was in unseren Gärten grünt und blüht, hängt also zum Teil von der Verbreitung der Pflanzen in den Naturräumen beziehungsweise von der Pflanzenzüchtung und dem Angebot der Gärtnereien ab. Nicht zu vernachlässigen sind allerdings die sehr speziellen Standortbedingungen jedes einzelnen Gartens.

Verschiedene Gartenbereiche

Jeder Garten hat seine eigene Topografie, seine eigene Geländeform und Exposition. Hinzu kommt die landschaftsgärtnerische Grundgestaltung, die Terrassierung und Gliederung durch Bauwerke und Wege. An diese baulichen Gegebenheiten muss sich die Bepflanzung anpassen.

Gärten setzen sich aus verschiedenen Bereichen zusammen, wobei nicht alle in jedem Garten vorhanden sein müssen: Es gibt Grünflächen und Wiesen, flache Beete und Rabatten, Böschungen und Mauern, halbschattige Partien im Gebäudeschatten und am Gehölzrand, völlig schattige Flächen unter Bäumen sowie trockene Bereiche unter Dachtraufen und unter Hecken. Und – nicht zu vergessen – die Vertikale an Wänden, Zäunen, Bögen und Pergolen.

Im Laufe der Zeit, mit dem Älterwerden des Gartens, verschieben sich die Anteile der Bereiche. Durch den Gehölzaufwuchs werden schon länger angelegte Gärten zunehmend schattig. Dem passt sich die Vegetation an.

Königskerzen entwickeln sich auch bei geringstem Platzangebot.

Standortgerechte Bepflanzung

Die natürliche Vegetation bietet für alle erwähnten Bereiche und Gestaltungssituationen im Garten eine reiche Auswahl an Pflanzen mit hohem Zierwert. Wildstauden lassen sich in sonnige Beete und Rabatten mit Prachtstauden und Rosen integrieren. Auf halbschattigen und schattigen Standorten unter Sträuchern und Bäumen sowie bei speziellen Bodenvoraussetzungen sind Wildpflanzen die bestmögliche Besetzung. Interessant ist eine Bepflanzung an Rändern und Säumen, entlang von Hecken, Wegen oder Zufahrten. Ideal sind sie ebenfalls für sehr große Grundstücke oder für Wochenendgrundstücke, die nur extensiv bewirtschaftet werden können.

In jedem Garten gibt es andere Standortbedingungen. Ein Garten mit durchlässigem Sandboden wird ein anderes Pflanzenkleid tragen als einer mit schwerem Lehmboden oder einer mit dünner Bodenkruste über Muschelkalkfelsen. Eine große Rolle spielt auch die Bodenreaktion, die neutral, sauer oder alkalisch sein kann und anhand des pH-Werts bestimmt wird. Ebenso große Unterschiede gibt es bei Gärten mit hohem Baumbewuchs und solchen in freier Lage mit Trockenheit und Hitze. Naturgemäß sind in jedem Garten selbst auch kleinräumig die Standortvoraussetzungen sehr unterschiedlich, vor allem was die Sonneneinstrahlung angeht.

Die Kunst des Gärtnerns besteht also darin, für jeden Bereich und für jeden Standort die passenden Gewächse auszuwählen. Man sollte nicht versuchen, auf einem kalkhaltigen Muschelkalkverwitterungsboden säurelieben- den Rhododendron anzupflanzen oder einen Magerrasen auf nährstoffreichem Boden anzulegen. Oder den Feuchtigkeit liebenden Wasserdost auf einen trockenen Boden zu verbannen. Wer diesen Grundsatz des standortgerechten Pflanzens beherzigt, wird viel Freude an den Gartengewächsen haben.

Blutweiderich und Rainfarn gedeihen am passenden Standort prächtig.

Die wichtigsten Standortfaktoren

•Sonneneinstrahlung (sonnig, absonnig, halbschattig, schattig)

•Boden: Bodenart (sandig, lehmig, tonig)

•Bodenfeuchtigkeit (trocken, feucht, frisch)

•Boden: pH-Wert 1-14 (sauer, neutral, alkalisch)

•Boden: Humusgehalt

•Boden: Nährstoffgehalt

•Wind

•Temperatur

•Niederschlag

Gartenglück durch Wildpflanzen

Viele positive Eigenschaften verbinden sich mit der Anpflanzung und Ansaat von Wildpflanzen. Mit etwas Glück ergeben sich stabile Pflanzkombinationen, die kaum Pflege und so gut wie keine Düngung brauchen, außer eventuell gelegentlichen Kompostgaben. Man muss die Wildgewächse kaum stutzen und schneiden. Ein Wildpflanzengarten spart also Zeit.

Und noch etwas spricht für Wildpflanzen: Die Stauden und Gehölze sind auf Dauerhaftigkeit angelegt, sie brauchen nicht zu jeder Saison ausgewechselt zu werden, sondern sollen möglichst lange überdauern. Viele von ihnen lassen sich leicht selbst vermehren. Für die Gärtner bedeutet das, dass sie nicht ständig vertrocknete, erfrorene oder aus anderen Gründen eingegangene Exemplare ersetzen müssen. Ein- und Zweijährige sind in einer bunten Vielfalt verfügbar und samen sich an passenden Stellen immer wieder selbst aus. Im Endeffekt müssen Gartenbesitzer viel weniger Zeit, Geld und Energie aufbringen, wenn sie den Garten mit standortgerecht ausgewählten Wildpflanzen gestalten. Ein solcher Garten kann im besten Sinne als nachhaltig bezeichnet werden.

 

Die Stinkende Nieswurz blüht mitten im Winter und ist deshalb eine wichtige Insektenweide.

Ästhetischer und ökologischer Wert von Wildpflanzen

Wildpflanzen brauchen sich, was ihren Zierwert angeht, nicht hinter Prachtstauden aus Amerika oder Asien zu verstecken. Sie bereichern unser Lebensumfeld mit interessanter Gestalt oder besonderen Blatt- und Blüteneigenschaften. Mit ihnen lässt sich ebenso wirkungsvoll gestalten wie mit Zierformen.

Denken Sie nur an blattschöne Gestalten wie den Wurmfarn mit seinen dekorativen Blattwedeln oder an den Hirschzungenfarn mit seinen langen, zungenförmigen Blättern. Wertvoll sind immergrüne Stauden, deren Blätter den Garten im Winter lebendig erscheinen lassen. Besonders interessant ist die stämmige Stinkende Nieswurz mit ihren dunkelgrünen, handförmig geteilten Blättern, die mitten im Winter blüht. Wintergrün ist auch die Haselwurz. Efeu und Kleines Immergrün breiten das ganze Jahr über ihre beblätterten Triebe wie eine grüne Decke aus. Auch an wintergrüne Gräser sollte man denken, wie an die Wald-Hainsimse und die Schnee-Hainsimse, auch Marbel genannt, oder an immergrüne Stauden mit polsterförmigem Wuchs wie Polsternelken oder Grasnelken.

Glockenblume und Sterndolde bezaubern mit ihren zarten Blüten. Und manche Wildpflanzen schenken uns ihren Duft – Maiglöckchen oder Seifenkraut.

Viele Wildstauden sind auch im Verblühen und mit Fruchtständen noch schön, zum Beispiel Lein oder Türkenbund.

Nahrungsquelle für Bienen, Schwebfliegen und Co.

Wildstauden und Wildgehölze bieten, wie auch viele Ziergewächse, Honig- und Wildbienen einen reich gedeckten Tisch mit Pollen und Nektar. Bienen bedanken sich mit der Bestäubung beispielsweise von Obstgehölzen und schenken uns Honig.

Blühkalender  

Hier finden Sie Wildpflanzen, die Honig- und Wildbienen und Schmetterlingen Nahrung geben. Wählen Sie die Pflanzen für Ihren Garten so aus, dass möglichst das ganze Jahr über, auch im Winter, etwas blüht. Mit den in der Tabelle aufgeführten Pflanzen gelingt dies leicht. Hummeln fliegen übrigens auch bei Kälte und sind deshalb im Winter auf Blütenpflanzen angewiesen!

  

Januar-Februar

Kornelkirsche (Cornus mas)

Sal-Weide (Salix caprea)

Schnee-Heide (Erica carnea)

Seidelbast (Daphne mezereum)

Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)

März-April

Blaustern (Scilla)

Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)

Gewöhnliches Leberblümchen (Hepatica nobilis)

Hohler Lerchensporn (Corydalis cava)

Lungenkraut (Pulsatilla)

Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens)

Schlüsselblume (Primula)

Steinkraut (Alyssum)

Mai-Juni

Margerite (Leucanthemum)

Futter-Esparsette (Onobrychis viciifolia)

Flockenblume (Centaurea)

Glockenblumen (Campanula)

Fetthenne (Sedum)

Juli-August

Echter Baldrian (Valeriana officinalis)

Bergminze (Calamintha)

Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria)

Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare)

Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea)

Kugeldistel (Echinops)

Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

September-Oktober

Gewöhnlicher Efeu (Hedera helix)

Waldfetthenne (Hylotelephium, syn. Sedum telephium)

Besenheide (Calluna vulgaris)

November-Dezember

Gewöhnlicher Efeu (Hedera helix)

 

Eidechsen fühlen sich an trockenen Plätzen wohl und sind in der Fetthenne fast unsichtbar.

Falterblumen 

Jeder, der einen Garten betreut, freut sich über den Besuch von Tagpfauenauge und Zitronenfalter. Es sind Düfte und Farben, die Schmetterlinge anlocken. Die purpurfarbenen Blüten der Flockenblume gefallen dem Schachbrett sehr gut und auf das duftende Geißblatt „fliegt“ der Mittlere Weinschwärmer. Der Distelfalter trinkt an Korbblütlern wie Disteln oder Flockenblumen Nektar. Der Kaisermantel holt sich Nektar an Disteln und Dost.

Welche Falter die Blütenpflanzen besuchen, hängt auch von der Tiefe und Enge der Blütenröhre ab. Bei Nelken-Arten, Primeln, Disteln und Karde mit tiefen Blütenröhren können nur Tagfalter mit einer Rüssellänge von bis zu 28 mm und Schwärmer mit einer Rüssellänge von bis zu 80 mm die Nektarquelle erreichen. Bei Nachtfalterblumen ist die Blütenkrone noch enger und tiefer. Stark duftende Blumen mit weißen, gelben oder blasspurpurnen Tönen, wie Geißblatt, Nachtkerze, Türkenbund und Seifenkraut, gehören dazu.

Einige Schmetterlingsarten überwintern als ausgewachsene Tiere in Bäumen und Sträuchern. Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, C-Falter und Zitronenfalter machen sich bereits sehr früh im Jahr auf die Suche nach Nektar. Sie finden ihn zum Beispiel an Schnee-Heide, Blaukissen und Felsen-Steinkraut. 

Spätblühende Fetthenne-Arten werden besonders vom Kleinen Fuchs besucht, der sich an ihnen vor der Überwinterung noch Nahrung holt. Die anderen überwinternden Arten sind ebenfalls auf späte Nahrungsquellen angewiesen.

Lebensraum für Amphibien und Vögel

Es ist wichtig, Tieren vielfältigste Lebensräume und Futterquellen anzubieten. In Steingärten oder auf Trockenmauern finden sich die Wärme liebenden Eidechsen, sogar Smaragdeidechsen, ein. Fruchtende Pflanzen bieten Vögeln Nahrung. Distelfinken und Dompfaffen picken die Körner aus Korbblütlern. Deswegen sollte man abgeblühte Stauden im Herbst möglichst stehen lassen.

Welche Wildpflanzepasst in meinen Garten?

 

Kein Garten gleicht dem anderen. Jeder Garten ist anders zugeschnitten, hat seinen eigenen Grundriss mit Grenzverläufen und Wegeführung und seine eigene Einteilung in Freiflächen und Gehölzbereiche: Da gibt es sonnige Rabatten oder Beete, trockene Böschungen und Steingartenpartien sowie schattige Bereiche hinter Gebäuden oder unter Bäumen und Sträuchern.