Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann - Christian August Vulpius - ebook

Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann ebook

Christian August Vulpius

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Opis

Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann” war der ganz große Bestseller der Epoche des Klassischen Weimar. Sein Verfasser: Goethes Schwager Christian August Vulpius. Die wildromantische Legende um den Räuberhauptmann Rinaldini faszinierte die damalige Gesellschaft so sehr, dass sie alle Verkaufsrekorde brach. Ein sizilianischer Bauernsohn geht 1780 in die Berge und trommelt eine Banditenbande zusammen. Gemeinsam überfallen sie Klöster und haben es auf die Geldbeutel der Reichen abgesehen. Die Gesetzeshüter sind schon lange hinter dem Kopf der Bande her. Doch erst als seine Schwäche für Frauenzimmer den Räuberhauptmann immer unvorsichtiger werden lässt, scheint seine Gefangennahme unausweichlich. Es ist die wahre Geschichte des Räubers Capitano Angelo Duca, die Vulpius 1799 als Vorlage für seinen weltberühmten Räuberroman diente.

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Christian August Vulpius

Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann

Warschau 2018

Inhalt

Erster Teil

Erstes Buch

Zweites Buch

Drittes Buch

Viertes Buch

Zweiter Teil

Fünftes Buch

Sechstes Buch

Siebentes Buch

Achtes Buch

Dritter Teil

Neuntes Buch

Zehntes Buch

Elftes Buch

Zwölftes Buch

Dreizehntes Buch

Vierter Teil

Vierzehntes Buch

Fünfzehntes Buch

Sechzehntes Buch

Siebzehntes Buch

Erster Teil

Nunquam ad liquidum fama perducitur

Q. CURTIUS

Ganz Italien spricht von ihm; die Apenninen und die Täler Siziliens hallen wider von dem Namen Rinaldini. Er lebt in den Canzonetten der Florentiner, in den Gesängen der Kalabresen, und in den Romanzen der Sizilianer. Er ist der Held der Erzählungen in Kalabrien und Sizilien. Am Vesuv und am Ätna unterhält man Rinaldinis Taten. Die geschwätzigen Städtebewohner Kalabriens versammeln sich abends vor ihren Häusern und jeder in der Versammlung weiß ein Geschichtchen von dem valoroso Capitano Rinaldini zu erzählen. Es ist ein Vergnügen, sie darinnen wetteifern zu hören. Die Hirten in Siziliens Tälern unterhalten sich wechselseits mit Rinaldinis Abenteuern, und der einsilbige Landmann, der des Tages Last und Hitze trug, wird belebt, wenn er des Abends im Zirkel seiner Bekannten von Rinaldini sprechen kann. Weib und Mädchen, Jünglinge und Knaben hören mit Entzücken ihre Väter und Männer von Rinaldini sprechen. Kein Schlaf kommt in ihre Augen, will der Hausvater bei der Arbeit sie munter erhalten, und erzählt von Rinaldini. Er ist der Held der Erzählungen in den einsamen Wachttürmen der verschlossenen Soldaten an der Küste, und gibt den Seeleuten Stoff zur Unterhaltung, wenn die Langeweile eines müßigen Landlebens oder einer Windstille auf dem Meere sie quält. Von Verdecken wie von Berggipfeln, in Spinnstuben wie in blumigen Tälern ertönen die Canzonetten, die auf Rinaldini gedichtet wurden, und über so manche küßliche Lippe schleicht harmonisch der Sang:

»An der lauten Meeresküste, In dem Tal, in Feld und Wald, In der öden Berge Wüste Such ich deinen Aufenthalt.

Rinaldini! dich zu finden Eil' ich ängstlich durch die Flur, Und um mich Verlaßne schwinden Alle Reize der Natur.«

Sanfte Rosa, die Betrübte, Die ihn im Gefecht verlor. Ängstlich weinte die Geliebte, Die Rinaldo sich erkor.

Sieh, da glänzt' im Mondenschimmer Hell ein aufgespanntes Rohr. Rosa sah des Rohrs Geflimmer, Das in Büschen sich verlor.

»Ach dahin! Ich werd' ihn finden, Sagt des Herzens Ahnung mir. Und wenn alle Sterne schwinden, Zeigt die Liebe Pfade mir.

Saht ihr nicht, ihr hellen Sterne, Saht ihr nicht den kühnen Mann, Den ich suche nah und ferne, Ach! und ihn nicht finden kann?

Husch! und horch! es rauscht dort drüben, Ha! es pfeift! Das ist sein Ton. Ja! ich find ihn, meinen Lieben, Seine Stimme hör' ich schon.« u. s. w.

Wollen wir sie nicht auch hören? – Wenn's gefällig ist, herbei! Hier ist Rinaldini's Geschichte. Die Abenteuer, welche man von ihm erzählt, sind geordnet, wie es die Zeitfolge fordert, und wenn die Erzählung derselben meinen Lesern nur halb soviel Vergnügen macht; nur halb soviel Unterhaltung gewährt, als das bei Kalabriens und Siziliens Bewohnern, als es bei Florentinern und Römern ganz der Fall ist: so werden sie das Buch, zu welchem Neugier oder Langeweile sie führte, nicht unbefriedigt aus den Händen legen. – Das ist es, was ich wünsche!

Geschrieben am Rosalientage 1798; renoviert zur dritten Auflage, an meinem Geburtstage, den 22. Jänner 1800; zur vierten Auflage, an Helenens Namenstage, 1801. Erneuert zur fünften, rechtmäßigen Auflage (die fremden Ausgaben, Nachdrucke, Bearbeitungen und Übersetzungen ungerechnet,) neu bearbeitet, von dem Verfasser. Geschrieben am Tage Maria Himmelfahrt, 1823.

Erstes Buch

Die Liebe neckt im Aufenthalte Der Furcht, wie sie im Freien neckt; Was hat in Höhlen, was im Walde, Nicht schon ihr Rosenflug bedeckt?

Stürmisch brauste der Wind, tobend wie empörte Meereswogen, über den Nacken der hohen Apenninen, schüttelte die Wipfel hundertjähriger Eichen und beugte das schwankende Gesträuch der Flamme des Feuers zu, an welchem nahe bei einer steilen Felsenwand, in einem kleinen Tale, Rinaldo und Altaverde saßen. Die Nacht war dunkel, dichte Wolken verschleierten den Mond, und kein lächelnder Stern funkelte am Himmel.

Altaverde Ist das doch eine Sturmnacht, wie ich kaum noch eine erlebt habe! – Rinaldo! schläfst du?

Rinaldo Ich sollte schlafen? – Ich habe das Wetter gern so wie es jetzt ist. – O! es stürmt hier und dort, um uns, neben uns, in mir, und überall.

Altaverde Hauptmann, du bist nicht mehr der, der du warst.

Rinaldo Wohl wahr! – Einst war ich ein unschuldiger Knabe, und jetzt –

Altaverde Bist du verliebt?

Rinaldo Bin ich ein Räuberhauptmann?

Altaverde Hat dir das deine Donna angesehen? – Wer hält dich nicht, wenn du dich in großen Städten zeigst, für den reichsten Marchese aus dem edelsten Hause?

Rinaldo Und dennoch setzt man Preise auf meinen Kopf.

Altaverde Wer will sie verdienen?

Rinaldo Vielleicht selbst einer der Unsrigen.

Altaverde Pfui! So handeln die nicht, die dir den Eid der Treue geschworen haben.

Rinaldo O! sie sind Menschen! und böse Menschen. Denn gut wirst du uns doch alle, beim Teufel! nicht nennen wollen?

Altaverde Daß ich mit dir jetzt darüber stritt! Du hast üble Laune. – Was hilft jetzt das Grübeln und Grillisieren? Nun ist's zu spät.

Rinaldo Wehe mir und dir, und uns allen, daß es zu spät ist! – O! Altaverde! welchen Tod werden wir sterben?

Altaverde Den, der uns zugedacht ist. – Der Eingang ins Leben ist ein Pfad, den Könige und Bettler auf gleiche Art betreten. Der Ausgang hat vielerlei Pforten. Ob wir durch die Mittel- oder Seitentür hinauskommen, ist einerlei. Hinaus läßt man uns gewiß. – Hauptmann! seit du verliebt bist, ist mit dir gar nicht zu sprechen. – Wer zog dich unter uns?

Rinaldo Mein Schicksal, mein Leichtsinn.

Altaverde So hadere mit diesem, und wüte nicht gegen dich selbst. – Wo du stehst, stehst du nun einmal. Jetzt kannst du für dich nichts mehr tun, als aufmerksam sein, vorsichtig zu stehen. Stehst du so, so hast du das deinige getan. Fällst du, so ist es nicht deine Schuld. – Gehe hin und diene einem Staate mit Gut und Blut, mit Leib und Leben, mit Denken, Wissen, Wirken und Wollen, nach allen deinen Kräften, und vermodere, wenn's Glück gut ist, im Kerker unschuldig. Oder, gibt es keine Beispiele? Die alte und neue Geschichte wird dir welche zeigen. Wie so mancher Wohltäter eines Staates starb in Ketten? – Stirbst du so, so kannst du wenigstens nicht über Undank klagen.

Rinaldo Ich kenne dich, wenn du in's Deraisonnieren kommst.

Altaverde Und ich dich auch, wenn du in's Grübeln kommst. – Mein Deraisonnieren, wie du es nennst, macht mich zum Stoiker. Dein Grübeln taugt nichts, und macht dich unleidlich. – Was wärst du denn jetzt wohl, wenn du in Ostiala geblieben wärst und deines Vaters Ziegen länger gehütet hättet?

Rinaldo Was ich jetzt nicht bin. Ein ehrlicher Mensch.

Altaverde Du hast Handlungen ausgeübt, um die dich die edelsten Menschen beneiden müssen.

Rinaldo Sie haben keinen Wert. Ein Räuber übte sie aus.

Altaverde Das kann wahrlich den edlen Handlungen nichts von ihrem Werte benehmen! –

Rinaldo Wer ein unedles Gewerbe treibt, kann nebenbei kein edles treiben.

Altaverde Verflucht! was du da sagst! – Sind dir nicht Freudentränen geflossen? Hat man dich nicht im Gebete eingeschlossen? Hat man dich nicht gesegnet?

Rinaldo Ach! man wußte nicht, daß man einen Räuber segnete.

Altaverde Martere dich nicht selbst ab!

Rinaldo O! mein Geschick, hätten sie mich bei meinen Ziegen gelassen! – Ich sage dir, ich kann mich meiner Taten weder rühmen noch freuen, denn, wenn auch einige darunter gut gewesen sein sollten, so waren doch der bösen weit mehrere, die mich einst noch zum Rabensteine führen werden.

Altaverde Bist du schon dort? – Laß mich schlafen. – Gute Nacht!

Altaverde schlief wirklich gleich ein. Rinaldo ergriff seufzend seine Gitarre, spielte und sang:

Ach! wie war ich sonst so fröhlich In der Unschuld Blumental! Kannte keine bangen Sorgen, Kannte weder Leid noch Qual. Frohe Unschuld scherzte traulich, Scherzte hold und sanft mit mir; Und umgeben mit Verbrechen, Sitz' ich jetzo klagend hier.

Heiter blickt' ich sonst zum Himmel, Selbst, wie er, so klar und rein, Konnte meine sanfte Seele Seiner Reinheit Spiegel sein. Und jetzt finster, wie die Nächte, Die mein Unmut hier durchwacht, Hat das Laster meine Seele Dunkler als die Nacht gemacht.

Von mir floh mit bangem Beben, Von mir wich mein guter Geist. Ich empfinde, voll Verzweiflung, Wie die Ruh sich von mir reißt. Blumenketten sind zerrissen, Und des Lasters Fessel drückt, Ach! mit namenlosen Schmerzen Nieder, was mich sonst beglückt.

Da schlug eine von den wachsamen Doggen, die vor dem Feuer lagen, an. Altaverde fuhr auf, griff nach dem Rohre, und Rinaldo hatte noch nicht sein Wer da? gerufen, als er schon das Zeichen erhielt, es nahe sich einer ihrer Kameraden. Die Hunde schwiegen, und Nikolo trat herzu.

Nikolo Ich habe euch melden sollen, daß in der Ferne Maultierglocken gehört werden.

Altaverde Ihr liegt doch noch alle bei der Klause?

Nikolo So ziemlich. – Pietro und Giambattista ausgenommen, die auf's Kundschaften ausgegangen sind, sind die andern dreißig noch alle beisammen.

Altaverde Ist Girolamo bei euch?

Nikolo Ja. – Er freut sich schon auf die Maultiere.

Rinaldo Altaverde! wenn du doch zu ihm gingst. Du kennst Girolamo und weißt, daß Behutsamkeit seine Sache nicht ist. – Schicke mir Cinthio. Ich will ihn hier erwarten. – Ach! wenn ihr Blut schonen könnt, –

Altaverde Ja doch! wenn's sein kann.

Sie gingen. – Rinaldo warf Holz ins Feuer, legte sich unter einen Baum und zog den Mantel über den Kopf. Über ihn dahin brauste wild der Sturm, und laut auf knisterte das dürre Holz im Feuer.

»Ach!« – seufzte er; – »all' ihr Heiligen und guten Engel! beschützt mich! betete ich sonst mit Zuversicht, wenn ich meine Augen schließen wollte. Jetzt kann ich nicht beten und kein Auge schließen. O! daß ich weinen könnte!«

Die Hunde schlugen an. Er warf den Mantel von sich, fuhr auf und griff nach den Pistolen. Die Hunde sprangen einen Menschen an. Rinaldo rief sie zurück, trat näher und sah einen ehrwürdigen Greis, mit weißem Haar und Barte, in einem braunen Gewande, vor sich stehen. Er hielt in der Rechten einen Stab, in der Linken eine ausgelöschte Laterne, und ein kleines Hündchen kroch ängstlich an ihn an.

»Wer bist du?« – redete ihn Rinaldo an, als die Doggen zum Schweigen gebracht waren.

Der Greis Ich bin unter dem Namen des Bruders vom Berge Oriolo bekannt, komme aus dem nächsten Städtchen, wo ich mir, wie gewöhnlich, meinen kleinen, nötigen Proviant bestellt habe, und wandere meiner Klause zu. Der Sturm hat mir das Licht meiner Laterne ausgelöscht, und, so gut ich auch sonst die Gegend kenne, bin ich doch, wie ich jetzt merke, auf einen Abweg geraten. Erlaube mir mein Licht anzuzünden. Ich will mich dann schon wieder finden. – Schlaf wohl!

Rinaldo Alter! wofür siehst du mich an?

Der Greis Ich bin froh, dich bei diesem Feuer gefunden zu haben, weil ich nun wieder Licht habe.

Rinaldo Wer glaubst du wohl, daß ich bin?

Der Greis Es kann mir einerlei sein, zu wissen, wer du bist, oder nicht bist. – Die Menschenkenntnis interessiert mich jetzt nicht mehr.

Rinaldo Ich bin in Verlegenheit.

Der Greis Die Menschen in der Welt sind das gewöhnlich. – Ich beklage dich.

Rinaldo Mein Schicksal zwingt mich, in den Tälern der Appeninen umherzuirren. Und Rinaldini, der berüchtigte Räuber, soll diese Täler unsicher machen.

Der Greis So sagt man.

Rinaldo Ich fürchte diesen grausamen Mann.

Der Greis Grausam soll er eben nicht sein, wie es heißt. Ich bin ihm selbst zu Gefallen gegangen. Ich wollte ihn um einen Sicherheitsbrief für meine Hütte bitten.

Rinaldo Irre dich nicht in ihm.

Der Greis So hat es auch nichts zu sagen. – Die Handvoll Jahre, die ich noch zu leben habe, mag er mir nehmen, wenn es Gottes Wille ist. Er wird sie dereinst doch wieder bezahlen müssen. – Steckt er meine Hütte in Brand, so baue ich eine andere. Geld findet er bei mir nicht. Und schlägt er mir mein Paar Ziegen tot, so beschenken mich die Bauern der Nachbarschaft, die mich lieben, gewiß wieder mit einem Paar andern. – Wie Gott will!

Rinaldo Hast du Mangel?

Der Greis Wer entbehren kann, hat nie Mangel.

Rinaldo Ich möchte gern eine gute Handlung ausüben. Nimm diese Börse.

Der Greis Ich mache nicht gern Schulden, die ich nicht bezahlen kann. Ich brauche auch kein Geld. – Schlaf wohl!

Er ging, und Rinaldo wagte es nicht, ihn länger aufzuhalten. – Er warf sich wieder unter dem Baume nieder. Als die Hunde abermals anschlugen, brach schon der Morgen an, und Cinthio kam.

Cinthio Hauptmann, was fehlt dir? Warum willst du nicht mehr gern bei deinen Leuten sein? Du suchst die Einsamkeit, und fällst uns allen auf.

Rinaldo Mir selbst am stärksten. – Ich weiß nicht, wie mir ist.

Cinthio Altaverde nennt dich verliebt.

Rinaldo Auch das bin ich.

Cinthio Nun! Das ist kein Unglück.

Rinaldo Vor vier Tagen lustwandelte ich in einem kleinen Tale, und sah ein Mädchen – Ach Cinthio! es war ein Engel – Sie suchte Beeren. Ich sprach mit ihr. Sie sprach mit mir. So spricht die Unschuld mit dem Laster. – Unsre Leute kamen. Ich mußte sie verlassen, habe sie seit der Zeit nicht wieder gesehen, und weiß nicht, wer und wo sie zu finden ist.

Cinthio So vergiß sie.

Rinaldo Kann ich?

Cinthio Der Mensch kann alles, was er will.

Rinaldo Das ist nicht wahr. Sonst könnte ich ein ehrlicher Mann werden.

Cinthio Mache durch dergleichen Reden die Unsrigen nicht mißmutig. Den Schaden für dich selbst kannst du berechnen.

Rinaldo streckte sich schweigend unter den Baum und entschlummerte endlich. Als er erwachte, schien die Sonne. Sturm und Wolken waren entflohen. Cinthios Gesellschaft hatte sich um zwei seiner Kameraden vermehrt. Sie saßen mit ihm am Feuer und kochten Schokolade.

Cinthio Guten Morgen! Hauptmann!

Die Anderen Guten Morgen!

Rinaldo Ich danke euch. – Gebt mir eine Tasse Schokolade.

Girolamo Echte Spanische Schokolade! – Nun, Hauptmann! Altaverde läßt dich grüßen. Die Maultiere haben wir; drei Stück. Sie waren mit der Bagage eines Neapolitanischen Prinzen beladen und wollten nach Florenz, wohin sie nicht gekommen sind. Groß war die Beute eben nicht.

Rinaldo Sind Menschen dabei geblieben?

Girolamo Alle drei Treiber. – Die Kerle hätten plaudern können. – Es gibt ja mehrere Maultiertreiber in der Welt. – Altaverde teilt jetzt. In einem Kästchen fand er diese Kapsel, die er dir schickt.

Rinaldo nahm, öffnete die Kapsel und fand das Portrait eines schönen Frauenzimmers in Nonnentracht. Auf die Rückseite war das Bild eines jungen Mannes in Uniform gemalt. Die Einfassung war nicht reich, aber geschmackvoll.

Bald darauf kam Altaverde mit einem starken Trupp der Gesellschaft an. Es wurden Gezelte aufgeschlagen, Feuer angemacht; es wurde gekocht und gebraten, gegessen, gespielt, gesungen, getanzt und getrunken.

Rinaldo verabredete mit Altaverde mehrere Sicherheitsmaßregeln, und als die Trupps verteilt und die Posten gehörig besetzt waren, zog sich Rinaldo über den Berg in ein zweites, kleines Tal zurück, wo er sich bei einer Quelle unter einigen Pappeln niederwarf.

Altaverde brachte ihm den Teilungszettel, den er unterzeichnete und gegen Mittag zu seinen lärmenden Kameraden zurückkehrte, wo ihn ein stattliches Mittagsmahl erwartete.

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