Naturheilpraxis für Hunde - Gaby Haag - ebook

Naturheilpraxis für Hunde ebook

Gaby Haag

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Opis

Ein umfassendes Handbuch der Naturheilkunde in aktualisierter Neuauflage 2011 aus der Feder einer erfahrenen Tierheilpraktikerin, das sowohl die Grundprinzipien der einzelnen Therapieformen erklärt als auch eine wertvolle Nachschlaghilfe bei den verschiedensten Erkrankungen bietet. Bespricht Homöopathie, Komplexmittel, Schüssler Salze, Bachblüten, Akupressur, Kräuter, Farb- und Musiktherapie, Kinesiologie, Massage und bewährte Hausmittel.

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Gaby Haag

NATURHEILPRAXIS FÜR HUNDE

KYNOS VERLAG

Gaby Haag ist seit drei Jahrzehnten Heilpraktikerin und Tierheilpraktikerin aus Leidenschaft. Von Kindesalter an lebt sie in enger Gemeinschaft mit vielen Tieren, vor allem aber Hunden und Katzen.

Bei Fragen an die Autorin. E-Mail: [email protected]

Meinen Hunden Dopo, Kemi, Kyron, Allawa, Carino, Mingan und Prem vielen Dank für alles was ich durch sie leben, lieben und lernen durfte.

Fotos und Zeichnungen: Gaby Haag

© 2004 KYNOS VERLAG Dr. Dieter Fleig GmbH

Konrad-Zuse-Straße 3 • 54552 Nerdlen/Daun

Telefon: +49 (0) 6592 957389-0

Telefax: +49 (0) 6592 957389-20

www.kynos-verlag.de

2. überarbeitete Auflage 2011

eBook-Ausgabe der Printversion

eBook-ISBN (epub): 978-3-942335-65-2

ISBN der gedruckten Ausgabe: 978-3-942335-16-4

Mit dem Kauf dieses Buches unterstützen Sie die Kynos Stiftung Hunde helfen heilen www.kynos-stiftung.de

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Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT

WARUM GANZKÖRPERTHERAPIE FÜR HUNDE?

I    THERAPIEFORMEN DER GANZKÖRPERMEDIZIN

Homöopathie

Komplexmittel

Schüssler Salze

Bachblütentherapie

Akupressur

Massage

Wickel, Umschläge, Inhalation

Kräuter

Farblichttherapie

Musiktherapie

Angewandte Kinesiologie

II  ORGANE, KÖRPERSYSTEME UND KRANKHEITEN

Stoffwechsel, Krankheitsentstehung und Entgiftung

Atemsystem

Herz

Verdauungssystem

Harnapparat

Bewegungsapparat

Haut und Fell

Sinnessystem

Blut

Geschlechtsorgane

Hormonsystem

Nervensystem

Lymphsystem

Immunsystem

GEFÜHLSWELT UND EMOTIONALE PROBLEME DES HUNDES

WELPENZEIT UND ALTER

ERSTE HILFE

VORWORT

Der Mensch sucht in zunehmendem Maße alternative, unschädliche Behandlungswege, für sich selbst, aber auch für seine Haustiere und somit auch für den besten Freund des Menschen - den Hund. Obwohl die Schulmedizin oft den Anspruch erhebt, alleinige Heilweise zu sein, gibt es doch eine Fülle von Heilmethoden, die äußerst wirksam sind. Im Gegensatz zur Schulmedizin, deren Entwicklung und Geschichte noch gar nicht so lange zurückreicht, können die alternativen Heilmethoden auf oftmals Jahrtausende alte Erfahrung zurückgreifen. Diese Therapieformen haben sich über lange Zeit und gegen alle Gegenbewegungen bis heute durchgesetzt.

Unter diesen verschiedenen Heilmethoden gilt es auszuwählen, denn keine Therapieform wird bei allen Hunden und allen Krankheiten gleich erfolgreich sein. Die Homöopathie hat hier ebenso ihre Berechtigung und ihre Grenzen, wie eine vernünftige Diät, eine biochemische Therapie oder Kräuter. Und genauso sind schulmedizinische Methoden und die chirurgie angebracht. Oft müssen auch mehrere Therapieformen gleichzeitig zum Einsatz kommen, um den Hund wieder wirklich gesund zu machen. Dieses Buch soll dazu dienen, dem Fachmann andere Möglichkeiten zur Heilung in die Hand zu geben, als allein die schulmedizinische. Dem Hundehalter, der die große Verantwortung für die Gesundheit seines Hundes trägt, sollen die Hilfen vermittelt werden, die er braucht, um beim gesunden Hund vorzubeugen und beim kranken helfen zu können.

Diese Methoden stellen aber nicht die alleinige Alternative für die Behandlung des Hundes dar, denn der Tierarzt, bzw. der Tierheilpraktiker kann und soll nicht ersetzt werden. Es gibt oft mehrere Wege zur Heilung und manchmal ist es eine Kunst, den für den jeweiligen Patienten richtigen Weg zu finden. Auch bei schweren Krankheiten kann man verschiedene Maßnahmen kombinieren, denn sie schließen sich gegenseitig nicht aus. Wichtig ist aber, dass durch unzureichende Therapien eine Krankheit nicht verschleppt oder eine unumgängliche Operation hinausgeschoben wird. Im Notfall ist der sofortige Gang zum Tierarzt die wichtigste Maßnahme. In der Ganzkörpertherapie gibt es über den Rahmen dieses Buches hinaus überdies noch viele wirkungsvolle Therapien, die in die Hände eines erfahrenen Tierarztes oder Tierheilpraktikers gehören.

Fast alle biologischen Therapien machen sich am Menschen erforschte Heilergebnisse zunutze, indem sie diese auf den Hund übertragen. Also, einmal eine Umkehrung der Tierversuche: Tieren kommen an Menschen erprobte Heilmittel zugute. Und es ist ja auch tatsächlich so: Gesundheit ist das höchste Gut, nicht nur für den Menschen, sondern auch für den Hund. Und auch er hat das Recht auf die Erhaltung seiner Gesundheit und seines Lebensglücks. Oder, um es mit den bekannten Worten zu sagen: »Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.« Ein Hundebesitzer, der sein Tier liebt, ist daran interessiert, dass sein Hund gesund, glücklich und energiegeladen ist. Mit diesem Buch möchte ich dazu beitragen, dass dies bei möglichst vielen Hunden der Fall ist.

Ich möchte aber auch zeigen, wie viele Möglichkeiten ein Hundebesitzer hat, seinem Tier zu helfen, wenn es krank ist. Die Gesundheit des Hundes ist letztendlich nicht nur von Medikamenten, sondern von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig, von denen die meisten in der Hand des Besitzers liegen. Bei alldem sollten wir aber auch nicht vergessen, dass Hunde nicht unser Eigentum sind, sondern uns von der Natur anvertraut werden. Und in diesem Sinn sollte die Krankheit eines Hundes bedeuten, dass er und sein Herr nur noch mehr zusammenwachsen und sich gegenseitig vertrauen.

WARUM GANZKÖRPERTHERAPIE FÜR HUNDE?

Im Gegensatz zu der vorwiegend chemotherapeutisch ausgerichteten Schulmedizin sucht die biologische Medizin nicht gegen verschiedenste Erreger und Krankheiten anzukämpfen oder Krankheitssymptome zum Verschwinden zu bringen oder zu unterdrücken, sondern in die biologischen Steuermechanismen einzugreifen, so dass über eine Stimulierung der körpereigenen Abwehrmechanismen und des Stoffwechsels die Abwehrkräfte erhöht werden.

Ein Regulationsmechanismus des gesunden Organismus ist die Fähigkeit, auf die vielfältigen Anforderungen zu reagieren, die an ihn gestellt werden. Der Körper sucht immer das Gleichgewicht und versucht, die normale Stabilität zu erhalten. Vor allem die alten, bewährten Therapien unterstützen ihn in diesem Bemühen, während die neuere Medizin sich immer mehr spezialisiert, also etwa die Leber des Hundes behandelt, ohne dabei, wenn das im individuellen Fall nötig sein sollte, auch sein Herz zu berücksichtigen. In Wirklichkeit aber beruht echte Gesundheit auf dem Zusammenwirken des ganzen Organismus, aller Zellen und Gewebe, die miteinander zu einem Ganzen verwoben sind. Echte Gesundheit bedeutet darüber hinaus, dass der Hund über all seine Energie verfügt und diese Energie die Gesamtheit seiner Lebensvorgänge steuert und auf die richtige Weise koordiniert. Der Körper ist ein selbstheilender Organismus. Krankheit bedeutet, dass dieses System aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Jede Therapie, die helfend eingreift und die Fähigkeit hat, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen, heilt deshalb ganzheitlich und kann die Ursache der Krankheit erfassen.

Die allgemeinüblichen Mittel, die gegen Krankheiten, Schmerzen usw. eingesetzt werden, sind meist sehr wirksam, aber die Behandlung beruht auf der Beseitigung der Symptome, ohne die Ursache zu berücksichtigen. Oft sind die Symptome aber das Zeichen, dass der Körper den Kampf gegen eine Krankheit aufgenommen hat, wie das zum Beispiel bei Fieber der Fall ist. Durch die Unterdrückung des Fiebers wird der Körper seiner natürlichen Abwehrkraft beraubt. Solche natürlichen Reaktionen auf eine Krankheit zu unterdrücken, heißt sinnvolle, natürliche Körperreaktionen auszuschalten, was auf Dauer schlimme Folgen hat. Daneben stellen chemische Arzneimittel aber auch eine erhebliche Belastung für die Entgiftungsorgane des Körpers dar, die sich ebenfalls auf den Gesamtorganismus negativ auswirkt. Auch nicht zu vergessen sind die zunehmenden Resistenzen und die vermehrten Anfälligkeiten der Hunde, denen die Tiermedizin zum großen Teil hilflos gegenübersteht. Wenn auch viele Erkenntnisse und Errungenschaften der modernen Medizin heute unsere Anerkennung und Bewunderung fordern, so ist dadurch die Zahl der Krankheiten nicht geringer geworden. Umweltbedingte und chronische Krankheiten werden sogar immer häufiger. Die einseitige Suche nach einer Krankheitsursache, wie z.B. einem Virus, der dann als der alleinige Krankheitsverursacher angesehen wird, ist für den Ganzkörpertherapeuten sehr unbefriedigend. Denn es stellt sich die Frage, warum bei einer Epidemie nicht alle Hunde, die mit dem Virus in Kontakt gekommen sind, erkranken. Bereits Hahnemann sagte: »Es gibt keine Krankheiten, es gibt nur kranke Menschen.« Wenn nicht alle Kontaktpersonen erkranken, zeigt das deutlich, dass es noch andere Gründe für die Entstehung einer Krankheit geben muss. Und andererseits hat die Vernichtung des Erregers nicht automatisch Gesundheit zur Folge.

Ganzkörpertherapie bedeutet dagegen, den Körper in seinem Kampf zu unterstützen und ihm zu helfen, sie mit allen ihm zur Verfügung stehenden Regulationsmechanismen zu überwinden. Das Wesen aller ganzheitlichen Heilweisen beruht auf dem Heilen mit der Natur unter Berücksichtigung der Naturgesetze.

Der Körper des Hundes ist einerseits ein komplexer Organismus, darüber hinaus lebt der Hund aber in einer Umwelt und unter Lebensbedingungen, die auf ihn einwirken. In diesen weiten Bereichen, die zudem alle ineinander übergreifen, sind die Ursachen einer Erkrankung zu suchen. So gilt es zu erkennen, dass nicht nur eine schlechte Organfunktion, sondern z.B. auch das falsche Futter, zu wenig Bewegung und angstauslösende Situationen den Hund krank gemacht haben. Nur so können alle Faktoren ausgeräumt oder verändert werden, die zur Krankheit geführt haben und jetzt eine echte Heilung verhindern können. Während bei der schulmedizinischen Behandlung der Körper des Hundes und seine Lebensumstände meist in der passiven Lage belassen werden, fordert die Ganzkörperbehandlung die aktive Beteiligung. Der gestörte Organismus wird aktiv mit einbezogen, der Hund muss seine eigenen Kräfte gegen die Krankheit einsetzen. Diese Aktivität bedeutet aber auch, dass der Hund seine Abwehrkräfte schult und stärkt, was eine stärkere Abwehr und ein besseres Immunsystem zur Folge hat. Das bedeutet, die Reaktion, die ein natürliches Heilmittel vom Körper fordert, entspricht den natürlichen Gesetzmäßigkeiten, die Reaktionen sind biologisch und wirken dadurch stärkend. Sie führen zurück in den Zustand der Harmonie, in dem die körperlichen, psychischen und die Gegebenheiten in der Umwelt ausgewogen sind. Bei dieser Heilweise werden Körper und Psyche ganzheitlich berücksichtigt.

Und das nicht nur beim Hund, sondern auch bei seinem Menschen. Denn auch er ist gefordert, aktiv zu werden und der Verantwortung nachzukommen, die sich schon allein in den Worten ausdrückt: mein Hund. Der Hund jedenfalls versteht den Ausdruck »mein Herr« nicht von der materiellen Seite, sondern er betrachtet seinen Herrn als den Besitz seines Herzens, den Inbegriff seiner Sehnsüchte und all seiner Liebe. Wollen wir dem Hund gerecht werden und soll er wirklich gesund sein, so benötigt er ebenfalls eine solche Liebe. Aktiv werden heißt für den Besitzer oft, zu erkennen, dass der Hund durch sein Verschulden krank wurde, vielleicht weil er ihn überfordert hat, durch ungeeignetes oder zu viel Futter, durch zu wenig Bewegung usw. Das bedeutet für den Besitzer aktiv werden und ändern. Meist aber ist mehr Zuwendung und Verständnis für den kranken Hund nötig, manchmal intensive Pflege, unangenehme Tätigkeiten wie das Entfernen von Erbrochenem usw. Zeit und auch Geld ist gefordert, wenn ein Hund krank ist.

Die in diesem Buch vorgestellten Möglichkeiten zeigen eine Form der Aktivität auf, die vielen Hundebesitzern entgegenkommt, denn so können sie sinnvoll helfen. Natürlich wirkt ein Kraut oder eine Akupressur bei einer bestimmten Beschwerde, natürlich entspannt Ihren Hund die Massage. Aber vergessen Sie dabei nicht das wichtigste Heilmittel, das Ihr Hund immer nötig hat, ganz gleich woran er erkrankt ist und das ihm darüber hinaus auch noch hilft, wenn er in den Sterbeprozess geht. Ihre Liebe! Die Liebe seines Herrchens lässt den Hund am meisten glücklich sein, gibt ihm den besten Lebenswillen, lässt ihn am meisten gegen Krankheiten ankämpfen und bringt das glückliche Leuchten in seine Augen. Ein Leuchten, das derjenige nie mehr vergisst, dem es einmal gegolten hat.

THERAPIEFORMEN DER GANZKÖRPER – MEDIZIN

HOMÖOPATHIE

GESCHICHTE DER HOMÖOPATHIE

Die Homöopathie wurde von Samuel Hahnemann (1755-1843) begründet. Das heißt, sie verfügt über eine 200-jährige Geschichte und damit auch Erfahrung. Fast genauso lange gibt es die homöopathische Behandlung von Tieren, wenn sie auch nicht in derselben Ausführlichkeit und Breite erforscht wurde, wie die der Menschen.

Das Wort Homöopathie findet seinen Ursprung im Griechischen und ist zusammengesetzt aus den Begriffen »homoios«-Ähnliches und »pathos«-Zustand, Bedingung oder Leiden. Homöopathie ist also eine Behandlungsweise, bei der Mittel eingesetzt werden, die in ihrem Arzeimittelbild der Krankheit ähneln. Später dazu mehr.

Sie heilt über spezielle Reize, wobei für die Feststellung des benötigten Arzneimittels bestimmte Symptome des Kranken, wie Krankheitsursache, Krankheitsentwicklung, die Art der Beschwerde und andere Begleitumstände sehr wichtig sind.

Seit der Zeit Hahnemanns werden die Heilmittel nach feststehenden Grundprinzipien ausgesucht. Die maßgeblichen Hauptkriterien der Homöopathie sind dabei:

•  Die Verwendung nur eines Mittels

•  Die Hochverdünnung des Medikamentes in eine bestimmte Potenz

•  Die Wahl des Mittels erfolgt nach der Gesamtheit der Symptome eines Individuums und seiner Konstitution.

Auf der einen Seite hat die Homöopathie begeisterte Anhänger gefunden, auf der anderen wurde und wird sie immer noch hartnäckig bekämpft. Größtenteils deswegen, weil sie lange Zeit mit herkömmlichen, wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden nicht erklärbar war. Gerade die geringe Dosis und die hohen Verdünnungen, durch die sie nicht mehr auf der biochemischen, sondern auf der Ebene der Lebensenergie heilt, hat ihr viele Gegner eingebracht.

Heute sind die Erfolge dieser »Außenseitermethode« nicht mehr wegzudiskutieren, und auch die Verbreitung, welche die Homöopathie in der Literatur, in Presse und Fernsehen gefunden hat, haben ein übriges getan, um ihr einen wichtigen Platz unter den medizinischen Alternativmethoden einzuräumen.

Die Homöopathie ist eine Heilweise, die sich nie verändert hat, die keiner medizinischen Mode unterworfen war und in der in mehr als 200 Jahren Erfahrung gesammelt wurde. Im Falle der Tierhomöopathie mussten Krankheitssymptome von den menschlichen Symptomen auf die Verhältnisse beim Tier übertragen werden.

Da das Tier sich nicht verbal äußern kann, ist der Behandler mehr als beim Menschen auf die Erfahrung, aber auch die Intuition und eine gute Wahrnehmung angewiesen. Und so wie die Homöopathie Menschen bei ihren Krankheiten helfen kann, ist sie auch bei Tieren wirkungsvoll. Mehr noch, bei Tieren ist sogar der Placeboeffekt auszuschließen, also eine Heilung aufgrund reiner Einbildung, wie er in Bezug auf den Menschen von Gegnern der Homöopthie oft als Argument gegen die tatsächliche Wirksamkeit vorgebracht wird.

DURCH ÄHNLICHES HEILEN

»Similia similibus curentur« - »Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden«, ist der wohl bekannteste Grundsatz der Homöopathie. Er zeigt auf, nach welcher Vorgehensweise ein homöopathisches Medikament ermittelt wird und wirkt. Das Ähnlichkeitsprinzip besagt, dass beim Kranken Symptome durch das Mittel geheilt werden, das beim Gesunden die gleichen Symptome hervorruft.

So heilen Arzneimittel, die beim Gesunden Fieber erzeugen können, das Fieber eines Kranken, wie es z.B. bei der Chinarinde der Fall ist. Oder ein gesunder Hund frisst Arsen, dessen Menge ihn zwar nicht tötet, aber zu Erbrechen, Durstgefühl, stinkendem, blutigem Durchfall und Appetitlosigkeit führt. Das ist die Wirkung von Arsen auf den gesunden Hund. Zeigt aber ein Hund, ohne Arsen gefressen zu haben, dieselben Symptome, etwa ausgelöst durch das Fressen von Schnee, so wird ihn Arsen in homöopathischer Dosierung heilen.

Dieses Prinzip wurde übrigens schon in der Antike zum Heilen verwandt. Die vielleicht bekannteste Geschichte dazu stammt aus dem »Telephos-Motiv«. Telephos war ein kleinasiatischer König, der von Achills Speer verletzt wurde und dessen Wunde sich durch kein Mittel schließen ließ. Ein Orakel musste befragt werden und sein Spruch lautete: Wer die Wunde schlug, wird sie auch heilen. Nachdem Achill, so berichtet die Sage, einige Späne von der Spitze seines Speers geschabt und in die Wunde des Königs gelegt hatte, war diese endlich geheilt.

Vor dem Einsatz eines Heilmittels steht die Arzneimittelprüfung, bei der bestimmte Mittel vom gesunden Menschen oder Tier eingenommen werden und man genau beobachtet, welche Reaktionen dieses im Organismus auslöst.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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