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Die Düvecke – Die Leiden einer Königin entfaltet in konzentrierter erzählerischer Form das Schicksal einer weiblichen Herrscherfigur, deren private Verwundbarkeit mit der öffentlichen Last der Krone kollidiert. Schefer verbindet historische Imagination, psychologische Beobachtung und moralphilosophische Reflexion: Nicht höfischer Glanz, sondern Einsamkeit, Pflicht, Gewissensnot und die zerbrechliche Würde politischer Macht stehen im Zentrum. Stilistisch bewegt sich der Text zwischen spätromantischer Empfindsamkeit, biedermeierlicher Erzählkunst und jener humanistisch getönten Prosa, die das 19. Jahrhundert als Prüfstand des Individuums begreift. Leopold Schefer (1784–1862), aus Muskau stammend, war Dichter, Erzähler, Komponist und ein wacher Beobachter europäischer Umbrüche. Seine Nähe zu Fürst Pückler, ausgedehnte Reisen und ein ausgeprägt kosmopolitischer, religiös freisinniger Humanismus schärften seinen Blick für Macht, Leid und sittliche Verantwortung. Gerade diese Erfahrungen erklären, weshalb ihn eine Königin weniger als dekorative Gestalt denn als Mensch in geschichtlicher Bedrängnis interessierte. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Literatur nicht als Kostüm, sondern als Erkenntnisform schätzen. Schefers Erzählung bietet kein bequemes Pathos, sondern eine ernste Meditation über Herrschaft und Mitgefühl; sie belohnt aufmerksam Lesende mit sprachlicher Feinheit und überraschender Aktualität. Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern. - Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor. - Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.
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Liczba stron: 133
Rok wydania: 2016
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