Von Null Ahnung zu etwas Japanisch - Vera F. Birkenbihl - ebook

Von Null Ahnung zu etwas Japanisch ebook

Vera F. Birkenbihl

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  • Wydawca: mvg
  • Kategoria: Poradniki
  • Język: niemiecki
  • Rok wydania: 2014
Opis

Wer mit der BIRKENBIHL-METHODE Sprachen lernt, erhält in kürzester Zeit einen faszinierenden Einblick nicht nur in die Sprache, sondern auch in die Mentalität und Kultur der Sprecher. Denn Sprache bestimmt unser Denken: Was wir nicht mit Worten ausdrücken können, das können wir auch nicht denken. Wenn zum Beispiel Sprachen wie Chinesisch und Japanisch keinen Plural kennen, dann hat das Auswirkungen auf das Weltbild der Sprecher: Jemand, der bei dem Wort Wahrheit immer gleichzeitig in Einzahl und Plural denkt, wird kaum auf die Idee kommen, dass es nur eine Wahrheit geben kann. Jede neue Sprache, mit der wir uns beschäftigen, hilft uns also, auch etwas über unsere Muttersprache zu lernen und unseren Horizont zu erweitern. Lassen Sie sich auf die großen Abenteuer ein, die fremde Sprachen zu bieten haben!

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Liczba stron: 132

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:[email protected]

Auf Wunsch der Autorin erscheint dieses Werk in der alten Rechtschreibung.

3. Auflage 2019© 2008 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86D-80636 MünchenTel.: 089 651285-0Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowieder Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlaggestaltung: Isabella DorschUmschlagabbildung: Eigenarchiv Atelier SeidelSatz: JUNFERMANN Druck & Service, PaderbornDruck: Florjancic Tisk d.o.o., SlowenienPrinted in the EU

ISBN Print: 978-3-636-06362-5ISBN E-Book (PDF): 978-3-86415-074-6ISBN E-Book (EPUB, Mobi): 978-3-86415-547-5

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unterwww.mvg-verlag.deBeachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Inhalt

Hier geht’s los

PROLOG: Wie es zu dieser Reihe (und zu diesem Buch) kam

Der Aufbau dieses Buche

TEIL I: GRUNDLAGEN (einige kleine Fragen + Aufgaben)

Kapitel 1: Einstieg und Schrift

WQS 1: Erste Schreibversuche

WQS 2: Japanische Städtenamen

WQS 3: Japanische Firmennamen

WQS 4: „Echt“ JAPANISCH (Teil 1)

WQS 5: „Echt“ JAPANISCH (Teil 2)

Kapitel 2: Ist es Englisch???

Ist es Englisch??? – AUFLÖSUNG

Kapitel 3: 18 wichtige Begriffe und Redewendungen

Kapitel 4: Ein wenig Hintergrundwissen

4mal Körpersprache

3mal allgemein

Ein wenig Hintergrundwissen – Auflösung

Kapitel 5: Ein wenig Sprachlehre

Wie „funktioniert“ Japanisch?

Eine Aussprache-Besonderheit

ZAHLEN und ZÄHLWÖRTER

Japanisch ist eine agglutinierende Sprache

TEIL II: Für alle, die ein wenig tiefer einsteigen wollen

Modul 1: Das japanische Schriftsystem

1. HIRAGANA (Silbenschrift)

2. KATAKANA (Silbenschrift)

3. KAN-JI (Schriftzeichen)

4. ROMA-JI (= römische Zeichen)

FURIGANA – noch eine Silbenschrift?

Modul 2: Wie lernt man Hiragana?

FALLBEISPIEL HIRAGANA

HIRAGANA-Tabelle 1

HIRAGANA-Tabelle 2

Pseudo-japanischer Text

KATAKANA lernen

Modul 3: 24 besondere JAPANISCHE Wörter/Begriffe

Kleines Quiz – Welche dieser 24 Begriffe kennen Sie bereits?

Auflösung der 24 Begriffe

Modul 4: De-Kodieren

Modul 5: Ein klassischer japanischer Text

De-kodierte Version eines kurzen japanischen Textes

TEIL III: ANHANG

MERKBLATT Nr. 1: Hiragana-Tabelle

MERKBLATT Nr. 2: Hiragana-Tabelle nach dem deutschen Alphabet

MERKBLATT Nr. 3: Katakana-Tabelle

MERKBLATT Nr. 4: Redundanz? – Jein

MERKBLATT Nr. 5: KEI-GO – die HÖFLICHE Sprache...

SONKEI-GO (die respektvolle Sprache)

KENJOO-GO (die bescheidene Sprache)

MERKBLATT Nr. 6: BURAKU MIN

MERKBLATT Nr. 7: WELTSPRACHEN

MERKBLATT Nr. 8: GEISHA

MERKBLATT Nr. 9: WQS (WISSENS-QUIZ-SPIEL)

1. Quiz-Spiele

2. Fragen

3. Das Procedere eines WQS-Spiels

Merkblatt Nr. 10: Die REICHEN-Methoden zum Lesen lernen

Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Hier geht’s los

Diesen Kasten bitte unbedingt lesen, danke!

Dieses Buch gehört zu einer kleinen REIHE, die mit „Von Null Ahnung zu etwas Chinesisch“ eröffnet wurde. Deshalb ist der nachfolgende PROLOG in allen Büchern (fast) identisch. Sie brauchen ihn also nur EINMAL zu lesen... Allerdings unterscheidet sich der Aufbau der Bücher dieser Reihe, da jede Sprache etwas Besonderes bietet und jedes Buch dieser Reihe wird die eine oder andere spezielle Hilfestellung enthalten, die der jeweiligen Sprache entspricht (bei Chinesisch war es die 3fache Listung der Radikale in Teil III, die es Nicht-Chinesen viel leichter macht, diese zu „knacken“). Am besten erkennen Sie die Unterschiede zwischen den einzelnen Reihentiteln im Abschnitt „Der Aufbau dieses Buches“ (Seite 15).

P.S.: Wer mehrere Titel der Reihe liest, wird auch die eine oder andere Textstelle entdecken, die bei mehr als einer Sprache auftaucht (z.B. könnten Hinweise auf Ähnlichkeiten zwischen Türkisch und Japanisch in beiden Büchern vorkommen). Normalerweise versuche ich, inhaltliche Überschneidungen in meinen Werken weitgehend zu vermeiden. Aber die Bücher dieser kleinen Reihe sind anders: Sie alle senden dieselbe Botschaft (in Bezug auf verschiedene Sprachen), denn mein grundsätzliches Anliegen wie auch meine ungewöhnliche Annäherungsweise bleiben dieselben, auch wenn es sich um sehr unterschiedliche Sprachen handelt (Chinesisch, Japanisch, Arabisch und Türkisch), die alle nicht zur großen Familie der indo-europäischen Sprachen zählen. Letztlich werden die meisten Menschen nur das eine oder andere Buch der Reihe lesen. Diejenigen, die an Sprachen (Plural) Interesse haben, verstehen auch geringe Überschneidungen, können sie aber im Einzelfall auch querlesen beziehungsweise überspringen.

PROLOG: Wie es zu dieser Reihe (und zu diesem Buch) kam

Die Motivation ist dieselbe, die hinter dem gleichnamigen Kurz-Seminar stand (vgl. den im Handel erhältlichen DVD-Mitschnitt „Von Null Ahnung zu etwas Japanisch“).

Es begann mit einem gleichnamigen Seminar. Aber schon während der Vorbereitung wurde mir klar, daß ich aus Zeitgründen nicht alles sagen könnte, was ich gern hineingebracht hätte. So entstand der Plan, eine Doppelstrategie zu fahren: Die DVD läßt das Seminar miterleben, das Buch enthält ca. 80% des Seminars PLUS einiges mehr (inklusive einer PROBE-LEKTION).

Grund Nr. 1: Für Leute, die Japanisch lernen wollen

Damit meine ich sowohl all jene, die schon angefangen haben und vielleicht verzweifelt sind, wie auch jene, die (noch) dabei sind, beziehungsweise jene, die vorhaben, (vielleicht) einmal damit anzufangen.

Grund Nr. 2: De-Kodieren (wort-wörtliche Übersetzungen)

Ich habe in Jahrzehnten der Forschung eine spezielle SprachlernMethode entwickelt, bei der Vokabel-Pauken tabu ist. Grammatik ist unnötig aber erlaubt Vokabeln pauken jedoch regelrecht verboten. Auf meinem DVD-Vortrag („Sprachen lernen leicht gemacht“) erläutere ich u.a. 10 verschiedene Gründe, warum Vokabelpauken nicht gehirn-gerecht sein kann. Ein Aspekt ist das sogenannte De-Kodieren (das wortwörtliche Übersetzen). Es entspricht der Tendenz vieler SchülerInnen, automatisch wörtlich zu erfassen, was in der Zielsprache tatsächlich gesagt wird. So bedeutet (englisch) „What‘s up?“ genaugenommen „Was ist auf?“ und NICHT „Was ist los?“. Schulen aber erzwingen leider immer (noch) die sogenannte gute Übersetzung (die für das LERNEN überhaupt nicht gut ist). Dies führt später zu völlig unnötigen Fehlern (z.B. „What‘s lose?“ statt „What‘s up?“) und verhindert das Erstverstehen maßgeblich. Selbst wenn wir Dolmetscher werden wollten, sollte die gute Übersetzung der letzte Lernschritt sein, nicht der erste!

Grund Nr. 3: Sprache als Instrument des Denkens

Vor Jahrzehnten entwickelte ich u.a. ein Spezial-Seminar für Führungskräfte (das weitgehend firmenintern abgehalten wird), bei dem es darum geht, „wie Sprache für uns denkt“ (wie Sprache unser Denken prägt). WITTGENSTEIN sagte: „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.“ KORZIBSKY spricht von Sprache als Landkarte. Sie bildet ab (natürlich nie 100%ig, da diese Beschreibung sonst eine zweite Welt wäre). Wenn ich gewisse Wörter oder Möglichkeiten, mich auszudrücken, nicht habe, dann kann ich das auch nicht denken. Deswegen ist jeder Einblick in eine FREMDE Sprache immer auch ein interessanter Spiegel unserer eigenen. Wenn Sprachen wie Japanisch und Chinesisch keinen Plural kennen, dann hat das gravierende Auswirkungen auf das Weltbild der Sprecher. Wieso? Nun, bei Begriffen wie „Buch“, die gleichzeitig Buch oder Bücher beschreiben, leuchtet uns das nicht ein. Aber denken Sie über abstrakte Begriffe wie Wahrheit, Wahrnehmung, Richtigkeit oder Wirklichkeit nach. Wir meinen mit Wahrheit EINE EINZIGE (meist die eigene oder die eines Experten, den wir gerade zitieren) und unterscheiden durch den Plural, daß es vielleicht auch ANDERE WAHRHEITEN geben könnte. Sprachen ohne Plural dagegen sind sich immer bewußt, daß alles EIN ODER MEHRERE sein könnte. Das gilt für die Wahrheit genauso wie für die (einzige) Wirklichkeit, die wir automatisch meinen, wenn wir rechthaberisch auf unserem EINZIG DENKBAREN Standpunkt beharren. Dies aber ist für Asiaten, deren Sprachen keinen Plural haben, überhaupt nicht nachzuvollziehen. Es fehlen ihnen die gedanklichen Strukturen für Rechthaberei! Ist das nicht spannend? Denken Sie vielleicht daran, wenn wieder jemand behauptet, er habe die Wahrheit mit Löffeln gegessen und alle anderen seien im Unrecht, weil es nur EINE (seine) Wahrheit, Wirklichkeit etc. geben kann. Sie sehen also: Ein Blick in eine fremde Sprache kann die eigene sehr erhellen.

Die BIRKENBIHL-METHODE wurde ursprünglich für (junge) erwachsene SelbstlernerInnen entwickelt, wird aber seit einigen Jahren zunehmend auch als Unterrichts-Methode eingesetzt. Bei Interesse nehmen Sie über unsere WANDZEITUNG auf www.birkenbihl.de Kontakt auf. Aber bitte erst, nachdem Sie den Beitrag mit der ROTEN ÜBERSCHRIFT gelesen haben, denn die meisten der Fragen, die Sie stellen wollen, wurden in den 3.000 Seiten Wandzeitung bereits gestellt UND BEANTWORTET. So müssen Sie nicht erst auf Antwort warten. Wir stellen auch gern Kontakt zu jenen Leuten her, die nach meiner Methode lehren.

Grund Nr. 4: Wie sehr unterscheidet sich das Japanische vom Deutschen?

Man kann die Schwierigkeiten für Fremde, die unsere Sprache lernen wollen/müssen, nur nachvollziehen (zumindest ansatzweise), wenn man eine Ahnung hat, wie deren Sprache funktioniert. Weiß ich z.B., daß es im Chinesischen weder eine Konjugation noch eine Deklination gibt, weil alle Wörter UNVERÄNDERLICH sind, dann begreife ich, wie unheimlich schwer es für Chinesen sein muß, die zig Formen – bei Verben (ich schreib-E, du schreib-ST, er schreib-T...) und bei Substantiven (der Mann, des Mann-ES, dem Mann-E1...) – unserer indo-europäischen Sprache zu lernen.

Ähnlich verhält es sich mit unseren drei Geschlechtern: Kommt jemand aus einer Sprachwelt, in der es ebenfalls grammatikalische Geschlechter gibt, nur andere (Arabisch DER Sonne, Deutsch DIE Sonne), dann wird er umlernen. Kommt jemand aber aus einem Land, dessen Sprache überhaupt kein Geschlecht kennt (Japanisch), kann er die Idee, daß ein Bleistift oder eine Tasse Kaffee ein Geschlecht haben soll, zunächst überhaupt nicht begreifen. Er muß mehr als nur prüfen, ob die Geschlechter „gleich“ sind, er muß eine total fremde Idee in sein Denken integrieren. Deshalb heißt es ja, daß jede Sprache uns geistig neue Welten erschließt. Und je andersartiger die Sprachen sind, die wir lernen, desto mehr weiten sie unseren Horizont. Je klarer wir begreifen, daß andere Sprachen völlig andere Arten kennen, etwas uns Vertrautes auszudrücken, desto offener werden wir für fremde, andere Denkweisen.

Grund Nr. 5: Es gibt KEINE TROCKENE THEORIE...

Mein Vater (ein genialer Management-Trainer) pflegte immer zu sagen: „Es gibt keine trockene Theorie, nur trockene Theoretiker, als da sind: Professoren, Dozenten, Lehrer, Chefs, Kundenberater, Eltern...“

In seinem Seminar-Raum, an einer Stelle an der vorderen Wand, auf die man automatisch blicken mußte, wenn man sich gelangweilt hätte, hing ein großes Plakat mit der Aufschrift: „Die Hauptsünde im Seminar ist Langeweile.“ Nun gab es in den frühen Seminaren über gehirn-gerechte Vorgehensweisen (insbesondere für Lehrende) immer TeilnehmerInnen, die behaupteten, ihr Fach sei einfach „trocken“, da könne man nichts machen. Dies führte dazu, daß wir uns immer wieder in für uns neue Themenkreise einarbeiten mußten, nur um jenen Leuten zu beweisen, daß auch ihr Fach gehirn-gerecht aufbereitet werden konnte! In meinem Fall widmete ich mich zu diesem Zweck einigen Programmiersprachen und einer Einführung in die EDV für alle, die damals noch Berührungsängste hatten (s. Rand).

In der TEXT-SCHUBLADE auf www.birkenbihl.de finden Sie ein Faksimile einer Anfang der 1980er Jahre entstandenen Seminar-Unterlage, die später als Büchlein plus Kassette erschien („Von Null Ahnung zu etwas EDV“), zum kostenlosen Download.

Damals begann ich auch, mir den Themenkreis der Quantenphysik allein anzueignen, den ich Jahre später (November 1995) an der TU München vorstellte (vgl. DVD „Von Null Ahnung zu etwas Quantenphysik“2). Zwei Jahre später folgte die Komplexitäts-Theorie („Von Null Ahnung zu etwas Komplexität“). Wieder einige Jahre später folgte die Memetik (da kaum jemand den Namen dieser jungen Wissenschaft kennt, heißt dieser DVD-Mitschnitt „Viren des Geistes“). Und dann kam Chinesisch (Türkisch, Arabisch und in diesem Buch – Japanisch). Im Vortrag „Von Null Ahnung zu etwas Chinesisch“ sagte ich:

Wir befassen uns heute mit Sprache, Grammatik, Sprachlehre. Sie gehören angeblich zu den langweiligsten Fächern in der Schule. Trotzdem werden Sie sehen, daß es eben nicht langweilig sein muß. Das liegt nämlich (wie bei jedem Unterricht, Vortrag etc.) nicht etwa am Thema, sondern an der Art, wie es präsentiert wird.

Natürlich bieten die Vorträge (auf DVD) jeweils nur eine Art roten Faden für das Buch, in dem manches umgestellt, weggelassen oder ergänzt wird (also enthält das Buch immer auch Zusatz-Materialien, die im Vortrag nicht vorkommen). Aber sich dem Thema SPIELERISCH zu nähern und die Probleme, die Einsteiger zwangsläufig haben müssen, im Vorfeld bereits abzufangen, so daß Frust gar nicht erst entstehen kann, das ist die Kunst des gehirn-gerechten Vorgehens. In meinem neuen Weblog www.Birkenbihl-denkt.de (Webseite momentan nicht aktiv Anm. des Verlags) (ab Winter 2007) finden Sie das Thema SPRACHEN LERNEN ebenfalls (unter „S“) – und zwar sowohl eine Rubrik für Autodidakten als auch eine für SchülerInnen und KursteilnehmerInnen, deren Lehrkräfte ihnen vielleicht eine Menge Unsinn einreden wollen (z.B. daß es ohne Vokabelpauken nicht ginge).

Das WQS erlaubt es uns, uns einem komplexen Thema spielerisch zu nähern (vgl. Merkblatt Nr. 9, Seite 135ff.).

Übrigens wurden Vortrag und Buch an einem sogenannten WQS© aufgehängt. Der Begriff steht für WISSENS-QUIZ-SPIEL, wobei das Quiz sowohl eine Quiz-Frage als auch eine kleine Quiz-Aufgabe sein kann. Und da nichts den Geist besser öffnet als Fragen beziehungsweise Selbst-tun-Dürfen, bereitet ein WQS Sie optimal auf die Inhalte vor, die im zweiten Durchgang folgen. Lassen Sie sich deshalb bitte darauf ein. Legen Sie Schreibzeug und viel Papier bereit und SPIELEN Sie sich in die JAPANISCHE Sprache hinein... Sie werden in wenigen Stunden Dinge erfahren, die mich viele Jahre gekostet haben (weil ich mir vieles anhand von teilweise extrem schlechten Sprachlern-Kursen mühsam selbst erarbeiten mußte), und sich so viel Zeit sparen...

Ich wünsche Ihnen viel Ent-DECK-er-Freude!

Vera F. Birkenbihl im Frühjahr 2008www.birkenbihl-insider.de (Website momentan nicht aktiv Anm. des Verlags) (allgemeine Homepage)www.birkenbihl-denkt.de (Webseite momentan nicht aktiv Anm. des Verlags) (Weblogs zu meinen Denk-Tools)

Der Aufbau dieses Buches

Wer einige meiner Bücher kennt, weiß: Teile, die man chronologisch – in der vorgegebenen Reihenfolge – lesen sollte, heißen KAPITEL. Modular lesbare Teile nenne ich hingegen MODULE. Dieses Buch besteht aus 5 Kapiteln in Teil I sowie 5 Modulen in Teil II und sollte deshalb weitgehend linear angegangen werden. Nach dem PROLOG (s. Seite 10ff.) folgen die KAPITEL 1 bis 5:

1. Einstieg und Schrift

2. Ist es Englisch???

3. 18 wichtige Begriffe und Redewendungen

4. Ein wenig Hintergrundwissen

5. Ein wenig Sprachlehre

Daran schließen sich 5 MODULE an für alle, die ein wenig tiefer einsteigen wollen:

1. Das japanische Schriftsystem

2. Wie lernt man Hiragana?

3. 24 besondere JAPANISCHE Wörter/Begriffe

4. De-Kodieren

5. Ein klassischer japanischer Text

Im Anhang schließlich finden Sie wie immer Merkblätter mit Zusatz-Infos sowie ein Literatur- und Stichwortverzeichnis.

Auf meiner Website www.birkenbihl-institut.de (Webseite momentan nicht aktiv Anm. des Verlags) sehen Sie links drei Ordner, von denen einer einen SMILEY trägt. Wenn Sie diesen anklicken finden Sie (Paßwort „null-ahnung-JAP“) einige Materialien, die Sie sich ausdrucken können, darunter auch die drei Tabellen aus dem Anhang...

Hinweis: In „Von Null Ahnung zu etwas Chinesisch“ finden Sie ebenfalls einige „HAN-JI.s“ (im JAPANISCHEN als „KAN-JI.s“ bezeichnet).

Wobei wir Deutschen derzeit immer mehr Formen verlieren (kaum jemand sagt noch „dem Manne“).

Ursprünglicher Titel: „Gehirn-gerechte Einführung in...“ Heute: „Von Null Ahnung zu etwas...“

TEIL I: GRUNDLAGEN (einige kleine Fragen + Aufgaben)

KAPITEL 1: Einstieg und Schrift

Das Japanische kann mit diversen Schrift-Systemen geschrieben werden. In WQS 1 bis 5 lernen Sie die wichtigste Silbenschrift schon ein wenig kennen. Lassen Sie sich darauf ein; spielen Sie Detektiv und malen Sie Ihre ersten japanischen Zeichen in die Zeile unter der Darstellung in lateinischer Schrift.

WQS 1: Erste Schreibversuche

Jetzt sind Sie dran: Zeichnen Sie die grauen Linien nach. SA GA (japanische Stadt)

SA KE (offiziell REISWEIN beziehungsweise Alkohol, später mehr dazu, vgl. Seite 105)

SU SHI (Fragen Sie Freunde, die gern japanisch ESSEN, wie schwer oder leicht es ihnen einst fiel, rohen Fisch zu essen.)

Übrigens ist die Aussprache des Japanischen für viele SprecherInnen europäischer Sprachen extrem einfach: KONSONANTEN werden wie im Englischen ausgesprochen (allerdings gibt es kein „th“!), VOKALE wie im Italienischen – und es gibt weit mehr OFFENE Silben, die auf einen Vokal enden als im Deutschen oder Englischen, was ebenfalls an das Italienische erinnert.

Aber es gibt auch einige Aspekte, die am Anfang eigenartig anmuten können, zum Beispiel:

• Das R liegt zwischen unserem deutschen L und R: Mit Hilfe eines Tricks, den ich der Encyclopedia Britannica entnommen habe und der besser ist als sämtliche Erklärungen (in diversen Japanisch-Kursen), ist es aber sehr leicht auszusprechen: Sagen Sie das englische Wort „city“ mehrmals laut hintereinander und werden Sie dabei immer schneller. Bald wird aus dem „t“ in „city“ eine Art „d“. Es klingt dann eher wie [siddy] als [siti]. Jetzt schalten Sie auf ein japanisches Wort mit „r“ um und wechseln von [siddy] zu jenem Wort. Die Konzentration liegt dabei voll auf dem „d“ beziehungsweise „r“. So können Sie mitverfolgen, wie z.B. aus dem japanischen Wort [GE-RO] schließlich [GE ddO] wird – das ist übrigens eine japanische Stadt.

• Das verschluckte „i“ (Sie begegnen ihm erstmals im WQS 4, Seite 23): Anfänger wollen die Silbe voll aussprechen, was dem Wort in manchen Fällen jedoch de facto eine extra Silbe verleihen würde (statt MA SHI TA sagen wir [MASH-TA]). Warum? Weil normale Sprachkurse die Silbe SHI immer als SHI schreiben, unabhängig davon, ob SHI im Einzelfall zu SH verkürzt wird oder nicht. Beispiel: SU SHI (SHI bleibt eine Silbe), aber bei