Tahiti. Band I–IV - Friedrich Gerstäcker - ebook

Tahiti. Band I–IV ebook

Friedrich Gerstäcker

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Opis

Friedrich Gerstäcker (1816-1872) war ein deutscher Schriftsteller. Er war ein Autor von spannenden Abenteuerromanen und -erzählungen, aber auch Dorfgeschichten, der Landschaften und kulturelle Verhältnisse so gut wiederzugeben verstand, dass noch heute ein überwiegend jugendliches Publikum seine bekannten Romane liest. Auf seinen Streifzügen vor allem in die „Neue Welt”, Nord- und Südamerika, Australien und nach Tahiti enstand eine große Anzahl persönlicher Geschichten, die er literarisch verarbeitete und reflektierte. Seine Erzählungen und Romane regten zahlreiche Nachahmer an. „Tahiti” ist ein Roman aus der Mitte des 19.Jahrhunderts in dem alle typischen Elemente eines Abenteuerromans aus der Südsee vereint sind: der gewissenlose Halunke, der edle Jüngling, das schöne, züchtige junge Mädchen. René, ein junger Franzose, hat die Nase voll vom üblen Leben auf dem Walfischfänger „Delaware” und desertiert. Ein geflohener, katholischer Matrose verliebt sich in eine protestantische Südsee-Insulanerin. Seine Liebe zu einer Insulanerin wird allerdings zum Problem...

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Friedrich Gerstäcker

Tahiti

Band I–IV

Warschau 2018

Inhalt

Erster Band

Capitel 1. Der Wallfischfänger

Capitel 2. Die Flucht, und welchen Dollmetscher René fand

Capitel 3. Das Mädchen von Atiu

Capitel 4. Der Mi-to-na-re

Capitel 5. Das Geständniß

Capitel 6. Was der ehrwürdige Mr. Rowe dazu sagt

Capitel 7. Der Verrath, und wie sich beide Theile dabei irrten

Capitel 8. Tahiti

Capitel 9. Die vier Häuptlinge

Capitel 10. Die Versammlung

Zweiter Band

Capitel 1. Die Mädchen von Tahiti und die alten Bekannten

Capitel 2. Sadie und René

Capitel 3. Der Besuch — Aumama

Capitel 4. Die Missionaire

Capitel 5. Die Königin Pomare

Capitel 6. Ein Ball in Papetee

Capitel 7. Unterwegs

Capitel 8. Mütterchen Tot's Hotel

Dritter Band

Capitel 1. Alte Erinnerungen und neue Schmerzen

Capitel 2. Pomare und Du Petit Thouars

Capitel 3. Die Tahitische Flagge

Capitel 4. Die Conferenz

Capitel 5. Susanna

Capitel 6. Jim O'Flannagan in Thätigkeit

Capitel 7. Consul Pritchards Gefangennahme

Capitel 8. Pomare's Flucht

Capitel 9. Der erste Kampf

Capitel 10. Der Abschied

Vierter Band

Capitel 1. Die Schlacht von Mahaena

Capitel 2. Alte Abrechnungen

Capitel 3. Das Lager der Insulaner

Capitel 4. Die Flucht

Capitel 5. Lefévre und Aumama

Capitel 6. Der Angriff auf Papetee

Capitel 7. René und Susanna

Capitel 8. Schluß

Erster Band

Capitel 1

Der Wallfischfänger

Von einem leichten Ostpassat getrieben, dazu die Obersegel fest, ja sogar noch mit einem Reef im Kreuzsegel, der vor einigen Abenden hineingenommen, und den man sich gar nicht die Mühe gegeben hatte wieder auszustechen, kam ein schwerfälliges, schmutzig aussehendes Schiff langsam bei dem Winde nach Süden herunter und näherte sich einer, in der Ferne eben sichtbar werdenden kleinen hohen Insel der Cooksgruppe.

Schon die großen fettigen Stellen in den Segeln, auf denen die Leute, nach dem Thranauskochen, beim Reefen allabendlich gelegen, verriethen den Wallfischfänger, hätten ihn nicht auch die, an besonderen Krahnen zu beiden Borden aufgehangenen und noch auf Querstützen über Deck besonders gehaltenen Boote als solchen dargethan. Andere Fahrzeuge besuchten auch selten diese Gewässer und selbst die Wallfischfänger nur in diesen Monaten Januar und Februar, ehe sie wieder mit einbrechendem Frühling nach Norden aufgingen, die einträglichere, wenigstens ergiebigere Jagd der »rechten Wallfische« der der Spermacetis vorzuziehen.

Es war diesmal aber noch ziemlich früh in der Jahreszeit und der Delaware, wie der Wallfischfänger getauft worden, hatte im Anfang beabsichtigt gerade zu Tahiti anzulaufen; durch den starken Ostpassat aber und die klein geführten Segel, wie mit der starken Aequatorialströmung gegen sich zu viel nach Westen versetzt, mußte er erst wieder nach Süden hinunter, etwas mehr in die Region der veränderlichen Winde zu kommen, oder auch vielleicht einen der dann und wann einsetzenden Westwinde zu benutzen, und beschloß jetzt nur die erste in Sicht befindliche Insel anzulaufen, um einige Erfrischungen und vielleicht etwas Holz einzunehmen.

Das Wasser zwischen diesen Inseln ist übrigens, häufiger Riffe wegen, den Schiffen oft gefährlich, und die mit den Localitäten nicht sehr gut vertrauten Fahrzeuge machen, wenn sie in solchen Gruppen nichts zu thun haben, lieber einen ziemlich bedeutenden Umweg, sie zu umgehen, als daß sie sich leichtsinniger Weise hineinwagen. Mit einem Wallfischfänger ist das aber ganz etwas anderes; er versäumt, sobald er sich erst einmal auf seinem Jagdgrund befindet, keine Zeit mehr, denn wenn er segelt, hat er die Möglichkeit eben so auf seiner Seite, daß er von Fischen weg, als ihnen gerade entgegenläuft, und wenn er still liegt, kann er eben so gut eine ganze »school« versäumen, die vielleicht dort vorübergeht wo er hätte sein können, als die auf ihn zukommenden gerade wie auf der Lauer abfangen. Das Ganze ist Glückssache und dem Pirschen auf Rothwild in einem fremden Walde nicht unähnlich. Kommen diese Wallfischfänger also an solche Stellen, so suchen sie, ehe es dunkel wird, hinter irgend eine kleinere Insel oder Riffbank zu laufen, wo sie entweder Ankergrund oder Raum zum Kreuzen haben, und treiben dort die Nacht herum, bis ihnen die aufsteigende Sonne wieder ihre Bahn beleuchtet.

Gerade mit Sonnenuntergang war denn auch der Delaware, bis westlich von Atiu, einer nicht ganz unbedeutenden Insel, gekommen, und der Capitain wäre gern die Nacht vor Anker gegangen, die Stellen aber, die er untersuchte waren überall, bis fast dicht an die schäumenden Riffbänke, so tief, daß er sich nicht der Gefahr aussetzen mochte, so nahe unter dem bösartigen Ufer vielleicht einmal von einem der hier oft sehr rasch eintretenden Weststürme überrascht zu werden. Er ließ also die Segel dicht reefen und kreuzte, (eben nicht zum Vergnügen der Mannschaft, die sechs bis acht Mal in der Nacht mit dem Schiff herum mußte) in Lee der Insel auf und nieder.

Capitain Lewis kümmerte sich übrigens den Henker darum, ob er seinen Leuten damit einen Gefallen that oder nicht — er und sie standen, wie man’s am Lande nennen würde — »auf Hofton« mit einander — d. h. er sprach, seit sie das letzte Mal auf den Sandwichsinseln gewesen, wo es zu einigen Auftritten gekommen war, nur höchst höflich mit ihnen und nannte sie, wenn er sie zu einer Arbeit im Einzelnen aufforderte, gewöhnlich Mister, und if you please, mit starker Betonung des letzten Wortes, aber mit einem Blick dabei, der deutlich genug sagte: »Wenn Du nicht springst, Canaille, zu thun was ich Dir sage, so laß ich Dich bei den Beinen aufhängen.«

Er, zum Dank dafür, hieß bei den Leuten, statt wie sonst die Capitaine gewöhnlich »den Alten« (the old man) zu nennen, »the old devil« (der alte Teufel); und wußte das auch recht gut, ja es schien ihm ordentlich Spaß zu machen daß er so genannt wurde, und er hatte seiner Mannschaft schon mehrmals versichert, er wolle sich bemühen, seinem Namen keine Schande zu machen; welches Versprechen er auch bis jetzt, so weit es in seinen Kräften stand, redlich gehalten.

Die Mannschaft eines Schiffes ist in solchen Fällen übel d’ran — widersetzt sie sich, so ist es Meuterei, und sie wird darnach bestraft, mögen die Leute recht gehabt haben oder nicht, und halten sie, auf der anderen Seite aus bis zum Letzten, und verklagen nachher den Capitain, so ist Zehn gegen Eins zu wetten, daß dieser dennoch Recht bekommt. In sehr vielen Fällen hat er’s aber auch, und es giebt wohl auf keinen Fahrzeugen der Welt, Kriegsschiffe vielleicht ausgenommen, toller zusammen gewürfeltes Volk, als auf diesen Wallfischfängern. Ein ordentlicher Matrose geht selten oder nie darauf, es ist meist lauter aufgelesenes Ufervolk, die faul genug sind ihre eigene Arbeit bei Seite zu werfen, und Romantik genug im Kopfe haben, sich von einem »Wallfischzug« ein ganz besonderes Vergnügen und außerdem einen bedeutenden Nutzen zu versprechen. Die guten Leute sehen dann gewöhnlich immer etwas zu spät ein, daß sie sich in der ersten Erwartung jedesmal, und nur zu häufig auch in der anderen getäuscht haben, und sie sind dann eben einmal und nicht wieder Wallfischfänger gewesen, so daß fast jedes neu ausgehende Schiff, die Offiziere ausgenommen, auch eine durchaus neue Besatzung hat.

Schuster und Schneider, besonders die letzteren, sieht man sehr häufig dabei, Tischler und Maurer, Schmiede und Böttcher, Gerber und Cigarrenmacher — Alles wird Wallfischfänger und der Capitain eines solchen Fahrzeugs, der von dem Rheder, sobald er eine volle Besatzung hat und die Jahreszeit gekommen ist, in See hinaus geschickt wird, hat dann oft, wie sich nicht leugnen läßt, eine entsetzliche Zeit dies Volk, von dem er vorher weiß daß es doch nur eine Reise bei ihm aushält — ja schon an den nächsten Plätzen wo er anlegt fortläuft, wenn er ihnen nur Gelegenheit dazu gäbe, so weit einzurichten, daß sie wenigstens erst einmal verstehen lernen was sie nur überhaupt zu thun haben. Dies sie nachher wirklich thun zu machen hat dann schon weniger Schwierigkeiten. Kommen nun ordentliche ruhige Menschen manchmal zwischen diese hinein — d. h. die Mannschaft, denn die Offiziere, vom Bootsteurer aufwärts, bilden ein ganz besonderes, abgeschlossenes Corps — so fühlen sich diese gewöhnlich höchst unglücklich und verwünschen den Augenblick, wo sie sich von der Romantik der Sache bethören ließen — aber leider zu spät, und die viertehalb Jahr, die eine solche Fahrt sehr häufig dauert, werden ihnen zur Hölle.

Doch zurück an Bord unseres Fahrzeugs. Zum Ausschauen auf der Back vorn stand ein junger Mann, dessen edle, fast schöne Gesichtszüge, wie der schlanke schmächtig gebaute Körper wohl passender für einen Salon als das Vorcastle eines Wallfischfängers geschienen hätten. Das volle braune Haar quoll ihm in dichten Massen unter der breiten schottischen, dunkelblauen Mütze vor, und seine reinliche Kleidung selber unterschied ihn auffällig von der übrigen, besonders in diesem Punkt höchst nachlässigen Schaar. Es war ein junger Franzose aus sehr guter Familie, der sich in Boston mehr einer tollen Laune oder ziellosen Reiselust zu Liebe, als aus irgend einer andern Ursache hatte verleiten lassen, an Bord des Delaware eine Reise nach der Südsee mitzumachen, und der jetzt still und brütend nach dem nahen Lande hinüberschaute, das mit dem dunkeln Schatten seiner Palmen in träumerischer Ruhe vor ihm lag.

»Nun René, so in Gedanken?« sagte plötzlich, dicht neben ihm, eine freundliche Stimme und eine Hand berührte leise seine Schulter — »an was denkst Du?«

Der Angeredete fuhr erst wie erschreckt aus seinem Nachdenken empor und schaute sich um, als er aber den Sprechenden erkannte, sagte er rasch und fast erfreut:

»Es ist mir lieb, Adolph, daß du gerade in diesem Augenblick zu mir kommst, ich bin eben mit meinem Entschluß ins Reine gekommen — ich verlasse dies Schiff.«

»Thorheit,« sagte Adolph kopfschüttelnd — »Du kennst die Verhältnisse hier nicht, René. Kämst Du wirklich glücklich an Land, so brauchte der Capitain nur eine unbedeutende Belohnung auf Deinen Fang zu setzen und Du würdest rettungslos ausgeliefert. Ich bin schon früher hier gewesen und habe den Fall zweimal ausgeführt gesehen. Die Eingebornen sind seelensgut, aber wie die Kinder — ein Spielzeug könnte sie zu irgend etwas verführen — sei es nun zum Guten oder zum Bösen.«

»Hab’ ich erst festen Boden unter den Füßen, so könnten sie mich nur als Leiche wieder zurückschaffen,« murmelte René mit düsterem Blick und fester Entschlossenheit zwischen den zusammengebissenen Zähnen durch.

»Das wäre Thorheit,« sagte aber sein älterer Freund, ein Landsmann von ihm und jetzt dritter Harpunier auf dem Delaware, der mit René schon in Algier gefochten und in Canada gejagt, und damals Alles versucht hatte ihm einen so tollen Entschluß, wenn auch vergebens, auszureden, als gemeiner Matrose das Leben eines Wallfischfängers zu versuchen. »Du bist noch jung René und das Leben steht Dir weit und freudig offen — hier nun einmal in die Klemme gerathen, bring Dich deshalb nicht gleich um Alles, blos weil es Dir in den Sinn kommt die Suppe, die Du Dir selber eingebrockt, nicht ausessen zu wollen. Ein, höchstens zwei Jahr, und Du bist wieder frei wie der Vogel in der Luft, und selbst diese Zeit wird Dir dann, so schmerzvoll und entsetzlich sie Dir jetzt auch scheint, eine freudige, vielleicht liebere Erinnerung sein, als manche froh und glücklich verlebte Stunde.«

»Ich halt’ es nicht aus, Adolph, ich halt’ es bei Gott nicht aus« sagte René kopfschüttelnd — »hier unter dem rohen Volk noch Jahrelang bleiben und an Geist und Körper zu Grunde gehen — ich vermag es nicht. Du weißt dabei, wie nahe ich zweimal schon daran war mit dem Capitain selber, der fast schlimmer ist als der Schlimmste seiner Leute, zusammenzugerathen, und wer schützt mich dann vielleicht sogar vor seinen rohen Mißhandlungen? Das Resultat bliebe dasselbe, auch das ertrüge ich nicht, und lieber will ich mein Leben hier wagen, wo mir noch die Möglichkeit eines Entkommens bleibt, als zuletzt gezwungen werden dem Capitain vielleicht ein Messer in den Leib zu rennen und über Bord zu springen. Nein, Adolph, ich bin fest entschlossen« setzte er leise aber mit ruhiger und überzeugter Stimme hinzu — »die erste Gelegenheit, die sich mir bietet an Land zu kommen, und sollt’ ich es schwimmend zu suchen haben, benutz ich, und die Folgen mögen dann sein wie sie wollen — ich weiß und fühle, daß mir nichts Schlimmeres begegnen kann, als was ich jetzt in Seelenqual und innerer Unruhe zu leiden habe.«

»Hol’s der Henker«, sagte Adolph nach kurzem Sinnen — »wer weiß ob ichs nicht an Deiner Stelle, und mit Deinem jungen Blut in den Adern am Ende auch thäte. Aber wie willst Du an Land kommen? es ist noch ganz ungewiß ob der alte Teufel ein Boot abschickt Erfrischungen einzunehmen oder nicht, — er traut uns allen mit einander nicht.«

»Doch« entgegnete ihm René — »ich habe vorher zufällig gehört, daß unser Boot mit dem ersten Harpunier morgen mit Tagesanbruch hinüber soll, etwas Brodfrucht und Cocosnüsse abzuholen. Die Gelegenheit will ich jedenfalls benutzen, noch dazu da es uns einen Vorwand giebt, reichliche Kleider mit zu nehmen. — Die Leute haben ja sonst nichts, sich Kleinigkeiten von den Eingebornen einzutauschen.«

»Und sowie Du im Wald drin bist« sagte Adolph immer noch kopfschüttelnd, »hetzt der alte Seehund von Harpunier Dir die ganze Einwohnerschaar hinterher — wie willst Du ihnen entgehen? — René, René es ist wahr, das Land liegt wohl verlockend genug vor uns da, und selbst mir zuckt’s in den Knochen, einmal frei darauf herumzuspatzieren und von diesem — verdammten Marterkasten loszukommen, aber — ich weiß doch nicht — hast du einmal das Schiff verlaufen und wirst wieder eingefangen, so kommst Du nachher erst in eine Hölle, wenn Du vorher in keiner gewesen bist, und wenn ich ganz aufrichtig sein soll, so glaub’ ich nicht daß Du zwei Tage von uns bleibst, ehe sie Dich wieder haben — und die zwei Tage über bist Du dann mehr wie ein gehetzter Wolf als wie ein Mensch.«

»Und es hilft doch Alles Nichts« lächelte René trüb; »ich hab’s mir nun einmal in den Kopf gesetzt, und ich führ es auch aus, mag daraus entstehen was da will; schlimmer kann’s nicht werden als es schon ist.«

»Doch, doch« sagte Adolph »es kann noch viel viel schlimmer werden, Du hast es noch nicht gesehen, wenn es an Bord eines Schiffes einmal recht schlimm ist,« setzte er schaudernd hinzu — »und ich verlang’ es ebenfalls nie, nie wieder zu erleben. Außerdem bist Du der Sprache gar nicht mächtig — wie willst Du Dich den Leuten verständlich machen? René, es geht in der Welt alles nach Eigennutz — bist Du erst einmal älter, wirst Du das auch selber erfahren — und die Eingeborenen hier wissen recht gut, daß sie von einem entlaufenen Matrosen nicht viel Gutes und gar keinen Nutzen zu gewärtigen haben, während ihnen der Capitain eine Masse Sachen geben kann, die für sie und ihr einfaches Leben förmliche Schätze sind.«

»Ich habe Geld bei mir« sagte René rasch — »Peste, ich brauche des alten Schuftes Blutgeld nicht, mir meine Bahn auch im schlimmsten Fall zu erkaufen, wenn es denn nicht anders sein kann.«

»Das ist schon ein sehr sehr großer Vortheil« lächelte Adolph, »und es werden wenig Matrosen von Wallfischfängern weglaufen, die wirklich einen Franc in der Tasche haben, aber der Capitain bleibt immer im Vortheil. — Aexte, Beile, Kattune und Schmuck und besonders Spirituosen sind ihnen weit lieber als Geld, und über derlei Sachen hast Du immer nicht zu verfügen.«

»Vernünftiger Weise magst Du Recht haben, Adolph«, lächelte aber der junge Mann, auf alle diese Argumente — »und ich glaube selbst daß es eine Art verzweifelter Schritte ist, auf einer so kleinen Insel, wie diese zu sein scheint, zu entlaufen — die Möglichkeit ist immer eher da, daß man eingefangen wird.« —

»Sag’ lieber die Wahrscheinlichkeit« unterbrach ihn Adolph.

»Und meinethalben auch die Wahrscheinlichkeit« murmelte René zwischen den zusammengebissenen Zähnen durch, »ich habe mir aber noch nie etwas so fest vorgenommen gehabt, ohne es durchzuführen, und den Versuch will ich machen, oder darüber zu Grunde gehen!«

»Eh bien« lachte Adolph, »sobald Du einmal so weit gekommen, ist es nicht nöthig mehr darüber zu sprechen. Meine Wünsche für Dein Wohl hast Du übrigens, und ich wollte nur, daß ich Dir in irgend etwas dabei nützlich sein könnte; ich sehe nur noch nicht wie.«

»Wer weiß wie sich das noch Alles machen kann« sagte René — »aber auf dem Quarterdeck werfen sie schon wieder die Falle los — in der Mitternachtswache möcht’ ich Dir noch etwas sagen.«

»Ship about« unterbrach ihn hier der eintönige Ruf; die Leute traten sämmtlich an ihre Posten und das Schiff wurde über den anderen Bug gelegt, jetzt wieder vom Lande abhaltend.

Mit der nächsten Morgendämmerung hatten sie die Küste, und zwar eine kleine Art Bai, die von zwei auslaufenden Corallenriffen gebildet wurde, gerade vor sich, und der Ruf des ersten Harpuniers sammelte die Leute in sein Boot; mehre dort schon aufgeschichtete Sachen, Handels- und Tauschartikel für die Eingebornen, wurden hineingelegt — das Boot schwang frei und auf das Wasser nieder, und die Mannschaft legte sich in die Ruder.

»Was sind das für Pakete da vorn?« sagte der Harpunier, als sie eben von Bord abgestoßen waren, »wer hat die eingeworfen?«

»Ein paar Hemden und andere Kleinigkeiten, Mr. Rowsy« erwiederte Einer der Leute — »wir wollten uns auch was von Früchten eintauschen!«

»Und das andere daneben?«

»Dasselbe« erwiederte René, den die Frage anging. Der Harpunier sagte nichts weiter und René warf noch einen verstohlenen Blick nach Bord zurück, wo Adolph stand und ihm zunickte. Er war ihm behülflich gewesen die Sachen rasch, und ohne daß sie an Bord selber etwas davon zu sehen bekamen, in’s Boot zu schaffen, der Capitain hätte es sonst unter keiner Bedingung zugelassen, obgleich dies etwas ziemlich gewöhnliches an Bord von Wallfischfängern ist.

In Canoes kamen übrigens keine Indianer ab und ihnen entgegen, obgleich sie mehrere Canoes in der Bai liegen sahen, und nur erst als sie die Corallen-Bank berührten, erschienen oben zwischen den Büschen eine Anzahl Männer und Frauen mit Körben aus Cocosblättern geflochten, in denen sie Früchte und Muscheln trugen, und erst ein Zeichen der Fremden abzuwarten schienen, ehe sie sich ihnen näherten.

Der Harpunier, der sich seit seiner Jugend fast in diesen Meeren herumgetrieben, sprach ihre Sprache ziemlich geläufig, und ein paar freundliche Worte in dieser hatten fast eine zauberhafte Wirkung auf die Schaar. Die, die im Anfang die furchtsamsten gewesen waren, riefen sich erstaunt unter einander zu daß die Fremden Freunde seien, und dieselbe Sprache mit ihnen hätten, und aus allen Büschen und Dickichten brachen sie jetzt heraus, und mischten sich so sorglos und vertrauend wie Kinder zwischen die Leute, befühlten das Zeug ihrer Kleider, lachten über ihre Bärte und Schuhe, und sprangen und sangen, als ob sie schon Jahre lang mit ihnen bekannt gewesen wären.

Der Tauschhandel ging indessen rüstig vor sich; gegen Messer und Tabak, Kattune und Glasperlen brachten sie Massen der herrlichsten Früchte, besonders vortreffliche Orangen und Brodfrucht und während der Harpunier unter einem stattlichen Pandanus saß, die ihm gebrachten Waaren musterte, und bestimmte was er dafür geben wolle, mischten sich die Leute, nur Einen derselben bei dem Boot lassend, ebenfalls unter die Eingebornen, die wenigen Kleinigkeiten die sie mitgebracht, gegen Früchte und Muscheln, hauptsächlich aber die ersten, zu vertauschen.

Diesen Zeitpunkt benutzte René, schnallte sein kleines Bündel, daß er im Anfang vor den Eingeborenen ausgebreitet gehabt, wieder zusammen, und verlor sich damit, ohne daß irgend Jemand auf ihn acht hatte, im Dickicht. Von den Eingeborenen sahen ihn vielleicht Einige, achteten aber nicht auf ihn, und die Leute vom Schiff waren viel zu sehr mit sich selber und ihrer Umgebung beschäftigt, sich nur im mindesten darum zu bekümmern, was Einer der ihrigen that.

Zwei Stunden später etwa, als der Harpunier Alles weggegeben was er mitgebracht, und sein Boot fast gefüllt war mit all den Massen von Sachen die er dafür eingetauscht, rief sein Befehl die Leute wieder zusammen, und er stieg selber ins Boot, an Bord zurückzukehren.

»Wo ist René!« frug er, als er einen Blick über die Mannschaft geworfen.

»René!« tönte der Ruf der Matrosen — »oh René!» Kein René ließ sich blicken und Niemand wußte was aus ihm geworden, ja ein paar bezweifelten, daß er überhaupt mit an Bord gekommen sei, so wenig hatten sie sich, mit dem Land vor sich, um einander bekümmert. Jedenfalls fehlte aber ein Mann, und der Offizier wußte auch, daß er bei der Herüberfahrt seine volle gewöhnliche Besatzung gehabt.

»Damn it« rief der Harpunier endlich im Boot, in dem er seinen Sitz schon wieder eingenommen, in die Höhe springend — »he has bolted,die Pest über den Hallunken; aber den wollen wir bald wieder haben. — Bleibt Ihr hier im Boot bis ich zurückkomme!« rief er dann seinen Leuten zu, und über die Sitze wegspringend, eilte er wieder an Land und wandte sich dort an einen der Eingebornen, der eine Art Oberherrschaft über die Andern auszuüben schien.

»Hallo Freund!« redete er ihn an, »Einer von meinen Leuten ist mir weggelaufen, könnt Ihr ihn wieder fangen, und was wollt Ihr dafür haben?«

»Hat er Gewehr mit?« frug der Alte ziemlich vorsichtig, denn er schien danach den Preis des Einfangens bestimmen zu wollen.

»Nein, kein Schießgewehr, vielleicht nicht einmal ein Messer« lautete die ermuthigende Antwort.

Die Eingebornen fingen jetzt eifrig an unter einander zu verhandeln, und zwar in so rascher und oft eigentümlicher Sprache, daß der Amerikaner selber nicht verstehen konnte was sie mitsammen hatten. Aus ihren Bewegungen wurde es ihm jedoch bald deutlich, denn zwei davon gingen nach einem besondern Theil im Busch und untersuchten hier die Fährten und ihren Gesticulationen nach schien es, als ob der Flüchtige sich dort hinein gewandt habe. Der alte Indianer zeigte sich auch bald erbötig ihm den Mann wieder zu verschaffen; seine Forderung dafür war aber ziemlich bedeutend; er wollte Kattun und Messer, etwas Tabak und in der That ein wenig von Allem haben, und als Jener endlich einwilligte ihm das Alles zu geben, hatte er noch ein Beil und ein Hemd und mehrere andere Kleinigkeiten vergessen.

Der Harpunier wußte übrigens daß sich der Capitain nicht lange hier aufhalten wollte, und wüthend sein würde über die Flucht des Mannes; er sagte also dem Alten seine sämmtlichen Forderungen zu, vorausgesetzt daß sie mit dem Gefangenen am Ufer wären, sobald sie mit dem Boot und den verlangten Sachen wieder vom Schiff zurück sein könnten.

Dies abgemacht, stieß das Boot augenblicklich vom Lande, die eingetauschten Früchte mit der fatalen Nachricht an Bord zu bringen und den Fanglohn für den Entflohenen herüber zu holen, während die Eingebornen indessen wie Spürhunde den einmal angenommenen Fährten des Flüchtigen nachliefen.

Capitel 2

Die Flucht, und welchen Dollmetscher René fand

René war, als er sich nur einmal außer dem Bereich seiner Kameraden sah, so rasch er konnte gerade einem der nächsten Hügel zugeeilt, und das selbst schien mit der Last die er trug gerade kein kleines Unternehmen. Für ein Hemd hatte er sich nämlich vorher ein paar grüne Cocosnüsse und einige Bananen eingetauscht, damit er nicht genöthigt wäre, gleich in den ersten vierundzwanzig Stunden wegen Nahrungsmitteln einen irgendwo gefundenen Versteck zu verlassen, und diese, neben seinen Bündel Kleidern tragend, mußte er sich durch das, manchmal entsetzlich dicke Gebüsch, fortwährend mit dem fatalen Gefühl verfolgt zu werden, Bahn brechen. Er wußte aber was ihm bevorstand, wurde er von den Leuten des Delaware wieder eingefangen, und wollte wenigstens Nichts was in seinen eigenen Kräften stand unversucht lassen, sich so weit als möglich jeder solchen Gefahr zu entziehen. In dieser Absicht arbeitete er sich auch dem höheren Theil der Insel zu, weil er dort erstens den Lagunen aus dem Weg ging, die hier seinen Pfad zu beengen drohten, und dann auch wahrscheinlich in dichtes Buschwerk hineinkam, was von den Eingebornen selber selten betreten wurde.

Als er nur erst einmal hügeligen Boden erreichte, wurde seine Flucht dadurch sehr erleichtert, daß er cultivirtes und eingefenztes, wenn auch durch Unkraut ziemlich arg überwachsenes Land traf. Dort hatte er sich wenigstens durch keine verwachsenen Büsche mehr Bahn zu brechen und konnte sein Terrain ein wenig freier übersehen. Blieb er da in der Nähe, so wuchs auch Frucht genug, ihn ein Jahr im Proviant zu halten; überdies war der ganze Wald voll Früchte, denn die Guiaven standen mit Aepfeln, wenn auch noch nicht vollkommen gereift, förmlich bedeckt. Nur die Cocospalmen reichten nicht so weit hinauf, doch sah er hier in den Feldern eine Masse Wassermelonen, die ihn reichlich dafür entschädigen konnten. Weiter durfte er sich für jetzt aber nicht beladen, denn er trug schon, was er überhaupt tragen konnte, und die Hitze war groß. Die ungewohnte Anstrengung und Aufregung thaten natürlich auch das ihrige dabei.

Durch die Felder ging das auch ganz gut, überhalb diesen wurde das Dickicht aber wieder so schlimm wie es je gewesen, und die Guiavenbüsche schienen hier eine förmliche undurchdringliche Hecke zu bilden, durch die er sich nur gebückt, und sein Gepäck oft nachschleppend, hindurchdrängen konnte. Nur erst, wo diese endlich aufhörten, und mit ihnen jede Art von Frucht, begannen hohe dunkle Casuarinen, die einen weit bessern Durchgang gewährt haben würden, wären nicht so viele trockene und dürre Aeste von ihnen heruntergefallen gewesen, die sich ihm oftmals wie förmliche Pallisaden entgegenstellten.

Aber er mußte hindurch, und das war ein tüchtiges Wort, ihn alle Schwierigkeiten mit leichtem Muth überwinden zu lassen. Hier wurde der Grund auch steinig, und er fand, als er den höchsten Punkt endlich erreichte, zu seiner Freude einen kleinen felsigen Platz, den er sich selber hätte nicht schöner und passender zu einem Castell ausbauen können, als es hier die Natur für ihn gethan. Zehn Fuß war er dort oben von allen Seiten frei, und das bröcklige Gestein, was den steil auflaufenden Gipfel bildete, konnte ihm im Anfang eben so wohl zum Verbergen, als später, sollte er gefunden werden, als Waffe dienen, auf irgend einen andringenden Feind niederzurollen.

Mit einem förmlichen Triumphruf nahm er von dieser kleinen Festung Besitz, und als er oben seine Last abgeworfen, und sich die nassen Haare aus der Stirn gestrichen hatte, sagte er lächelnd:

»Beim Himmel, mit Adolph hier und zwei guten Gewehren, wollt’ ich mir die ganze Besatzung des Delaware vom Leibe und einem förmlichen Sturm abhalten — ha — le Delaware!« unterbrach er sich plötzlich selber überrascht, und fast unwillkürlich trat er hinter einen der Felsstücke, denn als er den ersten Blick nach außen warf sah er, daß er frei über das Meer schauen konnte, und dort lag auch sein altes Schiff so klar und nah vor ihm, daß er die einzelnen Leute an dessen Bord konnte auf- und abgehen sehen. Mit dem Glas mußten sie im Stande sein ihn, sobald er sich nur frei zeigte, vollkommen gut zu unterscheiden. Er überlegte sich jedoch bald, daß sie bis jetzt an Bord noch keine Ahnung von seiner Flucht haben konnten, denn eben kam erst das Boot, dem er entflohen, dorthin zurück, und er konnte selbst erkennen wie die Leute von unten hinauf an Bord kletterten.

Jedenfalls war er also schon vermißt und er mußte darauf gefaßt sein daß ihn die Eingeborenen aufspüren würden, denn mit seiner Ladung hatte er an vielen Stellen eine ziemlich breite und tiefe Fährte zurückgelassen. Die kurze Zeit also die ihm bis dahin blieb, wollte er benutzen sich noch so gut als es eben anging zu befestigen, nachher dem Schicksal und seinem guten Glück das Uebrige zu überlassen. Er war jung und ein Franzose — also weit davon entfernt sich Sorgen vor der Zeit zu machen, überdies hatte er Alles was ihm jetzt bevorstand voraus gewußt und es kam ihm Nichts unerwartet.

Schießwaffen hatte er, zwei kleine Terzerole ausgenommen, keine; außer diesen aber ein langes zweischneidiges schweres Messer in lederner Scheide, wovon er sich die meiste Hülfe versprach, und ein leichtes trotziges fast muthwilliges Lächeln überflog seine schönen Züge, als er die beiden kleinen Pistolen aus der Tasche nahm, und vor sich auf die Steine legte.

»Es sind zwar keine Zweiunddreißigpfünder« sagte er dabei lachend vor sich hin, »und ich weiß in der That nicht einmal ob sie überhaupt losgehen werden, aber sie haben doch Mündungen, und ist den Eingebornen hier schon überhaupt jemals ein solches Instrument wie eine Pistole zu Gesicht gekommen, so müßte ich mich sehr irren, wenn ich nicht glauben sollte die ganze Insel damit von mir abhalten zu können. Kurze Frist werden sie mir aber doch wohl Ruhe lassen, und die will ich denn wenigstens benutzen meinen Körper ein wenig zu restauriren und mit Speise und Trank zu erquicken.«

Und damit schnürte er wohlgemuth seinen Bündel wieder auf, in dem er auch ein kleines Packet mit einem paar Schiffszwiebacken und einem Stück Salzfleisch verborgen hatte, und mit einem Theil von diesem und einigen Bananen, wozu er eine der Cocosnüsse anzapfte und etwas davon trank, seinen allerdings brennenden Durst zu löschen, hielt er eine so vortreffliche und ruhige Mahlzeit, als ob er sich in voller Sicherheit in irgend einem guten Gasthaus befände, und nicht jeden Augenblick fürchten mußte, umstellt und gefangen zu werden.

Die Feinde waren ihm übrigens weit näher als er je vermuthet, denn kaum hatte er sein Mahl beendet, und eben wieder die Cocosnuß an die Lippen gehoben, noch einen letzten Schluck zu thun, als er gar nicht weit von sich entfernt ein Geräusch zu hören glaubte. Er hielt horchend ein — da krachten wahrhaftig wieder die Büsche. Nichtsdestoweniger trank er erst in aller Ruhe, denn er wußte recht gut daß er hier oben in seiner festen Stellung nicht so plötzlich überrascht werden konnte, stellte dann die Nuß vorsichtig und ein paar Steine darum legend, bei Seite, daß sie nicht umfiel und seinen Wasservorrath gleich um die Hälfte verringerte, griff seine beiden Terzerole auf, und schaute dann, hinter irgend einen der größten Steine gedrückt, aufmerksam nach dorthin von woher sich jetzt vorsichtig irgend Jemand zu nähern schien. Es dauerte auch nicht lange, so konnte er schon die bunten Kattunüberwürfe mehrerer Eingeborener erkennen, die langsam und aufmerksam den Boden betrachtend, seinen hinterlassenen Spuren folgten.

Wie viele es waren ließ sich noch nicht erkennen, das blieb sich aber auch gleich; war er erst einmal aufgefunden, so konnten sie, so sie überhaupt feindliche Absichten hatten, leicht Verstärkung holen, und er mußte vor allen Dingen sehen sich auf eine friedliche Art mit ihnen zu verständigen. Die Terzerole konnten ihm aber dabei nur mehr Schaden als Nutzen bringen, und er steckte sie deshalb vorläufig wieder in die Tasche, die Ankunft der Indianer jetzt auf das ruhigste und kaltblütigste erwartend.

Diese ließen ihn auch nicht lange mehr über ihre Absicht im Zweifel. Der Erste der voranging mochte eine gewisse Obergewalt über die Andern haben, denn dicht unter den Steinen, auf denen sie den Flüchtling gar nicht zu vermuthen schienen, sandte er zwei rechts und zwei links ab, zu sehen wohin sich die Spuren etwa den Berg wieder hinunter zögen, während er selber gerade auf den Felsen zukam. René wußte recht gut daß er von diesen fünf Leuten noch weiter keine Gefahr zu fürchten hatte, und doch jedenfalls aufgefunden werden mußte, sich also deshalb aufrichtend, und mit beiden Ellbogen auf einem der vor ihm liegenden Blöcke stützend, sah er erst eine kurze Weile den Mann unten, der auf dem hier steinigen Boden nicht recht mit der Spur einig zu sein schien, lächelnd zu, und sagte dann plötzlich mit lauter Stimme den schon mehrfach gehörten und behaltenen Gruß:

»Joranna-boy!«

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