Paris - Brest - Tanguy Viel - ebook

Paris - Brest ebook

Tanguy Viel

0,0

Opis

Nicht immer sind Familien Orte der Geborgenheit und Liebe … Der neue Roman von Tanguy Viel handelt von einer bretonischen Sippe, in der keiner keinem traut. Und zwar aus gutem Grund. Ein meisterhafter, burlesker Familienkrimi. Die Großmutter erbt viel Geld und eine Putzfrau. Der Vater veruntreut die Kasse des lokalen Fußballvereins. Die tyrannische Mutter bemüht sich um Kontrolle der Situation. Der Bruder hat wenig Talent und ein Geheimnis. Und der Erzähler seinerseits will alles ans Licht bringen. Nachdem seine Familie der Bretagne gezwungenermaßen den Rücken gekehrt und sich im Süden niedergelassen hat, bleibt Louis, der Erzähler, bei seiner Großmutter in Brest und verbringt die Abende mit dem zwielichtigen Sohn ihrer Putzfrau, bei Rotwein und Zigaretten. Ein böser Plan entsteht. Und einmal mehr hört Louis auf seinen vermeintlichen Freund. Im Tonfall eines Geständnisses geschrieben, ist dieser Familienkriminalroman ironisch und elegant. Es geht um viel Geld, um bodenlosen Verrat. Genau und schlicht entwickelt der Autor die Geschehnisse, Figuren und das Bühnenbild seiner Geschichte. Mit wenigen, eindrücklichen Strichen baut er eine atemlose Spannung auf, die eines alten britischen Krimis würdig und zugleich voller Humor ist.

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Liczba stron: 157

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Tanguy Viel

Paris–Brest

Roman

Aus dem Französischenvon Hinrich Schmidt-Henkel

Verlag Klaus Wagenbach    Berlin

Die französische Originalausgabe erschien 2009 unter dem Titel Paris – Brest bei Éditions de Minuit in Paris.

Dieses Buch erscheint im Rahmen des Förderprogramms des französischen Außenministeriums, vertreten durch die Französische Botschaft in Berlin.

E-Book-Ausgabe 2014

© 2009 Les Éditions de Minuit, Paris

© 2014 für diese Ausgabe:

Verlag Klaus Wagenbach, Emser Straße 40/41, 10719 Berlin

Alle Rechte vorbehalten.

Jede Vervielfältigung und Verwertung der Texte, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags urheberrechtswidrig und strafbar. Dies gilt insbesondere für das Herstellen und Verbreiten von Kopien auf Papier, Datenträgern oder im Internet sowie Übersetzungen.

ISBN 978 3 8031 4159 0

Auch in gedruckter Form erhältlich: ISBN 978 3 8031 3234 5

Inhalt

I Mit Blick über die Bucht

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

II Drei Jahre später

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

III Der junge Kermeur

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

IV Etwas über uns

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Lesen Sie weiter...

I

Mit Blick über die Bucht

1

Offenbar schlug ein kühner Architekt vor, als Brest nach dem Krieg in Ruinen lag, wo man schon alles neu bauen müsse, da sollten doch alle Einwohner das Meer sehen können: Man könne doch die Stadt im Halbkreis wieder aufbauen, nach hinten immer höhere Häuser, die Stadt bis an den Rand der Strände gezogen. In gewisser Weise könne man alles neu erfinden. Ja, in gewisser Weise, hätten nicht ein paar reiche Nörgler ihre Immobilien wiederhaben wollen beziehungsweise nicht ihre Immobilien, denn die Stadt lag in Schutt und Asche, aber doch ihren Grund und Boden. Also hat man in Brest, genau wie in Lorient, genau wie in Saint-Nazaire, überhaupt nichts neu erfunden, sondern einfach Steine auf die Fundamente der Ruinen gemauert. Wenn man nach Brest kommt, dann sieht man die Stadt, ein bisschen weiß ist sie im Hintergrund des Hafens, ein bisschen licht auch, aber platt, kubisch und abgeplattet, wie eine aztekische Pyramide abgeschnitten mit einem horizontalen Sensenhieb. So, das ist die Stadt, die neben ein paar anderen als die scheußlichste von ganz Frankreich gilt, wegen dieses ungeschickten Wiederaufbaus, der zu zugigen Straßen führt, wegen einer verunglückten Strandsituation (komplett verunglückt sogar, denn der einzige Strand der Stadt ganz am Ende der Bucht liegt verlassen da unterhalb der lärmigen Schnellstraße, über die der Verkehr aus der Stadt abfließt), häufig auch wegen des Regens, des hartnäckigen Regens, den die großen Lichter des Himmels nicht aufwiegen können, so dass Brest dem Hirn eines Seemanns ähnelt, von der Welt geschieden wie eine Halbinsel. Ja, wie eine Halbinsel, sagte der junge Kermeur, und wenn du hier bleibst, endest du auch so, dann endest du wie deine Großmutter.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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