Nächtliche Begegnung - Lala Fisher - ebook

Nächtliche Begegnung ebook

Lala Fisher

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Opis

Eine schöne Verlobte, Wohlstand und Ansehen erwarten Eric Dowling auf der Farm seines Onkels. Auf dem Ritt dorthin verirrt er sich nachts im Busch ...

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Liczba stron: 21




Lala Fisher

 

Nächtliche Begegnung

 

 

Aus dem Australischen übersetzt von

Shawnee Lawrence

 

 

 

4., überarbeitete Auflage 2017

Balladine Publishing Ltd & Co. KG, Köln

Copyright © 2014 Balladine Publishing

Alle Rechte vorbehalten

Umschlaggestaltung: Balladine

ISBN 978-3-945035-35-1

www.balladinepublishing.com

Inhalt

Lala Fisher – Nächtliche Begegnung

Über die Autorin

Glossar

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Lala Fis­her – Nächt­li­che Be­geg­nung

An dem Tag, an dem Eric Dow­ling sich von Rock­hamp­ton aus auf den Weg nach Wan­te­roo mach­te, der Farm mit den zwei ar­te­si­schen Brun­nen und den un­ge­heu­er gro­ßen Land­flä­chen im Be­sitz sei­nes rei­chen On­kels Jack­son Bel­ville, zeig­te das Ther­mo­me­ter drei­und­vier­zig Grad im Schat­ten an. Doch wäh­rend er be­schwingt in leich­tem Ga­lopp da­hin­ritt, war er so po­si­tiv ge­stimmt und in glück­li­che Ge­dan­ken ver­tieft, dass ihm ei­ne Klei­nig­keit wie die­se Hit­ze kei­ne Sor­gen be­rei­te­te. Er war mit sei­ner Cou­si­ne Helen Bel­ville ver­lobt und be­fand sich jetzt auf dem Weg zur Farm, weil sein On­kel ihm de­ren Lei­tung über­tra­gen hat­te.

Drei Ta­ge lang ritt Dow­ling bei­na­he un­un­ter­bro­chen – lediglich zum Über­nach­ten hielt er auf ver­schie­de­nen Far­men an –, bis er am drit­ten Tag bei Ein­bruch der Däm­me­rung nach sei­ner Ein­schät­zung noch et­wa zehn Mei­len von Wan­te­roo ent­fernt war. Sein Pferd zeig­te un­ver­kenn­ba­re An­zei­chen von Ent­kräf­tung und nur un­ter äu­ßers­ten Be­mü­hun­gen konn­te Eric das Tier zu ei­ner ge­ring­fü­gig schnel­le­ren Gang­art als dem Schritt­tem­po be­we­gen.

Das Ge­biet, durch das Eric nun ritt, war dicht be­wal­det, und als die Dun­kel­heit her­ein­brach, sah er sich ge­zwun­gen, sein Pferd au­ßer­ordent­lich vor­sich­tig zwi­schen den Bäu­men hin­durch­zu­füh­ren. Auch muss­te er un­ent­wegt sei­ne Hand aus­stre­cken, um die tücki­schen Schling­pflan­zen zu er­tas­ten, die von ei­nem Baum zum an­de­ren kro­chen und ihn, blie­ben sie un­ent­deckt, wahr­schein­lich aus dem Sat­tel he­ben wür­den.

Mit der zu­neh­men­den Be­fürch­tung, vom Weg ab­ge­kom­men zu sein, ritt Dow­ling lang­sam wei­ter, als er mit ei­nem Mal in der Ent­fer­nung ein schwa­ches, fla­ckern­des Licht be­merk­te. Er gab ei­nen Aus­ruf der Er­leich­te­rung von sich und trieb sei­nen er­schöpf­ten Gaul dem Licht­schein ent­ge­gen.

Eric stell­te fest, dass es ein klei­nes Haus war, ver­mut­lich die Hüt­te ei­nes Grenz­rei­ters. Das Licht, das ihn an­ge­zo­gen hat­te, schien durch ein gro­ßes, vor­hang­lo­ses Fens­ter. Er zog die Zü­gel an und lausch­te, konn­te aber in der Hüt­te kein Ge­räusch hö­ren. Noch nä­her am Haus, stieg er vom Pferd und trat an das Fens­ter.