John Workmann, der Zeitungsboy - Hans Dominik - ebook

John Workmann, der Zeitungsboy ebook

Hans Dominik

0,0

Opis

John Workmann der Zeitungsboy ist ein 1909 veröffentlichtes Jugendbuch des Autors Hans Dominik. John Workmann beginnt in New York als Zeitungsboy. Schon sein erster Plan erregt Aufsehen, gewinnt ihm viele Herzen. Er gründet einen Club der Zeitungsjungen, um seinen armen, obdachlosen Kameraden eine behagliche Heimat zu schaffen. Sein Tatendrang führt ihn auf Wanderschaft. Er bestaunt andere große Städte und wichtige Industriewerke. Mit einem Gefährten durchjagt er eine brennende Prärie. Auf jedem Arbeitsplatz bewährt er sich: als Motorpflüger der Großfarm, als Maschinist im Schlachthaus in Chikago, als kühner Reporter. Bei seiner Rückkehr nach New York umjubeln die Zeitungsjungen ihren Wohltäter. Wir lesen von dem märchenhaften Aufstieg vieler amerikanischer Jungen, die sich aus ärmsten Verhältnissen mit eiserner Energie zu hohen Stellungen und größtem Reichtum emporgearbeitet haben. „John Workmann der Zeitungsboy” ist ein Lieblingsbuch der Jugend.

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Liczba stron: 271

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Kurd Lasswitz

Seifenblasen

Moderne Märchen

Warschau 2018

Inhalt

Prolog

1. Auf der Seifenblase

2. Stäubchen

3. Apoikis

4. Aladdins Wunderlampe

5. Aus dem Tagebuch einer Ameise

Tagebuch

6. Musen und Weise

7. Unverwüstlich

8. Der Traumfabrikant

9. Psychotomie

10. Mirax

11. Tröpfchen.

SELBSTBIOGRAPHISCHE STUDIEN PROLEGOMENA ZUR EINLEITUNG IN DEN VERSUCH JEDER SELBSTBIOGRAPHIE (1887)

Epilog. Die Lesende.

Prolog

Wenn Frauen jedes Vorwort überschlagen Und Männer alles, was an Verse streift, So darf man, hoff' ich, von dem unsern sagen, Daß es zum höchsten Ziel der Kunst gereift. Denn rein als Selbstzweck wird es vorgetragen, Weil jeder gleich zu Text und Prosa greift; Der Autor liest es ganz allein von allen — So wird es sicher »allgemein« gefallen. Doch ein Programm, auch wenn es niemand hört, Soll im Prolog ästhetisch uns verpflichten. Das schickt sich so! Und wer nicht willig schwört Zu unsrer Fahne — nun, der mag verzichten. Er gilt uns selbstverständlich als betört, Begreift uns nicht und braucht uns nicht zu richten — Vorausgesetzt, daß er zu tadeln fand, Denn loben darf auch, wer uns nicht verstand. Wir werden also erstlich deduzieren, Warum die Seife wohlgefallen muß; Wir werden dann die Kugel demonstrieren Als Form für den berechtigten Genuß. Und sollten wir trotzdem nicht reüssieren, So bleibt uns keine Rettung zum Beschluß Als aus den Grenzen wachsamer Doktrin Ins Reich der Dichtung ohne Paß zu flieh'n. Wollt ihr die Zeit gewissenhaft verwenden, Studiert zuvor ein Lehrbuch der Chemie; Denn Seifenblasen kann man erst entsenden, Wenn Fett gebunden sich an Alkali. Und weil sich Kunst wird anders nie vollenden Als durch Natur und wahre Empirie, So übt nur brav die Seifensiederei — Dann will ich lehren, was das Schöne sei. Ihr denkt vielleicht, schön sei der lichte Thau Im Morgenschein am grünen Bergeshanges Schön sei das Auge der geliebten Frau, Die sanfte Glut, gehaucht auf ihre Wange? Verzeiht! Was schön ist, wissen wir genau Und wir behaupten's mit der Wahrheit Zwange: Schön ist, was von Interesse frei sich hält, Nicht als Begriff, doch allgemein gefällt. Und durftet ihr so leicht, was schön ist, lernen, (Ich hoffe doch, daß jeder es kapiert,) Gebt acht, ob wir auch nirgend uns entfernen Von der Erklärung, die wir acceptiert. Der gilt uns wenig unter den Modernen, Der nicht als Künstler theoretisiert Und schnell für sein ästhetisches Interesse Sich ein Organ begründet in der Presse. Nun denn — Wer zweifelte, daß Seifenwasser Das Wohlgefallen allgemein erregt? Brummt dort vielleicht ein dunkler Menschenhasser, Wenn man das Haus durchscheuert, kehrt und fegt? Mit Unrecht schilt der zürnende Verfasser, Wird ihm dabei ein Manuskript verlegt, — Denn hin und wieder eingeseift zu werden Ist schließlich doch der Dinge Los auf Erden. Doch halt! Ist nicht Begriff die Seife nur, Wenn zum Objekt des Denkens wir sie machten, Statistisch als den Maßstab der Kultur Und nicht von Interesse fern sie dachten? Um frei zu wandeln auf der Schönheit Spur Gilt's ohne Zweck die Seife zu betrachten, Nicht weil sie reinigt, sondern in der Reinheit Der bloßen Form zwecklos bezweckter Einheit! Als Seife zwecklos, doch als Form bezweckt? Wer wagt es, dieses Dunkel aufzuhellen? Wohlan! Die Lösung haben wir entdeckt, Seit uns gelungen, das Problem zu stellen. Es wird der Stoff geläutert und gestreckt, Und wenn sich dann die feinsten Schaumlamellen Geschlossen zur vollkomm'nen Spannung runden, Hat Formenzweck den Stoffzweck überwunden! So sei als Seifen-Idealgestaltung Die Form der Kugeln einzig uns gepriesen! In ihr kommt alles Leben zur Entfaltung Und alle Einheit rundet sich in diesen. Und da wir so mit philosoph'scher Haltung Das Recht der Seifenblasenkunst erwiesen, Laßt endlich der Ästhetik uns entsagen Und in der eignen Traumwelt frei behagen! Um heut'gen Tags phantastisch uns zu zeigen Verschmähen wir den unmodernen Tand, Das Flügelroß der Musen zu besteigen Zum Ritt in der Romantik altes Land. Ganz andre Mittel sind der Neuzeit eigen Bei der Aëronautik hohem Stand: Ein Wink, und auf der Schaum-Montgolfière Frei schwimmen wir im Glanz der Atmosphäre. Ein Strohhalm und ein wenig Luft genügt — Und Stroh und Luft gehören zu den Dingen, Worüber stets des Dichters Kopf verfügt — Das trübe Naß zur lichten Form zu zwingen. Ein leichter Ball, der tausend Farben lügt, Hebt aus der Körper schwerem Stoff die Schwingen Und bannt die Welt in seinen bunten Spiegel — Ein Spiel und doch ein Rätsel voller Siegel. Im Spiele darf das Wunder sich begeben, Denn nur die Wirklichkeit ist rauh und scharf. So spielen wir! Und was im ernsten Leben Mit Recht der kritische Verstand verwarf, Die freie Laune wagt's emporzuheben, Weil sie der eignen Thaten spotten darf. Ein Kind der Stunde, lächelnd aufgestiegen, Läßt sie die Seifenbälle sorglos fliegen. Schwebt hin und schillert! — Ob das Spiel euch tauge? Ein rauher Griff, die Farbenhülle bricht Und in der Hand bleibt nur ein Tröpfchen Lange — Vielleicht geriet die ganze Mischung nicht. Doch grüßt euch liebevoll ein Freundesauge, Vor dem ihr schimmern dürft im Sonnenlicht, Und bleibt es nur ein Weilchen euch gewogen, So seid ihr nicht umsonst hinausgeflogen.

1. — Auf der Seifenblase

»Onkel Wendel, Onkel Wendel! Sieh nur die große Seifenblase, die wunderschönen Farben! Woher nur die Farben kommen?«

So rief mein Söhnchen vom Fenster herab in den Garten, wohin es seine bunten Schaumbälle flattern ließ.

Onkel Wendel saß neben mir im Schatten der hohen Bäume, und unsere Zigarren verbesserten die reine, würzige Luft eines schönen Sommernachmittags.

»Hm«, sagte oder vielmehr brummte Onkel Wendel, zu mir gewendet, »hm, erklär's ihm doch! Hm! Bin neugierig, wie du's machen willst. Interferenzfarben an dünnen Blättchen, nicht wahr? Kenn' ich schon. Verschiedene Wellenlänge, Streifen decken sich nicht und so weiter. Wird der Junge verstehen—hm?«

»Ja«, erwiderte ich etwas verlegen, »die physikalische Erklärung kann das Kind freilich nicht verstehen—aber das ist auch gar nicht nötig. Erklärung ist ja etwas Relatives und muß sich nach dem Standpunkte des Fragenden richten; es heißt nur, die neue Tatsache in einen gewohnten Gedankengang einreihen, mit gewohnten Vorstellungen verknüpfen—und da die Formeln der mathematischen Physik noch nicht zum gewohnten Gedankengang meines Sprößlings gehören...«

»Nicht übel, hm!« Onkel Wendel nickte. »Hast es so ziemlich getroffen. Kannst es nicht erklären, nicht mit gewohnten Vorstellungen verbinden—gibt gar keinen Anknüpfungspunkt. Das ist es eben! Erfahrung des Kindes —ganz andere Welt—, gibt Dinge, für die alle Verbindung fehlt. Ist überall so! Der Wissende muß schweigen, der Lehrer muß lügen. Oder er kommt ans Kreuz, auf den Scheiterhaufen, in die Witzblätter—je nach der Mode. Mikrogen! Mikrogen!«

Die beiden letzten Worte murmelte der Onkel nur für sich. Ich hätte sie nicht verstanden, wenn ich nicht den Namen Mikrogen schon öfter von ihm gehört hätte. Es war seine neueste Erfindung.

Onkel Wendel hatte schon viele Erfindungen gemacht. Er machte eigentlich nichts als Erfindungen. Seine Wohnung war ein vollständiges Laboratorium, halb Alchimistenwerkstatt, halb modernes physikalisches Kabinett. Es war eine besondere Gunst, wenn er jemandem gestattete einzutreten. Denn er hielt alle seine Entdeckungen geheim. Nur manchmal, wenn wir vertraulich beisammensaßen, lüftete er einen Zipfel des Schleiers, der über seinen Geheimnissen lag. Dann staunte ich über die Fülle seiner Kenntnisse, noch mehr über seine tiefe Einsicht in die wissenschaftlichen Methoden und ihre Tragweite, in die ganze Entwicklung des kulturellen Fortschritts. Aber er war nicht zu bewegen, mit seinen Ansichten hervorzutreten—und darum auch nicht mit seinen Entdeckungen, weil diese, wie er sagte, ohne seine neuen Theorien nicht zu verstehen seien. Ich habe selbst bei ihm gesehen, wie er aus anorganischen Stoffen auf künstlichem Wege das Eiweiß darstellte. Wenn ich in ihn drang, diese epochemachende Entdeckung, welche vielleicht geeignet wäre, unsere sozialen Verhältnisse gänzlich umzugestalten, bekanntzumachen oder wenigstens zu fruktifizieren, so pflegte er zu sagen: »Habe nicht Lust, mich auslachen zu lassen. Können's doch nicht verstehn. Sind doch nicht reif, kein Anknüpfungspunkt, andre Welt, andre Welt! Tausend Jahre warten! Lasse die Leute streiten, einer weiß so wenig wie der andere.«

Jetzt hatte er das Mikrogen entdeckt. Ich weiß nicht recht, war es ein Stoff oder ein Apparat; aber soviel habe ich begriffen, daß er dadurch imstande war, eine Verkleinerung sowohl der räumlichen als der zeitlichen Verhältnisse in beliebigem Maßstabe zu erzielen. Eine Verkleinerung nicht etwa bloß für das Auge, wie sie durch optische Instrumente möglich ist, sondern für alle Sinne; die ganze Bewußtseinstätigkeit wurde verändert, so, daß zwar qualitativ alle Empfindungsarten dieselben blieben, aber alle quantitativen Beziehungen verengert wurden. Er behauptete, er könne ein beliebiges Individuum und mit ihm dessen Anschauungswelt einschrumpfen lassen auf den millionsten, auf den billionsten Teil seiner Größe. Wie er das mache? Ja, dann lachte er wieder still für sich und brummte:

»Hm, nicht verstehen können—kann's euch nicht erklären—, nützt euch doch nichts. Menschen bleiben Menschen, ob groß oder klein, sehen nicht über sich hinaus. Wozu erst streiten?«

»Wie kommst du jetzt auf das Mikrogen?« fragte ich ihn.

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