Alarm im Pfannkuchenhaus - Günter von Lonski - ebook

Alarm im Pfannkuchenhaus ebook

Günter von Lonski

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Opis

In der Rattenfängerstadt Hameln gibt es das Pfannkuchenhaus. Toll! Hier lebt Laura mit ihrer Mutter. Sie backt für ihre Gäste die besten Pfannkuchen der Welt. Lecker! Gleich gegenüber wohnt Klara, Lauras beste Freundin. Eines Tages erscheint ein geheimnisvoller Mann und will das Pfannkuchenhaus kaufen, um es umzubauen. Für den Verkauf soll Lauras Mutter eine Menge Geld bekommen. Vorsicht! Der Mann weckt mit seiner Aufdringlichkeit das Misstrauen der Mädchen. Ein Fall für Laura und Klara! Sie ermitteln auf der nahen Hämelschenburg, im Stadtarchiv und folgen der Spur des Fieslings mit zitternden Knien, aber wachem Verstand. Spannend! Dabei kommen sie einem geraubten Kunstwerk auf die Spur, können der Polizei einen gesuchten Gauner übergeben und machen sich schließlich selber auf die Suche nach dem verschwundenen Schatz … Ob sie ihn finden?

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Inhalt

Titelseite

Impressum

Widmung

Der Krimskrams muss raus

Wenn es klein, aber wertvoll ist?

Eine Kanone im Pfannkuchenhaus?

Das ist aber eine Überraschung

Einfach nur Spaghetti

Wert von 80.000 bis 100.000 Euro

Wir schließen gleich

Karel ist ein echter Knüller

Ihro zu weiteren Diensten bereitwilliger

Mit der Linie G

Oje, das wird schwer

Sind wir jetzt verhaftet?

Wir gehen nicht mehr in den Kindergarten

Niemand wird gezwungen

Den Kerl festnehmen?

Morchen komm ich chon um siechen

Gestiftet von Laura und Klara

Günter von Lonski

Günter von Lonski

Alarm im Pfannkuchenhaus

Ein Fall für Laura und Klara

Dieser Fall spielt an allseits bekannten Orten von Hameln und des Weserberglandes, doch bleiben die Geschehnisse reine Fiktion. Sämtliche Handlungen und Charaktere sind frei erfunden.

 

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet abrufbar über http://dnb.ddb.de

 

© 2013 CW Niemeyer Buchverlage GmbH, Hameln

www.niemeyer-buch.de

Alle Rechte vorbehalten

Illustrationen: Grafik & Design, Dirk Struve.

eISBN 978-3-8271-9849-5

EPub Produktion durch ANSENSO Publishing www.ansensopublishing.de

Für Nike

1.

Der Krimskrams muss raus

Laura sitzt am Küchentisch. Sie ist total sauer. Eine Zwei minus! Wofür denn das Minus? Bloß wegen der falsch geschriebenen Schokoladen-Dings? Das war doch der beste Aufsatz aller Zeiten!

Mein Zuhause.

Unsere Stadt liegt an einem Fluss. Eine schöne Stadt. Es gibt einige Häuser, die sind nicht so schön. Und zwei Durchgangsstraßen gibt es auch, die viel zu laut sind. Doch unsere Stadt hat eine richtig schöne alte Innenstadt mit gemütlichen Häusern, kopfsteingepflasterten Straßen und einen Weihnachtsmarkt mit Buden, Karussells und Zuckerwatte. Natürlich nur zur Adventszeit. Im Sommer gibt es dann Straßenfeste – mit Buden, Karussells und Zuckerwatte – und den Flohmarkt.

Bei schönem Wetter sind ganz viele Fremde in der Stadt. Sie kommen mit Bussen oder im eigenen Auto und die Parkplätze sind überfüllt. Dann können die Geschäfte viel verkaufen und in den Gasthäusern drängeln sich die Leute um die Tische. Natürlich gibt es auch langweilige Zeiten. Monatelang wurden die Straßen der Innenstadt repariert. Da gab es in den Geschäften Sonderangebote und in den Gasthäusern musste niemand auf sein Essen und Trinken warten.

Ich lebe mit meiner Mutter im Pfannkuchenhaus in der Hummenstraße. Man kann im Pfannkuchenhaus auf zwei Stockwerken essen und trinken. Es gibt ganz viele kleine Gasträume und eine moderne Küche, in der die Pfannkuchen zubereitet werden. Und eine Küche, da steht „Privat“ an der Tür. Da mache ich meine Hausaufgaben und Mutter trinkt einen Kaffee, wenn sie mal eine Pause braucht.

Die Pfannkuchen sind gefüllt mit süßer Marmelade, frischen Früchten oder Speck. Die Geschmacksrichtungen stehen auf den Karten, die auf den Tischen liegen.

Alle nennen meine Mutter Elsa, obwohl sie Anke Wagner heißt. Warum? Weil Elsa Buchwitz damals unser Fachwerkhaus vor dem Abriss gerettethat. Und ich bin ihre Tochter Laura, also die Tochter von Elsa Anke Wagner. Meine beste Freundin heißt Klara. Laura und Klara, zwischen uns passt kein Blatt Papier, sagt meine Mutter. Und dass sie zuständig ist für die Gäste und wir für die Katastrophen. Stimmt aber gar nicht. Das Durcheinander kommt immer von ganz alleine. Einfach so, von irgendwoher. Wir Mädchen haben jedenfalls nichts damit zu tun. Am besten schmeckt mir der Pfannkuchen mit Schokoladenkräm und Klara auch.

Gesamtnote: Zwei minus

Klara hat eine Drei im Aufsatz, worüber sie sich mächtig ärgert. Ist aber auch ein bisschen gerecht, weil ihr Aufsatz nicht so gut war wie Lauras. Gleich will Laura zu Klara hinüber, um sie zu trösten. Danach können sie noch ein wenig aus dem Fenster schauen und, wenn es nichts zu sehen gibt, den Fernseher anmachen.

Die beiden Mädchen sehen sich sehr ähnlich, finden sie selbst. Na ja, nicht so ganz. Klara ist einen halben Kopf kleiner als Laura, hat schulterlanges blondes Haar und trägt meist rote Turnschuhe zu ihren Jeans. Lauras Haare sind kürzer, weil ihre Mutter sie sofort schneidet, sobald die Haare strähnig werden. Dabei könnte sich Laura durchaus ein paar blaue Strähnen in ihrem Haar vorstellen. Und richtig blond ist ihr Haar auch nicht, eher dunkelblond, und ihre Turnschuhe sind nicht rot, sondern weiß – waren sie mal, im Neuzustand. Klara hat außerdem eine Zahnspange mit Glitzersteinen, um die sie Laura manchmal beneidet. Die Mädchen sind auf den ersten Blick also kaum zu unterscheiden, aber an dieser Stelle müssen sie immer laut lachen, wenn sie von ihrer Ähnlichkeit erzählen.

Jetzt hat Laura nichts zu lachen, sie muss ihren Aufsatz verbessern: Schokolandencreme, Schokoladencreme, Schokola...

Die Tür zum Gastraum wird aufgezogen, Elsa sagt etwas Unverständliches und lässt einem Mann den Vortritt in die Küche. Er ist ein wenig dicklich, Schweißperlen auf seiner Stirn, er trägt Mantel und Hut, hat eine Brille mit goldenem Rand auf der Nase und einen silbernen Aktenkoffer in der Hand. Laura schreibt einfach weiter, dann braucht sie ihm keinen guten Tag zu wünschen.

„Sie kommen ungelegen, Herr ... Herr ...“

„Patozeck, Walter Patozeck!“ Er öffnet seinen Aktenkoffer und reicht Elsa eine kleine Karte. Sie schiebt die Karte achtlos unter den Petersilientopf.

...creme, Schokoladen ...

„Sie hätten einen Termin für Ihren Besuch ausmachen sollen“, sagt Elsa, „dann hätte ich mir Zeit für Ihr Angebot nehmen können.“

„Ich war gerade geschäftlich in der Stadt unterwegs, da wollte ich gleich mal reinschauen. Es geht ganz schnell, gnädige Frau“, sagt Herr Patozeck, „ich werde Sie in wenigen Minuten überzeugen!“

„Schleimer!“, murmelt Laura.

Herr P schaut Laura an. Er kann nichts verstanden haben, war einfach zu leise. „Das ist wohl ihre brave Tochter?“

„Tochter ja, brav nein!“

Elsa hat es verstanden! Sie zieht einen Stuhl unter dem Küchentisch hervor, nimmt ein Tuch vom Haken und wischt ein paar Krümel vom Sitz. Herr P setzt sich, tupft sich mit einem Taschentuch die Schweißperlen von der Stirn.

„Na, gehen die Hausaufgaben gut voran?“

Elsa schaut ihre Tochter an, Laura sagt nichts, murmelt auch nichts, Elsa lehnt sich mit dem Rücken gegen die große Kühlschranktür. „Kann ich Ihnen etwas anbieten? Einen Kaffee vielleicht?“

Elsa sieht müde aus und zum Frisör wollte sie schon letzte Woche.

Herr P wiegt den Kopf. „Kaffee wäre sicher nicht so gut für meine angespannten Nerven.“ Er lässt die Mine in seinem goldenen Kugelschreiber knacken.

„Vielleicht ein Glas Milch?“, fragt Mutter.

Herr P verzieht das Gesicht, und Laura platzt gleich raus vor Lachen.

„Könnten wir bitte zuerst zu dem Vertrag kommen?“, drängt Herr P.

„Vertrag?“ Mutter scheint überrascht. „Zu welchem Vertrag?“

Herr P lächelt honigsüß, öffnet seine Aktentasche, nimmt eine dünne rote Mappe heraus und aus der Mappe einen bunten Prospekt. An der linken Hand trägt er einen schmalen silbernen Ring, der wohl die Warze auf seinem Ringfinger verdecken soll.

Elsa scheint wenig Interesse an dem Prospekt zu haben.

„Ich möchte Ihnen kurz einen Überblick verschaffen, was wir aus dieser ... nun ja ... Lokalität ... machen werden“, sagt Herr P.

„Sieee?“

„Später dazu mehr!“ Herr P schlägt die bunten Seiten des Prospekts auf und schiebt die Broschüre in Elsas Richtung. „Na, was sagen Sie? Ist das nicht ... nicht ... nicht überwältigend?“

Elsa tritt an den Tisch, schaut auf die Fotos. „Was soll das sein?“, fragt sie.

„Alles wird neu“, sagt Herr P und rudert mit den Armen in der Luft herum. „Erst kommt der große Container und dann wird alles entsorgt. Herd, Stühle, Tisch, Schränke und der ganze Krimskrams müssen raus ...“

„So weit sind wir noch lange nicht.“ Elsa schiebt den Prospekt zurück in Herrn Ps Richtung.

„Das ganze Gebäude wird sozusagen entkernt!“ Herr P macht einen sehr selbstsicheren Eindruck. „Dann wird alles neu aufgebaut. Überall Stahl, Chrom und Kunststoff. Alles in Weiß natürlich, viel Weiß. Überall Weiß.“

„Schön“, sagt Elsa, „aber jetzt muss ich mich wieder um unsere Gäste kümmern.“

„Kurz zusammengefasst“, sagt Herr P, „von unserem Schnellrestaurant Typ BBDO gibt es bereits zweiunddreißigtausend in über einhundert Ländern der Welt. Und täglich werden es mehr.“

„Zweiunddreißigtausend?“, fragt Elsa.

„Stellen Sie sich vor ...“, Herr P schaut sich um, scheint nach einem Vergleich zu suchen, „also ...“

„Ich möchte Ihnen etwas erzählen.“ Elsa Mutter angelt nach einem Stuhl und setzt sich an den Tisch.

„Unser Pfannkuchenhaus ist eins der ältesten Häuser in der Stadt und es wurde nicht immer geschätzt. Als ich in die Lehre ging, sollte das baufällige Haus abgerissen werden, um modernen Wohnhäusern Platz zu machen. Damals hat Elsa Buchwitz das Haus vor dem Abriss gerettet und mit alten Balken und Steinen wieder bewohnbar gemacht. Wenn aus diesem urgemütlichen Haus eine unpersönliche Wartehalle werden sollte, wären viele Gäste sehr, sehr traurig. Mir würde es wie ein Verrat an Elsa Buchwitz vorkommen. Wir haben erst im letzten Jahr den Kühlschrank und eine neue Abzugshaube angeschafft, auch wenn die Einnahmen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Aber damit hatten alle Geschäfte zu kämpfen. Wegen der Straßenarbeiten in der ganzen Innenstadt. Mit ein bisschen Geduld werden wir auch diese Durststrecke überstehen.“

„Raus“, murmelt Herr P, „alles muss raus.“

Elsa erhebt sich energisch. „Ich bin durchaus für Verbesserungen, aber alles mit Sinn, Verstand und Achtung vor dem alten Haus. Und jetzt muss ich arbeiten.“ Sie deutet mit dem Kopf in Richtung Gastraum.

Herr P steht auf und schnappt nach Luft. „Sie sollten meinen Vorschlag nicht vorschnell ablehnen. Alleine kommen Sie nicht durch, und ich biete Ihnen einen fairen Preis für die Übernahme. Eventuell können Sie sogar als Teilhaberin in unser Geschäftsmodell einsteigen.“

Herr P geht hinter Mutter in Richtung Tür. „Rufen Sie mich an, wenn Sie sich hoffentlich richtig entschieden haben.“ Aber Elsa ist schon wieder bei ihren Gästen.

Laura hat keinen Blick für Herrn P, sie starrt bewegungslos auf ihr Aufsatzheft. Doch aus den Augenwinkeln sieht sie, wie Herr P mit einer schnellen Bewegung den Fachwerkbalken über der Tür abtastet, als suche er etwas.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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