30 Minuten Raus aus dem Jobfrust - Ronald P. Schweppe - ebook

30 Minuten Raus aus dem Jobfrust ebook

Ronald P. Schweppe

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Opis

Glücklich im Job? Na klar! Freude an der Arbeit ist kein Hexenwerk, sondern eine Frage der Einstellung. "Arbeit ist Stress!" ist keine unumstößliche Wahrheit, sondern ein negativer Glaubenssatz, den wir uns oft selbst einreden. Misstrauen Sie solchen inneren Monologen! Lernen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse kennen und hören Sie auf sich selbst. Machen Sie sich unabhängig von äußeren Faktoren. So lernen Sie, Ihren Job zu lieben. Raus aus dem Jobfrust zeigt Ihnen, * wie Sie auf Ihre Bedürfnisse achten, * wie Sie voll einsteigen statt innerlich zu kündigen, * wie Sie Ihren Job mit ganzem Herzen machen.

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Ronald P. SchweppeAljoscha Long

30 Minuten

Raus aus demJobfrust

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Umschlaggestaltung: die imprimatur, Hainburg

Umschlagkonzept: Martin Zech Design, Bremen

Lektorat: Dr. Sandra Krebs, GABAL Verlag GmbH, Offenbach

© 2010 GABAL Verlag GmbH, Offenbach

2., überarbeitete Auflage 2012

Das E-Book basiert auf dem 2010 erschienenen Buchtitel “30 Minuten Raus aus dem Jobfrust“ von Ronald P. Schweppe und Aljoscha Long, ©2010 GABAL Verlag GmbH, Offenbach

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Hinweis:

Das Buch ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autoren noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gemachten Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

ISBN Buchausgabe: 978-3-86936-415-5

ISBN epub: 978-3-86200-821-6

In 30 Minuten wissen Sie mehr!

Dieses Buch ist so konzipiert, dass Sie in kurzer Zeit prägnante und fundierte Informationen aufnehmen können. Mithilfe eines Leitsystems werden Sie durch das Buch geführt. Es erlaubt Ihnen, innerhalb Ihres persönlichen Zeitkontingents (von 10 bis 30 Minuten) das Wesentliche zu erfassen.

Kurze Lesezeit

In 30 Minuten können Sie das ganze Buch lesen. Wenn Sie weniger Zeit haben, lesen Sie gezielt nur die Stellen, die für Sie wichtige Informationen beinhalten.

• Alle wichtigen Informationen sind blau gedruckt.

 

• Zahlreiche Zusammenfassungen innerhalb der Kapitel erlauben das schnelle Querlesen.

• Ein Fast Reader am Ende des Buches fasst alle wichtigen Aspekte zusammen.

Inhalt

Vorwort

1. Warum Ihre Arbeit nicht Ihr Feind ist

Der Mythos vom Traumjob

Die Falle der inneren Einstellung

2. Sie sind wichtiger als Ihr Job

Wenn die Arbeit zur Qual wird …

Wofür arbeiten Sie wirklich?

Erkennen Sie Ihre Herzensbedürfnisse

3. Einsteigen statt aussteigen

Entscheiden Sie sich

Prinzip I: Jeder kann in seinem Beruf Erfüllung finden

Prinzip II: Glück im Job ist erlernbar

Prinzip III: Das „Wie“ ist wichtiger als das „Was“

4. Mit ganzem Herzen handeln

Einen Fluss kann man nicht in Scheiben schneiden

Ihr Job hält Ihnen den Spiegel vor

Prinzip IV: Nur wer mit ganzem Herzen handelt, entdeckt die Freude im Tun

5. Auswege aus dem Jobfrust

Die Kraft der Gegenwart nutzen

Für guten Kontakt sorgen

Über sich selbst hinauswachsen

Neugierig bleiben

Statt eines Nachworts:Gebrauchsanleitung für Chefs

Fast Reader

Die Autoren

Weiterführende Literatur

Vorwort

Die heutigen Menschen glauben, dass man die Arbeit so einrichten müsse, dass sie möglichst viel Ertrag abwerfe. Das ist ein falscher Glaube. Man muss die Arbeit so einrichten, dass sie die Menschen beglückt.

Paul Ernst

Sind Sie immer noch auf der Suche nach Ihrem Traumjob? Sind Sie von Ihrer Arbeit frustriert – zum Beispiel weil Ihre Kollegen nerven, Ihr Chef unfähig ist oder weil Sie für viel zu wenig Geld viel zu lange arbeiten müssen? Dann mag es Sie trösten zu erfahren, dass Sie mit Ihrer Unzufriedenheit nicht allein sind: Aktuelle Umfragen von Marktforschungsinstituten zeigen, dass in Deutschland knapp 70 Prozent aller Arbeitnehmer nur noch Dienst nach Vorschrift machen. Viele haben also innerlich längst gekündigt. Doch ist das wirklich ein Trost?

Auf den folgenden Seiten werden Sie erfahren, dass es auch anders geht: Sie werden einige wirksame Strategien kennenlernen, um Ihren Job von einem Feind in einen Freund zu verwandeln. Dabei werden Sie sehen, dass letztlich niemand von uns wirklich für jemand anderen, sondern immer nur für sich selbst arbeitet. Vor allem aber werden Sie erfahren …

• warum Sie wichtiger sind als Ihr Job.

• warum es besser ist, voll einzusteigen, statt (innerlich) auszusteigen.

• wie Sie lernen können, was immer Sie tun mit ganzem Herzen zu tun.

• wie Sie gelassen und zufrieden durch Ihren Arbeitsalltag kommen, statt zu einem Opfer von Stress und Burn-out zu werden.

Tag für Tag können Sie sich dafür entscheiden, zu lieben, was Sie tun. Welchen Beruf Sie ausüben – ob Straßenkehrer oder Topmanager –, ist dabei völlig egal, denn tatsächlich lässt sich jede Tätigkeit mit Sinn erfüllen.

Während wir die äußeren Umstände nur selten (direkt) beeinflussen können, können wir unsere Einstellung und Haltung in jedem Augenblick verändern. Und das lohnt sich, denn immerhin verbringen wir einen Großteil unseres Lebens mit unserer Arbeit. Unsere berufliche Tätigkeit bestimmt unsere Lebensqualität. Darum ist es wichtig, die verborgenen Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten zu entdecken, die sich in jeder Form von Arbeit verbergen – und das gilt auch für scheinbar langweilige, sinnlose oder „stressige“ Jobs. Wir wünschen Ihnen, dass Sie auf den nächsten Seiten herausfinden werden, wie Ihr ganz persönlicher Weg zu mehr Zufriedenheit und Erfüllung aussieht. Denn wie schon Shakespeare sagte: Was ihr nicht tut mit Lust, gedeiht euch nicht.

Auf Ihrem Weg raus aus der Jobfrust-Falle wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

Ronald Schweppe & Aljoscha Long

www.long-schweppe.de

1. Warum Ihre Arbeit nicht Ihr Feind ist

Ist es wirklich möglich, seine Arbeit zu lieben – ganz egal, wie diese aussieht? Können wir unseren Job – und zwar jeden – zu einer Quelle für mehr Glück und Zufriedenheit machen? Vielleicht haben Sie sich diese Fragen ja auch schon gestellt und sind zu dem Schluss gekommen, dass das wohl unmöglich ist. Merkwürdig ist aber, dass wir täglich Menschen treffen, die uns zeigen, dass man nahezu jeden Job lieben kann – ob sie nun Eis verkaufen, Englisch unterrichten oder im höheren Management arbeiten. Wir werden Ihnen in diesem Buch vier einfache Prinzipien zeigen, die Ihnen helfen, die Zügel wieder selbst in die Hand zu nehmen und sich aus der Tretmühle zu befreien – wohlgemerkt: ohne dass Sie dabei kündigen müssten (weder äußerlich noch innerlich).

1. Jeder kann in seinem Beruf glücklich sein.

2. Man kann lernen, seinen Job zu lieben.

3. Nicht was man tut, ist entscheidend, sondern wie man es tut.

4. Nur wer mit ganzem Herzen handelt, entdeckt die Freude im Tun.

1.1 Der Mythos vom Traumjob

Egal ob Hollywoodstar, Fußballprofi oder Bestsellerautor – Traumjobs haben gewaltige Nachteile:

1. Traum ist Traum und Realität ist Realität. Durch Träumen allein verwandelt sich Ersteres noch lange nicht in Letzteres – und so träumen manche ihr Leben lang vergebens vom Traumjob.

2. Wer vom idealen Job träumt, vergisst leicht, wie steinig der Weg dorthin ist. Unter Tausenden, die es versuchen, schaffen es nur eine Handvoll.

3. Menschen mit Traumjobs sind nicht automatisch reich, glücklich und zufrieden. Viele haben beeindruckende Schulden, und dass auch Stars nur selten glücklich sind, zeigt schon ein kurzer Blick in die Boulevardpresse.

Ein paar unbequeme Wahrheiten

Nach Umfragen des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist hierzulande etwa jeder dritte Arbeitnehmer mit seiner Arbeit unzufrieden. Vor allem Zeit- und Leistungsdruck, fehlende Einfluss- und Entwicklungsmöglichkeiten und mangelnde Wertschätzung machen vielen das (Arbeits-)Leben schwer.

Die Schlussfolgerung ist naheliegend und lautet: „Der Job ist schuld.“ Psychologische Forschungen zeigen jedoch, dass wir mit unserer Einschätzung davon, was unser Leben schöner macht, oft danebenliegen. Dass Geld (allein) nicht glücklich macht, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Aber andere Mythen halten sich hartnäckig – beispielsweise die, dass der Job an allem schuld sei, die Bedingungen unerträglich wären oder wir erst glücklich werden könnten, wenn wir unseren Traumjob gefunden hätten. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus:

• Ein Jobwechsel beeinflusst unsere Zufriedenheit kaum. Beim nächsten Job wird nicht alles anders, denn wir selbst sind es, die für unsere Gefühle verantwortlich sind.

• Statt auf das „Was“ sollten wir uns auf das „Wie“ konzentrieren und lernen, konstruktiv zu handeln.

• Lange Arbeitszeiten, mangelnde Anerkennung oder Leistungsdruck können zweifellos Stress erzeugen. Doch belastende Einstellungen, hohe Erwartungen (auch an sich selbst), Ängste oder negative Bewertungen vermehren den Stress noch um ein Vielfaches.

• Nur selten ist es praktikabel, wirklich den Job zu wechseln. Oft mangelt es an Angeboten, und auch Umzüge oder finanzielle Einbußen sind gewichtige Gegenargumente.

 

Der Traum vom idealen Job ist trügerisch. Statt den Job zu wechseln, sollten Sie nach Wegen suchen, Ihr Potenzial in Ihrem jetzigen Beruf voll auszuschöpfen.

1.2 Die Falle der inneren Einstellung

Unsere Motivation hängt stark von unserer Einstellung ab. Daher gibt es Tellerwäscher, die gerne zur Arbeit gehen, und gut bezahlte Firmenvorstände, die ihren Job als Qual betrachten.

Faktoren wie Arbeitsplatz, Arbeitszeiten oder Einkommenshöhe wirken sich gerade mal zu rund zehn Prozent auf unser Glücksempfinden aus. Wer unerwartet Millionär wird, wird zwar einige Monate wie auf Wolken schweben, anschließend aber wieder auf sein früheres Glücksniveau abfallen (und oft sogar darunter) – das haben Interviews mit Lottogewinnern gezeigt.

Der Schlüssel zur Zufriedenheit liegt nicht in äußeren Faktoren, sondern in unserer inneren Einstellung. Und die ist zum Glück keine Frage des Zufalls, sondern lässt sich ebenso wie auch unsere Gefühle gezielt formen.

Warum Sie negativen Glaubenssätzen nicht glauben sollten

Belastende Einstellungen sind kein Zufall, sondern die Folge negativer Glaubenssätze. Das, was wir über unseren Beruf denken, prägt unsere Gefühle. Einige typische negative Glaubenssätze lauten:

• „Arbeiten ist anstrengend. Am besten versucht man, vor allem eine ruhige Kugel zu schieben.“

• „Das Wichtigste ist, dass man einen sinnvollen Beruf hat: Was man tut, ist entscheidender, als wie man seinen Job erledigt.“

• „Ich kann das nicht. Und ich werde es auch nie lernen.“

• „Schlecht bezahlte Jobs bieten keinerlei Aufstiegschancen.“

• „Arbeit ist Stress.“

• „Am glücklichsten wäre ich, wenn ich gar nichts tun müsste.“