Yan Chi Gong - Frank Rudolph - ebook

Yan Chi Gong ebook

Frank Rudolph

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Opis

Die Wiederentdeckung einer alten Shaolin-Tradition Im Jahre 1963 beschloss Großmeister Dàomíng Xióng, sein Wissen über das Yan Chi Gong schriftlich festzuhalten. Im Jahre 2012 gestattete Li Zhènghuá, Meister Xióngs geistiger Erbe, die Erstveröffentlichung des Manuskripts in deutscher Sprache. Sein Schüler Maik Albrecht übersetzte den Text und kommentierte ihn gemeinsam mit Frank Rudolph. Das Yan Chi Gong ist ein in sich geschlossenes Übungssystem (gong bzw. qigong), das anderthalb Jahrtausende lang nur Eingeweihten im Shaolin-Kloster bekannt war und schließlich fast vollkommen in Vergessenheit geriet. Es zielt darauf ab, eine nachhaltige innere Stärke von Körper und Geist und lebenslange Gesundheit zu entwickeln. Die Übungen werden im Buch auf nachvollziehbare Weise in Text und Bild dargestellt. Die einfacheren Übungen sind für Menschen, die einen Ausgleich zu vorwiegend sitzenden Tätigkeit suchen, bestens geeignet. Darüber hinaus ist das Yan Chi Gong ein hocheffektives, über Jahrhunderte erprobtes Trainingssystem für Kampfkünstler, das den Körper als Ganzes trainiert – einschließlich der inneren Organe und des Bindegewebes –, ohne ihn dabei zu verschleißen, wie dies oft im Leistungssport der Fall ist. Der Körper gewinnt durch die Übungen an Ausdauer, Kraft und Geschmeidigkeit. Neben den eigentlichen Übungen wird auch das dahinterstehende Gedankengebäude des Daoismus tiefgründig erläutert, von der Schöpfungslehre über Medizin bis hin zur Sexualkunde.

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Dàomíng Xióng

Yàn Chí Gōng

Eine fast vergessene Shàolín-Tradition

Aus dem Chinesischen übersetzt von Maik Albrecht Kommentiert von Maik Albrecht und Frank Rudolph Kalligraphien von Meister Pān

Palisander

Zur Schreibweise der chinesischen Personennamen: Auf dem Umschlag, dem Titelblatt und auf dem Klappentext wird der Name des Autors gemäß den Gepflogenheiten im deutschen Sprachraum in der Reihenfolge Vor- und Familienname geschrieben. Im Text folgt die Schreibung der chinesischen Namen generell der in China üblichen Reihenfolge, nach der zuerst der Familienname und dann der Vorname geschrieben wird.

Der Verlag dankt Dr.Janett Kühnert und Norbert Wölfel (Chemnitz) sowie Ludmila Szypura-Lin (Schwetzingen) für die fachliche Unterstützung und Beratung bei der Redaktion.

Deutsche Erstausgabe

1. Auflage 2014

© 2014 by Palisander Verlag, Chemnitz

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Bildrechte: Foto S. 5, Foto 132, Abb. S. 75, S. 225-245: Li Zhènghuá; Abb. S. 10, S. 167, S. 194, Foto S. 6, Fotos 45, 47: Maik Albrecht und Frank Rudolph; Fotos 1-24, 26-44, 46, 48-122, 124-169, 171-218, 220-245, 247-280: Palisander Verlag; Foto 246: Wolf Lux (mit freundlicher Genehmigung); Fotos 25, 47, 114, 123, 281, Abb. S. 40, S. 146, S. 151, S. 167: lizenzfrei; Foto 219: Christian Knoch (»fliegender Sperber«: lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Germany, URL: http://creativecommons.org/​licenses/​by-sa/​2.0/​de/​deed.en)

Umschlaggestaltung: Anja Elstner

Redaktion & Layout: Palisander Verlag

Lektorat: Frank Elstner

1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2016

ISBN 978-3-938305-76-8

www.palisander-verlag.de

Xióng Dàomíng

Der Autor

Xióng Dàomíng (ca. 1900-1986) war ein Großmeister der chinesischen Kampfkünste (Wushu). Er entstammte einer sehr armen Familie. Im Alter von fünf Jahren ließen ihn seine Eltern im Stich, und er musste sich als Straßenkind zu behaupten lernen. Eines Tages bettelte er einen Mann an, der sich später als einer der letzten Xiákè des alten China, ein »fahrender Ritter«, entpuppte. Sein Name war Yáng Zuānkuí. Diesem gefiel das Selbstbewusstsein des Kindes, und er nahm ihn als Schüler in seinen kleinen Begleittrupp auf. Yáng Zuānkuí war nicht nur ein außerordentlicher Meister der alten Kampfkünste, sondern darüber hinaus ein universell gebildeter Mann. Er war bewandert in Religion, Philosophie, Heilkunde, Kalligraphie und selbst in der Kochkunst. Er und sein Schülertrupp waren auf dem Gebiet des Begleitschutzes tätig. Zu den wertvollsten Dingen, die er Xióng Dàomíng lehrte, gehören das Trainingssystem und die Philosophie des Yàn Chí Gōng. Nach dem Tode seines Meisters ließ Xióng sich in Wuhan nieder. Dort wurde er der Lehrer Li Zhènghuás (geb. 1953), der seinerseits seit 2001 der Lehrer von Maik Albrecht ist.

Die Koautoren

Maik Albrecht, Jahrgang 1981, praktiziert seit seiner frühen Jugend die verschiedensten östlichen und westlichen Kampfkünste. Mit 20 Jahren ging er nach China und studierte dort chinesische Kampfkunst bei den letzten noch lebenden Meistern des alten Wushu.

2006 gewann er als einziger Ausländer in der chinesischen Profigruppe eine Goldmedaille bei der Wushu-Weltmeisterschaft in Zhengzhou. Im selben Jahr erhielt er den 4. Meistergrad (Wushu Duan) und war zu dieser Zeit der jüngste Ausländer mit einer solch hohen Graduierung. Albrecht besitzt einen Abschluss in Sinologie von der Universität Wuhan, die zu den besten Sportuniversitäten der Welt gehört.

Maik Albrecht ist heute einer der führenden Chinaexperten und Kenner der chinesischen Kampfkünste weltweit. Er trainierte als einer der ersten Ausländer in China sogar Chinesen, unter anderem Mitglieder chinesischer SWAT-Einheiten.

Das ARD hat 2008 einen Dokumentarfilm über sein Leben in China gedreht: »Herr Albrecht macht Wushu – Ein Deutscher kämpft in China.« In China, wo er selbst von den Meistern der alten Generation als Kenner und Könner des Wushu anerkannt wird, gibt es zahlreiche Veröffentlichungen über ihn. 2009 drehte das chinesische Staatsfernsehen eine mehrteilige Dokumentation über sein Leben mit der Kampfkunst.

Maik Albrecht lebt in Wuhan, China. Er ist mit der Tochter seines Shifu (Lehrer-Vater) Li Zhènghuá verheiratet.

Frank Rudolph, Jahrgang 1969. Nach mehreren Ausbildungen absolvierte er von 1993 bis 1996 ein Journalistikstudium. Tätigkeit als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen. Seit 1992 Veröffentlichungen über Philosophie, Geschichte, Kampfkunst und Kultur mit den Schwerpunkten Asien und vergleichende Geschichte. Mehrere Studienreisen führten ihn nach China. Er verfasst Belletristik, Lyrik und Essays, des Weiteren Biographien und Fachtexte zu den unterschiedlichsten Themen. Er lebt in Wolfsburg.

Frank Rudolph praktiziert verschiedene europäische und asiatische Kampfkünste. Gemeinsam mit Maik Albrecht gründete er das Albrecht-Rudolph Institute of Martial Arts Research (ARIOMAR).

Maik Albrecht (links) und Frank Rudolph.

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Der Autor

Die Koautoren

Vorwort

Teil 1 – Einleitung

Gōng, qìgōng und Yàn Chí Gōng

Zum Begriff gōng

Das qì der Körperfabrik

Der Ursprung der gōng

Yàn Chí Gōng und qìgōng

Der Unterschied zwischen gōng und qìgōng

Beispiele für alte Gōng-Übungen

Dǎoyǐn-Übungsprinzipien

Bāguà

Tàijíquán

Yǒngchūnquán

Zuìbāxiān

Páidǎ

Zuòchán

Tāiwèi – die Embryonalhaltung

Dàolì – der Handstand

Das Wasser-Gōng

Meditation

Willst du lange leben, lebe langsam

Der menschliche Körper und das Universum

Teil II – Das Yàn Chí Gōng

Vorbemerkung

Die Herkunft des Yàn Chí Gōng

Für wen und wozu ist Yàn Chí Gōng geeignet?

Was heißt Yàn Chí Gōng?

Der Inhalt der Tafeln und der Ablauf der Übungen

Vorbemerkung

Das Vorwort des Yàn Chí Gōng

Das dào

Yīn und yáng

Leere und Chaos

Die Einleitung des Yàn Chí Gōng

Anmerkungen zum Training

Die Tafeln zu den Übungen

Vorbemerkung zu den Übungen

Der erste Teil des Yàn Chí Gōng

Die erste Bewegung: Training der Arme und Schultern

Die zweite Bewegung: Training der Brust und des Schulter-Rücken-Bereichs

Die dritte Bewegung: Training von Brust und Bauch

Die vierte Bewegung: Training von Hüfte und Taille

Die fünfte Bewegung: Training großer Beinteil, links-rechts

Die sechste Bewegung: Training großer Beinteil, äußerer Teil

Die siebente Bewegung: Training großer Beinteil, innerer Teil

Verschiedene gesundheitliche Aspekte des Trainings

Daoistische Sexualkunde

Die Rolle des Körperfetts

Jīn – ein komplexer Begriff

Jīnluò – die Blutgefäße

Jīnmó – die Faszien

Zhěngtǐ – der Körper als Einheit

Der zweite Teil des Yàn Chí Gōng

Einleitung

Die Zwischenbewegung – fùjiā dòngzuò

Die erste Bewegung: Den Drachen stützen

Die zweite Bewegung: Der Reiher entdeckt bzw. erforscht den Schlamm

Die dritte Bewegung: Der Phönix beschützt das Kind

Die vierte Bewegung: Die goldene Kröte spuckt das Schwert aus

Die fünfte Bewegung: Der schlafende bzw. liegende Fisch

Die sechste Bewegung: Der Sperber dreht den Körper

Die siebente Bewegung: Die Schwalbe verbindet den Schlamm

Verschiedene Einzelaspekte des Yàn-Chí-Gōng-Trainings

Passives Training des Atems

Die Embryonalhaltung

Training der kleinen Körperteile

Der dritte Teil des Yàn Chí Gōng

Die Übung des méihuāchūn

Vorbemerkung

Die Pflaumenblütenpfähle

Muster und Formen

Höhe und Durchmesser

Pflaumenblütenpfahl-Gōng

Die Pflaumenblütenpfähle und das Yàn Chí Gōng

Das méihuāchūn als lèitái

Zhěngtǐjìn – der Peitschenkörper

Vorbemerkung zu den Übungen

Zwischenbewegung »Wirbelwindfuß«

Die erste Bewegung: Pfahlstand-Gōng

Die zweite Bewegung: Erweiterter Pfahlstand-Gōng

Die dritte Bewegung: Yīnyáng-bù-gōng

Die vierte Bewegung: Rechts-Links-Schritt

Abschließende Bemerkungen

Teil III – Die Kalligraphien von Meister Pān

Die Übersetzung der Tafeln

Weitere Titel

Anmerkungen

Zhǐyǒu gōngfū zhēn tiě bàng mó chéng zhēn

Nur wenn das Gōngfū echt ist, schleift sich der Eisenstab zu einer Nadel.

Vorwort

China ist ein Land der Geheimnisse und Mysterien und eine der am wenigsten verstandenen Kulturen der Welt. Es ist ein Land, bei dessen Erwähnung man sofort an weise Sprüche, alte Mönche, Schattenboxen oder die Chinesische Mauer denkt.

Bevor dieses Buch möglich wurde, hatte ich bereits mehr als 13Jahre in diesem Land gelebt. Im Vergleich zu den meisten westlichen Ausländern, die dort weitgehend abgeschirmt von der Gesellschaft wohnen und arbeiten, hatte ich das Glück und das Privileg, direkt unter Chinesen leben zu können. Dadurch lernte ich die Menschen und die Kultur in einer Tiefe kennen, wie das normalerweise bis heute kaum möglich ist.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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