Verhaltensaktivierung bei Depression - Christopher R. Martell - ebook

Verhaltensaktivierung bei Depression ebook

Christopher R. Martell

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Opis

Verhaltensaktivierung (Behavioral Activation, BA) ist eine innovative, der sogenannten "Dritten Welle" der Verhaltenstherapie zugehörige Methode der Depressionsbehandlung. BA gründet in der Verstärkerverlusttheorie der Depression und geht davon aus, dass Depression aus belastenden Erfahrungen heraus entsteht und durch Vermeidungsverhalten aufrechterhalten wird. Die Behandlungstechniken beinhalten u. a. Validierungs- und Akzeptanzstrategien sowie den Einsatz von entgegengesetztem Handeln zur Überwindung von Verhaltensblockaden. Das Manual bildet einen wichtigen Beitrag zur Fortentwicklung der Verhaltenstherapie. Verständlich und praxisnah geschrieben, beinhaltet es eine Vielzahl von Anwendungsbeispielen und zeigt deutlich die Weiterentwicklung der Methode seit dem von Lewinsohn vorgeschlagenen Aufbau angenehmer Aktivitäten.

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Dieses Buch ist unserem verstorbenen Freund, Kollegen und Mentor Neil S. Jacobson für gewidmet.

 

Wir sind ihm unendlich dankbar für seine ursprüngliche Version von Behavioral Activation

 

Neils Andenken beeinflusst die Art, wie wir forschen, schreiben und therapeutisch handeln

Christopher R. Martell, Sona Dimidjian, Ruth Herman-Dunn

Verhaltensaktivierung bei Depression

Eine Methode zur Behandlung von Depression

Deutsche Übersetzung und Bearbeitung von Lotta Winter, Kai G. Kahl, Valerija Sipos und Ulrich Schweiger

Geleitwort von Peter M. Lewinsohn

Verlag W. Kohlhammer

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

 

 

 

Englischsprachige Originalausgabe:

Behavioral Activation for Depression: A Clinician’s Guide

Alle Rechte vorbehalten

Copyright © 2010 The Guilford Press

A Division of Guilford Publications, Inc.

1. Auflage 2015

Alle Rechte vorbehalten

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-022936-5

E-Book-Formate:

pdf:       ISBN 978-3-17-025116-8

epub:    ISBN 978-3-17-025117-5

mobi:    ISBN 978-3-17-025118-2

Über die Autoren

 

 

 

Christopher R. Martell, PhD, ABPP, ist Clinical Associate Professor der Abteilung für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften und der Abteilung für Psychologie an der University of Washington in Seattle. Dort hat er auch eine private Praxis. Er ist durch das American Board of Professional Psychology als Klinischer Psychologe und Verhaltenstherapeut anerkannt. Er ist einer der Mitbegründer der Academy of Cognitive Therapy. Dr. Martell ist Koautor von vier Büchern. Sein Schwerpunkt sind die verhaltenstherapeutische Behandlung depressiver Störungen und weitere Anwendungsgebiete der kognitiven Verhaltenstherapie. Besonders beschäftig er sich auch mit der Anwendung von Verhaltenstherapie bei homosexuellen und bisexuellen Frauen und Männern. Er ist international als Seminarleiter und Dozent tätig und hat 2004 den Washington State Psychological Association’s Distinguished Psychologist Award erhalten.

Sona Dimidjian, PHD, ist Assistant Professor für Psychologie an der University of Colorado in Boulder. Ihre Forschung befasst sich mit der Behandlung und Prävention von Depressionen. Ein besonderer Schwerpunkt dabei ist die psychische Gesundheit von Frauen während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Dr. Dimidjian ist eine der führenden Expertinnen in kognitiven und verhaltenstherapeutischen Ansätzen für die Behandlung und Prävention von Depressionen. Sie gehört zu den führenden Experten für die Depressionsbehandlung mit Behavioral Activation (BA) und hat viel in diesem Gebiet veröffentlicht. Dr. Dimidjian ist weiterhin Expertin für die therapeutische Anwendung kontemplativer Techniken, wie z. B. Achtsamkeitsmediation. Auch ist sie international als Seminarleiterin und Dozentin tätig.

Ruth Herman-Dunn, PhD, ist in privater Praxis in Seattle tätig. Sie supervidiert Studenten in ihrer Funktion als Ausbilderin der Abteilung für Psychologie an der University of Washington. Sie hat als Therapeutin an mehreren großen randomisierten klinischen Studien zu verhaltenstherapeutischen Methoden, insbesondere Behavioral Activation und dialektische behaviorale Therapie mitgearbeitet und hat Seminare zu diesen Behandlungsmethoden in den USA und Kanada gehalten. Dr. Herman-Dunn hat besondere Kenntnisse in der Übertragung von neuen Therapiemethoden in die Praxis. Sie gehört ebenfalls zu den führenden Experten in der Erforschung und Umsetzung von Behavioral Activation.

Danksagung

 

 

 

Wir möchten einer Reihe von Menschen unseren Dank aussprechen, die großzügig Zeit und Aufmerksamkeit in dieses Projekt investiert haben.

Die »University of Washington Treatments for Depression Study« war die Keimzelle unseres Konzeptes von Behavioral Activation (BA). Die Menschen, die an dieser Studie beteiligt waren, haben unser Denken über die letzte Dekade stark beeinflusst. Wir danken allen, die an der Studie mitgearbeitet haben, und allen Patienten für ihren Einsatz und ihre Anstrengungen. Sie haben uns inspiriert und geprägt. Wir danken den Studienleitern, unseren Freunden und Kollegen Robert J. Kohlenberg, PhD, Steven D. Hollon, PhD, Keith S. Dobson, PhD, Karen B. Schmaling, PhD, Michael E. Addis, PhD, and David L. Dunner, MD. Probert Gallop, PhD, ist ein herausragender Experte in Statistik und hat uns damit in unvergleichlicher Weise unterstützt. Marsha M. Linehan, PhD hat uns in vielerlei Weise unterstützt und angeleitet. Mit der Supervision der Behandlung vieler Patienten und bei Gesprächen über Verhaltenstherapie beim Abendessen in ihrem Haus hat sie unseren Blick geschärft und ihren Enthusiasmus für die Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie geteilt. Sie hat uns auf freundliche Art stimuliert, genauer nachzudenken.

Viele Gespräche mit Kollegen und Freunden über die Jahre haben unser Verständnis weiter vertieft. Virginia Rutter, PhD, war eine unerschöpfliche Quelle von Unterstützung, Freundschaft und Wissen. Chris Dunn, PhD, David Markley, PhD, Linda Dimeff, PhD, Sarah Landes, PhD, und Sandra Coffman, PhD, haben uns in anregende Diskussionen über Theorie und Techniken verwickelt und uns dabei geholfen, das Buch zu entwickeln. Sie waren sich dabei möglicherweise gar nicht bewusst, was für einen wertvollen Beitrag sie leisteten. Eric Woodcock, BS, hatte als erster die Idee für das Akronym ACTIVATE. Er war eine enorme Unterstützung und hat eine Reihe von Projekten in Zusammenhang mit Behavioral Activation koordiniert.

Tina Pittman-Wagers, PsyD, Samuel Hubley, BA, und Roselinde Kaiser, MA, die sowohl therapeutisch wie wissenschaftlich tätig sind, haben das Manuskript noch einmal überarbeitet und verdienen unseren herzlichen Dank. JoAnne Dahl, PhD, und Anna Suessbrick, PhD, sind hervorragende Hochschullehrerinnen und Therapeutinnen. Sie gaben uns Rückmeldungen, die dazu beitrugen, dass wir unser Projekt mit Zuversicht abschließen konnten.

Wir möchten auch auf die wichtigen Beiträge einiger Personen bei Guildford Press hinweisen: Jim Nageotte, Senior Editor; Jane Keislar, Assistant Editor; Kelly K. Waering, Jr., Copy Editor und Louise Farkas, Senior Production Editor. Unser Dank gilt auch den anonymen Reviewern, die unseren ursprünglichen Entwurf lasen und kritisch evaluierten.

Christopher R. Martell dankt Mark E. Williams, der ein wunderbar unterstützender und fürsorglicher Partner ist. Mark hat den Text kritisch, kommentiert und brillanten redaktionellen Rat gegeben. Er dankt weiterhin seinen Schwestern, Catherine Borkman and Anita Bourgault, und seinem Bruder, Paul Martell, für die Unterstützung und Geduld während der Entwicklung dieses Buches.

Sona Dimidjian dankt Chuck Langdon. Er ist ein ganz besonderer Partner im Leben, in der Liebe, bei der Arbeit und in der Erziehung der Kinder. Seine Unterstützung, die er auf unzählige Weise jeden Tag zeigte, und sein unerschütterliches Vertrauen in die Wichtigkeit dieser Arbeit waren für sie extrem wichtig. Sie dankt Virginia Rutter für ihre wertvolle Freundschaft und ihre Verbundenheit zu Neils Erbe. Ihre Klugheit hat diese Arbeit in vielfältiger Weise beeinflusst. Sie dankt auch ihrer Tochter, Serena Langdon-Dimidjian, für die Freude und die Erfüllung, die sie in jedem Tag entdeckt. Sie erinnert uns immer an alles, was möglich ist.

Ruth Herman-Dunn dankt ihrem Ehemann, Christopher Dunn, für seinen kompetenten Rat und beständigen, treffsicheren Humor. Sie dankt ihrem Bruder, Edward Herman, für seine liebenswerte Unterstützung und lebendigen abendlichen Diskussionen über Behavioral Activation. Zuletzt dankt sie ihrer Tochter, Ellie. Sie musste sich ganz häufig den Satz »Ich habe so viel zu tun« anhören. Sie erinnert sie ständig daran, wie wichtig jeder einzelne Moment ist.

Geleitwort

 

 

 

Das Ziel des Buches »Verhaltensaktivierung bei Depression: Eine Methode zur Behandlung von Depression« ist es, Psychotherapeuten mit dem Wissen auszustatten, das sie brauchen, um Behavioral Activation (BA) nutzen zu können. Die Autoren haben dieses Ziel erfolgreich erreicht und ein großartiges Buch geschrieben – eines, das viele Verhaltenstechniken beschreibt und auf die Bedürfnisse des Therapeuten und seiner Patienten ausgerichtet ist.

In der Verhaltenstherapie und ihrem Spektrum gehört Behavioral Activation zu den hoch strukturierten therapeutischen Methoden. Trotzdem muss Behavioral Activation auf die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten zugeschnitten werden. Dies erfordert eine erhebliche Flexibilität und Experimentierfreude seitens des Therapeuten. Dies ist der Grund dafür, dass viele im Text beschriebenen Techniken so hilfreich sind. Mich beeindruckt, wie sehr die Autoren betonen, dass der Therapeut sich direktiv verhalten muss, gleichzeitig aber eine nicht-bewertende, auf Zusammenarbeit ausgerichtete Haltung einnehmen soll. Der Therapeut darf bei der Anwendung von Behavioral Activation nicht passiv bleiben.

Es gibt Techniken, die spezifisch für Behavioral Activation sind (z. B. das Planen von Aktivitäten), aber auch viele Techniken, die Behavioral Activation mit anderen kognitiv-behavioralen Methoden teilt, wie z. B. Problemlösetechniken, der Ansatz, Grübeln als problematisches Verhalten zu behandeln sowie Vermeidungsverhalten zu fokussieren.

In dieser umfassenden und detaillierten Beschreibung von Behavioral Activation ist jedes der Kapitel klar auf ein spezifisches Thema oder Problem ausgerichtet. Dabei werden die therapeutischen Verhaltensweisen erklärt, die den Prozess erleichtern. Als anerkannte Experten in Behavioral Activation sind die Autoren der Methode zutiefst verpflichtet und haben einen exzellenten Ruf als Forscher und Psychotherapeuten.

Die Autoren erwähnen auch die Möglichkeiten, die Behavioral Activation bei weiteren psychischen Störungen eröffnet, z. B. bei der Versorgung älterer Menschen mit Demenz. Sicherlich wird es große Unterschiede darin geben, wie verschiedene Psychotherapeuten die Interventionen umsetzen und wie die einzelnen Patienten auf die Behandlung ansprechen. Dies sind wichtige Punkte, die in zukünftigen Studien untersucht werden müssen.

Das Buch ist in erster Linie darauf ausgerichtet, Psychotherapeuten in Behavioral Activation zu schulen. Gleichzeitig hilft es Wissenschaftlern bei der Beurteilung der Wirksamkeit verschiedener Formen von Kompetenzentwicklungen bei Therapeuten. Die Autoren haben für diesen wichtigen Beitrag unseren Beifall verdient.

Peter M. Lewinsohn, PhD

University of Oregon

Eugene, Oregon

Einleitung

 

 

 

Psychotherapieforschung und psychotherapeutische Praxis stehen in einem kritischen Verhältnis zueinander. Die Geschichte beider Gebiete war voller Herausforderungen. In der Praxis tätige Psychotherapeuten bemängeln, dass viele wissenschaftliche Studien wenig Alltagsrelevanz haben. Sie haben Bedenken wegen der Ein- und Ausschlusskriterien, mit denen Patienten für Studien ausgewählt werden, so dass sie nur zu einem gewissen Grad Ähnlichkeit mit den tatsächlichen Patienten eines Praktikers haben. Sie fragen sich, welche Relevanz Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien für ihre sich ständig verändernde berufliche Umwelt haben. Sie stehen gleichzeitig vor der Notwendigkeit, Fertigkeiten in empirisch belegten Behandlungsmethoden zu erwerben und eine wachsende Zahl von Patienten in weniger Zeit und mit geringeren finanziellen Mitteln zu behandeln.

Dennoch müssen Psychotherapieforschung und Praxis eine engere Beziehung entwickeln, um die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu bewältigen. Beim Schreiben dieses Buches hatten wir den praktizierenden Psychotherapeuten im Kopf. Wir haben uns seit 10 Jahren in Behavioral Activation (BA) vertieft, haben Forschung betrieben und BA praktisch angewendet. Dieses Buch zeigt unsere Bemühungen, unsere Erfahrungen so aufzubereiten, dass sie für den Psychotherapeuten in der Praxis relevant und hilfreich werden.

Wir stellen die 10 Prinzipien vor, die bei BA das Vorgehen des Therapeuten anleiten und beschreiben die zugehörigen zentralen Therapietechniken. Angefügt sind Arbeitsblätter für Hausaufgaben und Handouts für die Patienten. Die Diskussion der Therapietechniken ist in Fallbeispielen verankert, die sich alle auf tatsächliche Patienten beziehen, aber verfremdet wurden, um die Vertraulichkeit zu schützen. Wir stellen therapeutische Problemsituationen vor, die wir selbst erlebt haben. Keine Technik funktioniert immer und keine Behandlungsmethode ist ein Allheilmittel für alle Probleme. Das zwingt uns regelmäßig zu Bescheidenheit. Wir bringen unsere Erfahrungen in diesem Buch ein. Wir hoffen, dass Therapeuten es praxisnah und anregend finden, wenn Therapien gut verlaufen, aber auch, wenn sich Herausforderungen ergeben. Wir hoffen, dass dieses Buch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass BA nicht nur Gegenstand weiterer Forschung bleibt, sondern auch von vielen Therapeuten modellgetreu umgesetzt wird und den Patienten mit Depression zu einem lebenswerten Leben verhilft.

Inhaltsverzeichnis

Über die Autoren

Danksagung

Geleitwort

Einleitung

Inhaltsverzeichnis

Behavioral Activation als Therapie für Patienten mit depressiven Störungen

1 Einleitung: Die Entwicklung von Behavioral Activation

2 Die grundlegenden Prinzipien von Behavioral Activation

3 Struktur und Stil der Therapie

4 Die Bestandteile von antidepressivem Verhalten

5 Das Planen und Strukturieren von Aktivitäten

6 Probleme lösen und Vermeidungsverhalten entgegenwirken

7 Warum Denken ein problematisches Verhalten sein kann

8 Umgang mit Problemen beim Aktivitätsaufbau

9 Beendigung der Therapie und Rückfallprävention

Anhang

Literatur

Stichwortverzeichnis

 

 

 

Behavioral Activation als Therapie für Patienten mit depressiven Störungen

1          Einleitung: Die Entwicklung von Behavioral Activation

The past is never dead. It’s not even past.

William Faulkner (1897–1962)

Behavioral Activation (BA) ist eine Psychotherapiemethode, die sich als wirksam für Patienten mit depressiven Störungen erwiesen hat und die Potential für die Behandlung weiterer Störungen hat. Beim Schreiben des Buches haben wir berücksichtigt, dass der Ausbildungshintergrund von Psychotherapeuten heterogen ist. BA ist sowohl eine eigenständige Psychotherapiemethode als auch eine Technik der klassischen kognitiven Verhaltenstherapie bei Depression. Die Prinzipien, die wir vorstellen, sind für Therapeuten hilfreich, die eine Struktur für die Behandlung bestimmter Patienten finden wollen. In den vergangenen vier Jahrzehnten wurden verschiedene Varianten von BA entwickelt. Zurzeit steht BA aufgrund aktueller Studiendaten erneut im Fokus des Interesses. Es gibt jedoch auch eine Story hinter den Forschungsprojekten und ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen. Publikationen in Zeitschriften stellen die wichtigsten Daten dar. Aber sie erzählen nur selten die Geschichte, wie sich die Methode entwickelte, wie das Leben der Entwickler verlief und was sie zur Entwicklung beigetragen haben. Bevor wir damit beginnen, die Anwendung von BA in der Praxis zu beschreiben, möchten wir Sie deshalb in die Geschichte der Entwicklung von BA einweihen.

Ausgangspunkt

Die Geschichte könnte von vielen möglichen Ausgangspunkten erzählt werden. Starten wir mit einigen Erinnerungen an unseren Kollegen und Mentor Neil S. Jacobson, der mitten in der Entwicklung von BA 1999 plötzlich starb. Wissenschaft verpflichtet zu Skepsis. Das war ein wichtiges Prinzip für Neil. Wie Dimidjian erinnert, akzeptierte Neil »keine Theorie der Veränderung, kein Störungsmodell, keine Meinung oder Annahme, ohne sie einer gründlichen, empirischen Überprüfung zu unterziehen« (Dimidjian 2000). Er bezog eine kritische Position zu gängigen Meinungen und war vorsichtig mit Loyalitäten zu bestimmten Modellen. Neils Skepsis beruhte nicht auf Lust am Streit, sondern auf Mitgefühl. Er wollte Kurzzeitinterventionen finden, die zu nachhaltigen Effekten führen und sich einfach in der täglichen Praxis vieler Therapeuten implementieren lassen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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