Taschenatlas Hunderassen - Anna Laukner - ebook

Taschenatlas Hunderassen ebook

Anna Laukner

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Welcher Hund passt zu mir? - Rund 140 (FCI-anerkannte) Hunderassen von A bis Z im Porträt - Ansprechendes Hunderassenlexikon - 116 rassetypische Farbfotos Hier bleibt keine Frage offen! Dieser Ratgeber enthält zahlreiche Infos zu rund 140 beliebten Hunderassen von A bis Z. Finden Sie die wichtigsten Informationen zu den beliebtesten Hunderassen auf einen Blick: Ob Herkunft, Wesen oder Besonderheiten bei der Haltung der jeweiligen Rasse – das kompetente Nachschlagewerk bietet Ihnen eine zuverlässige Orientierungshilfe.

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Anna Laukner

Taschenatlas Hunderassen

von A bis Z

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Inhaltsverzeichnis

VorwortErklärung der Piktogramme und MaßangabenKleine RassekundeHunderassen von A bis ZAffenpinscherAfghanischer WindhundAiredale TerrierAkita Inu und American Akita (Amerikanischer Akita)Alaskan MalamuteAmerican Cocker SpanielAmerican Staffordshire TerrierAppenzeller SennenhundAustralian ShepherdBarsoi (Russischer Windhund)Basset HoundBayerischer GebirgsschweißhundBeagleBearded CollieBeauceron (Berger de Beauce)Belgischer Schäferhund (Groenendael, Tervueren, Malinois, Laekenois)Berner SennenhundBernhardiner (St. Bernhardshund)Bichons (Malteser, Havaneser, Bologneser, Bichon à poil frisé und Löwchen)Bluthund (Bloodhound, Chien de Saint Hubert)Bobtail (Old English Sheepdog)Bordeauxdogge (Dogue de Bordeaux)Border CollieBorder TerrierBoston TerrierBoxerBriard (Berger de Brie)BullmastiffBullterrier und MiniaturbullterrierCairn TerrierCavalier King Charles SpanielChesapeake Bay RetrieverChihuahuaChinese Crested Dog (Chinesischer Schopfhund)Chow ChowCocker SpanielCollie (Schottischer Schäferhund)Coton de TuléarDachshund (Dackel, Teckel)DalmatinerDeutsche DoggeDeutscher JagdterrierDeutscher PinscherDeutscher SchäferhundDeutsche Vorstehhunde (Deutsch Kurzhaar, Deutsch Drahthaar, Deutsch Langhaar, Deutsch Stichelhaar, Pudelpointer)DobermannEnglische Bulldogge (English Bulldog)Englischer Setter (English Setter)English Springer SpanielEntlebucher SennenhundEurasierFlat Coated RetrieverFoxterrierFranzösische BulldoggeGolden RetrieverGordon Setter (Schottischer Setter)GreyhoundGroßer MünsterländerHovawartIrish SetterIrish Soft Coated Wheaten TerrierIrish TerrierIrish WolfhoundIslandhund (Islandsk Fårehund)Italienisches WindspielJack Russell Terrier und Parson Russell TerrierKerry Blue TerrierKleiner MünsterländerKontinentaler Zwergspaniel, Epagneul nain continental: Papillon (stehohrig) und Phalène (hängeohrig)KromfohrländerKuvaszLabrador RetrieverLandseerLeonbergerLhasa ApsoMagyar Vizsla (Ungarischer Vorstehhund)Mastiff (Old English Mastiff)MopsNeufundländerNorwich Terrier und Norfolk TerrierNova Scotia Duck Tolling RetrieverPekingese, Peking-PalasthundPodenco Ibicenco (Balearen-Laufhund)Polski Owczarek Nizinny (Polnischer Niederungshütehund, PON)PudelPyrenäenberghund (Chien de Montagne des Pyrénées)Rhodesian RidgebackRottweilerSaluki, Persischer WindhundSamojedeSchnauzer (Riesenschnauzer, Mittelschnauzer, Zwergschnauzer)Schwarzer Terrier (Tchiorny Terrier)Scottish Terrier (Schottischer Terrier)Shar PeiShetland Sheepdog (Sheltie)Shiba InuShih TzuSiberian HuskySpitz (Deutscher Spitz): Wolfsspitz (Keeshond), Großspitz, Mittelspitz, Kleinspitz, Zwergspitz (Pomeranian)Staffordshire BullterrierTibet TerrierWeimaranerWeißer Schweizer Schäferhund (Berger Blanc Suisse)Welsh TerrierWest Highland White TerrierWhippetYorkshire TerrierZwergpinscherServiceFachwort-GlossarAdressenBuchtippsDankBildquellen

Vorwort

Es gibt 339 offiziell von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) zugelassene Hunderassen (Stand September 2010). Wenn man alle nicht offiziell anerkannten Rassen und lokalen Schläge hinzuzählt, kommt man auf weit über 400. Diese Vielfalt ist selbst für Fachleute manchmal verwirrend. Um wie viel schwieriger ist es für den Laien, aus diesem „Reigen“ die individuell für ihn geeignete Rasse zu finden!

Kein Mensch kann alle diese Rassen auseinanderhalten, viele davon bekommt man in Deutschland nie zu Gesicht. Selbst auf großen Ausstellungen sind nie alle Rassen gleichzeitig vertreten.

Es würde den Rahmen dieses Buches bei Weitem sprengen, wollte man versuchen, alle existierenden Hunderassen vorzustellen. Darum beschränkt sich dieser Taschenatlas auf gut 140 Hunderassen, die man in Deutschland mehr oder weniger häufig antrifft und die der interessierte Leser auch auf den Internationalen Rassehundeausstellungen des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen), die mehrmals jährlich in Deutschland abgehalten werden, sehen kann. Alle diese Rassen werden auch in Deutschland gezüchtet.

Dieser Taschenatlas dient als Orientierungshilfe, er gibt Auskunft über Herkunft, Wesen und Besonderheiten bei der Haltung der jeweiligen Hunderasse. Als Begleiter etwa beim Besuch einer Hundeausstellung kann er wichtige Dienste leisten.

 

Dr. Anna Laukner

Erklärung der Piktogramme und Maßangaben

Größe: Angegeben wird jeweils die Schulterhöhe als Stockmaß. Die Größen- und Gewichtsangaben beziehen sich auf die Vorgaben des jeweiligen Rassestandards. Bei manchen Rassen wird das Gewicht (und seltener auch die Größe) im Standard nicht angegeben. In diesen Fällen sind die rasseüblichen Durchschnittsmaße angegeben.

Bei jedem Rasseporträt finden Sie außerdem vier Symbole. Diese stehen für:

 

Eignung der Rasse für die Wohnungshaltung (ja/eingeschränkt/nein): Kriterien sind das Gewicht und die Größe der Rasse (Beispiel: Lässt sich der Hund über mehrere Stockwerke tragen?) sowie das Haarkleid (Beispiel: Rassen mit sehr dichter Unterwolle sollten freien Gartenzugang haben).

 

Fellpflege (einfach/mittel/aufwendig): Muss die Rasse getrimmt oder geschoren bzw. häufig gekämmt, gebürstet und/oder gebadet werden? Neigt das Fell zum Verfilzen?

 

Aktivität (gering/mittel/hoch): Hier ist die Einteilung nicht ganz einfach, da die Aktivität auch individuell variieren kann. Zudem empfindet jeder Besitzer die Aktivität seines Hundes anders – je nach Höhe der eigenen Aktivität.

 

Lebenserwartung: Auch hier können nur Durchschnittszahlen angegeben werden. Generell haben Riesenrassen eine niedrigere Lebenserwartung als Hunde kleiner Rassen.

Die Erläuterungen der Fachwörter finden Sie im Service-Teil auf Seite 124.

Kleine Rassekunde

Die FCI unterteilt die Hunderassen in 10 Gruppen, diese wiederum in verschiedene Sektionen. Diese Einteilung orientiert sich am ursprünglichen Verwendungszweck und an bestimmten morphologischen (äußerlichen) Eigenschaften der Rassen – auch wenn heute die meisten Rassevertreter nicht mehr für ihre ursprüngliche Aufgabe verwendet werden.

Jeder Hund ist, ungeachtet seiner Rasse, auch ein Individuum, dessen Wesen sich aus äußeren und inneren Faktoren zusammensetzt. Deshalb gibt es keine Garantie dafür, dass ein Hund bestimmte „rassetypische“ Eigenschaften entwickelt. Einfluss auf das Wesen haben neben den Genen immer auch die Aufzucht- und Haltungsbedingungen. Um alle erwünschten Eigenschaften entwickeln zu können, muss der Hund entsprechend sorgfältig sozialisiert, erzogen, ernährt, gehalten und beschäftigt werden.

Ein Welpe sollte immer bei einem seriösen Züchter gekauft werden, der die Elterntiere auf mögliche Erbkrankheiten bzw. rassespezifische Erkrankungen testen lässt, die Welpen sorgfältig aufzieht und sozialisiert und der dem Welpenkäufer auch nach dem Kauf hilfreich zur Seite steht. All dies ist beim Kauf bei einem Massenzüchter, Händler oder übers Internet nicht gewährleistet. Entsprechend ist auch der Kaufpreis für einen Welpen aus seriöser Zucht höher: Gesundheitstests, Impfungen, Ausbildung und Ausstellungsbesuche der Elterntiere, optimale Unterbringung, Sozialisierung und Ernährung sind nur einige Posten, die mit Geld und Zeit zu Buche schlagen. Achten Sie also darauf, dass der Züchter einem Rassezuchtclub angehört, der dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) angegliedert ist. Als Ersthundebesitzer sollten Sie zudem einen Züchter wählen, der schon einige Würfe gezüchtet hat und über ausreichend Erfahrung mit der Rasse verfügt, um sie entsprechend beraten und Ihnen bei der Auswahl des passenden Welpen helfen zu können.

Wichtig

In Deutschland besteht ein Kupierverbot. Ohren dürfen seit 1987, Ruten seit 1998 nicht mehr beschnitten werden. Aus diesem Grund sehen Sie auf unseren Bildern unkupierte Rassevertreter (bis auf wenige rein jagdlich geführte Rassen, für die eine Ausnahmeregelung gilt).

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Hunderassen von A bis Z

Affenpinscher

FCI-Standard Nr. 186

Größe: 25–30cm

Gewicht: 4–6kg

Farbe: schwarz

ja

einfach

gering

12–15 Jahre

Herkunft und Verbreitung: Der Affenpinscher ist eine der ältesten deutschen Hunderassen. Über seine Entstehung gibt es keine Aufzeichnungen, auffällig ist allerdings seine Ähnlichkeit mit dem belgischen Zwerggriffon (Griffon Belge). Der Affenpinscher wurde schon früher als Gesellschafts- und Begleithund gehalten, außerdem bewährte er sich als Mäusejäger. Heute gehört er mit 20–25 Welpen jährlich zu den seltenen Hunderassen.

Wesen: Der Affenpinscher soll laut Standard unerschrocken, wachsam, hartnäckig und anhänglich an seine Familie sein, dabei manchmal von „aufbrausender Leidenschaft“. Er ist in der Regel ein selbstbewusster Hund, der in der Rudelhaltung mit größeren Hunden oft einen Platz an der Spitze der Hierarchie einnimmt. Bei der Begegnung mit fremden größeren Hunden muss man den mutigen, kleinen Affenpinscher unter Umständen bremsen. Ein eifriger Mäusejäger ist der Affenpinscher auch heute noch und zieht das Stöbern in Feld und Flur einer gemütlichen Sofastunde in aller Regel vor.

Haltung: Der Affenpinscher ist mit wenig Platz zufrieden. Bei der Erziehung sollte man darauf achten, kein ausuferndes Kläffen zu erlauben. Sonst sind die Haltung und Pflege eher unkompliziert, zweimal im Jahr sollte das Fell getrimmt werden. Allzu üppige Ohrenbehaarung wird regelmäßig ausgezupft. Wie die meisten kleinen Hunde kann auch der Affenpinscher zu Patellaluxation (siehe Glossar) neigen. Durch den kurzschnäuzigen Kopf kommen Augenverletzungen häufiger vor als bei Hunderassen mit langem Fang.

Afghanischer Windhund

FCI-Standard Nr. 228

Größe: Rüde 68–74cm, Hündin 63–69cm

Gewicht: 20–30kg (je nach Größe und Typ)

Farbe: alle Farben

mit Einschränkungen

aufwendig

mittel

etwa 12 Jahre

Herkunft und Verbreitung: Hunde dieses Typs existierten in Afghanistan seit Jahrhunderten und fanden dort bei der Hetzjagd Verwendung.

Wesen: Der Rasse wird eine gewisse Sturheit und „Erziehungsresistenz“ nachgesagt. Auf keinen Fall sind dies Hunde für Gehorsamsfanatiker. Ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und Unnahbarkeit Fremden gegenüber sind genauso typische Attribute des Afghanen wie seine Hetzleidenschaft. Der Standard verlangt ein „gewisses leidenschaftliches Ungestüm“, wobei der Afghane auf keinen Fall unberechenbar wild und aggressiv sein sollte – ebenso wenig wie scheu. Allzu verträglich mit fremden Artgenossen ist der Afghane nicht, und auch beim Kontakt mit Katzen, Kaninchen oder anderen Tieren ist Vorsicht geboten. Im Haus ist der Afghane ein unaufdringlicher Gefährte.

Haltung: Durch sein sehr langes Fell kann der Afghanische Windhund viel Schmutz mit ins Haus schleppen. Vor der Fütterung empfiehlt es sich, dem Hund einen „Futterstrumpf“ (Snood) überzustreifen. Hunde aus Schaulinien haben üppigeres Haar als solche aus Rennlinien, diese haben dafür meist einen stärkeren Hetztrieb. Afghanen toben sich gerne auf der Rennbahn oder beim Coursing aus. Mit regelmäßiger Bewegung an der Leine (zum Beispiel am Fahrrad) kann ein Afghane aber auch ohne tägliche Hetzjagd ein zufriedener Hausgenosse sein. Achtung: Einen Afghanen während des Spazierganges von der Leine zu lassen, ist wegen seines starken Hetztriebes riskant. Autos und Züge bereiteten schon so manchem Ausflug ein tragisches Ende.

Airedale Terrier

FCI-Standard Nr. 7

Größe: Rüde 58–61cm, Hündin 56–59cm

Gewicht: 20–30kg

Farbe: lohfarben mit schwarzem oder grauem Sattel

mit Einschränkungen

mittel

mittel

10–15 Jahre

Herkunft und Verbreitung: Der Airedale Terrier wurde vor rund 160 Jahren in England als Jagdhund, vor allem auf Otter, Marder und Wassergeflügel, gezüchtet. Er ist der größte der (englischen) Terrierrassen und ist heute ein in der ganzen Welt geschätzter Familien- und Begleithund. Außerdem gehört er offiziell zu den anerkannten Diensthunderassen.

Wesen: Airedales sollen unerschrocken, wachsam und mutig sein, dabei nicht aggressiv. Trotz seines Temperaments ist der typische Airedale freundlich, vertrauensvoll und offen. Er ist seiner Familie treu ergeben, hat nicht das manchmal etwas nervöse Temperament anderer Terrierrassen und bleibt in den meisten Situationen besonnen. Dennoch ist er ein guter Wächter und in brenzligen Situationen ist mit ihm nicht zu spaßen. Airedales lieben Sport und Spiel und sollten unbedingt ausreichend beschäftigt und bewegt werden.

Haltung: Er muss regelmäßig getrimmt werden, damit sein Fell pflegeleicht bleibt. Nach dem Füttern sollte man seinen Bart reinigen. Die Grunderziehung bereitet bei Airedales meist keine großen Schwierigkeiten, obwohl sie bisweilen etwas dickköpfig sein können. Gesundheitlich sind sie recht robust, manche Rassevertreter neigen allerdings zu Verdauungsproblemen, vor allem bei Futterumstellungen. Die Elterntiere sollten auf jeden Fall HD-frei sein (siehe Glossar). Bei manchen Airedales kommt eine Schilddrüsenunterfunktion vor.

Akita Inu und American Akita (Amerikanischer Akita)

FCI-Standard Nr.: Akita Inu255, American Akita 344

Größe: Akita Inu: Rüde 64–70cm, Hündin 58–64cm. American Akita: Rüde 66–71cm, Hündin 61–66cm

Gewicht: Akita Inu 30–45, American Akita 35–55kg

Farbe: rot, sesam, falb, weiß, gestromt; American Akita auch gescheckt (pinto) und mit Maske

Nein

mittel

mittel

10–14 Jahre

Herkunft und Verbreitung: Der Akita Inu stammt von japanischen Spitzen ab, die schon vor Jahrhunderten zur Bärenjagd eingesetzt wurden. Ab 1868 wurden Mastiffs eingekreuzt. Diese Akitas wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA eingeführt. Die Hunde amerikanischer Zuchtrichtung entfernten sich immer mehr von den japanischen Akitas, sie sind insgesamt wuchtiger und imposanter.

Wesen: Akitas sind sehr selbstbewusst. Die Einordnung in die Rangordnung sollte früh beginnen. Man darf diese konsequente Früherziehung nicht mit Härte und Zwang verwechseln, dies würde den Akita nur trotzig machen und das Gegenteil erreichen. Er muss überzeugt werden – dies erreicht man vor allem mit einfühlsamer Motivation. Zur Ausbildung auf dem Hundeplatz eignet sich ein Akita weniger. Dafür ist er ein unermüdlicher Begleiter bei vielen sportlichen Aktivitäten.

Haltung: Vor allem während des Fellwechsels verliert er sehr viel Unterwolle und sollte täglich gebürstet werden. Im Winter begibt er sich oft freiwillig aus den überheizten Räumen nach draußen. Es treten recht häufig Hautkrankheiten (u. a. Sebadenitis) auf. Viele Tiere reagieren auch empfindlich auf zu viel Protein im Futter.

Alaskan Malamute

FCI-Standard Nr. 243

Größe: Rüde im Mittel 63,5cm, Hündin im Mittel 58,4cm

Gewicht: Rüde im Mittel 38kg, Hündin im Mittel 34kg

Farbe: hellgrau bis schwarz oder rötlich mit hellen Abzeichen, einfarbig weiß

Nein

mittel

hoch

12–15 Jahre

Herkunft und Verbreitung: Der Alaskan Malamute stammt aus Alaska und wurde vor allem zum Ziehen schwerer Lasten eingesetzt.

Wesen: Der Alaskan Malamute ist ein echter Naturbursche: Ohne angemessene körperliche Betätigung kommt dieses Kraftpaket im Handumdrehen auf dumme Gedanken. Als Rudeltier braucht er Gesellschaft, sonst erfreut er unter Umständen die gesamte Nachbarschaft mit durchdringendem Geheul. Ein Malamute, der sich selbst überlassen und gelangweilt ist, richtet im besten Fall ein Chaos, im schlimmsten eine Katastrophe an. Diese Hunde sind sehr gute Beobachter und wissen die geringste Schwäche blitzschnell auszunutzen. Auf der anderen Seite sind sie sehr zärtlich, was bei diesen riesigen, urwüchsigen Tieren ausgesprochen rührend wirken kann. Eine durchschnittliche Wanderung ist für ihn ein bloßes „Warm-up“. Ideal ist es, ihn etwas ziehen zu lassen: Im Winter Schlitten, im Frühling und Herbst Trainingswagen.

Haltung: Bei vielen Malamutes ist der Jagdtrieb stark ausgeprägt, eine sichere Umzäunung des Grundstückes (mind. 2,20m hoch und bis tief in die Erde reichend) ist ein Muss. Malamutes benötigen oft eine spezielle Ernährung, zu viel Protein kann zu Verdauungs- und Hautproblemen führen. Die Haltung dieser Rasse erfordert eine sehr selbstkritische Prüfung und ausführliche Züchtergespräche vor dem Kauf. Ein Malamute ist kein Renommierhund, sondern eine Lebensaufgabe!

American Cocker Spaniel

FCI-Standard Nr. 167

Größe: Rüden 36,8–39,4cm, Hündin 34,3–36,9cm

Gewicht: 10–13kg

Farbe: schwarz, braun, rot (creme bis tiefrot) mit oder ohne rote Abzeichen, jeweils einfarbig oder weiß gescheckt oder geschimmelt

ja

aufwendig

mittel

13–15 Jahre

Herkunft und Verbreitung: Der American Cocker wurde in den USA aus dem englischen Cocker gezüchtet. Er wird heute hauptsächlich als Familien- und Ausstellungshund gehalten und gehört in seinem Ursprungsland zu den populärsten Hunderassen. In Deutschland hat er nie die Beliebtheit seines englischen Vetters erreicht, hier werden jährlich nur um die 100 Welpen eingetragen.

Wesen: Der „Ami“ ist sehr liebebedürftig und spielfreudig, eignet sich dadurch gut als Familienhund. Durch seine Herkunft zeigt er durchaus noch Jagdtrieb, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei den übrigen Spanielrassen.

Haltung: Das besonders üppige Haarkleid erfordert viel Pflege, vor allem bei Ausstellungshunden. Bei reinen Familienhunden wird man das Fell etwas kürzen, um den Pflegeaufwand in Grenzen zu halten. Wie andere Spanielrassen auch, neigt der American Cocker mitunter zu Ohrenentzündungen. Eine sorgfältige Pflege hilft, diesen Problemen vorzubeugen. Auch die Lefzenfalten sollten regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls gereinigt werden. Nach jedem Spaziergang heißt es, die langen Ohren und die stark behaarten Pfoten zu kontrollieren und gegebenenfalls von Fremdkörpern zu befreien. Vor allem im Winter können sich Eisklumpen und Streusalz in den Ballen festsetzen und diese reizen. Vereinzelt kommt Epilepsie vor.

American Staffordshire Terrier

FCI-Standard Nr. 286

Größe: Rüde 46–48cm, Hündin 43–46cm

Gewicht: 18–30kg (je nach Größe und Typ)

Farbe: alle Farben zugelassen; leberfarben, black-and-tan sowie mehr als 80% weiß sollten nicht gefördert werden

eingeschränkt

einfach

hoch

etwa 12 Jahre

Herkunft und Verbreitung: Der American Staffordshire Terrier (AmStaff) geht auf den niedrigeren und kompakteren englischen Staffordshire Bullterrier zurück. Durch strenge Auflagen und „Kampfhundgesetze“ ist in Deutschland die Zucht zeitweilig fast zum Erliegen gekommen. Heute werden etwa 50 reinrassige AmStaff-Welpen pro Jahr eingetragen.

Wesen: AmStaffs sind sehr aufmerksame und vitale Hunde, deren Haltung Hundeverstand, einen festen Charakter und auch körperliche Standfestigkeit erfordert. Eine gute Sozialisierung ist Grundvoraussetzung, und auch die Erziehung zu absolutem Gehorsam ist ein Muss. In der Familie sind sie normalerweise zärtlich und verspielt, brauchen aber unbedingt eine körperliche und psychische Auslastung (etwa durch Obedience, Fährtenarbeit, Rettungshundearbeit etc.). Wilde Zerr- und Beutespiele sind nicht das Richtige für diese starke und selbstbewusste Rasse. Einer Konfrontation mit anderen Hunden geht ein AmStaff nicht unbedingt aus dem Weg. Kaufen Sie einen AmStaff nur bei einem VDH-Züchter!

Haltung: