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In den weiten Ebenen der Vojvodina, wo die Donau durch fruchtbares Land zieht und die Luft nach Heu und alten Geschichten riecht, liegen sieben Leben verborgen — Élise Vantards eindrucksvolles Werk lädt uns ein, diesen Menschen zuzuhören. "Stimmen aus dem Salajka" versammelt sieben eindringliche Porträts aus einem der ethnisch vielfältigsten Landstriche Europas. Slowaken, Serben, Ungarn, Deutsche und viele weitere Gemeinschaften haben sich hier über Generationen hinweg ein gemeinsames Zuhause geschaffen, ohne dabei das Eigene aufzugeben. Vantard folgt ihren Figuren durch Backstuben und Abenddämmerungen, durch Familienstreitigkeiten und stille Augenblicke der Erinnerung — und zeichnet dabei ein feines, unsentimentales Bild von Menschen, die zwischen Wurzeln und Aufbruch stehen. Jedes Porträt ist für sich eine vollständige Welt: eine Bäckerin, die den Teig mit geschlossenen Augen faltet und weiß, dass mehr auf dem Spiel steht als das Brot; eine Enkelin, die mit einem Laptop voller Zahlen heimkehrt und glaubt, Liebe lasse sich in Eurobeträgen ausdrücken. Vantard schreibt mit bewundernswerter Zurückhaltung — kein Satz zu viel, keine Erklärung, wo ein Detail reicht. Was dieses Buch besonders macht, ist seine Fähigkeit, das Universelle im Lokalen sichtbar werden zu lassen. Die Vojvodina dient nicht als exotische Kulisse, sondern als konkreter Ort, an dem sich grundlegende menschliche Fragen verdichten: Was erben wir von unseren Vorfahren? Was geben wir weiter? Und was verlieren wir, wenn wir gehen? "Stimmen aus dem Salajka" ist Literatur, die leise beginnt und lange nachhallt.
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Liczba stron: 148
Rok wydania: 2026
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