Star Trek - Vanguard 2: Rufe den Donner - Dayton Ward - ebook

Star Trek - Vanguard 2: Rufe den Donner ebook

Dayton Ward

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Opis

Am Rande des Krieges ... Commodore Reyes kommandiert die Raumstation Vanguard. Die Spannungen zwischen dem Tholianischen und dem Klingonischen Reich nehmen zu: Schiffe der Großmächte werden von einem ominösen Feind angegriffen, sodass beide Fraktionen eine Verschwörung des anderen vermuten. Oder steckt gar die Föderation dahinter ... Kann die Vanguard-Crew verhindern, dass die Taurus-Ausdehnung zu einem Kriegsgebiet wird? Dem Geheimnis der Taurus-Ausdehnung kommt man währenddessen ein gewaltiges Stück näher. Aus den Tiefen des Planeten Erilon lockt man ein unvorstellbar grausames außerirdisches Wesen und kann erst in allerletzter Sekunde zusammen mit einigen anderen Team-Mitgliedern vom Planeten flüchten ...

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RUFE DEN DONNER

DAYTON WARD& KEVIN DILMORE

Ins Deutsche übertragen vonClaudia Kern

Über die Autoren

DAYTON WARD ist Star Trek-Fan seit Anbeginn der Zeit; seiner, nicht der Zeit generell. Ward diente elf Jahre im U. S. Marine Corps. Seine professionelle Autorenkarriere begann mit Geschichten, die für jede der drei Star Trek: Strange New Worlds-Anthologien ausgewählt wurden. Zusätzlich zu seinen verschiedensten Schreibprojekten mit Kevin Dilmore ist Dayton der Autor des Star Trek-Romans In the Name of Honor und den Science Fiction-Romanen The Last World War und The Genesis Protocol. Er verfasste zahlreiche Kurzgeschichten, die im Magazin Kansas City Voices und der Anthologie No Limits aus der Reihe Star Trek – New Frontier erschienen. Dayton lebt mit seiner Frau, Michi, in Kansas City. Mehr über ihn unter www.daytonward.com

KEVIN DILMORE ist seit 1997 Autor beim Star Trek Communicator, er verfasst Newsgeschichten und Porträts für das zweimonatliche Magazin des offiziellen Star Trek-Fanclubs. Seine Kurzgeschichte The Road to Edos erschien in der Anthologie Star Trek – New Frontier: No Limits. Mit dem Autorenkollegen Dayton Ward verfasste er eine Kurzgeschichte für die Anthologie Star Trek – Tales of the Dominion War, schrieb die Star Trek – The Next Generation-Romane A Time to Sow und A Time to Harvest und verfasste Storys für die Serie Star Trek – Corps of Engineers. Kevin lebt zusammen mit seiner Frau, Michelle, und seinen drei Töchtern in Prairie Village, Kansas.

Die deutsche Ausgabe von STAR TREK – VANGUARD: RUFE DEN DONNER wird herausgegeben von Amigo Grafik, Teinacherstr. 72, 71634 Ludwigsburg. Herausgeber: Andreas Mergenthaler und Hardy Hellstern, Übersetzung: Claudia Kern; verantwortlicher Redakteur und Lektorat: Markus Rohde; redaktionelle Mitarbeit: Christian Humberg; Satz: Rowan Rüster/Amigo Grafik; Cover Artwork: Doug Drexler; Stationsdesign: Masao Okazaki; Hintergrundbild courtesy of NASA and the Hubble Heritage Team (STScl/AURA).

Titel der Originalausgabe: STAR TREK – VANGUARD: SUMMON THE THUNDER

German translation copyright © 2008, 2011 by Amigo Grafik GbR.

Original English language edition copyright © 2006 by CBS Studios Inc. All rights reserved.

TM, ® & © 2008, 2011 CBS Studios Inc. STAR TREK and Related Marks are trademarks of CBS Studios Inc. CBS, the CBS EYE logo, and related marks are trademarks of CBS Broadcasting Inc. TM & © 2008, 2011 CBS Broadcasting Inc. All Rights Reserved.

This book is published by arrangement with Pocket Books, a Division of Simon & Schuster, Inc., pursuant to an exclusive license from CBS Studios Inc.

Print ISBN 978-3-936480-92-4 (April 2008) · E-Book ISBN 978-3-942649-96-4 (November 2011)

WWW.CROSS-CULT.DE

Für Michi und Michelle …das haben wir die ganze Zeit gemacht.Ehrlich.

Genauso sollt auch ihr wach bleiben.Ihr wisst ja nicht, wann der Herrkommen wird, ob am Abend oder umMitternacht, im Morgengrauen odernach Sonnenaufgang.

Das Neue Testament; Markus 13, 35

Die Taurus-Region2265

Kapitel 1

Commander Hirskene konnte einfach nicht stillstehen.

Er war so sehr in seine eigenen Gedanken vertieft, dass er die Hintergrundgeräusche auf der Brücke des tholianischen Schlachtkreuzers Aen’q Tholis ebenso wenig wahrnahm, wie die Aktivitäten seiner Untergebenen, die um ihn herum ihrer Arbeit nachgingen. Das Einzige, was er hörte, war das schnelle Stakkato seiner sechs Füße auf dem Metallboden. Er ging bereits so lange auf und ab, dass er sich von dem Geräusch leiten ließ und die Schritte zählte, die er benötigte, um von der Vorder- zur Rückwand und wieder zurück zu kommen.

Er fühlte sich, als würden ihn die unnachgiebigen Klauen, mit denen sein Unbehagen ihn umklammert hielt, zerreißen. Dieses Gefühl plagte ihn bereits seit einigen Zyklen. Es war aufgekommen, als er seine ersten Befehle vom Herrscherkonklave von Tholia erhalten hatte und war seitdem – je näher sein Schiff dem Ziel kam – nur noch stärker geworden.

Der Shedai-Sektor oder Taurus-Region, wie die Föderation ihn nannte.

Wir haben die Territorialgrenze überschritten, Commander. Die Meldung stammte von Yeskene, seinem Ersten Offizier. Er hatte sie per SubLink übertragen und damit Hirskenes besorgte Gedanken unterbrochen. Der jüngere Offizier kam kaum mit seinem Vorgesetzten mit. Die blaue Aura, die den Gedankenraum erwärmte, verdunkelte sich, als der Untergebene fortfuhr. Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Ort einmal besuchen würde.

Kein Wunder, antwortete Hirskene. So wie alle anderen an Bord reiste auch er zum ersten Mal in den Shedai-Sektor. Es war ein Raumsektor, den man vermeiden sollte, so hatte es immer geheißen. Die Gründe dafür waren längst vergessen, waren in dem tiefen Sumpf der Rätsel versunken, der zwischen Legende und Wahrheit lag. Nur die Geschichten waren geblieben. Hirskene wusste nicht mehr, wie oft er sie in seinem Leben bereits gehört hatte.

Mittlerweile zweifelte er nicht mehr an ihnen.

Natürlich war nicht nur er besorgt. Hirskene spürte die gleiche Angst in jedem anderen Besatzungsmitglied, auch ohne mit ihnen durch das Netz, das gewaltige telepathische Netzwerk, das sein ganzes Volk verband, zu sprechen. Und er wusste, dass sich dieses Gefühl auch in jedem Tholianer des Herrscherkonklaves widerspiegelte.

„Statusmeldung“, sagte Hirskene laut. Bernsteinfarbene Nebel trieben durch den SubLink, als er zur Mitte der Brücke ging. „Gibt es Hinweise auf andere Schiffe?“

Nach einer kurzen Pause sagte der Untergebene, der an der Sensorenkonsole stand: „Negativ, Commander. Wir sind allein.“

Eines musste Hirskene seiner Besatzung lassen: Trotz ihrer Angst und seiner sichtbaren Nervosität ließen sie sich nicht von ihren Pflichten ablenken. Die Mitglieder der niederen Kasten – Arbeiter, die als einfache Besatzungsmitglieder in der tholianischen Flotte dienten – konzentrierten sich auf ihre Konsolen. Sie überprüften die schiffsweiten Systeme ebenso wie den Raumsektor, den die Aen’q Tholis momentan durchflog. Als Kommandant und Angehöriger des Herrscherkonklaves musste Hirskene sich um solche proletarischen und doch notwendigen Aufgaben natürlich nicht kümmern, aber in dieser Situation beneidete er seine Untergebenen.

Wenigstens haben sie etwas zu tun, das ihnen die Zeit vertreibt und ihre Gedanken ablenkt.

Vor vielen Zyklen hatte er bereits gewusst, dass dieser Tag kommen würde. Damals hatte das Herrscherkonklave berichtet, Streitkräfte des Klingonischen Imperiums und der Föderation seien in den Shedai-Sektor eingedrungen. Hirskene hatte geahnt, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis tholianische Schiffe von ihren Routinemissionen abgezogen wurden, um sich dieses Problems anzunehmen. Es störte ihn nur, dass die obersten Führer der politischen Kastenversammlung so lange für ihre Entscheidung gebraucht hatten.

Die Föderation war scheinbar ohne Vorwarnung in diesen Sektor eingedrungen. Anfangs hatten sie ihn nur kurz erkundet, doch ihre neuen Übergriffe dauerten länger und gingen tiefer. Diese neueren Geheimmissionen waren besonders besorgniserregend, denn die Menschen und ihre Verbündeten hatten sie zum Bau einer permanenten Basis genutzt. Eine riesige Raumstation, größer als die mächtigsten Außenposten der tholianischen Flotte, wachte nun über die Föderationsaktivitäten in dieser Region.

Doch um welche Aktivitäten handelte es sich?

Bereits vor dem Bau der Raumstation waren überall im Sektor Föderationsschiffe aufgetaucht. Durch Langstreckensensoren und Berichte ziviler Handelsschiffe hatte man von Kolonien und kleineren Siedlungen erfahren, die auf mehreren Welten entstanden waren. Wenn die Informationen, die Hirskene über die angeblichen Hauptinteressen der Föderation erhalten hatte, stimmten, überstieg das Ausmaß ihrer Expansionspläne sogar noch die der Versammlung.

Die Föderation war eine noch junge Organisation, aber sie bestand bereits aus zahlreichen Spezies. Die wichtigste war wohl die der Vulkanier, die seit unzählbaren Generationen das Weltall erforschte. Die auffälligste war jedoch die der Menschen, die abgesehen von einem Hang zur Expansion eine weitere, recht unnatürliche Eigenart zeigte: den Drang, auf ihren Reisen friedlichen Kontakt zu möglichst vielen anderen raumfahrenden Völkern herzustellen. Eine ganze Reihe von Spezies hatte auf diese Kontaktaufnahme mit Enthusiasmus reagiert.

Die Versammlung gehörte natürlich nicht dazu.

Die Tholianer erforschten das Weltall bereits seit den Anfängen der Geschichtsschreibung, aber Hirskene misstraute ebenso wie die meisten anderen seines Volkes beinahe instinktiv all den fremden Wesen, mit denen er gezwungenermaßen kommunizieren musste. Wenn die Versammlung die Annektierung eines benachbarten Sonnensystems beschloss, hatten die Einwohner dieses Systems nur selten die Möglichkeit, etwas gegen diesen Beschluss zu unternehmen und zu verhindern, dass es zu einer Vasallenprovinz wurde. Zweifüßige Spezies – Völker, die körperlich den Vulkaniern, Menschen oder anderen Föderationsmitgliedern ähnelten – hatten sich in niederen Bereichen als nützlich erwiesen, obwohl sie sich natürlich selbst den untersten Tholianerkasten unterwerfen mussten.

Das hieß nicht, dass Hirskene ihre Anwesenheit gefiel.

Die gleiche Unzufriedenheit spürte er, wenn er an die Menschen und ihre Verbündeten dachte. Die Tholianer waren ihnen seit dem Erstkontakt nur selten begegnet, doch jedes Mal hatte ihnen deutlich gemacht, warum man ihnen aus dem Weg gehen sollte. Ihr aggressiver Vorstoß ins All – in Gebiete, die weiter und weiter von ihrer Heimatwelt entfernt waren und der Versammlung näher und näher rückten – hatte Misstrauen hervorgerufen. Das Herrscherkonklave ging davon aus, dass man der Föderation nicht trauen durfte, besonders nicht in dieser Situation. Etwas zog die Menschen und ihre Verbündeten in diesen Teil des Weltraums, etwas, das sie dazu bewogen hatte, ihre sonst üblichen Expansionstaktiken fallenzulassen und eine aggressivere Gangart einzuschlagen. Was hatte sie nur dazu veranlasst, mit solcher Geschwindigkeit und Entschlossenheit vorzugehen?

Hirskene sah einen Zusammenhang mit dem seltsamen Phänomen, das ihn – und alle anderen Tholianer – vor einigen Zyklen übermannt hatte. Sie alle waren von einer beinahe identischen Furcht ergriffen worden, einem primitiven Gefühl, das sich durch das Netz ausgebreitet hatte und bis in das tiefste Innere ihres Geistes vorgedrungen war. Dieser nicht identifizierbare und nicht erklärbare Gedankenimpuls hatte jeden, der ihn wahrgenommen hatte, auf die gleiche Idee gebracht: Der Impuls stammte aus irgendeinem Teil des Shedai-Sektors und musste vernichtet werden.

Hirskene wusste nicht, welche Rolle die Föderation dabei spielte. Vielleicht hatte ihr Vordringen in diese abgelegene und geheimnisvolle Region den Übergriff auf das Netz ausgelöst. Das hätte zumindest die Wut erklärt, die Hirskene und andere Tholianer, die in diesem furchtbaren Moment über das Netz miteinander verbunden gewesen waren, empfanden. Der Impuls war zwar längst vergangen, aber der Zorn war geblieben. Wenn das stimmte, dann würde die alleinige Anwesenheit und jeder weitere Vorstoß der Föderation das provozieren, was …

… erwacht war.

Bis zu diesem Augenblick hatte Hirskene den Zwischenfall noch nie auf diese Weise betrachtet, doch es ergab Sinn. Die Präsenz, die sich gewaltsam in das Netz, diesen fast schon heiligen Ort der Harmonie, gedrängt hatte, wirkte auf ihn plötzlich wie ein Riese, der durch Gedankenlosigkeit und Arroganz aus seinem Schlaf gerissen worden war. Und nun verlangte der Riese nach einer Entschädigung für diese Unachtsamkeit. Davon würde er nicht abweichen.

Hirskene fürchtete, dass der Tag der Abrechnung bevorstand.

Auch wenn die Föderation die Schuld daran trägt, erklärte Yeskene, ist sie nicht unser einziges Problem. Sein verlässlichster Offizier und bester Freund meinte damit natürlich die andere Partei, die ein auffälliges Interesse am Shedai-Sektor zeigte: die Klingonen.

Das Klingonische Imperium nahm anscheinend an, der Vorstoß der Föderation in diese Region habe etwas mit der politischen und militärischen Pattsituation zwischen den beiden Mächten zu tun. Deshalb hatten die Klingonen eigene Schiffe in die Region entsandt. Hirskene wusste, dass die Klingonen bei der Annektierung anderer Welten noch gründlicher als die Versammlung vorgingen. Wer unter ihre Herrschaft geriet, sah einem unangenehmen Leben entgegen – wenn er Glück hatte.

Es war bereits zu einigen kleineren Auseinandersetzungen zwischen den Klingonen und den tholianischen Streitkräften, die in die Region beordert worden waren, gekommen. Sollte das Herrschaftskonklave beschließen, drastischere Methoden einzusetzen, um die Expansion der Klingonen und der Föderation einzudämmen oder die beiden Parteien gar aus dem Shedai-Sektor zu vertreiben, dann würde es zu einem Krieg mit diesen Mächten kommen, davon war Hirskene überzeugt.

Aber könnten wir auch siegreich sein?, fragte er sich.

„Commander.“ Hirskene hörte die Aufforderung und sah die dunkelrote Aura, mit der Yeskene seiner Sorge Ausdruck verlieh. Erst in diesem Moment erkannte Hirskene, dass Yeskene ihn schon zweimal angesprochen hatte, er aber so in seine Gedanken vertieft gewesen war, dass ihm das nicht aufgefallen war. Hirskene wandte ihm seine volle Aufmerksamkeit zu. „Was ist?“

„Die Sensoren, Commander“, antwortete Yeskene. Das strahlende Rot, das den SubLink durchdrang, verdunkelte sich. Er klopfte mit seinem hintersten rechten Bein auf den Boden, während er sprach. „Sie fangen ein nicht identifiziertes Energiesignal auf.“

Das Klopfen war eine unbewusste Angewohnheit, die auftrat, wenn Yeskene unsicher war, aber wieder verschwand, wenn sich eine Situation verschlechterte. Hirskene betrachtete diese Angewohnheit mittlerweile als Barometer für die Probleme, auf die er und seine Mannschaft zusteuerten. Normalerweise diente sie als Hinweis auf etwas Unerklärliches, nicht aber Gefährliches.

„Was ist der Ursprung?“, fragte Hirskene den Untergebenen, der die Sensorenkonsole bediente.

„Unbekannt“, antwortete der Arbeiter. Er konzentrierte sich auf das computergenerierte Display, das vor ihm in der Luft schwebte. „Ich kann nur erkennen, dass es nicht aus dem Inneren des Schiffs kommt. Es ist ein externes Phänomen.“

„Können Sie es lokalisieren?“, fragte Yeskene. Seine sechs Beine huschten über das Deck. Neben Hirskene blieb er stehen.

Der Untergebene nickte. „Das versuche ich gerade.“ Die beiden langen Finger seiner oberen linken Extremität glitten über das polierte Interface. Jede Berührung passte das schwebende Display an die neuen Befehle an. „Zuerst dachte ich, das System würde nicht richtig funktionieren“, sagte der Arbeiter, „doch das stimmt nicht. Alle internen und externen Systeme funktionieren innerhalb ihrer normalen Parameter.“

Hirskene nickte. Ihm gefiel die Eigenständigkeit seines Untergebenen. Sie war das Ergebnis von Yeskenes außerordentlich guten Führungsqualitäten und hohen Ausbildungsstandards. Er musste dem Arbeiter nicht erklären, wie er weiter vorzugehen hatte, denn der wusste bereits, was von ihm erwartet wurde.

„Ich glaube, ich habe den Ursprung der Anomalie gefunden, Commander“, sagte er. „Sie scheint sich unmittelbar hinter uns zu befinden und behält den gleichen Abstand bei.“

Hirskenes langjährige Erfahrung und seine eigene Ausbildung sorgten dafür, dass er bereits die nächsten Schritte formulierte, während die Alarmsirenen auf der Brücke aufheulten. Verteidigungsstatus, befahl er über das SubLink. Waffen aktivieren und Schilde hochfahren. Pilot, Wendemanöver einleiten. Ein Chor aus Bestätigungen und Zustimmung antwortete ihm. Seine Untergebenen begannen sofort, seine Befehle auszuführen, aber er spürte, wie die Spannung und die Angst im Netz anstieg. Sie färbten den Gedankenraum, den er einnahm, tiefrot.

Er ignorierte das Gefühl und wandte sich wieder dem Arbeiter an der Sensorenkonsole zu. Zeigen Sie es uns, befahl er mit einem Blick auf den größten Bildschirm der Brücke, der an der Vorderwand angebracht war. Übertragen Sie die Sensorendaten auf den Hauptschirm.

Auf dem Monitor waren die Sterne zu sehen. Das Bild flackerte kurz und zeigte – die Sterne. Es sah aus, als habe sich nichts verändert.

Wo ist es?, fragte Hirskene. Die ersten Anzeichen seiner Ungeduld verbreiteten sich im Netz. Er wandte sich vom Monitor ab und dem Untergebenen zu. Ich sehe nichts.

Laut den Sensoren, antwortete der Arbeiter, sollte es in der Mitte des Bildschirms zu sehen sein.

Da, sagte Yeskene plötzlich und zeigte auf den Monitor. Sehen Sie es?

Hirskene betrachtete noch einmal den Monitor. Im ersten Moment sah er nichts Besonderes, doch dann blieb sein Blick an … etwas … hängen.

Ein Schemen entstand, der mit jedem verstreichenden Moment mehr Substanz zu bekommen schien. Es war ein Schiff, allerdings keines, das Hirskene je gesehen hatte. Es war klein und flach, wirkte einfach konstruiert. Sein Rumpf schien aus einem grauen Metall zu bestehen. Es trug keine Markierungen. Zwei Antriebsgondeln – zumindest hielt Hirskene sie dafür – ragten aus dem Rumpf empor und ließen es so aussehen, als hebe das Schiff beim Flug die Nase.

Harte rote Wellen schwappten durch das SubLink. Alarmsirenen heulten ein zweites Mal auf. Das Schiff, das aus dem Nichts erschienen war, flog direkt auf die Aen’q Tholis zu.

Kapitel 2

„Tarnvorrichtung abgeschaltet, Commander.“ Die Stimme des Waffenoffiziers hallte durch die beengte Brücke der Bloodied Talon. „Waffen aktiviert und feuerbereit.“

Commander Sarith hätte diese Meldung nicht benötigt. Das violette Licht auf der Brücke war kaum wahrnehmbar heller geworden und verriet ihr, dass das Tarnsystem abgeschaltet worden war und die Energieversorgung des Schiffs nicht mehr belastete. Das kurze Piepen des Computers an Centurion N’toveks Waffenstation signalisierte ihr außerdem, dass die Schiffsbewaffnung bereit für ihren nächsten Befehl war.

Bedachte man, wie hochentwickelt die Waffensysteme des Schiffs waren – eines der neuesten im Arsenal der Romulaner –, so gab es eigentlich keine Verwendung für den Centurion.

Ein nützliches Talent hat er aber doch, dachte sie, als sie N’tovek betrachtete. Er stand an seiner Station, gekleidet in die graue Tunika und die Hose eines romulanischen Centurions. Sein Kopf war unter dem polierten, goldenen Helm kaum zu sehen. Ausnahmsweise schien er sich, ebenso wie die anderen, die an drei weiteren Stationen auf der engen Brücke standen, auf seine Aufgaben zu konzentrieren.

Sollte er jemals lernen, seine Pflichten mit dem gleichen Enthusiasmus anzugehen, den er in anderen Bereichen beweist, könnte aus ihm eines Tages ein akzeptabler, wenn nicht sogar bemerkenswerter Offizier werden.

Sarith verdrängte den Gedanken und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder dem einsamen tholianischen Kreuzer auf dem Bildschirm zu. Die Talon hatte seine Kommunikationskanäle blockiert, also konnte der Kommandant des Schiffs niemanden um Hilfe bitten. Eine Sensorenanalyse hatte ergeben, dass das tholianische Schiff selbst mit Höchstgeschwindigkeit nicht entkommen konnte. Die einzige andere Möglichkeit war die Verteidigung, doch auch hier zeigten die Sensoren, dass dieser Schritt gegen die überlegenen Waffen der Romulaner lächerlich und sinnlos sein würde.

Vielleicht riskieren sie trotzdem einen Kampf, dachte Sarith hoffnungsvoll. Das würde meine Langeweile wenigstens für eine Weile vertreiben.

„Das tholianische Schiff hat die Verteidigungsschilde und Waffensysteme aktiviert“, meldete N’tovek. Sein Blick war auf seine Konsole gerichtet. „Soll ich das Feuer eröffnen, Commander?“

Sariths Verstand gewann den Kampf gegen ihren Stolz und ihre eventuelle Selbstüberschätzung. Die Sensoren zeigten zwar, dass das tholianische Schiff der Bloodied Talon nichts entgegenzusetzen hatte, aber man konnte nicht ausschließen, dass es über einen taktisch gewandten und klugen Kommandanten verfügte. Es war besser, die Angelegenheit nicht dem Zufall zu überlassen, sondern gleich zu klären.

„Feuer“, sagte Sarith.

N’tovek reagierte sofort. Seine Finger tanzten über die Waffenkonsole, noch bevor das Echo ihres Befehls auf der Brücke verhallt war. Sarith trat an die Station, die links neben der seinen stand, und warf einen Blick in das Sichtgerät. Sie sah, wie sich zwei Strahlen aus gelber Disruptorenergie aus dem Schiff lösten. Im gleichen Moment flackerte das Licht auf der Brücke, ein Zeichen dafür, wie viel Energie die Waffen benötigten.

Die Strahlen überwanden die Entfernung zu dem tholianischen Schlachtkreuzer in einem Sekundenbruchteil, schlugen in die Schilde ein und ließen sie violett aufleuchten. N’tovek wartete keinen weiteren Befehl ab, sondern schoss ein zweites Mal. Dieses Mal durchdrangen die Strahlen die Verteidigungsschilde des Schiffs und rissen tiefe Löcher in den Rumpf. Wolken aus gefrierendem Gas stiegen daraus empor. Das Schiff kippte nach rechts, um weiteren Salven zu entgehen, aber N’tovek hatte die neuen Zielkoordinaten bereits eingegeben.

„Ihr Hauptantrieb ist lahmgelegt“, meldete Darjil, der Centurion, der rechts neben N’tovek stand. Das Sichtgerät an seiner Station tauchte sein Gesicht in ein blaues Licht. „Die primären Lebenserhaltungssysteme sind ebenfalls ausgefallen.“

Sie konnten sich noch nicht einmal wehren, dachte Sarith. Wie schade.

„Bringen Sie es zu Ende“, sagte sie dann. In ihrer Stimme lag kein Gefühl. Je schneller die Sache beendet war, desto besser.

Ebenso desinteressiert beobachtete sie, wie die Zielerfassungssysteme der Talon das tholianische Schiff ins Visier nahmen. Sekunden später hüllte goldene Energie den fliehenden Schlachtkreuzer ein. Sogar aus dieser Entfernung konnte man sehen, wie der Rumpf in mehrere Teile zerfiel. Das tholianische Schiff wurde von Explosionen erschüttert, deren tobendes Chaos verging, sobald sie mit der luftlosen Leere des Raums in Berührung kamen. Die Schiffsteile, die den Explosionen entgangen waren, trieben als Trümmer davon. Außer ihnen wies nichts darauf hin, dass es an diesem Ort einmal ein Schiff gegeben hatte.

„Waffensysteme werden deaktiviert“, meldete N’tovek.

„Bringen Sie uns hier weg“, befahl Sarith, während sie mit langen Schritten die Brücke umrundete. „Vielleicht ist es ihnen gelungen, Hilfe anzufordern.“

Darjil sah auf und sagte: „Commander, unsere Blockierung der Kommunikationskanäle wurde während der gesamten Begegnung aufrecht erhalten. Die einzige Subraumnachricht, die sie absetzen wollten, konnten wir abfangen. Niemand hat sie gehört.“

„Anscheinend hat jemand die Geheimdienstberichte über die Tholianer nicht gelesen“, sagte eine Stimme hinter Sarith. Sie drehte sich zu ihrem Ersten Offizier, Subcommander Ineti um, der gerade aus einem Wartungsgang auf die Brücke trat. Ein leichtes Lächeln ließ seine kantigen, faltigen Gesichtszüge weich wirken. „Oder zumindest nicht den Anhang der medizinischen Abteilung, in dem ausdrücklich auf die bemerkenswerten telepathischen Fähigkeiten der Tholianer hingewiesen wurde.“

Ineti klang zwar so väterlich, wie es sein Alter erwarten ließ, doch die Zurechtweisung in seiner Stimme war trotzdem nicht zu überhören.

„Ich entschuldige mich für meine Nachlässigkeit“, sagte Darjil und nahm Haltung an. „Es gab so viele Informationen zu bearbeiten, dass ich mich auf die militärischen Aspekte der Schiffe konzentriert habe, mit denen Begegnungen wahrscheinlich erschienen.“

Sarith unterdrückte ein Lächeln. Der Erklärungsversuch des Centurions klang mehr als halbherzig. Dies war bereits seine zweite längere Mission auf der Bloodied Talon, aber er hatte noch nicht gelernt, mit Inetis regelmäßigen Zurechtweisungen umzugehen. Es wäre besser gewesen, wenn er solche Empfehlungen stillschweigend zur Kenntnis genommen und versucht hätte, sich so rasch und gut wie möglich daran zu orientieren.

„Bedenkt man die Aufgaben, die uns der Praetor gestellt hat“, antwortete Ineti, während er mit vor der Brust verschränkten Armen über die Brücke ging, „dann ist Ihre Einschätzung der Prioritäten lobenswert. Dürfte ich Ihnen trotzdem raten, nach dem Ende dieser Schicht Ihre Zeit nicht mit Glücksspielen und dem sinnlosen Versuch, Ihren mageren Lohn aufzubessern, zu verschwenden, sondern stattdessen Ihr Wissen über die Tholianer in Bereichen, die keinen direkten Bezug zu militärischen Angelegenheiten haben, auszudehnen. Schließlich kann ein Feind auf mannigfaltige Weise eine Gefahr darstellen, nicht nur durch seine Fähigkeit, eine Waffe zu führen. Stimmen Sie mir zu?“

Der Erste Offizier hob nie die Stimme, wenn er seine Untergebenen auf ihre Unzulänglichkeiten hinwies. Auch sein Tonfall änderte sich nicht. Das machte jedoch keinen Unterschied, denn nur ein Narr hätte den Vorschlag des Subcommanders für etwas anderes als einen direkten Befehl, der einer sofortigen Ausführung ohne Widerworte oder Zögern bedurfte, gehalten.

„Selbstverständlich, Subcommander“, antwortete Darjil. Die Stimme des jungen Offiziers zitterte. Er stand stocksteif vor seinem Vorgesetzten und starrte auch noch geradeaus, als Inetis Gesicht seinem rechen Ohr so nahe kam, dass gerade mal ein Finger dazwischen gepasst hätte.

„Sie müssen alles lernen, was es über einen Feind zu wissen gibt, Centurion, nicht nur die Aspekte, die sich auf Ihren Fachbereich beziehen. Nur dann können Sie wahrhaftig siegreich sein. Kehren Sie an Ihre Station zurück.“

Ineti wandte sich ab, ohne auf eine Antwort zu warten. Er ging auf Sarith zu und überzeugte sich zuerst davon, dass keiner der Centurions sein Gesicht sehen konnte, bevor er wölfisch zu grinsen begann.

„Jugendliche Ausgelassenheit“, sagte er leise. „So viel Energie, so wenig Fokussierung. Ich frage mich, ob ich auch einmal so war?“

„Ich glaube nicht, dass unsere historischen Aufzeichnungen so weit in die Vergangenheit zurückreichen“, antwortete Sarith. Sie verließ das Hauptdeck der Brücke und ging zu einer Nische, die gleichzeitig als Büro und als ihre Station fungierte. Ein schmuckloser Tisch, der aus dem gleichen Metall wie der Boden bestand und mit der Wand verschraubt war, beherrschte die Nische. Darauf stand ein Computerterminal und ein Kontrollgerät, mit dem sie auf das Kommunikationssystem des Schiffs zugreifen konnte. In dieser Nische befanden sich außerdem die einzigen beiden Stühle der beengten Brücke. Sie wirkten unbequem und waren mit dem Boden verschraubt. Die Kommandanten größerer Schiffe verfügten zwar über weitaus luxuriösere Privatbereiche, aber die Nische war für Sariths Zwecke ausreichend.

Ineti setzte sich auf den Stuhl, der sich am Rand der Nische befand, und grinste. „Also, ein weiterer ruhmreicher Sieg für den Praetor?“

Sarith warf einen kurzen Blick über die Brücke und fragte sich, ob jemand von der Besatzung diese Bemerkung gehört hatte. Zum Glück dämpfte das ständige, dumpfe Dröhnen des Schiffsantriebs alle anderen Geräusche. „Ich wünschte, Sie würden sich mit Ihren … Bemerkungen ein wenig zurückhalten, Ineti“, sagte sie. „Oder möchten Sie Ihre Karriere nicht zu einem positiven Ende bringen?“

„Ich befürchte, dass es etwas zu spät dafür ist, meine fehlgeleitete Lebensführung so gravierend zu ändern, Commander“, antwortete Ineti. „Außerdem werde ich ohnehin nie ein eigenes Schiff bekommen. Diese Gelegenheit ist längst an mir vorbeigezogen.“ Er hob die Schultern. „Aber das macht nichts. Ich bin zufrieden damit, als Lehrer zu dienen und dafür zu sorgen, dass Sie nicht in Schwierigkeiten geraten.“

Sarith lächelte, obwohl sie es nicht wollte, und schüttelte den Kopf. Sie wusste, dass Ineti in Wirklichkeit so gut wie unangreifbar war. Weder der Senat, noch das Flottenkommando oder der Geheimdienst des Imperiums konnten ihm etwas anhaben. Seine Karriere, die bereits vor ihrer Geburt lang und herausragend gewesen war, hatte ihm nicht nur einen sicheren Platz in den Hallen der romulanischen Machthaber verschafft, sondern auch in den Geschichtsbüchern des Imperiums. Er war ein hochdekorierter Veteran, der an zahllosen Kriegen teilgenommen hatte. An der Seite ihres Vaters hatte er vor mehr als einem Jahrhundert gegen die Erde und ihre Verbündeten gekämpft. Sogar ein Sitz im Senat wäre ihm sicher gewesen, wenn er ihn gewollt hätte.

Er neigte jedoch dazu, seine Meinung ohne Rücksicht auf das Thema und mögliche Zuhörer deutlich mitzuteilen, was ihm in den höheren militärischen und politischen Kreisen keine Freunde eingebracht hatte. Da die Öffentlichkeit hinter Ineti stand, konnte man nicht direkt gegen ihn vorgehen, doch es gab für diese Personen andere, subtilere Wege, um ihr Missfallen deutlich zu machen.

Wenigstens, dachte Sarith mit einem gewissen Amusement, lässt Ineti sie in dem Glauben, dass es ihn stört. Doch für sie war die Kurzsichtigkeit einiger engstirniger Feiglinge im Flottenkommando vorteilhaft, denn sie erlaubte ihr, von dem Wissen des alten Kriegers zu profitieren.

„Dafür sorgen, dass ich nicht in Schwierigkeiten gerate?“, wiederholte sie nach einem Moment. „Wo waren Sie denn, als uns das tholianische Schiff entdeckte?“

„Im Maschinenraum, weil ich herausfinden wollte, wieso das überhaupt möglich war“, antwortete Ineti. „Anscheinend liegt es an der Frequenz der Energiezerstreuung. Sie kann in einer bestimmten Entfernung von den Kurzstreckensensoren eines anderen Schiffs gelesen werden.“

Sarith nickte und dachte über die Erklärung ihres Mentors nach. „Also sind wir unserem Feind zu nahe gekommen.“

„Das habe ich doch gesagt“, antwortete Ineti. Leichtes Amusement zeichnete sich auf seinem sonst so stoischen Gesicht ab, doch dann verhärtete sich sein Ausdruck wieder. Er beugte sich über den schmalen Tisch. „Dieses Mal haben wir Glück gehabt, da es sich nur um ein einzelnes, uns deutlich unterlegenes Schiff handelte. Dieses Glück wird uns aber nicht treu bleiben, vor allem nicht, falls es den Tholianern gelungen sein sollte, einen Notruf abzusetzen. Wenn wir unsere Mission unentdeckt fortsetzen wollen, müssen wir vorsichtiger vorgehen.“

„Ich hätte den Kontakt am liebsten ganz vermieden“, sagte Sarith. Sie lehnte sich in ihrem Stuhl zurück, bis sie mit dem Hinterkopf die Wand berührte. Ihr Befehl lautete, eine Entdeckung um jeden Preis zu vermeiden, daher hatte sie keine andere Wahl gehabt. „Leider benötigt die Tarnvorrichtung so viel Energie, dass sie sich auf die anderen Schiffssysteme auswirkt.“

Nicht nur die Waffen- und Verteidigungssysteme waren davon betroffen, sondern auch die Sensoren, sodass sie ungewöhnlichen oder interessanten Objekten wesentlich näher als sonst üblich kommen mussten, um sie zu untersuchen.

„Trotz der Sensorenschwäche hätten die Tholianer uns nicht entdecken dürfen“, sagte Ineti. „Wahrscheinlich lag es daran, dass die Tarnvorrichtung ihre Energie direkt aus dem Warpkern bezieht. Es könnte sich um einen Konstruktionsfehler handeln. Wir sollten das Flottenkommando so schnell wie möglich davon unterrichten.“ Er lächelte wissend. „Wann auch immer das sein wird.“

Die kühle, leicht vibrierende Wand schien sich positiv auf Sariths beginnende Kopfschmerzen auszuwirken. Sie öffnete die Augen und betrachtete das Chronometer, das in den Bildschirm ihres Computerterminals integriert war. Sie berechnete die Zeit, die ihr noch bis zur nächsten geplanten Subraummeldung an das Imperium verblieb. Es waren noch mehrere Stunden, Zeit, die sie für einen genauen Bericht über die gegenwärtige Situation und ihre Gesamtlage nutzen sollte.

Wenigstens gibt es mal was Neues.

Die Reise in diese Raumregion, die weit jenseits der romulanischen Grenzen lag, hatte Monate gedauert, was zum Teil an der ungewöhnlichen Route lag, die sie hatten nehmen müssen, um nicht in die Territorien der Föderation und der Klingonen zu gelangen. Hinzu kamen die Beobachtungsposten, die von der Föderation entlang der Grenze zum romulanischen Gebiet errichtet worden waren. Sariths Schiff war, soweit sie wusste, das erste, das diese Grenze seit dem Krieg gegen die Erde passiert hatte.

Und das nur, damit wir unsere ehemaligen Feinde ausspionieren können.

„Ich kenne diesen Gesichtsausdruck“, sagte Ineti nach einem Moment. „Sie fragen sich wieder einmal, ob dieser Auftrag einer Offizierin Ihres Rangs angemessen ist.“

Sarith lächelte. Wie so oft war es ihr nicht gelungen, ihre Gefühle und Gedanken vor ihrem ältesten Freund zu verbergen. „Ich hinterfrage die Befehle des Praetors oder die Anweisungen des Flottenkommandos nicht“, sagte sie. Ihre Worte klangen sogar für sie selbst wie auswendig gelernt. „Ich hätte nur gerne weitere Informationen erhalten. Es wäre doch gut, wenn wir wüssten, weshalb wir dieses Risiko eingehen, oder?“

„Natürlich“, antwortete Ineti. „Ich stimme Ihnen immer noch zu, obwohl Sie diese Frage seit unserer Abreise schon siebzehn Mal gestellt haben.“

Sarith seufzte und schüttelte den Kopf. Der alte Mann ging ihr ab und zu auf die Nerven. „Ich muss mich doch fragen, weshalb der Praetor sich so sehr für Ereignisse so weit entfernt der Heimat interessiert“, sagte sie. Ihr Schiff hatte fast den gesamten erforschten Weltraum durchquert, nur um Informationen über die plötzlichen Aktivitäten der Föderation, der Klingonen und sogar der Tholianer in einem abgelegen Raumsektor zu sammeln. Diese Informationen sollte sie ihren Vorgesetzten übermitteln. Es war für den Praetor von höchster Wichtigkeit, dass niemand davon erfuhr, dass die Romulaner einen ersten Schritt aus ihrer mehr als hundert Jahre währenden Isolation unternommen hatten, nur weil das, was sich in diesem Sektor abspielte, ihre Neugier geweckt hatte.

„Nur weil wir die Bedrohung noch nicht sehen können“, sagte Ineti nach einem Moment, „bedeutet das nicht, dass sie nicht existiert. Von dieser Weisheit lassen wir uns seit Jahrhunderten leiten. Vergessen Sie das nicht.“

„Manche würden diese Weisheit als Verfolgungswahn bezeichnen“, entgegnete Sarith. Wenn man den dürftigen Informationen, die verdeckt arbeitende Agenten innerhalb der Sternenflotte gesammelt hatten, glauben konnte, dann schien die Föderation nahezu besessen davon zu sein, ihren Einflussbereich in diesen Raumsektor auszudehnen. Das wiederum hatte das Klingonische Imperium dazu gebracht, eigene Schiffe zu entsenden. Die Tholianer hatten die Aktivitäten beider Reiche als Provokation aufgefasst. Ein Krieg in dieser Region schien unvermeidbar.

Die Geheimdienstberichte äußerten sich jedoch nicht zu der Ursache dieser Ereignisse.

Wieso war die Föderation in ein Gebiet eingedrungen, das mitten zwischen zwei Mächten lag, die die Menschen und ihre Verbündeten für eine Bedrohung hielten? Hatten die Klingonen von etwas erfahren, das ihnen einen strategischen Vorteil verschaffen würde und versuchten nun, es vor der Föderation zu erreichen? Wie passten die Tholianer in diese Gleichung, wenn man einmal von Gründen wie Xenophobie und dem Willen, in Ruhe gelassen zu werden, absah?

Sariths Mission war einfach: Sie musste Antworten auf diese Fragen finden.

Kapitel 3

„Geh weg.“

Die Worte stachen wie Dornen in Cervantes Quinns Kopf, als er sie aussprach. Hinzu kam, dass seine rechte Wange auf der kühlen Oberfläche der Theke in Tom Walkers Bar lag. Das Holz – oder Material, das sich wie Holz anfühlte – vibrierte unter seinem Gesicht, eine Bewegung, die Schmerzwellen durch seinen Schädel wogen ließ und ihn zu einer oft wiederholten, aber nie erfüllten Bitte an einen gütigen Schöpfer veranlasste.

Lass mich doch bitte in Frieden sterben.

„Quinn“, sagte Tim Pennington zum dritten Mal, während er gleichzeitig eine Hand auf Quinns linke Schulter legte, um ihn wachzurütteln. „Komm schon, wir sind spät dran. Wir müssen in einer Stunde aufbrechen.“

„Häh?“, fragte Quinn. Der Laut war kaum zu verstehen. Als er den Kopf hob, bemerkte er, dass einige Strähnen seines langen grauen Haars an einer grünlichen Substanz auf der Theke festklebten. Er wusste nicht, ob es sich um aldebaranischen Whisky oder Kühlflüssigkeit handelte. Beides war gleich wahrscheinlich. Er wandte sich ab und sah Pennington – alle sechs auf und ab tanzenden Penningtons – an. „Wovon redest du?“

Pennington verdrehte die Augen. „Die Lieferung, Quinn, weißt du nicht mehr? Die Ersatzteile für die Gabelstapler, die dieser Farmer auf Boam II bestellt hat? Wir müssen sie innerhalb von einer Woche ausliefern, und wenn wir heute Morgen nicht aufbrechen, werden wir das nicht schaffen.“

Die sechs tanzenden Penningtons vor Quinns Augen wirkten so, als versuchten sie verzweifelt, zu einer Person zu verschmelzen. Quinn fiel auf, dass der leichte schottische Akzent des Journalisten am frühen Morgen noch nervtötender war als sonst. Der gewaltige Kater, dessen Energie wahrscheinlich gereicht hätte, um einen Warpkern zu überhitzen, half Quinn auch nicht gerade.

„Verstehe“, sagte er schließlich und nickte, um diese Behauptung zu unterstreichen. Die Bewegung schickte eine erneute Schmerzwelle durch seinen Kopf. Vorsichtig stützte er seine Stirn auf seine Hände. Es würde ein langer Tag werden, aber er musste ihn irgendwie überstehen, wenn er bezahlt werden wollte.

Der Quartiermeister von Vanguard hatte Mitleid mit ihm gehabt und ihm einen Auftrag angeboten. Er sollte Vorräte und Ausrüstung zu den Kolonien bringen, die überall in der Taurus-Region aus dem Boden schossen. Die Arbeit war zwar nicht gerade profitabel, aber sie ernährte ihn und sorgte dafür, dass sein Schiff, die Rocinante nicht auseinanderfiel. Sogar einige Schulden – über das exakte Ausmaß dieses Problems wollte er lieber nicht nachdenken – konnte er dank dieses Jobs abtragen.

Ob ich genug verdient habe, um einen neuen Kopf zu kaufen?, fragte er sich, als sich der Schmerz hinter seinen Augenlidern festsetzte.

Pennington sah ihn skeptisch an und schüttelte den Kopf. „Hast du die Nacht hier verbracht?“

„Schon möglich“, antwortete Quinn. „Glaube schon.“ Er dachte noch einen Moment über die Frage nach. „Ja.“ Die meisten Geschäfte und Bars in Stars Landing, dem größten Vergnügungs-, Wohn- und Einkaufsviertel von Sternenbasis 47, hatten rund um die Uhr geöffnet, damit alle, die in dem Dreischichtensystem arbeiteten, versorgt werden konnten. Tom Walkers Bar gehörte auch dazu. Hinzu kam, dass diese Bar einer der wenigen Orte auf der gewaltigen Station war, an dem Quinn zu einer solch gottlosen Stunde seine Ruhe haben konnte. Abgesehen von ihm war kein Gast zu sehen.

Na ja, fast kein Gast.

„Du siehst ganz schön mies aus“, antwortete Pennington. Offen zeigte er seine Missbilligung. „Kannst du deine fliegende Todesfalle überhaupt steuern?“

„Ich bin schon geflogen, als es mir weitaus schlechter ging“, sagte Quinn, während er sich den Schlaf aus den Augen rieb. „Kannst ja hier bleiben, wenn du Angst hast.“

Pennington schüttelte den Kopf. „Normalerweise würde ich das sogar tun, aber ich habe bei diesem Flug auch etwas zu erledigen.“

„Stimmt ja“, sagte Quinn. Er hatte vergessen, dass der ehemalige Reporter des Nachrichtensenders der Föderation Interviewtermine mit einigen Kolonisten auf Boam II verabredet hatte. Auf dem Planeten war eine der ersten Föderationskolonien in der Taurus-Region entstanden. Pennington wollte einen Artikel darüber schreiben, wie sich die Kolonie in den sechzehn Monaten seit ihrer Gründung entwickelt hatte. Er hoffte, auf diese Weise die Fortschritte herauszustellen, die in dieser Region gemacht worden waren.

„Preise werde ich dafür nicht gewinnen“, gestand Pennington, „aber vielleicht kann ich wenigstens ein paar Rechnungen bezahlen, sollte ich ihn schreiben.“

Den kauft ohnehin keiner, dachte Quinn, aber wieso sollte ich ihm die Laune verderben?

Normalerweise wäre es ihm wahrscheinlich egal gewesen, dass sich das Leben des Journalisten in eine Katastrophe verwandelt hatte, dass er gefeuert und von seiner Frau verlassen worden war.

Doch so einfach lagen die Dinge nicht, denn Quinn hatte, wenn auch unwissentlich, eine Rolle bei der Zerstörung von Penningtons Karriere gespielt. Auf Anweisung von Lieutenant Commander T’Prynn, der Geheimdienstoffizierin der Station, hatte Quinn Pennington Informationen zugespielt, die den Journalisten dazu verleiteten, für den FNS einen negativen Artikel über die Zerstörung der U.S.S. Bombay zu schreiben. Das Schiff war einen Monat zuvor von tholianischen Schiffen vernichtet worden. Es waren gefälschte Informationen gewesen, deren Quellen aus Lügnern und Phantomen bestanden, die von der Vulkanierin erfunden worden waren, um die Geschichte und damit auch Pennington zu diskreditieren. Ihre Taktik war erfolgreich gewesen. Der FNS hatte Pennington gefeuert, während die Sternenflotte die Gelegenheit genutzt hatte, um zu vertuschen, was wirklich mit der Bombay tief in der Taurus-Region geschehen war.

Quinn hatte längst akzeptiert, dass andere bei der Arbeit, die er sich ausgesucht hatte, zu Schaden kommen konnten, doch es gab Grenzen. Er tötete nur, wenn er sich verteidigen musste, und er betrog oder schädigte niemals Unschuldige. Das einzige Verbrechen, dessen sich Pennington anscheinend schuldig gemacht hatte, war der Enthusiasmus, mit dem er seinen Artikel, basierend auf den Informationen, die er erhalten hatte, geschrieben hatte. Deshalb war er innerhalb der Journalistenszene zu einer Lachnummer geworden, und selbst hier, auf einer Station am Hinterteil des Weltraums, behandelte man ihn wie einen Außenseiter. Quinn fühlte sich schuldig am Ende von Penningtons Karriere. Deshalb hatte er sich mit dem ehemaligen Reporter angefreundet, ohne ihm den wahren Grund dafür zu verraten.

Ich bin ja kein Vollidiot.

„Gehen wir jetzt oder nicht?“, fragte Pennington. Sein Akzent wurde mit steigendem Ärger stärker. Jedes Wort trieb einen Nagel in Quinns alkoholgeschädigtes Gehirn.

Er hob eine Hand, um seinen Freund zum Schweigen zu bringen, dann sagte er: „Ja, ja, wir gehen. Nur einen Moment.“ Er zog die Augenbrauen zusammen und versuchte, sich an die Ereignisse des gestrigen Abends zu erinnern. „Die Fracht ist bereits im Laderaum, und die Startvorbereitungen habe ich auch schon getroffen.“ Als er Penningtons besorgten Gesichtsausdruck sah, fügte er hinzu: „Bevor ich anfing zu trinken, okay?“

Pennington schien sich zu entspannen. „Gut. Dann mal los.“

„Hol dein Zeug. Wir treffen uns an der Anlegestelle“, sagte Quinn, während er begann, die zahlreichen Taschen seiner Kleidung zu durchsuchen. „Ich muss noch mit Tom abrechnen.“

Pennington wirkte überrascht. „Du zahlst deine Zeche? Ist heute ein besonderer Tag?“ Er stutzte. „Du liegst doch nicht im Sterben, oder?“

„Leider nicht“, antwortete Quinn und zeigte auf die Tür. „Geh jetzt. Wir treffen uns in fünf Minuten, dann halten wir auch den Terminplan ein.“

Pennington hob mahnend den Zeigefinger. „Komm nicht zu spät“, sagte er, als er sich umdrehte und auf die Tür zuging. „Ich brauche diesen Job und du auch.“

„Mach dir keine Sorgen“, antwortete Quinn mit einem Blick auf Penningtons Rücken. Er wandte sich wieder der Theke zu und schüttelte den Kopf. „Zwei Wochen mit dem Typen“, sagte er zu sich selbst. „Gott, steh mir bei.“

Sein Kopf fiel zurück auf die Theke. Innerhalb von Sekunden wurden die Geräusche der Bar leiser. Quinn gab sich dem Schlaf hin.

Er wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, als er eine Berührung an der Schulter spürte.

„Verdammt noch mal, Tim“, sagte er, hob den Kopf und kniff die Augen zusammen, als die Kopfschmerzen erneut zu hämmern begannen. „Du bist schlimmer als meine zweite Frau.“

Er drehte sich auf dem Barhocker um und dachte ernsthaft darüber nach, Pennington zum zweiten Mal seit sie sich kennen gelernt hatten zu schlagen.

Doch nicht Pennington stand vor ihm, sondern Zett Nilric. Der Nalori war wie immer elegant gekleidet, trug einen grauen, maßgeschneiderten Anzug und polierte schwarze Schuhe. Sein Blick war so kalt, dass er Warpplasma hätte einfrieren können. Das gedämpfte Licht der Bar spiegelte sich in seiner öligschwarzen Haut und ließ ihn noch düsterer als sonst erscheinen.

„Mr. Quinn“, sagte Zett zur Begrüßung. Sein Tonfall war reserviert. „Mr. Ganz möchte Sie sprechen.“

Quinn seufzte. Es war kein gutes Zeichen, dass der Orione seine rechte Hand geschickt hatte, um ihn zu holen. „Was habe ich denn jetzt getan?“

Zett lächelte natürlich nicht. „Nichts. Zumindest noch nicht.“

Kapitel 4

Commodore Diego Reyes saß an seinem üblichen Tisch an der Rückwand der Offiziersmesse von Sternenbasis 47. Sein Blick war starr auf das vor ihm liegende Datengerät gerichtet, während er mit der Gabel in seiner rechten Hand in dem Rührei auf seinem Teller herumstocherte.

Erst als die Gabel über den Teller kratzte, bemerkte er, dass er sein Frühstück bereits aufgegessen hatte. Der Geschmack der Mahlzeit hing noch in seinem Rachen. Er hatte sich so sehr in seine Morgenlektüre vertieft, dass ihm nicht aufgefallen war, wie widerlich das Rührei geschmeckt hatte.

„Was zum Teufel habe ich eigentlich gegessen?“, fragte Reyes und griff nach seinem Glas Orangensaft, um den Geschmack von … was auch immer … wegzuspülen.

Dr. Ezekiel Fisher, der ihm gegenüber saß, lächelte ihn über den Rand seiner Kaffeetasse an. „Ktarianische Eier. Nach deiner letzten Routineuntersuchung habe ich die Küche angewiesen, dein Nahrungsprofil abzuändern. Diese Eier haben weniger Cholesterin und mehr von den Vitaminen und Mineralstoffen, die ein Junge wie du braucht, um groß und stark zu werden.“

Reyes sah seinen alten Freund stirnrunzelnd an. „Du weisst, dass ich ktarianische Eier nicht ausstehen kann“, sagte er. „Ich würde eher meinen Stiefel essen.“

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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