Romeo und Julia auf dem Dorfe. Königs Erläuterungen. - Walburga Freund-Spork - ebook

Romeo und Julia auf dem Dorfe. Königs Erläuterungen. ebook

Walburga Freund-Spork

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Opis

Königs Erläuterung zu Gottfried Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe - Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben. In einem Band bieten dir die neuen Königs Erläuterungen alles, was du zur Vorbereitung auf Referat, Klausur, Abitur oder Matura benötigst. Das spart dir lästiges Recherchieren und kostet weniger Zeit zur Vorbereitung. Alle wichtigen Infos zur Interpretation. - von der ausführlichen Inhaltsangabe über Aufbau, Personenkonstellation, Stil und Sprache bis zu Interpretationsansätzen - plus 4 Abituraufgaben mit Musterlösungen und 2 weitere zum kostenlosen Download ... sowohl kurz als auch ausführlich. - Die Schnellübersicht fasst alle wesentlichen Infos zu Werk und Autor und Analyse zusammen. - Die Kapitelzusammenfassungen zeigen dir das Wichtigste eines Kapitels im Überblick - ideal auch zum Wiederholen. ... und klar strukturiert. - Ein zweifarbiges Layout hilft dir Wesentliches einfacher und schneller zu erfassen. - Die Randspalte mit Schlüsselbegriffen ermöglichen dir eine bessere Orientierung. - Klar strukturierte Schaubilder verdeutlichen dir wichtige Sachverhalte auf einen Blick. ... mit vielen zusätzlichen Infos zum kostenlosen Download.

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EPUB

Liczba stron: 104




KÖNIGS ERLÄUTERUNGEN

Band 251

Textanalyse und Interpretation zu

Gottfried Keller

ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE

Walburga Freund-Spork

Alle erforderlichen Infos für Abitur, Matura, Klausur und Referat plus Musteraufgaben mit Lösungsansätzen

Zitierte Ausgaben: Keller, Gottfried:Romeo und Julia auf dem Dorfe. Reclams Universal Bibliothek (RUB) 6172. Stuttgart: Reclam, durchgesehene Ausgabe 2002, Nachdruck 2010. Zitatverweise sind mit R gekennzeichnet. Keller, Gottfried:Romeo und Julia auf dem Dorfe. Husum/Nordsee: Hamburger Lesehefte Verlag 2010 (103. Hamburger Leseheft). Zitatverweise sind mit HL gekennzeichnet.

Über die Autorin dieser Erläuterung: Walburga Freund-Spork, Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Münster. Realschullehrerin, Fachleiterin für das Fach Deutsch Sekundarstufe I, Mitautorin des Lehrplans Deutsch für die Sekundarstufe I (NRW), Referentin für Fort- und Weiterbildung bei der Bezirksregierung Detmold, stellv. Seminarleiterin am Studienseminar Sek. I in Paderborn. In den Zeitschriften Diskussion Deutsch, Praxis Deutsch, Blätter für den Deutschlehrer und Literatur für Leser hat sie literaturdidaktische Beiträge vorgelegt. Literaturwissenschaftliche Untersuchungen zu Heinrich Heine, zu Novellen und Romanen der Gegenwart sowie zur modernen Essayistik sind von ihr in den Universitäts-Taschenbüchern und in den Grabbe-Jahrbüchern erschienen. Frau Freund-Spork ist Autorin von Interpretationen und Lernhilfen namhafter Verlage.

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 52 a UrhG: Die öffentliche Zugänglichmachung eines für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werkes ist stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.

3. Auflage 2017

ISBN 978-3-8044-6978-5

© 2002, 2011 by C. Bange Verlag, 96142 Hollfeld Alle Rechte vorbehalten! Titelabbildung: Margit Winter und Erwin Kohlund in Romeo und Julia auf dem Dorfe, Verfilmung CH 1941, © Cinetext

Hinweise zur Bedienung

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INHALT

1. Das Wichtigste auf einen Blick – Schnellübersicht

2. Gottfried Keller: Leben und Werk

2.1 Biografie

2.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

2.3 Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken

3. Textanalyse und -Interpretation

3.1 Entstehung und Quellen

3.2 Inhaltsangabe

Ausgangssituation

Eskalationskette

Widerstand

Hoffnung

Enttäuschung und Zuspitzung zur Katastrophe

3.3 Aufbau

Die Gattung Novelle

3.4 Personenkonstellation und Charakteristiken

Darstellung der möglichen Lebensordnungen  von Manz und Marti

Die Mütter

Sali und Vrenchen

Der schwarze Geiger

Nebenfiguren

3.5 Sachliche und sprachliche Erläuterungen

3.6 Stil und Sprache

3.7 Interpretationsansätze

Romeo und Julia auf dem Dorfe – eine unerhörte Begebenheit (Karl Roeder, 1964)

Romeo und Julia auf dem Dorfe – ein exzellentes Beispiel für die Novelle des poetischen Realismus (Walter Silz, 1954)

Romeo und Julia auf dem Dorfe – die Novelle innerhalb der Dorfgeschichte (Thomas Koebner, 1990)

4. Rezeptionsgeschichte

Würdigung innerhalb der Literaturgeschichtsschreibung

Umsetzung ins Opernmedium als lyrisches Drama in sechs Bildern (Frederick Delius, 1907)

5. Materialien

6. Prüfungsaufgaben mit Musterlösungen

Aufgabe 1 ***

Aufgabe 2 ***

Aufgabe 3 *

Aufgabe 4 ***

Literatur

Zitierte Ausgaben

Textausgaben

Nachschlagewerke

Biografische Erfassungen

Benutzte Literatur

Materialien aus dem Internet

Verfilmungen

1. Das Wichtigste auf einen Blick – Schnellübersicht

Damit sich jeder Leser in unserem Band rasch zurechtfindet und das für ihn Interessante gleich entdeckt, findet sich im Folgenden eine Übersicht.

Im 2. Kapitel wird Kellers Leben beschrieben und der zeitgeschichtliche Hintergrund dargestellt.

Gottfried Keller lebte von 1819 bis 1890 als Schweizer Staatsbürger überwiegend in Zürich. Eigentlich fühlte er sich zum Maler berufen, doch blieb der Erfolg aus. Seit Mitte des Jahrhunderts wendete er sich der Schriftstellerei zu. Er erhielt ein Staatsstipendium und konnte in Deutschland studieren. Ohne geregeltes Einkommen lebte er von 1850–1855 in Berlin. Danach kehrte er in die Schweiz zurück, wo er ab 1861 ein gut dotiertes Amt als Stadtschreiber von Zürich bekleidete. Er starb 1890 vereinsamt in Zürich.

Der zeitgeschichtliche Hintergrund ist geprägt von der Abkehr der Restaurationsversuche des Fürsten Metternich, der nach dem Sieg über Napoleon den Versuch machte, Europa in seinen alten Grenzen wiederherzustellen. Doch die Freiheitsbestrebungen des deutschen Bürgertums erwiesen sich als stärker, sodass eine Phase des Liberalismus eingeleitet wurde. Keller war ein entschiedener Verfechter dieses Liberalismus und in dieser Funktion nahm er an den Schweizer Sonderbundskriegen teil, aus denen die Schweiz als Bundesstaat mit einer bürgerlich-liberalen Verfassung hervorging.

Das 3. Kapitel enthält eine Textanalyse und verschiedene Interpretationsansätze, deren Gewichtung in der Darstellung und Bedeutung der Gattungsschwerpunkte und der Novellenstruktur zu suchen sind.

Romeo und Julia auf dem Dorfe – Entstehung und Quellen:

Die Novelle Romeo und Julia auf dem Dorfe entstand im Herbst 1847. 1856 wurde sie in der damals einbändigen Ausgabe der Sammlung Die Leute von Seldwyla als Mittelstück herausgegeben. Angeregt zur Erstellung wurde Gottfried Keller durch eine wahre Begebenheit, von der er durch eine Zeitungsnotiz erfuhr.

Inhalt:

Keller beschreibt in seiner Novelle Romeo und Julia auf dem Dorfe die Geschichte zweier zunächst befreundeter bäuerlicher Familien, die sich bewusst an dem Mittelstück zwischen ihren beiden Äckern bereichern. Sie sind sich darin einig, den schwarzen Geiger, den verarmten Besitzer des mittleren Ackers, um seine Habe zu bringen. Als einer der Bauern jedoch schließlich den mittleren Acker aufkauft, geraten sie in einen erbitterten Rechtsstreit, aus dem beide innerhalb von zehn Jahren völlig verarmt hervorgehen. Von dieser traurigen Wende sind die Kinder der Bauern, Sali und Vrenchen, unmittelbar betroffen. Bei einem Zusammentreffen der feindlichen Bauern mit ihren Kindern kommt es zu hasserfüllten Handgreiflichkeiten, an deren Ende Vrenchen und Sali sich die Hand reichen und erkennen, dass sie füreinander bestimmt sind. Auf dem Heimweg eines heimlichen Treffens der Verliebten begegnen sie Marti, Vrenchens Vater, der sich wütend auf seine Tochter stürzen will. In seiner Not ergreift Sali einen Stein und trifft Martis Kopf. Von diesem Tag an ist Marti schwachsinnig und muss bald darauf den Hof verlassen. Vrenchen kann den Hof allein nicht halten und muss sich nach einem Dienst umsehen. Vorher wollen Sali und Vrenchen jedoch einmal fröhlich sein und im benachbarten Dorf Kirchweih feiern. Sie verleben miteinander einen erfüllten Tag, der, nachdem sie erkannt worden sind, im Paradiesgärtlein ausklingt, einem Treffpunkt des „Hudelvölkchens“, angeführt vom schwarzen Geiger. Hier tanzen sie und versichern sich ihrer Liebe immer wieder neu. Da sie nicht wissen, wohin sie sich am Ende des Abends noch wenden sollen, schlägt Sali vor, in der Nacht gemeinsam Hochzeit zu feiern und dann aus dem Leben zu scheiden. Am Fluss löst Sali ein mit Heu beladenes Schiff. Von diesem Schiff aus gleiten die Liebenden im Morgenrot des frühen Herbstmorgens aneinandergeschmiegt den Strom hinab in den gemeinsamen Tod.

Chronologie und Schauplätze:

Die Handlung trägt sich hauptsächlich im Dorf zu, aus dem Sali und Vrenchen stammen. Weitere Schauplätze sind die Stadt Seldwyla, in der Salis Eltern eine Gaststätte eröffnen und Sali Schuhe für Vrenchen kauft, der Wald, verschiedene Gaststätten, der Kirchweihplatz, das Paradiesgärtlein und zuletzt der Fluss. Der Aufbau der Novelle ist dabei abschüssig und zeigt die sich letztlich stets verschlechternde Lage für Sali und Vrenchen auf.

Personen:

Das Personal der Novelle ist insgesamt überschaubar. Manz und Marti sind die Bauern, deren Feindschaft das Unglück ihrer Kinder Sali und Vrenchen auslöst. Als weitere wichtige Figur erscheint der schwarze Geiger. Er ist der rechtmäßige Besitzer des mittleren Ackers. Weil er von den Bauern um seinen Besitz gebracht worden ist, kommt ihm das daraus resultierende Unglück der Kinder gerade recht. Er ist es schließlich, der Sali dazu bringt, mit Vreni Hochzeit zu machen und danach aus dem Leben zu scheiden. Neben dem „Hudelvölkchen“ werden im Kontrast Figuren eingeführt, deren gutbürgerliches Leben anzeigt, wie das Leben der Liebenden unter anderen Bedingungen hätte verlaufen können.

Stil und Sprache Kellers:

Kellers Novelle folgt einem klaren Kompositionsprinzip. Zu ihren charakteristischen Stilmerkmalen zählen Bildlichkeit und Symbolsprache. Humorvolle Auflockerungen entlasten den Leser, beispielsweise verdeutlicht in den Tiervergleichen. Landschaftsschilderungen tragen im Wesentlichen zur Atmosphärenbildung bei. Auch Märchen- und religiöse Motive, Metaphern, Bildvergleiche und Symbole zeigen den Reichtum der Keller’schen Sprache. Bestimmte Farbnuancen (gold, rot) unterstreichen die Symbolhaftigkeit.

Drei Interpretationsansätze werden angeboten:

Die Interpretationsansätze sind schwerpunktartig auf die Struktur der Novelle abgestimmt. Dies gilt für die älteren Analysebeispiele ebenso wie für die neueren analytischen Ansätze.

Karl Roeder setzt sich mit der Novelle unter dem didaktischen Aspekt der unerhörten Begebenheit auseinander.

Walter Silz sieht in ihr ein exzellentes Beispiel des Erzählens im poetischen Realismus.

Thomas Koebner setzt sich mit ihr im Rahmen der Dorfgeschichte auseinander.

2. Gottfried Keller: Leben und Werk

Gottfried Keller 1819–1890© Richter/Cinetext

2.1 Biografie

JAHR

ORT

EREIGNIS

ALTER

19. Juli 1819

Zürich, Am Neumarkt

Gottfried Keller wird als Sohn eines angesehenen Drechslermeisters geboren.

1821

Zürich, Am Rindermarkt

Umzug der Eltern.

2

12. Aug. 1824

Zürich

Tod des Vaters Rudolf Keller. Seine Mutter Elisabeth Keller-Schleuchzer, geb. 1787 in Glattfelden, bleibt mit dem Sohn Gottfried und dessen drei Jahre jüngerer Schwester Regula mittellos zurück. Die zweite Ehe, die sie mit dem Altgesellen eingeht, wird nach kurzer Zeit wieder geschieden.

5

1833

Zürich

Keller tritt in die kantonale Industrieschule ein. Als mittellose Witwe kann seine Mutter ihm keine Privatschule bezahlen.

14

1834

Keller wird ungerechtfertigt wegen einer Schülerrevolte, an der auch andere mitgewirkt hatten, als Einziger von der Züricher Industrieschule verwiesen. Der Verweis bedeutet die vorzeitige Beendigung der Schullaufbahn. So bleibt er ohne abgeschlossene Schulausbildung. Der Wunsch, Landschaftsmaler zu werden, reift in ihm heran.

15

1834

Glattfelden

Keller verbringt den Sommer bei seinem Onkel, einem Bruder seiner Mutter.

15

1834

Zürich

Eintritt in die Lehre des Kunstmalers Peter Steiger.

15

1837

Zürich

Schüler des Zeichners Rudolf Meyer.

18

1840

München

Malstudien. Er verbindet diese Studien mit dem Wunsch, als erfolgreicher Künstler nach Hause zurückzukehren. Er wollte sich in den Stand setzen, für die Mutter und die Schwester finanziell aufzukommen. Aber der Erfolg stellt sich nicht ein. Es ist viel darüber spekuliert worden, ob mangelnde Begabung zum Maler oder die damals in Mode gewesene romantische Richtung in der Landschaftsmalerei seinem Erfolg entgegenstand. Die Ausstellungen seiner Bilder bringen dem jungen Keller keinerlei finanziellen Gewinn. Zwar bildet Keller sich durch Selbststudium weiter, ist aber gezwungen, Schulden zu machen, um seine materielle Not zu lindern. Seine Erfolglosigkeit soll er nicht selten wortstark und witzig als Zecher im Wirtshaus kompensiert haben.

21

1842–1848

Zürich

Keller beschäftigt sich weiter mit Malerei, er liest viel und schreibt erste Gedichte. Er schließt sich politisch der liberalen Bewegung an und knüpft Verbindungen zu den deutschen Emigranten in Zürich. (Follen, Freiligrath, Herwegh und Hoffmann von Fallersleben, Wilhelm Schulz).

23–29

1845

Zürich

Erscheinen seiner ersten Gedichte: Lieder eines Autodidakten im Deutschen Taschenbuch in Fröbels Literarischem Comptoir (Verlagsname).

26

1846

Zürich

Gedichte von Gottfried Keller erscheinen im Winter Verlag in Heidelberg.

27

1847

Zürich

Im Bündner Kalender wird die Erzählung Die misslungene Vergiftung abgedruckt. Keller wird einem größeren Schweizer Publikum bekannt.

28

1848

Zürich

Keller erhält ein Staatsstipendium für ein Jahr zur weiteren Ausbildung im Ausland.

29

1848–1850

Heidelberg

Keller wählt Heidelberg als Studienort. Er studiert bei Hettner, Feuerbach und Henle.

29–31

1849

Heidelberg

Verhandlungen mit seinem späteren Verleger Vieweg aus Braunschweig über Veröffentlichungen seiner literarischen Produktion beginnen.

30

1850

Berlin

Nach Ablauf des Stipendiums kehrt Keller nicht nach Zürich zurück. Er begibt sich nach Berlin, um seine Studien fortzusetzen.

31

1850–1855

Berlin

Unter äußersten Entbehrungen, Keller hat kein geregeltes Einkommen, entsteht ein Großteil seines Gesamtwerks: Gedichte, Der grüne Heinrich (Bildungsroman), Novellen aus dem Zyklus DieLeute von Seldwyla. Er begegnet im literarischen Salon der Varnhagens Betty Tendering, um die er vergeblich wirbt.

31–36

1851

Berlin

Neuere Gedichte, veröffentlicht bei Vieweg in Braunschweig.

32

Dez. 1853