Schachnovelle. Königs Erläuterungen. - Walburga Freund-Spork - ebook

Schachnovelle. Königs Erläuterungen. ebook

Walburga Freund-Spork

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Opis

Königs Erläuterung zu Stefan Zweig: Schachnovelle - Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben. In einem Band bieten dir die neuen Königs Erläuterungen alles, was du zur Vorbereitung auf Referat, Klausur, Abitur oder Matura benötigst. Das spart dir lästiges Recherchieren und kostet weniger Zeit zur Vorbereitung. Alle wichtigen Infos zur Interpretation. - von der ausführlichen Inhaltsangabe über Aufbau, Personenkonstellation, Stil und Sprache bis zu Interpretationsansätzen - plus 4 Abituraufgaben mit Musterlösungen und 2 weitere zum kostenlosen Download ... sowohl kurz als auch ausführlich. - Die Schnellübersicht fasst alle wesentlichen Infos zu Werk und Autor und Analyse zusammen. - Die Kapitelzusammenfassungen zeigen dir das Wichtigste eines Kapitels im Überblick - ideal auch zum Wiederholen. ... und klar strukturiert. - Ein zweifarbiges Layout hilft dir Wesentliches einfacher und schneller zu erfassen. - Die Randspalte mit Schlüsselbegriffen ermöglichen dir eine bessere Orientierung. - Klar strukturierte Schaubilder verdeutlichen dir wichtige Sachverhalte auf einen Blick. ... mit vielen zusätzlichen Infos zum kostenlosen Download.

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Liczba stron: 109




KÖNIGS ERLÄUTERUNGEN

Band 384

Textanalyse und Interpretation zu

Stefan Zweig

SCHACHNOVELLE

Walburga Freund-Spork

Alle erforderlichen Infos für Abitur, Matura, Klausur und Referat plus Musteraufgaben mit Lösungsansätzen

Zitierte Ausgaben: Zweig, Stefan: Schachnovelle. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 62. Auflage 2010.

Über die Autorin dieser Erläuterung:Walburga Freund-Spork, Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Münster. Realschullehrerin, Fachleiterin für das Fach Deutsch Sekundarstufe I, Mitautorin des Lehrplans Deutsch für die Sekundarstufe I (NRW), Referentin für Fort- und Weiterbildung bei der Bezirksregierung Detmold, stellv. Seminarleiterin am Studienseminar Sek. I in Paderborn. In den Zeitschriften Diskussion Deutsch, Praxis Deutsch, Blätter für den Deutschlehrer und Literatur für Leser hat sie literaturdidaktische Beiträge vorgelegt. Literaturwissenschaftliche Untersuchungen zu Heinrich Heine, zu Novellen und Romanen der Gegenwart sowie zur modernen Essayistik sind von ihr in den Universitäts-Taschenbüchern und in den Grabbe-Jahrbüchern erschienen. Frau Freund-Spork ist Autorin von Interpretationen und Lernhilfen namhafter Verlage.

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 52 a UrhG: Die öffentliche Zugänglichmachung eines für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werkes ist stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.

4. Auflage 2018

ISBN 978-3-8044-6986-0

© 2002, 2012 by C. Bange Verlag, 96142 Hollfeld Alle Rechte vorbehalten!

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INHALT

1. Das Wichtigste auf einen Blick – Schnellübersicht

2. Stefan Zweig: Leben und Werk

2.1 Biografie

2.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

Wien als europäische Kulturstadt

Neue Ordnung in einer neuen Zeit

Der Erste Weltkrieg

Einschneidende Veränderungen durch die Machtergreifung Hitlers ab 1933

Stefan Zweig im Londoner und brasilianischen Exil (Petrópolis)

2.3 Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken

3. Textanalyse und -Interpretation

3.1 Entstehung und Quellen

3.2 Inhaltsangabe

Einleitende Darstellung vor Ablegen des Schiffes nach Argentinien

Erzählerbericht zur Lebensgeschichte Mirko Czentovics

Schachspiel zwischen Ich-Erzähler und dem Schotten McConnor

Dr. B. erzählt seine Lebensgeschichte

Schachduell zwischen Czentovic und Dr. B. mit glücklichem Ausgang

3.3 Aufbau

Zeitstufen

Kommentar

Zur Gattung

3.4 Personenkonstellation und Charakteristiken

Die Hauptfiguren

McConnor,

Mirko Czentovic

Die Figur des Ich-Erzählers

Der Ich-Erzähler als Moderator

3.5 Sachliche und sprachliche Erläuterungen

3.6 Stil und Sprache

3.7 Interpretationsansätze

Schachnovelle als psychologische Novelle

Schachnovelle als Denkmal eines an politischer Verfolgung gebrochenen Menschen

Schachnovelle als Aufeinanderprall zweier monomanischer Menschen

Schachnovelle als stellvertretende Darstellung der Leidenden am Nazi-Terror

Schachnovelle als Antinomie zwischen geistlosem Funktionieren und intelligenter Einfühlsamkeit

4. Rezeptionsgeschichte

5. Materialien

6. Prüfungsaufgaben mit Musterlösungen

Aufgabe 1 ***

Aufgabe 2 **

Aufgabe 3 **

Aufgabe 4 *

Literatur

Zitierte Ausgabe

Primärliteratur

Sekundärliteratur

Internet

Verfilmung

1. Das Wichtigste auf einen Blick – Schnellübersicht

Damit sich jeder Leser in dem vorliegenden Band rasch zurechtfindet und das für ihn Wichtigste gleich entdeckt, findet sich im Folgenden eine Übersicht.

Im 2. Kapitel wird Stefan Zweigs Leben beschrieben und der zeitgeschichtliche Hintergrund dargestellt.

Stefan Zweig lebte von 1881 bis 1942. Geboren wurde er in der Kultur- und Kaiserstadt Wien; er starb in Petrópolis (Brasilien).

Er wuchs in einer sehr wohlhabenden, dem jüdischen Großbürgertum zugehörigen Familie auf. Nach Abitur und Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie war es ihm vergönnt, sich einzig der Kunst und Schöngeisterei zu widmen. Einem Brotberuf musste er nicht nachgehen.

Doch große politische und soziale Umwälzungen führten zu einschneidenden Veränderungen in seinem Leben. Stefan Zweig erlebte den Ausbruch des Ersten Weltkriegs auf einer Vortragsreise in Belgien und kehrte spontan nach Österreich zurück. In einem offenen Brief „an seine Freunde in Fremdland“ geißelte er den völkerrechtswidrigen Überfall Deutschlands auf Belgien, in dem er zum ersten Mal den nationalen dem europäischen Gedanken voranstellte.

Das Erscheinen Hitlers auf der politischen Bühne veränderte noch einmal die Welt, auch für Stefan Zweig. Antisemitismus schürte den Judenhass. Es kam zu barbarischen, geistlosen Aktionen wie zur öffentlichen Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, der auch die Bücher Stefan Zweigs zum Opfer fielen. In Österreich schaltete die autoritäre Regierung des Kanzlers Dollfuß im Kampf gegen faschistische Tendenzen das Parlament aus, ihm folgte nach seiner Ermordung 1934 Schuschnigg als Kanzler, der wegen Forderungen Hitlers an Österreich zurücktrat. Unter seinem Nachfolger Seiß-Inquart wurde dann der Weg frei für die Annexion Österreichs durch Hitler.

1936 hatte Zweig sich nach London ins Exil begeben und die englische Staatsbürgerschaft beim Einmarsch Hitlers in Österreich beantragt, die ihm 1940 zugestanden wurde. Vortragsreisen führten ihn nach New Haven (USA) und Petrópolis (Brasilien), wo er sich 1941 festzusetzen gedachte. Doch der auch in Brasilien wachsende Antisemitismus, das Verbot der deutschen Sprache und das Abschneiden von der deutschsprachigen Kultur führten ihn in schwere Depressionen, sodass er mit seiner zweiten Frau Lotte Altmann freiwillig aus dem Leben schied.

Im 3. Kapitel wird eine Textanalyse und -interpretation angeboten.

Schachnovelle – Entstehung und Quellen:

Die Schachnovelle entstand als einziges Werk Zweigs vollständig im Exil. Er begann mit der Niederschrift 1941. Bevor Zweig im Februar 1942 aus dem Leben schied, hatte er das Manuskript auf den Weg an drei mögliche Verleger (in New York, Stockholm und Buenos Aires) gebracht. Die Schachnovelle erschien auf Deutsch postum im Dezember 1942 als „Liebhaberdruck“ in limitierter Auflage in Buenos Aires, im Frühjahr 1943 als allgemein zugängliche Ausgabe im Bermann-Fischer Verlag Stockholm.

Inhalt:

Auf einem Passagierdampfer auf dem Weg von New York nach Buenos Aires fordert ein Millionär gegen Honorar den eingebildeten, mitreisenden Schachweltmeister Czentovicz zu einer Schachpartie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein von der Gestapo durch Haft und Isolation misshandelter Exilant aus Österreich, greift beratend in die Partie ein, und ihm gelingt, dass der Herausforderer gegen den Weltmeister ein Remis erreicht. Das Schachspiel hatte Dr. B. im blinden Spiel mit sich selbst und im Nachspielen von 150 dargestellten Partien aus einem gestohlenen Buch mit Spielanleitungen erlernt, um sich auf diese Weise während der Einzelhaft seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch die einseitige Anstrengung hatte er sich ein Nervenfieber zugezogen, in dessen Gefolge er aus der Haft entlassen worden war. Dr. B. will anhand des Spiels gegen den Weltmeister darüber Aufschluss erhalten, ob sein Tun in der Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen war. In der ersten Partie schlägt er den Weltmeister souverän, doch bei der Revanche, auf die er sich gegen seinen Willen einlässt, bricht das Nervenfieber erneut aus. Nur durch den Abbruch der Partie, für den der Weltmeister keinerlei Verständnis zeigt, kann er den vollständigen Zusammenbruch vermeiden.

Personen:

Die Hauptpersonen sind Dr. B. und der amtierende Schachweltmeister Czentovic. Für die Lebensgeschichte Czentovics wird ein Erzähler eingeführt, während Dr. B. seine Lebensgeschichte selbst erzählt.

Der Stil und die Sprache Zweigs:

Zweig zeigt in der Novelle deutlich seine Vorliebe für Ich-Erzählsituationen.

Die Syntax besticht durch Ausgewogenheit bei übersichtlicher Gliederung und wohl kalkulierten Über- und Unterordnungen.

Der Stil ist sichtbarer Ausdruck einer großbürgerlichen Herkunft und einer ästhetischen Lebensauffassung. Ausgefallene Fremdwörter, Vorlieben für französische Konversation und die Gestaltung des räumlichen Ambientes gehören ebenso dazu wie der Umgang mit Bibelzitaten oder die Darstellung komplizierter Seelenvorgänge.

Fünf Interpretationsansätze bieten sich an:

Die Schachnovelle kann als psychologische Novelle nach Johannes Klein (1954) interpretiert werden.

Ihre Funktion als Denkmal eines an politischer Verfolgung gebrochenen Menschen (Hellmuth Himmel, 1963) kann in den Vordergrund gestellt werden.

Sie kann als Aufeinanderprall zweier monomanischer Menschen (Donald G. Daviau/Harvey J. Dunkle, 1973) gedeutet werden.

Eine Deutung als stellvertretende Darstellung aller unter dem Nazi-Terror Leidenden (Siegfried Unseld, 1993) bietet sich an.

Die Antinomie zwischen geistlosem Funktionieren und intelligenter Einfühlsamkeit (Winfried Freund, 1998) kann schwerpunktmäßig thematisiert werden.

2. Stefan Zweig: Leben und Werk

Stefan Zweig 1881–1942 © Sammlung Richter/Cinetext

2.1 Biografie

JAHR

ORT

EREIGNIS

ALTER

28.11.1881

Wien

Stefan Zweig wird als zweiter Sohn des Ehepaars Zweig in Wien geboren. Seine Eltern gehören dem liberalen jüdischen Großbürgertum an.

1887–1892

Wien

Er besucht die Volksschule in der Werdertorgasse.

6–11

1892–1900

Wien

Besuch des Maximiliangymnasiums im 9. Bezirk.

Er lernt dort vor allem alte Sprachen, Geometrie und Physik, während ihm das, was ihm wissenswert erscheint, Französisch, Englisch, Italienisch, Musik, in zusätzlichen Privatstunden beigebracht wird.

11–19

Herbst 1900

Wien

Nach einer ersten Bildungsreise nach dem Abitur nach Frankreich schreibt er sich als Student für Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Wien ein. Im Studium geht es ihm vor allem um die Beschäftigung mit der zeitgenössischen Literatur. Zweig bleibt zeitlebens Schöngeist und Ästhet.

19

1901

Wien

Erste Buchveröffentlichung seiner Gedichte unter dem Titel Silberne Saiten im Verlag Schuster & Löffler.

Diese Veröffentlichung zieht weitere in bekannten Journalen nach sich.

20

1902

Wien

Beginn der Mitarbeit an der Neuen Freien Presse.

21

1902

Wien

Übertragung und Herausgabe der besten Gedichte des französischen Lyrikers Paul Verlaine, um die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu schulen.

21

Sommer 1902

Brüssel u. a. Orte

Bekanntschaft mit dem belgischen Lyriker Emile Verhaeren. Zweig macht dessen Werke in Deutschland bekannt.

21

1902/1903

Berlin

Zweig schreibt sich für ein Semester an der Universität Berlin ein. Begegnung mit Kollegen der „neuen“ Literatur im Literatenkreis „Die Kommenden“, einem Sammelbecken von Künstlern und Intellektuellen.

22

1904

Wien

Studienabschluss mit einer Doktorarbeit in Philosophie.

23

1904

Paris und London

Bekanntschaft mit dem Lyriker Rainer Maria Rilke und dem Bildhauer Auguste Rodin in Paris.

In London bleiben ihm Kontakte zu Künstlerkreisen versagt. Er nutzt die Zeit, um im Britischen Museum für zukünftige Arbeiten zu recherchieren.

23

1905

Monografie zu Paul Verlaine (1844–1896), dem französischen Dichter und Mitbegründer des Impressionismus.

24

1905

Spanien, Algier

Reise nach Spanien und Nordafrika.

24

1906

England

Viermonatiger Englandaufenthalt. Zweig überträgt Die visionäre Kunstphilosophie des William Blake in die deutsche Sprache. In Leipzig (im neu gegründeten Insel-Verlag) erscheint der Gedichtband Die frühen Kränze, eine Sammlung, von der Zweig sich später distanzierte.

25

1907

Wien

Zweig bezieht seine erste Wohnung in Wien in der Kochgasse 8. Er beginnt mit der Sammlung von Autographen, die er später zu einer einmaligen Handschriftensammlung von Arbeitstexten berühmter historischer Literaten und Musiker ausweitet.

Sein Versdrama Tersites erscheint.

26

1908

Dresden und Kassel

Uraufführung des Tersites.

27

1908

Wien

Balzac: Sein Weltbild aus den Werken, bearbeitet und eingeleitet von Stefan Zweig, erscheint in Stuttgart.

27

1908/1909

Asien/Indien

Fünfmonatiger Aufenthalt in Asien. Das indische Kastenwesen erscheint Zweig als „Pest des Rassenreinheitswahns.“[1]

27–28

1910

Wien

Die Monografie über Emile Verhaeren und einige Übertragungen seiner Werke erscheinen in zwei Bänden.

29

1911

Amerika, New York, Kanada, Panama, Kuba, Puerto Rico

Reise nach Amerika. Nach anfänglichem Enthusiasmus beschleicht ihn das Gefühl äußerster Einsamkeit. Um überhaupt menschliche Kontakte zu spüren, begibt er sich in die imaginäre Rolle eines Einwanderers. Er erprobt real seine Chance, Arbeit zu finden und Fuß zu fassen.[2]

30

1912

Österreich

Bekanntschaft mit Friderike von Winternitz, seiner späteren Frau. Sie stammte aus jüdischer Familie, hatte zwei Töchter. Ihre Zuneigung zu Zweig findet schließlich seine Erwiderung. Zur Manifestation der deutsch-französischen Verbrüderung organisiert Stefan Zweig für Emile Verhaeren eine Vortragsreise durch Deutschland und überträgt Verhaerens Hymnen an das Leben.

31

1913

Breslau

Erstaufführung des Einakters Der verwandelte Kommödiant, eine Auftragsarbeit des Wiener Burgschauspielers und Ifflandring-Trägers Josef Kainz.

32

1913

Wien

Uraufführung des Trauerspiels Das Haus am Meer am Burgtheater in Wien. Übertragung von Verhaerens Rubens. Erscheinen der Novelle Brennendes Geheimnis bei Insel als Einzelausgabe. Entstehen der Freundschaft zu Romain Rolland, dem großen Pazifisten.

32

1914

Belgien

Reise zu Emile Verhaeren. Überstürzte Rückkehr nach Wien bei Ausbruch des 1. Weltkriegs.Offener Brief an die Freunde im Fremdland, in dem er der Zugehörigkeit zur Nation den Vorrang über die Internationalität einräumt. Am 1. Dezember Einberufung in den Bibliotheksdienst im Kriegsarchiv, in dem auch Rilke kurzfristig Dienst in Uniform tat. Aufrechterhaltung des Briefwechsels mit Romain Rolland in der Schweiz.

33

Juli 1915

Galizien

Dienstreise zur Beschaffung von Kriegsdokumenten. Zweig gewinnt auf dieser Reise Einblicke in das Grauen des Krieges an der Ostfront. Er ist Zeuge eines gewaltigen Sterbens.

34

1916

Kalksburg bei Rodaun

Gemeinsame Wohnung mit Friderike von Winternitz. Die Eheschließung erfolgt erst im Januar 1920. Als Katholikin war ihre Wiederverheiratung als geschiedene Frau schwierig.

35

1916/1917

Salzburg